Das Astravirium

Mit ernstem Blick tippte der Mann auf den Kopf der hölzernen Puppe, die er vor sich aus dem Tisch platziert hatte. Sie war in etwa so groß wie sein Unterarm lang war und zeigte eine wirre Mischung aus weißer, roter und blauer Farbe und ebenso durcheinander geratene schwarze Linien. Mit einer sanften Bewegung drehte er die Puppe auseinander und offenbarte eine kleinere Puppe im Inneren. Diese Puppe bestand nun ausschließlich aus der roten Farbe, welche den Torso der Puppe in Form eines Kleides bedeckte. Die ursprüngliche Puppe steckte er wieder zusammen und stellte sie daneben.

Eine weitere Bewegung öffnete auch die zweite Puppe und brachte eine dritte hervor, welche nicht mehr über das rote Kleid verfügte, sondern stattdessen lediglich eine blaue Kappe auf dem Kopf trug. Eine weitere Puppe ging aus dieser hervor, welche lediglich über die schwarzen Linien verfügte, welche dieses Mal die Umrisse eines Kleides formten, einer Kappe und einem freundlich lächelnden Gesicht.
Noch eine Puppe kam aus dem Inneren hervor, dieses Mal jedoch nur ausgestattet mit weißer Farbe, die die einzelnen Züge des Gesichtes präsentierte, ohne dass sie von schwarzen Linien umgeben waren. Schließlich kam eine letzte Puppe hervor, die jedes Element der bisherigen in sich vereinte. Die schwarzen Linien, die alles umrandeten, das rote Kleid, die blaue Kappe und das weiße Lächeln auf dem freundlichen Gesicht.

Das Konzept des Astraviriums beschreibt eine Reihe von Ebenen der Realität, die aufeinander liegen. Jede Form von Energie bewegt sich durch diese verschiedenen Ebenen und wird hierbei von einem chaotischen Zustand in einen geregelten und ausgeglichen Zustand gebracht. Jede dieser Ebenen kann sich als Platte vorgestellt werden, die übereinander liegen und durch Tunnel miteinander verbunden sind, welche entweder als Konvergenzen oder Ebenenbrücken bekannt sind.

Inhaltsverzeichnis
Type
Natural

Allgemeines

Betrachtet man das Astravirium von oben nach unten, so sortiert es sich von chaotischen hin zu geordneten Zuständen. Somit bildet die oberste Ebene die sogenannte Ebene der reinen Energie. Alle Energien existieren hier bunt gemischt und sind kaum voneinander zu differenzieren. Sie treiben in ewigen Wirbeln durcheinander, verbinden sich scheinbar willkürlich und treiben wieder auseinander. Hier existiert reines, unbändiges Chaos. Auf die Ebene der reinen Energie folgt die Ebene der Elemente, welche primär aus Naturenergie besteht, welche in ihre einzelnen Bestandteile geordnet wird. Auf die Ebene der Elemente folgt die astrale Ebene, ein Schicht des Astraviriums welche primär für konzeptionelle Ordnungen verantwortlich ist, ebenso wie die Ordnung von astraler Energie. Auf die astrale Ebene folgt schließlich die Geistesebene, welche für die Struktur und Aufbewahrung der Geistesenergie verantwortlich ist, bevor all die chaotischen Kräfte zusammenfließen und die geordnete zentrale Ebene bildet, auf welcher auch Terria zu finden ist. Das ursprüngliche Konzept des Astraviriums wurde als Avam'Hereis von den Elbrin geprägt und erst im Verlauf des fünfte Zeitalters durch die Menschen adaptiert und nach ihrem Wissensstand über Energien geprägt.

Ebenen und Pfade

Neben den genannten Ebenen existieren im Astravirium sogenannte Pfade. Diese Pfade bezeichnen bestimmte Bereiche, die im Astravirium bestimmte Eigenarten verkörpern oder aber für gesonderte Zwecke existieren. Die Ebenen selbst rotieren stetig, die Pfade dagegen wandern teils willkürlich, teils in fixen Mustern über die Ebenen selbst. Zwischen den Pfaden und den umliegenden Ebenen existiert ein dünner Schleier, welcher sich ähnlich verhält zu den Schleiern, welche die einzelnen Ebenen voneinander trennen.

