Noralanda

"Jedem Reisenden, der beabsichtigt, Noralanda zu besichtigen, und nicht an kalte klimatische Bedingungen gewöhnt ist, empfehle ich wärmende Kleidung. Und damit meine ich nicht, was man für gewöhnlich in gemäßigten Graden unter warmer Kleidung versteht wie Schurwolltuniken und ähnliches, ja, auch keine gewöhnliche Fell- oder Lederkleidung, sondern wirklich warme Kleidung. Kauft euch ungerupfte Vogelfellkleidung. Da Magie dort nicht gerne gesehen ist - wenn die Maogken auch etwas toleranter sind - könnt ihr euch sonst nach der Rückkehr eure Erfrierungen behandeln lassen. Und das schmerzt. Glaubt mir."
 
Noralanda (Hel für gemeinschaftliche Ebene) ist der nördlichste Landstrich nicht nur Heilhems, sondern ganz Yenorts. Entsprechend kalt ist es dort. Nur die hartgesottensten Ethnien Heilhems leben dabei in der nördlichen Eiswüste, die fast nur noch aus ewigem Eis und Schnee sowie peitschendem Wind besteht, sondern konzentrieren sich stattdessen auf den Teil der Tundra, in dem es über dem Permafrostboden zumindest im Sommer Moose, Flechten und Gräser, ja manchmal sogar Zwergsträuche gibt. Was auf Grund der sonstigen Gefahren der Tundra wie den Azmaescis immer noch schwer genug ist.

Geographie

Noralanda erstreckt sich über den Norden ganz Darmeras.   Oben wird die Region und damit auch Heilhem vom Ewigen Eis begrenzt, das sich unterschiedlich weit in den Süden erstreckt. Die nordöstlichste und insgesamt nördlichste Grenze liegt nördlich der Region um die Stadt Virigkal an der Ostküste Darmeras. Die nordwestlichste hingegen liegt nördlich der Region um die Stadt Argstkal an der Westküste Darmeras. Die tiefste Nordgrenze befindet sich im mittleren Binnenreich rund um Almmaundd (Weißberge).   Die südlichen Grenzen Noralandas schwanken gleichfalls je nach den örtlichen klimatischen Bedingungen. Grenzen stellen etwa das Moor Djolgiigpäs sowie grundlegend die karallischen, meist bewaldeten Gebiete Myldir, Drewmir, Djulmdrewm und Lowchkowntri dar.   Fast ganz Noralanda ist eine riesige Ebene, wenn sie auch zum Ewigen Eis hin auf Grund der Schnee- und Eismassen ansteigt. Hügel gibt es kaum. Wenn doch beruhen sie meist auf den frühjährlichen Schmelzwasserflüssen, die Sedimente mitführen. Die große Ausnahme bilden die auf Grund der Ebene hoch aufragenden Weißberge, von denen der höchste, ca. 600 m hohe Berg früher ein Vulkan war.   Hier finden sich noch Restaktivitäten beziehungsweise etwas Restwärme, so dass Flüsse aus den Bergen entspringen können - die einzige wirklich beständige Süßwasserquelle der Ebene jenseits einiger sehr wandelbarer tiefer gelegenen Schmelzwasserseen. Der größte von ihnen ist der Plöglowchtur nahe Virigkal, der auf Grund einer größeren Fläche Vuhrkryd in der Nähe teilweise eisfrei bleibt und somit ein Rückzugsort vieler Tiere und Maogken im Winter darstellt.   Ansonsten sind die nördlichsten Bereiche Noralandas eine Eiswüste, sehr selten einer Kältewüste, die gen Süden langsam in eine Tundralandschaft übergeht, die schließlich von Waldtundra und danach Schneewald oder Moor abgelöst werden.

Ecosystem Cycles

In den nördlichen Bereichen Noralandas haben viele der Pflanzen- und Tiere einen Sommer- und Winterzyklus, der sich insbesondere bei Tieren auch an wechselnden Fellfarben und -Eigenschaften bemerkbar macht. Pflanzen sind hier hingegen so winterhart, dass es ihnen entweder nichts ausmacht wochenlang beziehungsweise bis zu zwei Monaten eingeschneit zu sein oder es handelt sich um Einsommerpflanzen, deren Samen im nächsten Sommer auskeimen. Die Nora reisen derweil häufig den wandernden Herden nach, sei es nun mit Schneeschuhen, großen oder kleinen Schlitten oder auf gezähmten Olusken.

Localized Phenomena

Das größte Naturphänomen stellt zweifelsfrei Inyamikal dar, eine eisfreie Gletscherhöhle nördlich von Virigkal, die eigentlich schon zum Ewigen Eis gehört, aber ihren eigenen Regeln unterliegt.   Daneben fallen immer wieder eisfreie Stellen um größere Ansammlungen von Vuhrkryd auf, wovon die größte der teilweise eisfreie See Plöglowchtur ist.   Schließlich sind die natürlichen elementaren Aspekte in Noralanda sehr mächtig, insbesondere wenn es um Luft/Wind, Wasser/Eis und Tod geht. An vielen Stellen sind sie stark genug, dass sich Aspektessenzen in Knochen und anderen Materialien anlagern und diese oder Menschen nicht nur berühren können, sondern auch ihre energetischen Eigenschaften von niederenergetisch zu energetisch ändern und ihnen spezielle Fähigkeiten verleihen.

