Ehlûníarin - Sternenelfen (Eh-lun-ii-a-rin)

Im Glanz der Sterne

Written by Nightone

Fên Eldáne Ehlûníarin?
Hé, wennai-ílâ fên Pánalé!

Vên hâne wennai-ere, Méneath'ílan?

(Die Elfen der Ehlûníarin?
Ja, ich kenne die Legenden!

Was möchtest du wissen, mein Kind?
Übersetzt aus dem Eldán'thále )
— Beo'nêas Andrêsa, waldelfischer Ältester

Allgemeines

Die Ehlûníarin, oder auch Sternenelfen wie sie im Mittara genannt werden, waren neben den Mond- und Sonnenelfen das dritte Hochvolk der Elfen.
  So wie alle Hochelfen stammen sie von Rithlen Côlgorn ab und entwickelten sich in den Ebenen und Wäldern Ostrims seit 10.000 vdK.   Ihr größtes Reich, welches als einziges den Kataklysmus überstand, war Révensîl.
Das Reich und mit ihm der Großteil der Ehlûníarin ging unter als der Dunkle Meister in den Jahrhunderten des Schreckens die Kontinente Aravellien und Daterra unterwarf.   Von allen Hochelfen, galten die Sternenelfen als das den restlichen Völker am verbundensten Volk.   So pflegten sie besonders gute Beziehungen mit den Berg-, Wellen- und Waldelfen in Ostrim und später Mittel-Aravelliens.   Deshalb finden sich auch heute noch Blutlinien unter den Wildelfen, welche eine Spur Hochelfenanteil haben.
 
Anmerkung des Authors
Die Ehlûníarin waren Teil der Geschichte Irdas von Anfang der Ersten Welt bis zu ihrem Verschwinden während der Jahrhunderte des Schreckens.
  Weiteres findet sich im
Zeitstrahl der Geschichte Aravelliens

Erscheinungsbild

Die Ehlûníarin waren von bleicher Haut und ihr Haar schien silbrig oder weiß, während ihre Augen in der Farbe von Saphir, Aquamarin und Smaragd, kristallklar leuchteten.   Dadurch erinnerten sie von allen elfischen Völkern am stärksten an ihre Vorfahren, die legendären Elvarin, auch wenn ihr Körperbau sehr viel schmächtiger war als der, der sagenumwobenen Vorfahren.   Tatsächlich waren sie, wie zum Ausgleich, das kleinste und feingliedrigste Elfenvolk und erreichten nur selten mehr als 1,90 m an Körperhöhe.   Sie hüllten sich gerne in leichte, weiche Kleidung.
Diese war meist in gedeckten, aufeinander abgestimmten Farbtönen gehalten und unterstrichen dadurch die hellen Farben von Haut und Haar. In der Nacht konnten sie dank der Kleidung zu nebelhaften Schemen werden, so sie es denn wollten.

Angeblich kann man manchmal, in klaren Nächten, vom Turm der Zitadellen Tilun'iv-erals aus die Schatten der Sternenwanderer sehen.   Sie streben dann angeblich den Ruinen von Tal'iv-ferel zu, um von lang vergangenen Zeiten zu träumen.
— Bonathan Kelltrem, menschlicher Soldat Antalaniens
Eckdaten
Familie
Elfen
Unterfamilie
Hochelfen
Durchschnittliche Größe
1,75m - 1,85m
Durchschnittliche Lebenserwartung
700 - 850 Jahre
Lebensraum
Steppen und Wälder Ostrims vdK,
bzw. Mittel-Aravelliens ndK
Eigene Königreiche
Teráse'néthîmal Révensîl
Sprachen
Eldán'îny'thál
Aquîlmíon
Besondere Merkmale
Silberne Haare
Kristallklare Augen
Nachtsicht
Magisch äußerst begabt




 

Sprache und Namensgebung

Die allgemein gängige Sprache unter den Ehlûníarin war bis weit in das Dunkle Jahrtausend noch das Aquîlmíon, welches zuvor im Elvarin Imperium verwendet wurde.   Erst als die Elfenreiche sich erholten und begannen untereinander einen regen Austausch zu praktizieren, entwickelte sich das Eldán'thále als Hauptverkehrssprache unter den elfischen Völkern. Als bald kristallisierte sich dann auch die mit Höflichkeitsformen gespickte Variante des Eldán'îny'thál unter den drei Häusern der Hochelfen heraus.   Diese verwendeten die Sternenelfen bis zu ihrem Verschwinden, wobei ihr Dialekt weicher als jener der Sonnenelfen und weniger gezogen als der der Mondelfen wirkte.
 