Die Leere

Das Astravirium selbst existiert in einer gewaltigen kosmischen Leere und scheint selbstständig in dieser Leere umherzutreiben. Gleichzeitig bietet diese Leere auch eine Heimat für weitere Astravirien, über deren Aufbau jedoch beinahe nichts bekannt ist. Lediglich das Astravirium von Derena wurde als namentlicher Ort bekannt, nachdem William Diggle aus diesem nach Terria gezogen wurde. Dieses Astravirium allerdings unterlag deutlich anderen Gesetzmäßigkeiten und keine der übernatürlichen Energien war dort existent. Allerdings wurde Derena vom dunklen Prinzen heimgesucht, einem Wesen welches angeblich Terria selbst nicht betreten kann, aufgrund einer Kraft namens Ewigkeit.

Die Schleier

Obwohl die Ebenen sich stetig bewegen und in diesen Bewegungen teilweise aneinander geraten, werden sie stets durch einen massiven Wall aus astraler Energie getrennt. Diese Grenze wird als Schleier bezeichnet und neben der extremen Dichte aus astraler Energie verfügt sie über besondere Eigenschaften, welche ihre Undurchdringlichkeit gewährt. Lediglich zwischen der zentralen Ebene und der Geisterebene findet sich ein Schleier, der zwar in seiner Wirkweise identisch ist, allerdings aus Geistesenergie besteht. Die Schleier an sich sind zwar undurchdringbar, allerdings werden sie von zwei unterschiedlichen Arten von Tunneln durchzogen, Ebenenbrücken und Konvergenzen.

Konvergenzen und Ebenenbrücken

Die essenziellsten Funktionen des Astraviriums liegen einerseits in der Ordnung von Energie von Chaos zu Ordnung und dem Ausgleich von extremen Ansammlungen von Energie auf den empfindlicheren Bereichen des Astraviriums. Grade die zentrale Ebene ist sehr empfindlich, wenn es um massive Anstauungen von Energien geht. In einem solchen Fall öffnet sich das was als Konvergenz bekannt ist, ein Tunnel aus astraler Energie, welcher die Energie in die äußeren Bereiche des Astarviriums leitet, wo sich ihre Kräfte verteilen können, ohne gewaltige Schäden anzurichten. Darüber hinaus haben eben jene Konvergenzen jedoch auch die Eigenschaft in beide Richtungen zu leiten. Auf eben diese Weise geraten regelmäßig Feenwesen aus dem Wald der Feen, welcher auf der astralen Ebene liegt, nach Terria selbst.

Konvergenzen entstehen jedoch nicht nur als Abwehrmechanismus des Kosmos, sondern können auch durch die Sternenpriester, die Anwender der astralen Energie, bewusst erzeugt werden. Ebenso entstehen sie durch die Rotation der Ebenen und die Bewegungen der Pfade, wobei bestimmte bestimmte Konstellationen Konvergenzen hervorbringen. Im Gegensatz zu diesen kurzlebigen Konvergenzen stehen die permanenten Ebenenbrücken, also konstante Verbindungen zwischen den Ebenen. Die bekanntesten dieser Brücken sind die Naturquellen, die sich aus dem Kern von Terria bis an die Oberfläche des Planeten erstrecken. Diese ziehen Naturenergie aus der Ebene der Elemente und befördern sie nach Terria, wo sie sich verbreitet und für die Erhaltung der gesamten Natur verantwortlich sind. Gerät irgendwo diese Energie ins Übermaß wird sie über Konvergenzen zurück auf die Ebene der Elemente gezogen, um einen Ausgleich herzustellen.

