Dilúun (Dil-uu-un)

Die Lebensader des Nordens. Der mächtige Diamantfluss!
Es gibt kaum einen Fluss, der es mit seiner Breite und seinem Tiefgang aufnehmen kann.
Ganz zu schweigen von seiner Bedeutung für die heimischen Kulturen und die Geschäfte die man mit Ihnen machen kann!
— Stefaan Bruisenwind, Schmuggler und Kapitän der Sturmflut

Geographie

Der Dilúun, oder Diamantfluss, nimmt seinen Anfang im Traufdemm-Becken, welches von sieben Wasserfallkaskaden gespeist wird und sich dann zwischen den Felsen nach Osten hin zum eigentlichen Fluss hin öffnet.
  Um das Becken herum befindet sich auch die Stadt Traufdem, welche einst die Hochelfenstadt Tsêt'Dûine'Néthánume war, heute jedoch vor allem von Menschen und Halblingen bewohnt wird.   Schon auf den ersten Kilometern wird der Fluss durch mehrere Zuflüsse weiter angereichert so dass er schnell eine Ausbreitung von zehn Kilometern erreicht. Seine breiteste Stelle erreicht der Dilúun in der Mongardsteppe wo er in der Regenzeit auf fast 20 Kilometer anschwillt, wenn der feste Boden die Wassermenge nicht aufnehmen kann.   Die meisten Nebenflüsse des Dilúun befinden sich auf seiner Südseite und haben ihren Ursprung im Alver-ren Massiv, so wie z.B. der mächtige Eisfluss Nargôn-nad welcher sich am Ende der Fillagronsteppe mit dem Dilúun vereint.
  Lediglich nahe seinem Ursprung und seiner Mündung fließen zwei größere Nebenströme, der Sakruleen und der Fîr'Dûin, von Norden her in den Strom mit ein.   Der Strom mündet an der Korbaner Küste in das nördliche Sturmmeer.
Da der Fluss den halben Kontinent in der Breite durchfließt, durchquert er auch viele unterschiedliche Landschaften.   So ist das Gebiet rund um das Traufdemm-Becken eher von felsigen Schluchten geprägt, ehe er einen Teil durch die hohen Nordwälder fließt und dabei auch den Faulwald nicht auslässt.   Dann beginnen die weiten Steppen, angefangen mit dem Grassland der Fillagronsteppe mit seinem hüfthohen Wieggrässer, gefolgt von der windumtosten Mongardsteppe, mit seinem festen Lehmboden und seiner kargen Vegetation.
  Der wasserundurchlässige Boden hier sorgt in der Regenzeit von Theryar bis Anfang Sjerbor dafür, dass überall kleine Wildbäche entstehen und dem Dilúum zufließen, wodurch er auf seine größte Ausdehnung in dieser Zeit kommt.   Nach dem der Fluss die Steppen hinter sich gelassen hat wird er wieder etwas schmaler, dafür aber tiefer und schlängelt sich durch die kargen Hügellande ehe er das fruchtbare Land des Korbaner Bundes erreicht, wo er endlich seine Mündung erreicht und ins Nördliche Sturmmeer fließt.   An der Mündung befindet sich die Hafenstadt Kremen mit ihrem großen ummauerten Hafen.

Kultur

Der mächtige Strom durchfließt viele verschiedenen kulturelle Einzugsgebiete und spielt in ihnen allen eine wichtige Rolle und mit ihm auch die Göttin Teelâia, welche von allen am Fluss lebenden Völkern angebetet wird.   Da der Fluss in seiner gesamten Länge befahrbar ist, stellt er für die Einwohner von Traufdemm eine Möglichkeit dar Handels- und Reiseverkehr mit der weit entfernten Ostküste zu unterhalten und nicht nur auf direkte Nachbarn angewiesen zu sein. Somit steht der Fluss bei den Traufdemmern für Freiheit und Unabhängigkeit, aber auch Wohlstand.
  Denn für Händler die Ihre Waren noch weiter ins Inland bringen wollen, stellt Traufdemm als Endhafen des Flusses einen wichtigen Knotenpunkt dar.   Für die Elfen aus den Wäldern nahe Traufdemm, steht der Fluss für die beständige Veränderung. Sie wissen um die vielen Biome die der Fluss auf seiner Reise durchläuft und legen sich viele Flussmetaphern als Sinnbilder für das Leben zurecht.
Für die Steppenvölker stellt der Fluss die Sicherung des Überlebens dar. Ihre Weidetiere können dank ihm fressen und trinken und die wenigen beständigen Siedlungen, finden sich alle in Ufer nähe.   In der Mongardsteppe haben die Ullitu sich mittels Schwemmholz sogar eine art Floßstadt gebaut welche ihnen in der Trockenzeit das Wechseln zwischen Nord und Südufer des Flusses mit Ihren Pferde und Kleinviehherden ermöglicht und während der Regenzeit einen Zufluchtsort bietet wenn weiter Teile des Ufers überschwemmt werden.   Die Rakteshhir, ein Stamm aus wilden Scheusalen sind bekannt dafür im Fluss die Zeichen der Zukunft anhand der Spiegelung der Sterne zu deuten. Wie erfolgreich Sie dabei sind ist unklar, da sie die genauen Prophezeiungen weder aufschreiben noch, Menschen einfach so mitteilen würden.   Für die Korbaner, welche an der Mündung des Dilúun leben, bedeutet der Fluss eine Reise- und Handelsmöglichkeit ins Inland.
Außerdem ermöglicht er eine reichhaltige Fischküche bestehend aus Süß- und Salzwasserfischen.   Gleichzeitig bedeutet die Kontrolle der Mündung auch das sie vielen anderen Händlern der aravellischen Ostküste, einiges an Zollgebühren abknöpfen können.   Überall entlang des Flusses finden sich außerdem, nahe von seichten Sandbänken am Ufer, kleine Camps, in denen Glücksritter versuchen dem Fluss sein wohl wertvollstes Gut abzujagen: Flussdiamanten.   Diese Daumennagelgroßen Edelsteine erfreuen sich in Mittel und Süd-Aravellien einer hohen Beliebtheit weshalb so mancher versucht sich eine Goldene Nase zu verdienen.
  Der große Fund gelingt aber nur den wenigstens und so stranden viele dieser Glücklosen in Traufdemm oder Kremen...
Zumindest Diejenigen die genug Glück hatten ihr Abendteuer zu überleben.
 
Die Karte aller Kontinente Irdas.


Cover image: Banner Fluss by Nightone

Kommentare

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31 May, 2022 19:05

Nice article! Some good worldbuilding with many fun details such as some predicting the future with the reflections of the river. Also river diamonds! :o that must be quite a lot of people looking for that :p

Feel free to check out my latest challenge article the Avaronian Empire if you want to see what I am up to!
7 Jun, 2022 09:34

Thank you! Glad you liked it. :)   Yeah there were a lot of people trying to make a fortune, but as always with this kind of seemingly easy made money, there is more despair than wealth found in the end.
(Hopefully there will be a promt during SC, that will let me exand on this a bit more ^^)


Hey there, why not take a look at my Summer Camp entries or my Summercamp Reading challenge?   Or the all new On the shoulder of giants challenge