Theudrichshaven
Die Idylle inmitten der Finsternis.
Der sichere Hafen all jener, die in den rauen Daudafjellet leben wollen oder müssen. Geführt vom weisen Arnulf Thorjar und dem mystischen Brok ist dieser Ort die wahrscheinlich einzige ernstzunehmende Ansiedlung von Menschen in den höchsten Höhen, die es auf dem Gebiet der heiligen Föderation gibt. Die Siedlung mag wie ein Abbild längst vergangener Zeiten erscheinen. Die Menschen sprechen eine gebrochene Form der Gemeinsprache, die stark mit Dialektworten durchsetzt ist. Und bei aller Finsternis dieser Berge mag es doch die Idylle von Theudrichshaven sein, die manchen Betrachter stutzen lässt.
Regierung
Die Siedlung wird durch einen Jarl geführt, der die Funktion eines weltlichen Oberhauptes einnimmt. Er ist für alle Fragen zuständig, die die materielle Existenz betreffen. Neben ihm gibt es einen geistigen Anführer, Brok der Seher genannt. Er entscheidet in allen außerweltlichen Fragen und ist geistiger Anführer des Dorfes. Dieses Regierungssystem gibt es seit ehedem.
Verteidigungsmaßnahmen
Das Dorf wird vornehmlich durch seine Bewohner verteidigt. Das bedeutet, dass jeder freie Mann über dem vierzehnten Lebensjahr das Dorf zu beschützen hat. Dabei gibt es unterschiedliche Aufgabenzuweisungen, die vom Alter des Kriegers abhängen. Grundsätzlich gilt: je älter der Krieger, desto weiter darf er sich vom Dorf entfernen, denn desto weniger läuft er Gefahr, von den auf dem Weg lauernden Verlockungen böser Mächte, von denen es in den Daudafjellet mehr als genug gibt, beeinflusst zu werden. Da der Stamm der Theudericinger nicht mehr als um die 800 Mitglieder umfasst und die Geschlechter in etwa gleichwertig verteilt sind, kommt der Stamm durch das Abziehen der Kinder unter 14 auf in etwa 300 Kämpfer, was bisher zur Verteidigung des Dorfes ausreichend gewesen zu sein scheint. Durch den jüngsten Einmarsch der arkanen Akademie unter Albwin Herger sieht sich der Stamm jedoch einer Aufgabe gegenüber, die zunächst unlösbar scheint.
Mittel
Die Siedlung überlebt gut durch den Fischfang im direkt an das Dorf grenzenden See. Es handelt sich bei den Theudericingern um eine autarke Gemeinschaft, bei der jeder sich selbst versorgt, so gut es geht. Die Zeiten sind hart geworden, seit die Akademie der arkanen Künste einen Teil der Nahrungsmittel von den Dorfbewohnern beschlagnahmt. Dennoch verzagen die Theudericinger nicht, denn sie sind ein alter und sturer Stamm.
Architektur
Die Architektur der Theudericinger ist einfach und altertümlich. Sie haben nie aufgehört, Langhäuser aus dem zu errichten, was ihre Umwelt hergibt. Das Bisschen Stein, das man den Daudafjellet abringen kann, nutzt man für die wichtigsten Gebäude, also das Fundament der großen Halle oder Lebensmittelspeicher. Ansonsten sind die Häuser aus Holz, Lehm und getrocknetem Schilf zusammengezimmert, beweisen dabei aber eine erstaunliche Standfestigkeit und allgemeine Robustheit. Die Langhäuser mögen von außen krude und überkommen aussehen, im Inneren beweisen sie jedoch, wie gemütlich sie eigentlich sein können. Brennt erst ein warmes Feuer, dessen Rauch durch eine Luke in der Decke abziehen kann, wird es in einem Langhaus sehr gemütlich. Weniger gemütlich sind die Langhäuser von Viehhirten. Denn das Vieh schläft im Langhaus mit und hat dort zwar seinen eigenen Bereich, sondert aber weiterhin seine Gerüche ab. Das mag einem Außenseiter schon zum Naserümpfen bringen.
Geographie
Theudrichshaven steht am Rand eines Plateaus. Während sich in östlicher Richtung das größte Plateau der Daudafjellet erstreckt, auf dem sich auch der schillernde See befindet, geht es in westlicher Richtung steil abwärts. Die Siedlung kann also nur immer weiter ins Zentrum des Plateaus erweitert werden. Umgeben ist das Bergplateau von steilen Bergwänden, die selbst mitten in den Daudafjellet noch unglaublich hoch zu sein scheinen. Hat man sich an die dünne Bergluft allerdings gewöhnt, so mag der Rand dieses Plateaus allerdings eine atemberaubende Aussicht bieten. Man kann weit in den Süden sehen, wo die Steppen der Orsmannen liegen.
Natürliche Ressourcen
In und um Theudrichshaven gibt es alles, was ein Mensch zum Leben braucht, wenn er nur einfach gestrickt bleibt. Durch die Eigenart der Daudafjellet ist es nicht möglich, die Berge nach Edelmetallen zu untersuchen. Und auch ansonsten sollte man ein reiches Leben woanders suchen. Ist man jedoch für die Abgeschiedenheit und trägt keine allzu großen weltlichen Bedürfnisse im Leib, sind die Daudafjellet der Ort, an den man sich zurückziehen kann - wenn man die offenkundige Finsternis ignorieren kann, die hier alles Land befällt und dem hiesigen Bewohner viel Erfahrung zur Abwehr abverlangt und die jüngsten, höchst fragwürdigen Ambitionen der arkanen Akademie ignorieren kann.
Art
Village
Einwohner
ca. 800
Einwohnerbezeichnung
Übergeordneter Ort
Besitzer/ Herrscher
Besitzende Organisation
Anwesende Charaktere
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