Obwohl lediglich Ebenenbrücken permanente Verbindungen zwischen den Ebenen des Astraviriums bilden, verfügen unzählige Konvergenzen über sogenannte Konvergenzanker also gewissermaßen fixe Punkte auf beiden Seiten. Diese Anker können sich gewissermaßen als Punkte vorgestellt werden, an denen der Schleier zwischen den Welten erheblich dünner ist. Zumeist öffnen sie sich aus den bekannten Gründen, sie können jedoch auch unter bestimmten Bedingungen willentlich geöffnet werden. Ihrer Struktur nach zu urteilen wurden diese besonderen Konvergenzen wohl nicht aus den Bedürfnissen des Astravirium selbst geboren, sondern bewusst geschaffen von Kreaturen, die sich durch das gesamte Konstrukt winden, gleich Ameisen, die ihre Tunnelnetzwerke erschaffen.

Die Ebene der reinen Energie

Die Ebene der reinen Energie gilt als der am schwersten zu begreifende Teil des Astraviriums und es finden sich auch in den Aufzeichnungen älterer und mächtigerer Zivilisationen nur wenige Informationen über sie. Angeblich gelang es den Astraldrachen teilweise bis auf diesen Bereich vorzudringen, doch in den chaotischen Strömungen war kein Überdauern möglich.

Himmel und Hölle

Der Himmel und die Hölle sind zwei Pfade auf der Ebene der reinen Energie die jeweils von den Engeln und den Daimoren bewohnt werden, die im ersten Zeitalter von den Gottwesen zurückgelassen wurden. Die beiden Pfade scheinen miteinander verbunden zu sein und bilden somit ein gemeinsames Schlachtfeld. Gleichzeitig sind beide von einer Art Netz umgeben, welches die mächtigen Kreaturen davon abhält über das restliche Astravirium herzufallen. Zwar können schwache Vertreter theoretisch hindurch schlüpfen, dies wurde jedoch fast nie beobachtet und bestätigt.

Dämonenpfad

Der Dämonenpfad ist eigentlich kein direkter Pfad auf der Ebene der reinen Energie, sondern bewegt sich stattdessen auf dem Schleier, welche diese Ebene von der Ebene der Elemente trennt. Er wird auch als das Jenseits bezeichnet. Wann immer ein Lebewesen auf Terria verstirbt, geht seine Seele in die Geisterwelt über und wird dort von den Sensenmännern aufgelesen, die sie ins Jenseits überführen. Als Kehrseite der lebenden Welt, die zu gewaltigen Teilen aus Lebensenergie besteht, bildet Dämonenenergie die Grundlage für den gesamten Aufbau und die Lebewesen des Dämonenpfades. Bei diesen Lebewesen wird zwischen den Dämonen, also den Seelen Verstorbener, und den Teufeln unterteilt, wobei Teufel aus unbekannten Quellen dem Dämonenpfad selbst entsprungen sind.

Die Ebene der Elemente

Die Ebene der Elemente ist für die Ordnung von Naturenergie verantwortlich und ist in acht Aspekte unterteilt. Diese Aspekte sind Feuer, Wasser, Erde, Luft, Licht, Dunkelheit, Pflanze und eine Kraft namens Odem. Im Grunde entsprechen diese acht Teile jeweils einem Kuchenstück, welche gemeinsam die Ebene der Elemente formen. Darüber hinaus jedoch verschmelzen sie jedoch an den Bereichen wo sie sich berühren und erzeugen gewisse Mischelemente. Neben diesen Mischelementen verfügt jedoch auch diese Ebene über besondere Pfade und Bereiche, die von der restlichen Ebene abgeschottet sind.

Beliels Pfad

Ein besonderer Pfad der im Feueraspekt der Ebene verborgen liegt. Den Legenden nach ruht hier ein Wesen, bei dem unklar ist, ob es den Deitischen zugeordnet werden kann. Angeblich ist es jedoch ein gottgleiches Wesen, welches allumfassende Macht über das Feuer besitzt. Der gesamte Pfad besteht aus einer Art Tempelanlage in einem Meer aus Flammen und auf seiner tiefsten Ebene verbirgt sich Beliel selbst.

