Wandteppich des Karnir

Die Wandteppiche des Karnir in der Dardhaliga Kandigkowntri sind ein Beispiel für eine Kunstform, die sich in Heilhem großer Beliebtheit erfreut: Die Darstellung der Taten ihres größten Kriegers und Gründervaters ihrer Nation mit Hilfe von Bildwirkerei. Bel Azinedar betrachtete sie als wichtig genug, als dass er auch einen, beziehungsweise zwei in seiner Taverne wollte, und tatsächlich sind sie neben Speis und Trank das Herzstück der Taverne.
 

Das Werk als solches

 
In den beiden Bildwirkereien wird als eine Fortsetzungsgeschichte in 28 kunstvoll gestalteten Bildern die Geschichte des Karnir dargestellt. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei nicht auf der Frühgeschichte, die lediglich mit zwei Bildern, Karnir in der Olusken-Eingeweide und sein Anschluss an die Karawane, abgehandelt wird. Stattdessen werden seine Abenteuer mit Aigisal bildgewaltig dargestellt, sei es nun ihre Befreiung aus der Burg oder natürlich seiner Blockade des Lachigwalata. Ein weiterer Schwerpunkt sind die Prüfungen durch den sasischen Schmied Uldarl, die Anlegung der von ihm geschmiedeten Drachenrüstung Franisliskig sowie des Schwertes Franisnirig und zuletzt die Einigungskriege, mit deren Ende, der ersten Expansion Heilhems das letzte Bild der Bildwirkerei darstellt.
 

Seltenheit

 
Natürlich werden Wandteppiche des Karnir in einem Land wie Heilhem vergleichsweise häufig gewirkt, trotzdem ist jeder Wandteppich ein Unikat, selbst wenn er nach einer berühmten Vorlage gestaltet wurde. Die Wandteppiche der Taverne sind so hochwertig und kunstvoll gearbeitet, was verwandte Materialien, Stil und Motivgestaltung angeht, wie man sie nur bei manchen Adligen, so in dieser Region Heilhems vorhanden, oder in Daerdhaligg reicher und bedeutender Siedlungen finden kann.

Herstellungsprozess

Diese Wandteppiche des Karnir und heilmische Wandteppiche im Allgemeinen sind Bildwirkereien, die durch Bildwirkerei hergestellt werden. Hierfür wird klassischerweise an Hochwebstühlen gearbeitet, die unterschiedlich stark ausgefeilt sind. Gemein ist ihnen, das sich meist an einem Karton orientiert wird, auf dem die abzubildende Szene bereits aufgemalt wurde. Nur sehr wenigen Bildwirkern gelingt es, ohne Vorlage große kunstvolle Bilder zu wirken. Entsprechend benötigt man für eine Bildwirkerei nicht nur den eigentlichen Bildwirker, sondern auch einen Künstler, der diesen Karton herstellt, was allerdings ein und dieselbe Person sein kann und im Falle bedeutender Bildwirkereien auch fast immer ist.