Fauna & Flora

Flora und Fauna sind in Noralanda sehr reduziert. Neben einigen Vögeln und Fischen rund um die Flüsse und Seen des Gebietes gibt es nur wenige Pflanzenfresser wie die Olusken, Raubtiere wie die Steinkalder und selbstverständlich die Azmaescis und Kleinsttiere und -Pflanzen fressende Seesäugetiere wie die Ydriss. In den südlicheren Bereichen Noralandas treten als wichtige Art schließlich auch die Schneekleren hinzu, die gemolken und im Sommer auch ausgekämmt werden können, wodurch sehr warme, feine Wolle gewonnen werden kann.   An Flora gibt es zumindest etwas mehr. Während nahe der Vegetationsgrenze des Ewigen Eises gerade noch Flechten gedeihen, kommen etwas südlicher bereits Moose, dann Sauer- und Süßgräser hinzu. Die nördlichste wahrnehmbar blühende Pflanze ist die Vuhrkryd, der weiter südlich weitere krautartige Pflanzen wie das für die gesamten Nora wichtige Vemenkraut und einige Rosettenpflanzen, insbesondere Polsterpflanzen folgen. Hierzu zählt etwa auch das Rotkissen, das in den nördlicheren Bereichen eine nahrhafte Beilage darstellt.   Die Zahl krautartiger Pflanzen nimmt südlicher immer weiter zu bis schließlich auch kleine Sträucher hinzu treten. Hierbei ist besonders das von den südnorischen Zweig der Oluskigvirken erbetene Demster erwähnenswert, dessen Zweige, die Sträucher an sich, nicht nur Azmaescir abhalten können, sondern mit deren Früchten auch große Dienste bei der Haltbarmachung und Wiedergenießbarmachung von Lebensmitteln, insbesondere Fleisch, leisten. Schließlich bildet der Fäustlingsalat Amel, aber insbesondere auch der Nadelstrauch Nagesch den Übergang zur zunehmenden Waldtundra und damit zum südlichen Ende Noralandas.

Natürliche Ressourcen

Neben den Samen der Vuhrkryd gibt es in Noralanda natürlich noch das Vemenkraut, dessen weiße Kerne für die Herstellung von Elem benötigt werden. Daneben werden die energetisch gewordenen Knochen von Olusken, Steinkaldern und Ydriss exportiert und selbstverständlich auch die verwerteten Steinkalder und das reine Öl der Ydriss, das für die Runenschmiedung wichtig ist.

History

Noralanda entstand nachdem sich der damalige Gott des Feuers, Pet, mit dem damaligen Gott des Wassers, Rakem, geeinigt hatte, dass Pet in den Süden gehen würde. Langsam wurde die zuvor gemäßigte Region immer kälter und kälter. Bis auf die widerstandsfähigsten Pflanzen starb alles aus, während Mensch und Tier abwanderte bis Daeka und die noch junge Daeman Lösungen für das Dilemma fanden.   Zurück blieben die standhaften späteren Maogken, die sich daher auch als erste Bewohner und Herrscher von Noralanda sehen - insbesondere nachdem die anderen Ethnien auch langsam zurückkamen, nachdem die Götter Noralanda wieder bewohnbarer machten. Dies änderte sich durch das Aufkommen der Azmaescis auf Grund der Maogken, von denen vor allem sie betroffen waren. Durch den zeitweisen Niedergang der Maogken wurde Noralanda wirklich Noralanda, eine gemeinschaftliche Ebene, egal was die Maogken wollten. Die Maogken kehrten zwar schließlich zurück, aber nicht so zahlreich und stark wie zuvor, so dass es meistens schließlich doch ein Miteinander war. Raubüberfälle und vernichtete Sippen bestätigen die Regel.   Mit der Gründung Heilhems flachte dieses Verhalten ab und so erfreuen sich die meisten Ethnien Noralandas derzeit der friedlichsten Zeit, die sie in dieser harschen Umwelt je kannten, während sie immer mehr Handel mit dem Süden treiben.

Tourism

Tourismus in diese Gegend ist sehr selten. Galenirs Perliz war einer der wenigen Touristen außerhalb von Heilhem, die diese Gegend sehen wollten. Daneben gibt es immer mal wieder Heilme, die die Eiswüste, die Schlitten der Maogken oder auch die Ursprünge der Runenschmiedung bestaunen wollen. Aber das war's. Sonst gibt es nur wirtschaftliche Interessen in diesem Gebiet.
Inhaltsverzeichnis
 
Art
Tundra
Übergeordneter Ort
Beinhaltete Orte
Related Tradition (Primary)
Inhabiting Species

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Kommentare

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22 Aug, 2022 13:45

Ich mag den Artikel, mir gefällt wie hier die Grundlage für all die anderen Summercampartikel gelegt wird und wie viel Herzblut man darin spüren kann!   P.S. Dieser Artikel wird von mir in der Reading Challenge erwähnt.


Hey there, why not take a look at my Summer Camp entries or my Summercamp Reading challenge?   Or the all new On the shoulder of giants challenge