Nydias Pfad

Dieser Pfad ragt wie ein Konstrukt aus Adern in jeden Aspekt der Ebene der Elemente hinein. Er wurde künstlich geschaffen, durch die Hand von Nydia Luwen, im Jahr 911 nBnZ. Hierbei nutzte sie eine der Seiten der Schriften von Letouran, sowie eine gewaltige Menge aus Naturenergie, die durch den Mord an mehr als 100 Mitgliedern der intelligenten Völker gewonnen wurde. Der Pfad kann zur Zeit scheinbar nicht von Wesen in der Ebene der Elemente betreten werden, dafür entwickelte Nydia jedoch bestimmte Maschinen, Konnektoren, die Kontakt mit dem Pfad herstellen können. Mithilfe dieser Maschinen schuf sie Zugriffspunkte auf dem ganzen Kontinent, damit Lortan mithilfe der Arkanequilibratoren auf 100 mächtige Artefakte gleichzeitig zugreifen konnte, die als Brennstoff für seinen Transzendenzplan fungierten. Durch den Niedergang des Mannes und der Vernichtung der Equilibratoren wurden auch alle Konnektoren gleich einer Kettenreaktion vernichtet, ebenso wie die zugehörigen Artefakte. Mittlerweile ist es der Arkanbrigade jedoch gelungen einen neuen Zugriff zu schaffen.

Die tiefen Schatten

Einer der Pfade, welcher auf dem Aspekt der Dunkelheit liegt. Er wird regiert von einem deitischen Wesen, das als Umbros bekannt ist. Einige wenige Magier, die sich der Schattenmagie bedienen, verfügen über die Fähigkeit eine Verbindung mit diesem Pfad herzustellen. Herbei erhalten sie die Fähigkeit Schatten zu betreten, sich durch den Pfad zu bewegen und aus einem anderen Schatten in Sichtweite wieder aufzutauchen. Angeblich erhalten jedoch nur diejenigen mit Umbros Segen diese Fähigkeit.

Die astrale Ebene

Die astrale Ebene liegt zwischen der Ebene der Elemente und der Geistesebene. Sie ist einerseits für die Ordnung der astralen Energie verantwortlich, andererseits sind sehr viele Pfade der astralen Ebene geprägt dadurch bestimmten Konzept zugeordnet zu sein. Darüber hinaus ist die astrale Ebene durchzogen von Astralbahnen, festen Routen im Astravirium, die sich unter bestimmten Bedingungen öffnen und eine physische Bewegung durch das Astravirium erlauben.

Astraseia

Astraseia bildet das was als der Kern der astralen Ebene bekannt ist. Im Grunde ist es die Verbindung zwischen allen Pfaden auf der astralen Ebene, die als ein Abbild des Kosmos selbst erscheint. Umgeben von einem schier endlosen Nachthimmel, gesprenkelt von scheinbar unerreichbaren Sternen findet man sich auf den verschiedensten Himmelskörpern wieder, die meisten kaum breiter im Durchmesser als einen Kilometer und sie alle mit eigener Gravitation. Jeder dieser Himmelskörper nimmt eine geometrische Form an, wobei einige von ihnen dem menschlichen Verstand unbegreiflich scheinen während sie sich ineinander drehen, krümmen, brechen und biegen.

All diese Körper bestehen aus den verschiedensten Materialien, jedoch werden sie alle von Brücken verbunden, welche aus dem selben organischen Material bestehen. Dieses Material erinnert an gestreckte und kurz vor dem Reißen stehende Muskelstränge. Hin und wieder finden sich auf den Körpern oder entlang der Pfade die sie verbinden und manchmal auch in den Räumen zwischen ihnen Tore, blitzförmige, weiß glühende Risse, durch welche weitere Pfade der astralen Ebene betreten werden können.

Wie auch der physische Kosmos der zentralen Ebene ist die astrale Ebene theoretisch endlos und erstreckt sich in alle Richtungen, jedoch reicht der eigene Blick niemals weiter als etwa 5 Kilometer, wo die Enden der Brücken stets in den Nachthimmel zu münden scheinen. Obwohl die Menschheit dieses Reich bisher kaum erkunden konnte, vermochten andere Rassen durchaus einen Blick auf die entlegenen Winkel von Astraseia zu werfen, wo sich absurdeste Pfade und Konzeptionen von Ordnung in von Geheimnissen umhüllten Pfaden verstecken.

