Doppelglanzfest

Zwei Farben einmal im Jahr vereint

Ein Hauch von Chaos liegt in der Luft.
Es wird Gut zu Böse und Böse zu Gut. Der Held wird zum Schuft, und der Feige findet Mut.
  Der Mummenschanz beginnt, wenn die Nacht hereinbricht, wenn rot und blau zugleich gestimmt, Kassor sein Mond erscheint in vollster Pracht.   Freut euch Kinder den in dieser Nacht,
in jedem von uns etwas Chaos erwacht!
— Galantro der Berben-Barde

Allgemeines

Das Doppelglanzfest findet zu Ehren des Gottes Kassor statt welcher auf seinem Gefährt, dem gleichnamigen Mond, über den Himmel Irdas zieht.   Dies Fest findet immer zur letzten Vollmondphase Kassors im Monat Kassar statt und erfreut sich nicht nur bei Anhängern der Mondgötter großer Beliebtheit.   Fehler und Streiche dieser Nacht werden Niemandem angerechnet, solange niemand zu ernstem Schaden kommt.  
Der Name des Festes rührt daher das nur an diesem Tag des Jahres Kassor nicht Rot oder Blau leuchtet sondern beide Farben zugleich gleich gut sichtbar sind. Wobei es immer wieder eine Überraschung ist wie genau die Teilung in diesem Jahr aussehen wird.

Ob Rot oder Blau links oder rechts sind, ob der Schnitt gerade von oben nach unten durch die Mitte verläuft oder ob die Achse gekippt ist oder gar vollständig waagerecht verläuft.
Aus diesem Phänomen lesen viele Orakel und Hellseher, wie aber auch Einfache und Abergläubische Bewohner Irdas viel unterschiedliche Omen ab.   Es gibt sogar Leute die Wetten darauf abschließen wie der kleinste Mond Irdas sich dieses Jahr präsentieren wird.

Durchführung

Das Fest beginnt mit Sonnenuntergang:
Alle Glocken, Gonge und Trompeten einer Stadt werden für eine Minute geläutet, geschlagen und geblasen, dann brechen die Feiernden, in bunte Kostüme gekleidet, aus den Häusern hervor und beginnen das Wilde treiben.   Masken und Schminke verhüllen die Feiernden welche unter Bunten Lampions, magischen Lichtern und Feuerwerken dahin Tanzen. Musikanten, Barden und Schausteller belustigen die Menge.
  Kinder nutzen die Zeit, um Schabernack aus zu hecken und kommen, solange niemand ernsthaft zu Schaden kommt, ungeschoren davon.   Auch ist diese Nacht eine Nacht der der Seitensprünge und einmaligen Begegnungen.
Unansehnliche Außenseiter und sogar Verstoßene bewegen sich in der Masse ebenso selbstverständlich wie Edle und Handwerker.   Es ist Brauch das Niemand sein gegenüber zu erfragen versucht, sondern sich ganz dem allgemeinen Chaos hingibt.   Das Fest endet erst wenn die Sonne sich wieder im Osten erhebt und Kassors Farben verblassen.
 
Im allgemeinen wird der Tag nach dem Doppelglanzfest als Ruhetag angesehen an welchem niemand wirklich arbeitet.

Die Dualität Kassors ist seit jeher Bekannt. Als Jüngster und wohl auch kindlichster der Drillingsgötter zeigt er sich oft gut, doch hat er den Schalk im Nacken und ist zu gewissen Grausamkeiten fähig.
Kein Wunder das er als Sinnbild für das erträgliche Chaos steht.
Wer mehr über die Mondgötter erfahren möchte, dem Empfehle ich die Abhandlung über das Gedicht Mondentanz und ähnliche Werke von Professor Goldrijk.
— Professor Ulmenstein der Universität zu Oppersburg

Variationen

Während Menschen und Halblinge sich mit bunten Gewändern und viel Schminke sowie einfachen Masken verkleiden, verwenden die meisten Zwergen Stämme eher Metallfarbende Kostüme mit großen festen Ganzkopfmasken die eher an urtümliche Helme erinnern und monströse Kreaturen darstellen sollen.
Die Wildelfen verzieren sich mit buntem Flitterwerk aus natürlichen Ressourcen, während sich die Hochelfen in elegante mit funkelnden Steinen besetzte Masken und eher dunkle Stoffe kleiden.
  Auch unter den Völkern Furrochs wird das Doppelglanzfest abgehalten, auch wenn die Feierlichkeiten hier sicherlich sehr viel stürmischer und rauer von statten gehen.

Eckdaten

Art
Göttliches Fest für Kassor
Datum
Variiert
Letzte Vollmondphase Kassors im Kassar
Dauer
Eine Nacht
Betroffene Völker
Alle in Aravellien


Cover image: by NASA

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