History

In Heilhem ist es auf Grund der klimatischen Bedingungen in weiten Teilen des Kernreiches seit Jahrzehntausenden üblich, insbesondere die Wände bedeutenderer Räume steinerner Gebäude weitgehend mit Stoff variabler Güte auszukleiden. Kerngedanke dahinter ist die verbesserte Wärmedämmung und selbstverständlich auch die Verbesserung der Akkustik. Immer, wenn der Zivilisationsstand hoch genug war, führte dies dazu, dass auch Bildwirkerei unterschiedlicher Güte hierzu verwandt wurde, da so praktischer Nutzen mit Ästhetik verbunden werden konnte.   Mit der Gründung Heilhems entstand der reformerische Eifer, auch anderen das gottgefällige Leben außerhalb der Möglichkeiten Beliazars nahe zu bringen. So dauerte es nicht lange bis im Jahre 99.188 AZD beschlossen wurde, Bildwirkereien insbesondere mit Darstellungen ihrer Art des Lebens zu erstellen - und entartete Bilder zu verbieten. Zuvor hatte es bereits erste Darstellungen Karnirs, ihres größten Nationalhelden, in Bildwirkereien gegeben, nun wurden sie die bestimmende Norm, sofern nicht andere Helden oder große Ereignisse abgebildet wurden.   Zum größten Zentrum der Herstellung von Bildwirkerei zu Ehren Karnirs wurde wenig verwunderlich das eng mit Karnirs Geschichte verflochtene Meckowntri, wo die allermeisten Bildwirker vor allem Bildteppiche mit ihm darstellten. Die kunstfertigsten werden allerdings in Tamaun nahe Saskurt im Sasklant hergestellt. Dort führte die Nähe zu dieser Handelsmetropole des Sasklants, die eine der bedeutendsten Städte Heilhems darstellt und ein Ort des technologischen Austauschs durch den Kontakt mit anderen Zivilisationen ist, zu besonderer Kunstfertigkeit durch den Einfluss verschiedener Fertigkeitsstile und Manufakturarten.   Bel Azinedar kam in seinen Abwägungen, woher er seine Teppiche beziehen sollte, schließlich dazu, Teppiche aus Tamaun zu wählen, da deren hohes kunstfertiges Niveau auch Beliazari, die sonst eher dazu neigen, auf andere Länder und Völker herab zu schauen, diese Herablassung deutlich erschwert. Trotz seines Geldes war es sehr schwer, einen renommierten Wirker zu gewinnen, der ihm entsprechende Bildwirkerei herstellt, da sie Vorbehalte gegen den Ausverkauf ihrer Kultur an Beliazari hatten. Erst durch die Intervention der Kandtaral Rhuwnigkan und einem Sieg im Ringen gegen Tagkunna selbst gelang es schließlich, die berühmte Wirkstätte Tagkunnaig Werg dazu zu bewegen, ihm die beiden entsprechenden Teppiche herzustellen. Dann aber sogar nur zur Hälfte des eigentlichen Preises.   Die beiden Teppiche wurden im Jahr 99.991 AZD schließlich fertig gestellt und übergeben.

Bedeutung

Bel will den Beliazari durch diese Bildwirkerei die Kultur der Heilme durch deren größten Helden nahe bringen. In diesem Sinne war es ihm äußerst wichtig, nicht nur zwei entsprechende Teppiche herstellen lassen zu können, sondern auch Bildwirkereien zu erhalten, die entsprechend kunstfertig waren, um auch für Beliazari ansprechend genug zu sein und nicht lediglich das gängige Vorurteil der Barbarei der Heilme zu bekräftigen. Diese Taktik erwies sich als voller Erfolg, denn nicht wenige Beliazari fragten gerade wegen dieser gekonnten Bilddarstellungen danach ihn oder mehr noch Modaken an, was es denn mit diesen Teppichen beziehungsweise diesem Mann auf sich hat.
Inhaltsverzeichnis
 
Creation Date
99.991 AZD
Current Location
Current Holder
Zugehörige Ethnien
Besitzende Organisation
Seltenheit
Selten.
Rohmaterialien & Komponenten
Wandteppiche des Karnir werden zwar für gewöhnlich mit hochwertigen Materialen hergestellt, Abweichungen sind jedoch möglich. In diesem Fall sollten Beliazari beeindruckt werden. Daher wurden Fäden aus Alben und Damzen verwandt und für die Darstellungen von Waffen tatsächlich Fäden verwandt, die mit Schared veredelt wurden - was dazu führt, dass diese beiden Bildwirkereien auf Grund des zusätzlichen Gewichts zusätzlich verstärkt werden mussten, was Tagkunna allerdings einkalkulierte.

Kommentare

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18 Apr, 2022 13:48

Schöner Beitrag für die Challenge! ^^ Gut durchdacht mit vielen Hintergrundinfos. Besonders gefallen hat mir die allgemeine Geschichte und Herstellung!

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