Selten, wenn jemand dieses Reich des Kosmos erkundet, kann er auf den toten Überrest eines Astraldrachen stoßen, welcher die Form der Brücken zu überqueren scheint. Wer auf dem Rücken der toten Kreatur wandelt, der kann sich mit rasender Geschwindigkeit durch das Reich der Sterne bewegen und versteckte Orte entdecken, die in den fernsten Winkeln des Himmels lauern.

Astraseia ist in keinem Fall mit dem physischen Kosmos zu verwechseln, auch wenn sie beide vom gleichen Sternen gesprenkelten Kosmos geschmückt werden. Die Erkundung des Weltraums rings um Terria vermag einen nicht in die astrale Ebene zu bringen, ebenso wenig wie das Erkunden von Astraseia ein Wesen auf die Oberfläche des Mondes von Terria führen könnte, es sei denn Konvergenzen werden durchschritten.

Coisìthitch

Dieser Pfad zählt zweifelsohne zu den bekanntesten Pfaden des gesamten Kosmos. Er dient als Heimat und Ursprungsort für alle Feen. Wie genau er entstanden ist, ist unklar jedoch zählten zu den ersten Lebewesen auf diesem Pfad der Ewigbaum, sowie die beiden Herrscher der Feen Oberon und Titania. Im Laufe der Zeit bildete sich rings um den Ewigbaum ein gewaltiger von Nebel überlagerter Wald, dessen Bäume sich aus den Wurzeln erhoben. Niemand kennt die genauen Ausmaße des Pfades, jedoch existieren unzählige der Konvergenzen die sich unter bestimmten Bedingungen öffnen und der Wald der Feen rotiert mit hoher Geschwindigkeit über die astrale Ebene weshalb es fast nie länger als eine Stunde zwischen zwei Konvergenzen dauert. Eben solche Konvergenzen ziehen regelmäßig Feenwesen auf die zentrale Ebene, wo die veränderten energetischen Verhältnisse sie in einen wahnsinnigen Zustand überführen.

Iduntes

Ein Bereich auf der astralen Ebene, welcher vom Tod befreit ist. Wer an diesem Ort sein Leben verliert erwacht nach einer kurzen Zeit wieder. Gleichzeitig lässt dieser Bereich jedoch auch jedes Lebewesen in eine wilde Rage verfallen und erzeugt somit ein Schlachtfeld ewiger Qualen. Dieser Pfad fungiert als Sitz für die Deitische Oizys, welche Leiden und Misere verkörpert. Angeblich lebt sie in einem Kolosseum im Zentrum des Pfades und beobachtet die ewigen Kämpfe zwischen ihren Gladiatoren und verzerrten Bestien.

Die Geistesebene

Die Ebene des Geistes umfasst die Strukturierung von Geistesenergie und sie dient als Aufbewahrungsort für die meisten Geistwesen. Ähnlich wie bei astraler Energie ist der zentrale Effekt von Geistesenergie ebenfalls die Bewegung durch das Astravirium. Allerdings wird die Geistesenergie primär verwendet um die physischen Körper von Lebewesen mit ihrer Seele zu verbinden, welche in den äußeren Ebenen schlummert. Wie Fäden windet sich die Geistesenergie eines jeden Wesen durch winzige Tunnel im Astravirium, welche allesamt der Geistesebene entspringen und erst in den äußeren Ebenen enden.

Wer sich in der Geistesebene befindet, der blickt im Grunde auf die zentralen Ebene, jedoch sieht er sie durch einen verzerrten Schleier, der die meiste Farbe aus der Welt reißt und nur eine Mischung aus blauen, grünen und türkisen Tönen hinterlässt. Gleichzeitig stimmen die Distanzen und Relation zwischen beiden Welten nicht vollständig überein. Die Geistesebene scheint nur etwa 10% der Größe der zentralen Ebene zu besitzen.

