Orks

Gewalt, Wut und Stolz

by Nightone
Rette sich wer kann!
Die Scheusale kommen!
LAUFT!
ES SIND ORKS! EINE HORDE ORKS!
— Mirko Hell, felasianischer Späher

Allgemeines

Orks sind raue Zeitgenossen, mit einem enormen Hang zu Gewalt. Ihr Handeln wird von ihren verqueren Vorstellungen von Ehre und Stolz diktiert.   Sie werden in ganz Aravellien von den Völkern des Lichtes aufgrund ihres Temperamentes, ihrer Stärke und vor allem wegen ihres Blutdurstes gefürchtet.   Nahrung ist alles was lebt und sich bewegt. Rein prinzipiell sind sie zwar Omnivoren, aber jedwede Art von Obst, Gemüse und Wurzelwerk ist für die Orks eher ein Beiwerk.
Um bei Kräften zu bleiben benötigt ein ausgewachsener Ork mehrere Kilogramm Fleisch pro Woche.   Dabei spielt es für diese Kreaturen keine Rolle woher das Fleisch stammt. Rehe, Wildschweine, und Drakes sind ebenso beliebt wie Menschen oder Halblinge.
  Auch schrecken Orks nicht vor Kannibalismus zurück, wenn die Zeiten schlecht sind, oder ein Rivale getötet wurde.   Dies sind alles Gründe warum sie sich den Spitznamen "Scheusale" mit Goblins teilen.   Auch wenn jede Orkart einen eigenen Namen hat, den sie Stolz verwenden, so benutzen die Völker des Lichtes, welche die dunklen Sprachen nicht verwenden, einfache beschreibende Namen:


  • Bâldrôg sind Berg- oder Grauorks.
  • Krouz-kâr sind Grünhäute.
  • Âsr-köul werden Blut- oder Rotorks genannt.
  • Sol-kûsh sind Schwarzpelze.
  • Ôprum werden einfach als Mischlinge bezeichnet.
  • Als Ôprum bezeichnen Orks diejenigen unter sich, welche aus einer Sklavin hervorkommen. Diese Halborks können nur entstehen wenn ein männlicher Ork seinen Samen über das Sklavenweibchen ergießt.
    Es scheint das nur Menschen und Zwergenfrau von der Physiologie her eine Chance haben die Geburt zu überleben. Elfen sind zu zierlich, um das gewaltsame Hervorbrechen des Orkbalgs auszuhalten. Die Orks bezeichnen dies wohl als "Ploppen" und machen sich einen Spaß daraus.
    Diese Nachkommen sind degeneriert und werden nur von ihren tiefsten Begierden und Bedürfnissen geleitet.
    — Auszug aus dem albaisches Buch "Über dienstbare Kreaturen"

    Eckdaten

    Wissenschaftlicher Name
    Obscura Terra Bellator
    Lebenserwartung
    60 Jahre
    Durchschnittliche Größe
    1,6 - 2,3m
    Durchschnittliches Gewicht
    90 - 140kg
    Zugehörige Ethnien
    Bâldrôg, Krouz-kâr, Âsr-köul, Sol-kûsh
    Hauptsprachen
    Groll-tâk-hash, Griall-tish, Ostralbae

    Der Stamm und die Horde

    Jeder Orkstamm wird von einem Stammeshäuptling geführt. Dies ist entweder der stärkste oder gerissenste Ork (oder Orkin) oder aber ein Sol-kûsh welcher nach Ansicht der Schamanen die Führung innehat.   Die Größe eines Orkstamms misst sich an der Anzahl seiner kampffähigen Krieger, und kann zwischen 50 und 500 variieren. Dazu kommen dann noch kampfunfähige Familienmitglieder, Sklaven und Haustiere.   Eine Familie hat das Anrecht auf einen Platz im Stamm, solange es mindestens einen kampffähigen Krieger in der Familie gibt. Dieser kann sowohl männlich als auch weiblich sein. Für Orks liegt der Unterschied im Geschlecht nur darin mit wem sie sich Fortpflanzen können und wo eine eventuell empfindliche Schwäche zu treffen ist.   Sollte der einzige Krieger eine Frau sein die schwanger ist, wird diese nicht als kampfunfähig angesehen! Zumal sie erst eine Woche vor der Niederkunft wirklich beeinträchtigt wird.
    Aufgrund diesen Brauches beginnen Orks schon von Kindesbeinen an zu kämpfen und zu töten, damit sie im nicht seltenen Fall das der letzte Krieger der Familie stirbt, sie diesen Platz einnehmen können.
      Man muss wohl nicht extra erwähnen das es nicht viele "Nicht-Krieger" in einem Orkstamm gibt.  
    Du musst wissen wie man Kämpft! Es ist nicht wichtig wie gut du kämpfst, solange du nur bereit bist dein Leben für den Stamm zu geben und nicht feige abhaust wenn ein Menschlein auf dich zu rennt!
    — Yârka die Kräftige, zu ihrem Sohn
    Da Orks eine recht hohe Reproduktionsrate haben kommt es immer wieder vor, dass die Ländereien die sie bewohnen nicht mehr genügend Lebensraum für die Scheusale bieten.   Dann beginnen die Stämme untereinander Krieg um die Ressourcen zu führen und dünnen so die Bevölkerung aus. Doch es kann dabei auch vorkommen das sich während dieser Kämpfe ein mächtiger Kriegshäuptling erhebt, der die anderen Stämme vereinen oder unterwerfen kann.   Dieser bildet dann eine Horde, welche unter seiner Führung in die Länder der Völker des Lichtes einfällt um zu Plündern und Brandschatzen, oder um neue Gebiete für sein Volk zu erschließen.
    Die letzte große Orkhorde verließ 5703 n.d.K., unter der Führung des Kriegshäuptlings Ro-Gasher, das Alver-ren Gebirge und fiel in Mittel-Aravellien ein. Über drei Jahre lang verwüstet seine Horde die an die Berge grenzenden Reiche: Marenreich, Felasiar, die Freien Baronien und drangen sogar bis Gyldenrijk, Kraîl-dâl-hejm, Antalanien und bis an die Grenze Errán'dias vor.
    Am Ende konnte ein Bündnis der Völker die Horde bis an den Rand des Massiv zurückdrängen und setzte diese in den nun als Verloren Baronien und Orklanden bekannten Gebieten fest.
    — Auszug aus Poitkens Almanach der viel-zu-vielen Dinge Ausgabe "Adelsgeschlechter & Nationen" S.678

