Maogken

"Die Maogken sind eine der ältesten Ethnien Heilhems, wenn nicht gar die älteste, wie sie selbst behaupten, was aber noch zu überprüfen wäre. Sie sind auf jeden Fall eine Ethnie, deren Verlauf sich in den frühen Quellen gut verfolgen lässt bis die Quellenlage schließlich mit dem Mythos um die Azmaescis abbricht. Als sie danach wieder auftauchen haben sich viele Gewohnheiten stark verändert. Was jedoch gleich blieb ist ihre Kultur als Jäger, die zu einem ausgesprochen kriegerischen Wesen der Maogken führte, an dem auch die Vereinigung unter Heilhem nicht viel ändert. Traditionell stellen die Maogken die besten Knochenschnitzer und die besten Speereinheiten Heilhems."
 
Die Maogken (Hel für "die den Schlitten Zugehörigen") sind eine der nördlichen Ethnien Heilhems. Zusammen mit den anderen nördlichen Ethnien leben sie in Noralanda, wo sie das große Gebiet Maogighem (Hel für Schlittenreich) ihr eigen nennen. Was sie besonders auszeichnet ist ihr Leben als Jäger und Sammler, wobei insbesondere ersteres ausgeprägt ist. Bemerkenswert sind ihre selbstfahrenden Schlitten, ihre Knochenkunst in Verbindung mit der Verehrung der naturgebundenen Elemente und ihre kriegerischen Fähigkeiten, die oft zu Raubzügen gegen andere Ethnien wie die Oluskigvirken führen.

Naming Traditions

Familiennamen

Maogken haben keine klassischen Nachnamen, eher Zunamen. Stattdessen benennen sie sich - wie es bei vielen Ethnien der Heilme üblich ist - nach ihrem Vater für Männer beziehungsweise nach ihrer Mutter für Frauen und hängen die Endung für Sohn (fil) oder Tochter (ada) an, wobei bei Töchtern teils ein Konsonant (meist s, t oder d, seltener r) zur besseren Aussprache eingefügt wird. Ändert sich der Name der Eltern noch einmal ändert sich auch der "Nachname".   Typische Beispiele sind Franisfil (Sohn des Franis), Djumfil (Sohn des Djum), Wapada (Tochter der Wap) oder Hirdasada (Tochter der Hirda).
 

Vornamen

Weibliche und männliche Vornamen haben immer eine Bedeutung im Hel beziehungsweise ihrer eigentlichen Sprache, dem (Mittel-)Norischen. Sie sind an Verdienste gekoppelt, so dass jeder Maogken einen Kinder- und einen Erwachsenennamen und zuweilen einen weiteren Erwachsenennamen als Ruhmesnamen hat.   Besonders kurz nach Änderungen ist es üblich, beide Namen zu nennen. Typisch weibliche oder männliche Namen gibt es dabei nicht, auch wenn tendenziell mehr Männer kriegerische Namen und Frauen mehr ausdauernde oder Handwerksnamen haben. Die Geschlechtsklarheit entsteht durch den Zunamen.   Typische Kindernamen sind etwa Lutja (Kleinhand), Plögja (kleiner Schnee) oder Nirja (kleines Schwert). Generell enden die die Namen oft auf -ja, einer typischen Verniedlichungsform.   Typische Frauen- oder Männernamen sind: Moda (Mut), Nir (Schwert), Gonar (frei) oder Rhuwn (Geheimnis).

Culture

Hauptsprachengruppen und Dialekte

Die Maogken sprechen als Muttersprache häufig Mittelnorisch. Hel ist erst ihre Zweitsprache, das die meisten Krieger und damit sehr viele Maogken allerdings auf Grund des Kriegsdienstes gut beherrschen. Entsprechend viele Wörter aus dem Hel sind heutzutage Lehnwörter im Mittelnorischen oder haben teils ursprünglich mittelnorische Benennungen verdrängt. In ihren westlichen Gebieten finden sich in ihrem Sprachgebrauch zudem viele Anleihen aus dem Nordnorischen.