Anmerkung des Autors zur Aussprache einzelner Laute
é, á, ú, ó, í = lang gezogener Ton (aaa, eee,...)
â, ê, î, ô, û = kurzer harter Ton;
" ' " = Trennung, Luftholton (mit'pause)
th = weiches englisches "th"
hartes "th" wenn nach einem kurzen Ton "â"
 
Aufzeichnungen und Dokumente aus den Archiven von Tilun'iv-eral belegen das die Ehlûníarin für die Namen wohl abgewandelte Synonyme aus der Ursprache dem Aquîlmíon verwendeten.   Dabei nutzten sie eigene Kombinationen von Silben der Synonym-Wörter, womit es für Uneingeweihte schon damals schwer gewesen sein dürfte, die Bedeutung des Namens zu erkennen.   Zumal die Vornamen in einem Wort und ohne die im elfischen typischen Trennungszeichen " ' " niedergeschrieben wurde. Der Nachname nutzt zwar das Trennungszeichen, jedoch eher um eine bessere Betonung zu erhalten, den um einzelne Wörter zu trennen.   Für uns heute scheint es unmöglich die ursprüngliche Sprache zu entwirren, den es gibt kaum noch Aufzeichnungen der Elvarin Sprache, außer vielleicht in den Kammern des Eispalastes von Fîrn'tha-laeis oder den Archiven des Sonnenthrons von Belhérrâs, zu welchen leider nur die Wenigsten Zugang erhalten.
Auszug aus dem Poitkens Almanach der viel-zu-vielen Dinge
Ausgabe "Adelsgeschlechter & Nationen" Appendix B S. 150
 

Männernamen

Benéras
Génshin
Menéâs
Rúthelâm
Soldrén

Frauennamen

Bélissâna
Feynîaná
Liéame
Nínenyâ
Sîlenyâna

Nachnamen

Andor'fêl
Dês'drendá
Kîl'éias
Telâ'sere
Vanéth'goêl

 

Kultur des Wissens

De Sternenelfen liebten die Geheimnisse der Natur und des Thaums.   Es ist belegt das sie, getrieben von der Neugierde nach allem was sie nicht kannten, am liebsten des Nachts unter einem klaren Sternenhimmel die Lande durchstreiften.   Aufgrund dieser eher nomadisch Natur, haben sie im Laufe der Jahrtausende nur wenige dauerhafte Strukturen errichtet, welche heute noch auffindbar wären.   Aber wenn Sie bauten, so scheint es das sie klare Symmetrien und Formen bevorzugten.   Als Beispiel hierfür kann die Stadt Tilun'iv-eral herangezogen werden, welche in symmetrischen Kreisen aufgebaut wurde. Oder die Überresten der gleichmäßigen Ruinen von Tal'iv-ferel und die Ruinen auf welchen heute die Stadt Kerkberg in Gyldenrijk steht.
Es wird davon ausgegangen das die Ehlûníarin sich immer nur für einige Jahrzehnte in den wenigen Städten und Anlagen niederließen, welche sie erbaut hatten, um Zielen wie Familienplanung oder tiefergehenden Forschungen nachzugehen, ehe sie wieder von der Wanderlust gepackt und fort getrieben wurden.   Das gesammelte Wissen wurde unter den Ehlûníarin an jeden weitergegeben der danach verlangt und auch mit anderen Elfenarten standen sie in einem regen Austausch, wann immer sich ihnen die Gelegenheit dazu bot.   Nur gegenüber die kurzlebigeren Völkern war man dann doch etwas vorsichtiger, ob wohl sie ansonsten als ausgesprochen Gastfreundlich galten.   Unter diesen Völkern galt es im Übrigen lange Zeit als gutes Omen, wenn man auf der Wanderschaft einem der Ehlûníarin begegnete und für mindestens eine Nacht das Feuer mit ihm teilte.
 
Es darf davon ausgegangen werden das viele der Entdeckungen, die im Umgang mit dem Thaum vor den Jahrhunderten des Schreckens gemacht wurden, auf die Ehlûníarin zurückzuführen sein dürften.   Dabei hatten die Sternenelfen wohl drei Kategorien an Wissen bzw. wie verfügbar es gemacht werden durfte:   1. Für uns: Womit das interne Wissen des Volkes gemeint war.
  2. Für euch: Jedes Wissen das sie mit ihren Verwandten, den Hoch- und Wildelfenkulturen, zu teilen bereit waren.
  3. Für alle: Alles was man bereit war auch Menschen, Zwergen, Gnomen und Halblingen zu verraten.
— Martin Tzweelblum, Professor für Volkskunde an der Universität zu Oppersburg
 