    Fortpflanzung

    Orks pflanzen sich ebenso wie die meisten anderen Humanoiden fort in dem Männchen und Weibchen sich im Geschlechtsakt ergehen. Dieser ist ungleich wilder, geradezu gewalttätig.
    Orks sind das ganze Jahr über Paarungsfähig.   Die Schwangerschaft beträgt dabei lediglich fünf Monate, ehe der Orkling die Welt erblickt. Diese kurze Tragezeit zerrt viel Energie von der Mutter, welche im letzten Monat der Schwangerschaft stark in ihren Bewegungen beeinträchtigt und deshalb hoch aggressiv wird, weshalb der Stamm sie im Allgemeinen in Ruhe lässt.   Orks entscheiden nach eigenen Kriterien welche Partner sie bevorzugen, ethnische Unterschiede spielen dabei keine wirkliche Rolle. "Mischlinge" schlagen immer mehr zur Seite der Mutter aus und werden von daher zu dieser gezählt.
    Da bei Orks immer der Leitsatz "Der Stärkste bekommt alles" gilt, ist es nicht verwunderlich das die stärksten Krieger und Kriegerinnen eines Stammes meist mehrere schwächere Partner gleichzeitig haben.
    Dabei gilt das vollständige Dominieren der schwächeren Partner als absolutes Muss.   Anders gesagt: Der Dominante kann machen was und mit wem er will, die Beherrschten haben dies still zu dulden und sollten lieber treu ergeben sein.

    Besondere Kinder

    Aufgrund der rasanten und energiezerrenden Schwangerschaft sind Zwillingsgeburten eine Seltenheit. Doch wenn dies geschieht, dann unterscheiden sich die Kinder massiv vom Rest der Orks, Sie werden zu den dunkelhäutigen Sol-kûsh und gelten als von den dunklen Göttern gesandt und gesegnet. Es handelt sich immer um zweieiige Zwillinge und immer um ein Mädchen und einen Jungen.   Die Sol-kûsh sind immer magisch begabt und entweder mit enormer Kraft oder aber erhöhter Intelligenz gesegnet. Ihnen ist es immer vorherbestimmt Häuptling und Schamane des Stammes zu werden.
    Es kommt recht häufig vor das die Segnungen eher unterschiedlich verteilt sind, weshalb es meist einen intelligenten und einen kräftigen Zwilling gibt. Nicht selten nutzt der intelligent den starken aus und kontrolliert den stamm von hinter den Thron oder nutzt seine Fertigkeiten aus sein Geschwisterchen alsbald in die Totenreiche zu überführen.   Interessanterweise haben die Orks eine solche Ehrfurcht vor den Sol-kûsh das niemand in Frage stellt ob es einen besseren Anführer geben könnte. Selbst wenn der eine Dumm wie Bohnenstroh und der andere so Fettleibig ist das er sich nicht mehr vom Lager erheben kann.

    Arten der Orks

    Es gibt vier Hauptarten von Orks in Aravellien. Die grauhäutigen Bâldrôg leben vornehmlich in den Gebirgszügen des Kontinentes, während die grünhäutigen Krouz-kâr eher die nördlichen Steppen und Hügellande bewohnen. Die rot getönten Âsr-köul leben in den südlichen Wüsten und Steppenregionen.   Einzig die schwärzlichen Sol-kûsh können in jedem Stamm zu finden sein, da sie eine Anomalie unter ihresgleichen darstellen.   Daneben gibt es noch die Ôprum, die Halb-Orks, da sie aber keine nennenswerte Intelligenz besitzen und im Aussehen eine hässlichere Version ihres Vaters sind, werden sie nicht als eigene Art gewertet.   Natürlich ist diese Kategorisierung nur eine ungefähre Richtung wo die einzelnen Ethnien der Orks zu finden sind.
    Es gibt auch viele Mischstämme, vor allem in Grenzgebieten wo die bevorzugten Habitate aneinanderstoßen. Ein gutes Beispiel sind die sogenannten Orklande und die Verlorenen Baronien.
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    Cover image: by Levi Guzman

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