Kampfalchemisten

"Jene die sich Kampfalchemisten nennen, differenzieren sich mit jeder Faser ihres Körpers von anderen Befähigten. Es scheint ihnen zu widerstreben sich mit den barbarischen, kriegstreibenden und abgründischen Zügen ihrer theoretischen Genossen zu assoziieren. Sind wir jedoch ähnlich, ist der Unterschied zwischen ihnen marginal und entspringt mehr einem Wunschdenken, denn der Realität. Es mag die Kampfalchemisten zwar danach verlangen, sich über die übrigen zu erheben, aber ich habe Kampfalchemisten gesehen, die ebenso grausam und bestialisch waren, wie die Energetiker oder die Magier."
Unter all den Arten von Befähigten, den Meistern von Energie und Materie, gelten die Kampfalchemisten weit weniger als Kämpfer, denn als Weise, Gelehrte und in böseren Zungen als Spießer. Tatsächlich verstehen sie sich selbst allerdings genauso, was insbesondere aus dem immensen Anteil der theoretischen Lehre ihrer Kräfte rührt. Im Grundprinzip entspricht Kampfalchemie allen Regeln der Alchemie, nur benutzen sie nicht Maschinen und Gerätschaften dafür, sondern stattdessen die Energie ihren eigenen Leibes, um andere Materie zu verändern.

Anfang
Wie auch bei anderen Formen der Befähigung sind nur wenige Lebewesen von Natur aus in der Lage, Energie bewusst zu kontrollieren. Der Mensch zählt zu diesen leider nicht dazu. Aus diesem Grund ist es nötig, eine Mutation seiner Tymidian herbeizuführen. Im Fall von Lebensenergie geschieht dies bei der Aneignung. Hierbei wird eine Person mit großen Mengen von Lebensenergie in Kontakt gebracht. Zumeist übernimmt dies ein Meister der Lebensenergie, welcher die Energie bewusst unschädlich hält und im Schädel des Ziels fokussiert. Der Prozess der Aneignung kann mit einer Sitzung von wenigen Augenblicken vollendet sein, oder aber über mehrere Wochen hinweg Stunden der Aussetzung benötigen. Grundsätzlich gilt, dass die Behandlung riskanter wird, je länger die Mutation nicht einsetzt. Sollten mehr als 24 Stunden der Behandlung überschritten werden, meist in einzelnen Sitzungen von vier Stunden, wird der Versuch zumeist eingestellt, da das Risiko ab diesem Augenblick exponentiell ansteigt.

Kann die Mutation jedoch vollendet werden, bildet sich das bekannte tymidianische Netzwerk im Körper und erlaubt fortan das Erspüren, Nutzen und Kontrollieren von Lebensenergie. Hierbei werden jedoch drei Unterscheidungen gemacht, je nachdem wie die Mutation verläuft. Jede dieser Formen entspricht einer anderen Form von Befähigung und wird unterschieden zwischen Energetikern, Kampfalchemisten und Aurarern.

Fähigkeiten
Bei der Mutation, die einen Kampfalchemisten erzeugt, bildet sich das tymidianische Netzwerk primär entlang der äußeren Muskulatur und ist insbesondere an Händen und Füßen stark verdichtet. Die größte Veränderung tritt jedoch in der energetischen Struktur selbst auf. Der Körper eines Kampfalchemisten erlebt fast etwas wie eine anfängliche Schwächung, während mehr als das Doppelte der üblichen Menge an Energie über das Ufer abgegeben wird. Gleichzeitig wird diese Energie weniger als konstante Welle ausgegeben, sondern eher in Form feiner Nadelstöße. Diese veränderte Struktur geht auch mit einer unterschiedlichen Frequenz der Energie einher, was dazu führt, dass die Lebensenergie eines Kampfalchemisten in andere Lebensenergie eindringen und diese verändern kann. 


Insbesondere kurz nach seiner Mutation verbringt ein Kampfalchemist somit viel Zeit damit seinen Körper wieder halbwegs zu normalisieren. Dafür präzisieren sie ihren Zugriff auf das Ufer und lernen seine Strömung zu verlangsamen und zu unterdrücken. Ebenfalls beschäftigen sie sich mit den theoretischen Studien der Alchemie. Gleichzeitig lernen sie natürlich ihre neue Form der Wahrnehmung zu verstehen, also das Sehen, Hören, Riechen, Fühlen oder Schmecken von Energie.

Grundsätzlich basieren die meisten Fähigkeiten der Kampfalchemisten auf den gleichen Maßstäben, wie die Alchemie. Das bedeutet die Grundlagen ihrer Fähigkeiten bildet die Veränderung der Eigenschaften von Materie. Beispielsweise können sie harte Materialien erweichen, Aggregatszustände verändern oder ihre Aspekte ihres Körpers manipulieren.

Auf den höheren Stufen der Kampfalchemie sind sie in der Lage, Energie aus ihrem Körper oder aus der Umgebung über ihren Körper hinaus an sich zu heften und neue Materie daraus zu formen.

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