Maogighem

"Maogighem ist für mich ehrlich gesagt der Inbegriff eines barbarischen Reiches. Manche würden natürlich sagen, dass dies auch auf die anderen Organisationseinheiten in Noralanda zutrifft und es sich zudem um uralte Traditionen handelt, aber der Mangel an dem, was für gewöhnlich als Kultiviertheit oder Zivilisiertheit betrachtet wird, ist bei diesem Reich schon erstaunlich. Und sie sind stolz darauf."
 
Maogighem (Hel für Schlittenreich) ist das Reich der Maogken in Noralanda und älter als die Eigenbezeichnung dieses nördlichen Gebiets von Darmera überhaupt. Zugleich ist es eines der kontroversesten Unterreiche Heilhems überhaupt auf Grund der zahlreichen Überfälle von Maogken auf andere Ethnien Noralandas.   Die vergleichsweise Brutalität der Maogken auf den äußeren Feldzügen, die die Bekehrung Eroberter deutlich erschwert, verringert das Ansehen dieses Unterreichs zusätzlich, zumal Maogighem augenscheinlich keine Bestrebungen unternimmt, um das Benehmen ihrer Angehörigen wirklich zu bremsen. Und so betrachten auch viele Heilme anderer Ethnien Maogighem als grausam und dringend reformbedürftig, ohne allerdings wirklich etwas gegen sie machen zu können.

Struktur

Maogighem ist von Beginn an sehr dezentral organisiert. Einzelne Sippen werden meist von einem sogegannten Führer der Maogken geleitet, der die nomadischen Maogken auch tatsächlich durch das Land führt. Daneben haben sie seit der Aufnahme in Heilhem für viele Dinge auch die Dardkenn adaptiert, der in ihrer Ausprägung der Rat der Krieger und Jäger ist. Meist ist der Führer das zentrale Mitglied dieses Rates und damit automatisch dessen Sprecher.   In Virigkal, das einer Hauptstadt am ähnlichsten ist oder zumindest die einzige permanent bewohnte Siedlung darstellt, sind die Strukturen komplexer. Dies liegt auch daran, dass Virigkal der Handelsposten der Maogken mit der Außenwelt ist. Hier sind auch erfolgreiche Handwerker im Dardkenn vorhanden und der Führer hat in den allermeisten Fällen eine grundlegende Handelsausbildung erfahren und beherrscht wie selbstverständlich Hel in Wort und Schrift.   Die Führer treffen sich dann meist einmal jährlich, je nach Witterung auch seltener, und beraten und beschließen. Während früher immer ein Führer von ganz Maogighem gewählt wurde ist dies inzwischen nur noch in Kriegsfällen üblich, was seit der Eingliederung in Heilhem nicht mehr geschah.

Geschichte

Maogighem ist eines der ältesten Reiche überhaupt - auch wenn Beliazar sich der Bezeichnung Reich für diesen Verbund wohl verwehren würde - schon um nicht selbst diesen Rang zu verlieren. Seine Geschichte ist derweil gänzlich von den Maogken und damit von einem großen Aufstieg und einem noch viel tieferen Fall geprägt, von dem sich die Maogken und damit auch Maogighem inzwischen großteils erholt haben. Sehr zum Leidwesen ihrer Nachbarvölker, die auf die Organisationseinheit dieser kriegerischen Ethnie meist wenig gut bis schlecht zu sprechen sind.

Demographie und Einwohner

Die Anzahl der Maogken wird nicht oft erhoben, beträgt aber je nach Zählart zwischen 20-25.000, wovon nur wenige über 40 sind. Hinzu kommen noch Randgruppen anderer norischer Ethnien, von denen die bedeutendsten die Oluskigvirken mit etwa 3.000 freien oder nur tributpflichtigen Oluskigvirken. Hinzu kommen noch etwa 2-4.000 Sklaven.

Gebiete

Maogighem macht einen Großteil Noralandas aus und erstreckt sich quasi über das gesamte nord- und mittelöstliche Noralanda bis etwa zu Almmaundd. Erst ab dem Bereich der Waldtundra, in dem die Vorteile der Schlitten nicht mehr so sehr überwiegen, da immer weniger Schnee liegt, beginnen Bereiche anderer Ethnien, die jedoch dennoch als teilweise umkämpft gelten. Sehr zum Leidwesen der anderen Ethnien.

Technologisches Niveau

Das Level ist theoretisch primitiv, auch durch die örtlichen Gegebenheiten, aber durch die tiefe Verbundenheit der Maogken mit den Aspektessenzen mit der Natur und deren Verständnis können hierdurch Fortschritte erzielt werden, die vielen eher magisch vorkommen. Am berühmtestens sind ganz klar ihre Schlitten, aber auch die Knochenschnitzerei wird außerhalb Maogighems häufig mit offenem Mund bestaunt.

Religion

Maogighem hat eine wechselhafte Religionsgeschichte. Während sie früher wegen der Mühen Inyare um sie vor allem der damaligen Göttin der Treue folgten, wechselte dies darauf für eine vergleichsweise kurze Zeit von nur wenigen Generationen zur Gefolgschaft der Geschaffenen Elementargötter. Nachdem diese sie - gefühlt - in der Not alleine ließen besannen sie sich auf die Aspektkräfte der Natur selbst, auf denen viele ihrer Technologien basieren. Seit dem Übertritt zu Heilhem folgen sie wieder den Göttern unter Führung der Kandtarall, aber trotzdem ist auch die Verbundenheit mit den Aspektkräften der Natur nach wie vor groß - was als nicht im Widerspruch stehend angesehen wird.

Landwirtschaft & Industrie

Sofern man nicht die Verbreitung oder Bewirtschaftung von Vuhrkryd und in geringem Maße Vemen-Kraut als Landwirtschaft auffasst, gibt es keine in Maogighem. Daneben jagen sie in großem Stil Ydriss, Steinkalder und Olusken, fertigen die sogenannten Geisterknochen und stellen das für die Runenschmiedung benötigte Ydriss-Öl her. Tierknochen und Ydriss-Öl werden auch in großem Umfang exportiert, was für Geisterknochen oder gar ihre Schlitten nur sehr, sehr bedingt gilt. Typische Importe sind Holz, Ton- und Tontafeln und selbstverständlich Metallwaren aller Art. Auch Bräu ist sehr beliebt.

Bildung

Die Ausbildung erfolgt im Stammessystem und nur in dem, was benötigt wird. Das kann neben der Jagd die Lederverarbeitung und bei Talent auch die Herstellung von Geisterknochen sein. Lesen und Schreiben können die wenigsten wirklich nomadischen Maogken bis sie in die Armee Heilhems eintreten und es dort bei Notwendigkeit beigebracht bekommen. In Virigkal, dem Handelsposten der Maogken, können hingegen die meisten lesen und schreiben und es gibt eine öffentlich Schule, in der beides, rechnen und Handel generell beigebracht wird.
Inhaltsverzeichnis
 
Gründungsdatum
vor Ausbruch des Kriegs der Götter
Hauptstadt
Alternative Namen
Schlittenreich
Regierungsform
Tribalism
Staatsform
Semi-autonomous area
Wirtschaftssystem
Traditional
Amtssprachen
Related Traditions
Fahrzeuge der Organisation
Wichtige Mitglieder
Related Species
Zugehörige Ethnien
Zugehörige Mythen

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