Flussdrake

Gefahr im Wasser

by Nightone
Käpt'n da ist schon wieder einer!
Ich sag euch es muss Blut im Wasser sein... und zwar ne ganze Menge, wenn so viele Blaudrakes die Strömung hochziehen!
— Elia Hortmart, sirumitischer Flussschiffer

Körperbau

Flussdrakes haben einen schlangenartigen Körper von ungefähr 6m Länge und einem Umfang von 2,5m. An der Brust entspringen zwei starke Arme, die in jeweils drei kräftigen Klauen enden.
  Das Schuppenkleid ist in blau, grau und türkistönen gehalten. Wobei die Oberseite dunkler gehalten ist als der Bauch. Im Sonnenlicht glitzern und funkeln die Schuppen wie polierte Metallplättchen.   Der Schädel verfügt über eine Flache Stirn und ein langes kräftiges Maul mit einer Doppelreihe schmaler, nach innen gerichteter Dolchzähne.

Darüber hinaus verfügt das Männchen noch über drei kleine nach hinten gebogene Hörner. Eines auf der Schnauze und zwei rechts und links der Augenwölbungen.   Vom Kopf aus zieht sich ein aufstellbarer Finnenkamm über den Rücken bis zum Schwanz hinab. Kurz nach den Armen beginnen Links und Rechts des Bauches zwei kleinere Finnenkämme, welche am Schwanz mit dem Rückenkamm zusammenlaufen.
Elegant und schön anzuschauen, wenn sie nicht gerade versuchen einen zu fressen.
— Galantro der Berben-Barde

Bewegung

Im Wasser ist dieser Drake unglaublich schnell und wendig. Dabei bewegt er sich entweder mit wellenden Bewegungen ähnlich einer Schlange oder einem Aal fort. Oder er nutzt sein natürliches Thaum um das Wasser um sich herum zu beeinflussen, um sich dadurch blitzschnell zu bewegen.   Gerne schießt er dadurch, einem Krokodil ähnlich, aus dem Wasser hervor, um sich Tiere oder Personen zu schnappen die gerade am Ufer trinken wollten.   Die Bewegung an Land stellt eine Kombination aus schlängeln und auf die Arme stützen da. Da harter Boden unangenehm für den Flussdrake ist und er nicht auf seine Fähigkeit der Wellenformung zurückgreifen kann, vermeidet die Kreatur nach Möglichkeit den Landgang. Allerdings vermag er sich, in gemäßigtem Klima, bis zu einem Tag außerhalb des Wassers aufzuhalten, ehe die Luft ihn austrocknen lässt und ernste Schäden verursacht. So kann er zwischen Flüssen und Seen wechseln, zu denen er sonst keinen Zugang hätte.   Da der Drake ein Lungenatmer ist, muss er immer wieder zum Luftholen auftauchen. Bei voller Aktivität vermag der Flussdrake bis zu zwei Stunden lang unter Wasser zu verweilen.
  Nachts fährt er seine Körperfunktionen soweit herunter das er erst nach sechs Stunden auftauchen muss.
Daraus ergibt sich das dieser Dracoid nach dem Erwachen eine ganze Weile braucht, ehe er wieder voll einsatzfähig ist.
Eckdaten
Wissenschaftlicher Name
Draco Minor Extremis Aquanus
Alternativer Name
Blaudrake, Seedrake
Klassifizierung
Dracoide
Unterart
Drake
Lebenserwartung
120 Jahre
Durchschnittliche Größe
2m Durchmesser
Durchschnittliches Gewicht
8 - 10t
Durchschnittliche Länge
6m
Natürliches Thaum
Ja
Abwehrmaßnahmen
300 nach innen gerichtete Dolchzähne
6 Klauen
Wasserstrahl (thaumbasierend)
Wellenformung (thaumunterstützt)


 

Natürliches Thaum

Thaumbasierter Wasserstrahl
Ähnlich dem Feueratem einiger seiner Verwandten, vermag dieser Dracoid mit Hilfe des Thaums und zweier, am Hinterleib befindlicher, Ansaugdrüsen Wasser durch seinen Körper zu leiten und in Form eines Hochdruckwasserstrahls mit hoher Zielgenauigkeit abzufeuern. Dieser Strahl ist mächtig genug, um Stein bersten zu lassen.
Thaumunterstütztes Wasserformung
Der Flussdrake kann sein natürliches Thaum verwenden um die Strömungen in seiner direkten Umgebung zu verändern. Dies Eignet sich, um Beute zu verwirren und zu sich zu ziehen. Vornehmlich nutzt der Flussdrake dies jedoch um seine Geschwindigkeit und Manövrierbarkeit im Wasser exponentiell zu erhöhen.