Kultur und kulturelles Erbe

Die Kultur der Maogken geht weit zurück. Es handelt sich bei der Ethnie um die Nachfahren jener Menschen, die nicht von ihrem Land weichen wollten, nachdem es kälter und kälter wurde. Inyare half ihnen, in dem sie ihnen zumindest die Inyamied zur Seite stellte.   Diese Tiere bildeten bald einen zentralen Bestandteil der sich neu entwickelten Kultur und deren eigentlichen Ursprung. Zwar hatten die Maogken zu diesem Zeitpunkt schon teils auf Schlitten statt Wagen umgestellt, aber es fehlten ihnen Zugtiere, um sie wirklich nutzen zu können. Die Inyamied eigneten sich perfekt hierfür und so konnte sich eine nomadische, jagende Kultur rund um die Schlitten aufbauen.   Sie fuhren mit ihnen von Jagdgrund zu Jagdgrund und transportierten derweil ihr gesamtes Hab und Gut auf ihnen bis sie an den temporären Siedlungsplätzen ankamen. Darauf jagten sie mit einigen der leichteren Schlitten und den Inyamied Tiere wie die bald ebenfalls enstehenden Olusken und die später zurückkehrenden anderen Menschen. Die Felle und das Leder gestorbener Inyamied wurden die bevorzugte Bekleidung, deren Zähne wertvolle knöcherne Waffen und ihr erst spät gefrierendes Blut rettete vielen versprengten Maogken das Leben und fand Eingang in zahllose Rituale und Traditionen.   Mit der Zeit wurden sie mächtiger und mächtiger, gründeten teilweise permanente Siedlungen wie ihre damalige Hauptstadt Maogkal und übten sich neben Magie in den spirituellen Mächten, die die Geister des Landes und die Aspekte auf ganz eigene Weise nutzten. Zu Beginn der Götterkriege wählten sie daher folgerichtig die Seite mit den meisten Elementen, was dadurch begünstigt wurde, dass sie mit der auslösenden Tötung des Göttervaters kulturell nicht einverstanden waren. An der Seite dieser Götter zogen sie gegen die Gefolgsleute der rebellierenden geborenen Götter in die Schlacht und kamen durch die Gunst dieser Götter und deren Priester bald in den Genuss hochgradiger magischer Gegenstände und Waffen, damit sie gegen die hohen Diener dieser Götter, ja gar manche Götter selbst bestehen konnten.   Dann kam Ardmenes und wie der Mythos um die Erschaffung der Azmaescis belegt änderte sich auf einen Schlag alles. Durch ihre getreuen Freunde, die Inyamied, verraten, kämpften sie plötzlich ums Überleben. In der eigentlichen Schlacht um Maogkal überlebte fast kein Maogken. In den restlichen Aufenthaltsorten sah die Situation nicht viel besser aus, verwandelten sich (fast) alle Inyamied doch zeitgleich überall im Land in Azmaescis - was für die meisten mit noch weniger Vorwarnung kam als für die Beteiligten der Schlacht.   Am Ende überlebte durchschnittlich einer von zwanzig Maogken diese Tage und die folgenden Jahre, in denen sich die Ethnie vollkommen neu ausrichten musste. Von den elementaren Göttern, deren Diener ihnen versichert hatten, dass keine Gefahr drohte und die in der Stunde der Gefahr nicht geholfen hatten, sagten sie sich los und suchten ihr Heil stattdessen in den in der Natur gebundenen Kräften der Elemente.   Nach einer Übergangsphase, in denen sie mit weit leichteren Schlitten und fast ausschließlich von den wenigen Pflanzen der Tundra lebten, gelang es ihnen dann, ihre Schlitten durch ebenjene Kräfte wieder fahren zu lassen. Dies erforderte nun zwar weitaus mehr Übung als zuvor ihre Inyamied-Schlitten und auch die Materialien waren teils andere, aber dies verhinderte auch effektiv, dass die Schlitten gestohlen werden konnten. Die Maogken wurden wieder ein Schlittenfahrervolk, das nun neben der Jagd auf Olusken vermehrt auch auf Vögel und Fische Jagd machte, um sich warm kleiden zu können - und auf andere Menschen, wenn nötig.   Dieser Zustand hielt an bis zur Zeit der Einigungskriege, die zur wahren Gründung Heilhems führten. Als sich das Heer angesichts des Rufes der Maogken schließlich auch Maogighem einverleiben wollte ersuchten die Maogken schließlich nach einer Demonstration der Macht der Kandtarall kampflos um Aufnahme ins Reich. Diese wurde gewährt und seither suchen die Maogken zumindest nach einem allgemein aktzepierten Grund, ehe sie Sippen anderer Ethnien angreifen und meistens vernichten und versklaven.   Ansonsten respektieren die Maogken zwar die Macht der Kandtarall und in den meisten Sippen der Maogken, zumindest den größeren, gibt es auch eine von ihnen mit ihrem mäßigenden Einfluss, das bedeutet aber nicht, dass sie von ihrer Verehrung der naturgebundenen Elemente abgerückt wären. Stattdessen fanden sie oder zumindest die zu Grunde liegende Technologie Eingang in die Kultur der Heilme, was zur Entwicklung der Landschiffe und der Weiterentwicklung der Runenschmiedung führte.

