Antraitisch

Das Antraitische war die Sprache der Antraiten, des dominanten Volkes des dritten Zeitalters

Verbreitung

Antraitisch wurde wohl auf der Gesamtheit von Uras und potenziell auch über seine Grenzen hinaus gesprochen. Generell war sie jedoch in Gesenna, der Heimat der Antraiten, verbreitet. Im Elystrat, dem heiligen Buch der Kirche des Lichts, finden sich ebenfalls einzelne antraitische Wörter oder Bezeichnungen, was nahelegt, dass die Antraiten diese Sprache einst durch die Göttin selbst erlernten oder sie, ihren Spuren folgend, erlernten.

Nutzung

Obwohl lange Zeit von den Menschen angenommen wurde, die Antraiten hätten Antraitisch in jedem Bereich gesprochen, kristallisierte sich im Laufe der Zeit heraus, dass das Antraitische eher eine Sprache der Gelehrten und der Schrift war. Sie wurde wohl nur bedingt gesprochen, sondern findet sich fast ausschließlich in schriftlicher Form, wobei sie wohl für Lesungen aus religiösen Texten auch gesprochen wurde. Die meisten der Antraiten scheinen eher eine Form der geeinten Zunge gesprochen zu haben, die auch das fünfte Zeitalter dominiert. 

Ursprung und Entwicklung

Das Volk der Antraiten ist bis heute ein ziemliches Mysterium. Ihre Bevölkerung wurde wohl in großen Teilen durch Menschen ausgemacht, jedoch fanden sich unter ihnen jene die als "Gesandte" bezeichnet wurden. Bei diesen handelte es sich um die wahrhafte Spezies, welche auf die Urdrachen folgte, als Erben der Macht der Göttin und der Gottwesen des ersten Zeitalters. Sie schienen die Gestalt von Engeln anzunehmen und führten die Kräfte der Göttin zurück auf die Bahn, die sie eigentlich geplant hatte, bevor die Drachen ihre Macht widernatürlich stahlen.  

Im selben Zug scheint auch die Sprache der Göttin Einzug in die menschliche Gesellschaft gefunden zu haben, in einer humanisierten Form, das Antraitische. Obwohl sie theoretisch von jedem gelernt werden konnte, verbreitete sie sich lediglich in den höheren Riegen der Gesellschaft, unter Gelehrten, den Gesandten und religiösen Sprechern. Innerhalb des dritten Zeitalters entwickelten sich jedoch regionale Abwandlungen der Sprache, die durch Mischung mit anderen menschlichen Völkern begründet waren.

Mit Anbeginn des vierten Zeitalters, des verlorenen Zeitalters, veränderte sich auch das Antraitische weiter, wurde jedoch in großen Teilen weiterhin von der neuen dominanten Spezies gepflegt. Allerdings entwickelten sich hierbei einige Aspekte der Sprache in einigen Regionen erheblich schneller als andernorts. So bildeten sich noch stärkere regionale Differenzen im Antraitischen, weshalb es bis heute schwer ist Ruinen anhand der Sprache zwischen dem dritten oder vierten Zeitalter zu differenzieren.

Heutzutage sind große Teile des Antraitischen entschlüsselt, wenn auch die regionalen Subsprachen eine starke Erschwerung der Enträtselung von Ruinen aufwirft. Die Sprache der Antraiten hat sich in der modernen menschlichen Gesellschaft erneut zu einer Sprache der Wissenschaft und Gelehrten entwickelt. So finden sich für die meisten Kreaturen antraitische Fachbezeichnungen und eine Menge wissenschaftlicher Prämissen werden durch antraitische Begrifflichkeiten zusammengefasst. Im religiösen Bereich finden sich zwar noch vereinzelte antraitische Begriffe, jedoch sind viele von ihnen durch einfachere, der Allgemeinheit zugänglichere Bezeichnungen ersetzt worden. 

Schriftzeichen

Das Antraitische basiert auf erheblich mehr Schriftzeichen als das moderne Alphabet, welches sich als vereinfachte Form des Antraitischen entwickelt hat. Das Antraitische ging von fünf Hauptlauten aus, welche den modernen Vokalen entsprechen würden. Diese wurden entweder für sich gestellt oder mit anderen Lauten gekoppelt. Jede dieser Kopplungen ergab ein neues Symbol, wodurch sich schließlich das vollständige Alphabet ergab. Es lässt sich somit ableiten, dass die hauptsächlich schriftliche Sprache des Antraitischen ursprünglich wiederum aus einer gesprochenen Sprache ableitete. Innerhalb dieser Symbole finden sich Überschneidungen für alle Zeichen, die einen der Hauptlaute einschließen und in den gewöhnlichen Symbolen finden sich die Hauptlaute stets vor dem zusätzlichen Laut.

Um die Betonung eines Zusatzlauts vor einen Hauptlaut zu setzen, werden die Symbole gewissermaßen gespiegelt. Hier entsteht eines der Hauptprobleme der Übersetzung des Antraitischen. Durch die regionalen Einflüsse auf die Schrift, duplizierten sich einige der Schriftzeichen, während andere wiederum die exakt gleiche Form einer Spiegelung erhielten, um einen spezifischen regionalen Laut abzubilden. Dies sorgt bis heute dafür, dass in einigen Formen der Übersetzung ein einziges Symbol in mehr als 20 verschiedene mögliche Lautkombinationen übersetzt werden kann. 

Vokabular

Anbei ein kurzes Vokabular von übersetzen und in modernes Alphabet gebrachte antraitische Worte.


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