Soziale Strukturen

Die Sternenelfen waren keine großen Freunde von dauerhafter Sesshaftigkeit.   Sie bevorzugten es in kleinen Gruppen oder sogar alleine durch die weiten Gebiete Ihres Reiches zu ziehen.   Eheschließungen wurden von den Ehlûníarin als äußerst ernst betrachtet und ein Paar das diesen Bund einging blieb sich unabdingbar bis zum Tode treu.
  Dennoch war es keine Seltenheit das sich Ehepaare über längere Zeiträume nicht sahen oder sich nur ein Elternteil um die wenigen Nachkommen kümmerte, weil er oder der Partner gerade sonst wo in der Weltgeschichte umher wanderte.
In der Regel hatte ein Paar sowieso nie mehr als ein Kind, welches nicht Volljährig war.   Wo immer sich die Ehlûníarin doch in größeren Gruppen zusammen rotteten, da bestimmten sie einfach einen Anführer der den meisten der Anwesenden als geeignet erschien.   Dies war auch in den wenigen Städten und Dörfern dieser Elfen nicht anders.   Somit war es keine Seltenheit, dass der Platz eines Anführer binnen eines Jahres mehrfach wechselte, oder aber auch über Jahrzehnte nicht wechselte. Je nachdem welche aktuellen Anforderungen gerade an den Anführer gestellt wurden.

Erbe

Es ist unklar warum der Dunkle Meister einen Vernichtungskrieg gegen alle Elfenartigen führte, während er andere Völker vornehmlich versklavte. Nichtsdestotrotz war das Volk der Ehlûníarin, das Volk welches seinen Zorn von Anfang an standhalten musste, bis es schlussendlich daran zerbrach.   Es ist heute unklar wie viele Elfen in Teráse'néthîmal Révensîl zu jener Zeit, als das Land mit der Stadt Tilun'iv-eral endgültig fiel, starben. Klar ist nur das an diesem Tag das Volk der Sternenelfen verschwand.   Die Überlebenden dürften sich in die Berge des Alver-ren Massiv geflüchtet haben wo sie sicherlich von den Stämmen der Bergelfen aufgenommen wurden und in ihrer Kultur aufgegangen sind. Andere dürften in die gewaltigen Wälder von Errán'dia zu den dort lebenden Waldelfen gezogen sein. Und die ein oder andere Sippe wird versucht haben sich nach Süden oder Norden zu den mächtigeren Reichen der Sonnen- und Mondelfen durch zuschlagen um in diesen aufzugehen.   Diese Theorien lassen sich dadurch belegen, dass in fast allen elfischen Völkern hin und wieder Erbmerkmale auftreten, welche für die jeweilige Subspezies ungewöhnlich sind, jedoch im Kontext eines Quäntchens Ehlûníarinblutes logisch erscheinen.   Beispiele hierfür sind das silberne Haar, Augen klar wie Smaragde und Saphire, Kleinwüchsigkeit (nach elfischen Maßstäben) aber auch Wanderlust, extremer Wissendurst und ein außerordentliches Verständnis für die Naturwissenschaften wird gerne damit in Verbindung gebracht.   Es darf davon ausgegangen werden, das die Assimilation der Sternenelfen, den anderen Elfenarten zu Gute gereichte wurde und sie einige Praktiken der Vertriebenen übernahmen und anpassten.
 
Die größte Stadt des Ehlûníarin-Reiches Révensîls
Sie werden im Feld immer wieder auf romantisierte Geschichten und Sagen stoßen bezüglich des Schicksals der Ehlûníarin. Diese reichen dann von Berichten von versteckte Enklaven, über Verschwörungstheorien bezüglich Geheimgesellschaften von "Reinblütigen", bis hin zu den abstrusen Märchen, dass sich die Mondgöttin Fennon in der Stunde der höchsten Not, ehe das Reich der Sternenelfen fiel, an Zeratha-kum-áe wandte und einen mystischen Pfad aus der Stadt öffnete um die Einwohner auf ihren Mond zu bringen, wo sie heute glücklich und in Frieden leben und florieren.   Ich muss ihnen wohl nicht sagen was ich als Professor von diesen unwahrscheinlichen Thesen halte, oder?

Die Götter haben nun wirklich besseres zu als Hotelier zu spielen!
— Martin Tzweelblum, Professor für Volkskunde an der Universität zu Oppersburg


Cover image: People at Sunrise by Levi Guzman

Kommentare

Author's Notes

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22 Sep, 2022 20:15

Der Artikel ist wirklich toll geworden, optisch wie auch inhaltlich! Ich mag vor allem so kleine Details wie die Hinweise zur Aussprache und die Bilder sind der Wahnsinn! Die Geschichte ist schön durchdacht und es entsteht ein sehr stimmiges Gesamtbild.

22 Sep, 2022 20:34

Danke für das Lob,
freut mich das es dir gefällt
(Die Bilder haben am längsten gedauert, bin aber auch begeistert wie gut die Rausgekommen sind)


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