Fortpflanzung und soziales Verhalten

Wie bei fast allen Drakearten finden sich auch beim Blaudrake die Weibchen in kleinen Gruppen von drei bis fünf Tieren zusammen. Diese wählen dann große und vor allem tiefe Seen mit mächtigen Flusszuläufen als ihr Territorium, welches sie außerhalb der Brunft gegen alle Eindringlinge aggressiv Verteidigen.   Die Bullen ziehen unterdessen in den mächtigen Flussarmen Irdas umher, interessanter weise sind sie sehr viel umgänglicher als die Weibchen.
Kämpfe unter den Bullen werden im Allgemeinen nur während der Brunftzeit und bei anherrschender Dürre oder Nahrungsknappheit beobachtet.   Alle Weibchen einer Gruppe geraten alle drei Jahre in Hitze und beginnen die Männchen mit Ultraschallgesängen anzulocken. Die Brunftzeit findet dabei immer in der Zeit des Erwachens statt, wobei der genaue Monat regional variieren kann.
Jedes Weibchen legt nach der Befruchtung drei bis fünf ledrige Eier in einer Unterwasserhöhle an warmen Strömungen ab.   Nach vier bis sechs Wochen schlüpfen die Welpen und bilden mit den anderen Jungtieren dieser Saison einen Schwarm, in welchem Sie das ersten drei Jahre gemeinsam verbringen bis sie groß genug sind, um sich selbst zu verteidigen um auf eigene Faust los zu ziehen.   Die Mütter tolleren die Jungtiere, bis sie maximal fünf Jahre alt sind. Bis sie groß genug sind können viele andere Jäger den Welpen zum verhängniswerden, darunter auch die Geschwister aus den vorrangegangenen Brutzeiten.

Lebensraum

  • Flüsse
  • Flussmündungen
  • Seen
  • bevorzugen tiefe Süßwassergewässer, das äußere Klima scheint keine Rolle zu spielen.
  • Nahrung

  • Flussdrakes sind sowohl Piscivoren als auch Carnivoren
  • Sie ernähren sich vornehmlich von Fischen und allem was sie vom Wasser aus erreichen und hinab ziehen können.
  • Sie können größere Mengen Blut im Wasser über Kilometer hinweg wahrnehmen.
  • Wachstumsstadien

  • 0-3 Jahre die Welpen bleiben im Schlupfschwarm zusammen. Sie ernähren sich von kleinen fischen und Schalentiere.
  • 3-5 Jahre die Jungdrakes werden groß genug, um ihre Jagdmethoden auf Landtiere auszuweiten.
  • 5 Jahre Die Jungen verlassen das heimische Gewässer auf Grund der steigenden Aggressivität der Muttertiere.
  • 10 Jahre die Drakes sind nun um die vier Meter lang, das Wachstum verlangsamt sich.
  • 14 Jahre Die Geschlechtsreife wird erlangt, Weibchen schließen sich entweder einer bestehenden Gruppe an oder bilden mit anderen Jungweibchen eine eigene Gemeinschaft.
  • 20 Jahre das Wachstum der Tiere ist abgeschlossen
  • 120 Jahre Ende der Üblichen Lebenserwartung.
  • 139 Jahre Das älteste bekannte Exemplar "Illo'vani'tes" in den großen Seen Felasiars.
  • Sonstiges

  • Flussdrakes greifen nur selten Schiffe an, sie haben gelernt das Holz und Metall nicht schmecken.
  • Sobald die Eier abgelegt sind interessieren sich die Mütter nicht mehr für ihre Brut.
  • Flussdrakes lassen sich manchmal von Süßwassernixen und Meereiden domestizieren.
  • Lehnt euch nicht zu weit über die Reling Kinder. Die Blaudrakes lassen das Schiff zwar in ruhe, aber wenn sie do ein kleines Gesicht, wie eures, sehen schießen sie hervor und packen euch!
    — Elia Hortmart, sirumitischer Flussschiffer


    Cover image: Tierbanner by Nightone

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