Da der Schleier zwischen der zentralen Ebene und der Geistesebene aus Geistesenergie besteht und verhältnismäßig relativ dünn ist, bilden sich regelmäßig Risse zwischen ihnen durch welche Geister in die irdische Welt überwechseln. Selbst von der Geistesebene ausgehend kann die zentrale Ebene jedoch beeinflusst werden, indem die Geistesenergie manipuliert wird, welche zwischen beiden Ebenen fluktuiert.

Beim Tod eines Lebewesens setzt sich ein komplizierter Prozess in Gang, bei welchem das Bewusstsein eines Lebewesens vollständig aus der zentralen Ebene weicht und auf die Geistesebene überwechselt. Hier kann diese Seele theoretisch für immer wandeln, jedoch wird sie degenerieren und irgendwann dem Wahnsinn anheimfallen, weshalb die Sensenmänner als übergeordnete Wächter fungieren. Sie erscheinen und bieten den Verstorbenen den Übergang ins Jenseits an, können sie jedoch nicht zwingen.

Der Pfad der Träume

Wenn ein Lebewesen stirbt wird seine Seele in die Geistesebene gezogen. Etwas ähnliches geschieht wenn ein Lebewesen einschläft, jedoch wird nicht die Seele, sondern lediglich das Bewusstsein in die Ebene gezogen. Auch verbleibt das Bewusstsein nicht auf der allgemeinen Ebene, sondern erreicht den Pfad der Träume. Hier verweilt jedes Bewusstsein in einer von unendlich vielen Blasen, deren Inneres sie nach ihrem eigenen Unterbewusstsein verformt. Außerhalb dieser Blasen existiert eine nahezu endlose Welt, welche aus den zerplatzten Traumblasen von Seelen geformt wurde, welche bereits ins Jenseits übergegangen sind. Jene, welche die Fähigkeit haben ihre Blase bewusst zu verlassen werden als Traumwandler bezeichnet und in dieser Welt beinahe wie Götter behandelt. Der Pfad der Träume ist einer der wenigen Bereiche des Astraviriums, der nahezu vollständig vom Rest getrennt ist. Bisher ist kein Weg bekannt Objekte aus diesem Pfad in andere Bereiche zu überführen.

Das Zwielicht

Dieser Pfad ist ein Bereich auf der Geistesebene, welcher an den Pfad der Träume angrenzt und sich stets mit ihm bewegt. Es ist ein Areal in welchem die Geistesenergie in vollkommen chaotischen Weisen benimmt. Eine ganze Reihe von Wesen, darunter Albe, entstehen in diesem Bereich und sind mit der Fähigkeit ausgestattet sich in die Geistesebene oder in die zentralen Ebenen zu bewegen.

Die zentrale Ebene

Die zentrale Ebene bildet sich durch Terria und den sichtbaren Kosmos ab. Terrias Position in diesem schier endlosen Universum ist unklar, jedoch scheint es einen zentralen Punkt in diesem Gebilde einzunehmen und ist potentiell sogar sein Ursprung. Selbst in der zentralen Ebene, wo alle Energien in ihren geordneten Zustand kollidieren und ein Gleichgewicht mit Materie bilden, existieren jedoch einzelne Pfade in denen sich ganz eigene Welten entwickelt haben.

Die gefallenen Riesen

Eine Welt die scheinbar am selben physischen Ort existiert wie Terria, zumindest wenn man den umliegenden Nachthimmel betrachtet. In diesem Pfad scheint sich jedoch niemals die Tendenz zu humanoiden Spezies durchgesetzt zu haben. Stattdessen regierten seit jeher gewaltige, echsenartige Wesen den Planeten. Diese Kreaturen erreichen gewaltige Ausmaße, jedoch scheint nicht eine ihrer Arten übernatürliche Fähigkeiten ihr Eigen zu nennen. Dank Konvergenzen erreichen einige von ihnen von Zeit zu Zeit Terria und erzeugen rege Aufmerksamkeit.

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