Gemeinsame Verhaltensweisen und Werte

Wie allen Heilmen sind ihnen ihre Ahnen und Ehre sehr wichtig - wobei der Ehrbegriff der Heilme generell komplex ist und eigentlich von Gemeinschaft zu Gemeinschaft leicht differiert.   In diesem Fall bezieht sich Ehre vor allem auf Kriegerehre. So werden keine besiegten Maogken getötet, nicht mit Schwächeren gekämpft - es sei denn, es geht um Stärkerituale oder Training - und generell Wehrlose nicht umgebracht. Dies bezieht sich allerdings nur auf Maogken, bei anderen Ethnien, auch anderen heilmischen Ethnien, haben sie mit dem allem kaum bis keine Probleme, insbesondere wenn es sich um Fehden oder verfeindete Stämme handelt. Daran haben auch die zentralen Erhaltungsgesetze nichts geändert.   Gegen Sklaverei haben sie auch nichts und versklaven bei Überfällen so alle junge Männer und Frauen bis zu einem bestimmten Alter, während der Rest generell getötet wird.   Gebremst wird dies lediglich von den Traditionen der Heilmischen Kriegsführung, die zivile Opfer vermeidet und nur einen Bruchteil der eroberten Bevölkerung versklavt. In diesem Sinne kann man sagen, dass die Maogken innerhalb Heilhems rücksichtsloser vorgehen als außerhalb Heilhems.

Übliche Bekleidung

Bekleidungstechnisch ist Praktikabilität oberstes Gebot. Insbesondere Kinder, Alte und tendenziell eher Frauen tragen oft Bekleidung aus Vogelfell, während sonst Bekleidung aus Oluskenleder und -Fell dominiert. Zum Schmuck werden oft Zahn- oder Knochenketten mächtiger erschlagener Feinde getragen. Das kann mitunter auch die Schädelplatte des einstigen Anführers eines verfeindeten Stammes oder Clans sein.

Historische Figuren

Eine besondere Bedeutung für die Maogken hat Plögnir Franisfil, der allerdings eher als Wegbereiter, denn als Widersacher von Göttern betrachtet wird.

Ideals

Schönheitsideale

Stärke, Geschicklichkeit, Gesundheit, Ausdauer und Zähigkeit sind bedeutende Größen in der Gesellschaft der Maogken. Entsprechend dominieren Schönheitsideale, die solche Werte andeuten wie Muskeln, gute Zähne, kräftige Haare, feine Glieder und bei Frauen auch ein breites Becken.

Geschlechterideale

Wie bei vielen Heilmen sind die Geschlechterideale auch bei den Maogken eher unterdurchschnittlich ausgeprägt. Prinzipiell jagt und kämpft jeder mit, der stark und fit genug dafür ist, egal ob Mann oder Frau.   Die, die am fähigsten dafür sind, kümmern sich um die Handwerke und die Natureinstimmungen und der Rest um die übrigen Arbeiten. Nur Schwangere bleiben immer zurück und erledigen im Lager eher leichte Aufgaben, wenn sie nicht ohnehin die Leitung inne haben.   Bei Sklaven ist die Aufteilung dieselbe, nur eben auf die Handwerke und die restlichen Handreichungen bezogen und dass auf Schwangerschaften keine Rücksicht genommen wird.

Beziehungsideale

Die Maogken sind wie die meisten Nora sehr gemeinschaftsorientiert - womit selbstverständlich die eigene Sippe, höchstens noch die eigene Ethnie gemeint ist. Je nachdem, ob die Maogken gerade in Zelten lagern, in Torf-Yürnas oder in den Grubenhäusern ist die Gesellschaft unter einem Dach mehr oder weniger groß und kann bei einem Grubenhaus auch die gesamte Gemeinschaft betreffen, wo die Kernfamilie dann lediglich einen separaten Schlafplatz hat. So ist es für Mann und Frau wichtig, dass sie sich beide in die Gemeinschaft einfügen und ihren Beitrag dazu leisten, Kinder in den entsprechenden Werten groß zu ziehen. Ansonsten ist untereinander Verlässlichkeit, Ehre und Treue wichtig - und gute mitgebrachte Fähigkeiten.

Wichtige Organisationen

Die Maogken sind seit 99.079 AZD Teil von Heilhem und in diesem Reich die mächtigste nördliche Gruppe, wenn sie auch mythostechnisch darunter leiden, dass Karnir ein Oluskigvirken war, der durch sie versklavt wurde.
Inhaltsverzeichnis
 
Encompassed species
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Kommentare

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29 Jul, 2022 21:37

Well well, I like the naming conventions. A small aspect, but gives so much character to a culture. :)

My world is Samthô - a 'as realistic as possible' fantasy-world, that's still in its childhood stage.
A current addition to Samthô is my contribution to the rivers ant waterways challenge: Paunis
1 Aug, 2022 09:21

Das erst der Zuname das Geschlecht einer Person verrät, passt sehr schön mit in das Bild das es keine wirklichen Geschlechterrollen (Abgesehen vom "Schwanger sein") gibt.
Ein schönes Detail.
  Auch der Gedanke das die Maogken sich aus sehr verständlichen und realen Gründen (und nicht nur aus irgendwelchen Gedankengespinsten heraus) von den Göttern abgewendet haben finde ich Klasse!


Hey there, why not take a look at my Summer Camp entries or my Summercamp Reading challenge?   Or the all new On the shoulder of giants challenge
27 Aug, 2022 12:47

Nice naming system :)