Dardhaliga Kandigkowntri

Anders als der Name vermuten lässt handelt es sich bei diesem Gebäude nicht um ein Versammlungsgebäude einer heilmischen Gemeinschaft, sondern um eine Taverne in Aamelfharitawn, der Hauptstadt Beliazars.   Auch wenn der Inhaber mit Bel Azinedar ein Beliazari ist, ist die Dardhaliga Kandigkowntri die einzige Taverne in ganz Beliazar, die sich tatsächlich heilmisch nennen darf und sogar von der heilmischen Gemeinde hin und wieder als Versammlungsort genutzt wird. In ihr gibt es importierte heilmische Getränke - hauptsächlich verschiedene Arten von Bräu - sowie authentische und angepasste heilmische Speisen. Zudem gibt es ein reiches heilmisches Kulturprogramm, von Erzählungen der Heldentaten des Karnir hin zu Sagen und Folklore sowie Barden mit authentisch heilmischer Musik - teilweise sogar von Barden mit einem Dudelsack gespielt. An Spielen sind sowohl Würfeln als auch Armdrücken häufig. Zu besonderen Events gibt es auch Holz hacken oder Ringen, wobei noch kein Beliazari Bel dabei besiegte.
   

Speisen

 
Die Speisen der Taverne sind wie auch die heilmische Küche sehr brotlastig. Ergänzt werden sie von einigen reinen Fleisch- und Fischgerichten. Besonders an ihr ist, dass es von jedem Gericht eine angepasste und eine original heilmische Variante gibt. Die angepasste Variante ist dabei auch in der Größe an beliazarische Verhältnisse angepasst, während die original heilmische Variante dem doch größeren Energieverbrauch des durchschnittlichen Heilmen entspricht.   Die Brotauswahl umfasst dabei:
 
  • Früchtebrot:
    Während in der heilmischen Brotvariante Immerda verwandt wird, ist es bei der beliazarischen Variante Fürstenkorn. Zudem werden in der heilmischen Variante die Früchte schlicht in den Teig eingearbeitet, während in der beliazarischen Variante der Teig ausgerollt und dann mit einer Quark-Fruchtmischung bestrichen und der Teig dann aufgerollt und in eine kastenförmige Backform gegeben wird.
  • Kräuterbrot:
    Hier ist die heilmische Variante ein schlichtes Immerda-Brot, bestrichen mit Kräuterbutter und im Ofen überbacken. In der beliazarischen Variante wird eine Teigvariante mit stark kräuterhaltiger Kräuterbutter bestrichen, gerollt, geformt und dann kunstvoll aufgeschnitten gebacken.
  • Fleischbrot:
    Diese Variante wird von den Beliazari scherzhaft "heilmischer Reiseproviant" genannt. Tatsächlich gibt es dieses Gericht genau so auch in Heilhem, es gibt allerdings als Referenz an den "Reiseproviant" auch tatsächliche heilmische Reiserationen, also dreifach gebackenes Brot, Dempfleisch, Hartkäse und Trockenobst.
  • Nussgemüsebrot:
    Auch hier werden in der heilmischen Variante einfach gemahlene und gehackte Nüsse sowie Gemüse dem Brotteig beigefügt, wodurch Getreide auch wunderbar gestreckt werden kann. In der Beliazarischen Variante wird eine Nussgemüsepaste wiederum wieder als Füllung benutzt.
  Bilder von Secere Laetes  

Das Stammpersonal

 
  • Bel Azinedar ist der beliazarische Inhaber der Taverne, aber auf Grund seiner Aufgabe als Inspektor der Azinedar viel weniger in der Taverne als er es gerne würde.
  • Modaken ist der Vertreter Bels. Er ist ein Heilme aus Levstatt, der für die Azinedar als Bevollmächtigter arbeitete. Nach seinem Rückzug in den Ruhestand fragte Bel ihn an, ob er ihm bei seiner Taverne helfen kann, wobei er gerne mitmachte. Er gibt insbesondere auch darauf Acht, dass die heilmische Kultur nicht verunglimpft wird und gibt über diese sehr gerne Auskunft.
  • Cel Hime ist der erfahrene beliazarische Koch der Taverne, der fieberhaft nach Wegen suchte, die Heilmische Küche so anzupassen, dass sie Beliazari nicht nur als exotisches Mahl in Erinnerung bleibt, sondern auch schmeckt - ohne von seiner Heilmischen Kollegin ein Messer in den Bauch zu erhalten.
  • Dardik Gardigfitken ist die temperamentvolle und weit jüngere heilmische Köchin, die nicht davor zurück schreckt, knallharte Ohrfeigen zu verpassen, wann immer sie denkt, dass sich ihr oder "ihrem" Küchen- und Bedienungspersonal im Ton oder gar mit Gesten vergriffen wurde. Und die Heilme sind sehr zufrieden mit ihren Speisen.
  • Rhuwn ist der heilmische Stammbarde der Taverne. Er ist nach den Heilmen ganz gut mit dem Dudelsack, aber die Beliazari bevorzugen seine Trommel- und Doppelflötenkünste - oder seinen Gesang. Er tröstet sich gerne mit Bräu darüber hinweg.
   

Architektur

Die Taverne wurde auf dem Gelände eines Gewerbehofes in Naletawn gebaut, der hierfür abgerissen und mit einer ausreichend großen Summe aufgekauft wurde, dass sich der ehemalige Eigentümer hiervon sogar verbessern konnte. Vom einstigen Grundstückseigentümer, einem Feinschmied, zeugt noch ein kleines Denkmal vorne rechts auf dem Grundstück, mit dem der Verkäufer und das ehemalige Gebäude geehrt werden.   Die Taverne wurde wie ein typisches Dardhalig erbaut. Es ist ein rechteckiges, einstöckiges Gebäude, dessen Mauern ausschließlich aus weißem Arrer bestehen. Das Zeltdach besteht aus schwarzem Schiefer. An den Ecken der Taverne wurden Zierelemente aus Ydriss-Knochen angebracht. Die Tür hinein besteht aus Harersinel und gibt den Blick in einen großen rechteckigen Raum frei, in dem Tische aus Steinmelbe als ein großer Kreis angeordnet sind. In diesem Kreis befindet sich eine Podest aus Harersinel, auf dem Darbietungen abgehalten werden. Im vom Eingang her hintereren Teil führt eine Tür in die Küche, wobei neben der Tür auf zwei weiteren Tischen Bräufässer lagern, so dass schneller ausgeschenkt werden kann. Von der Küche führt eine Treppe runter in den Keller, der als Vorratsraum dient.   Zur Beleuchtung werden Feuermelbe-Fackeln sowie Feuerbecken rund um das mittige Podest benutzt. Die linke und rechte Wand sind derweil von jeweils einem Wandteppich geschmückt, der die Heldentaten von Karnir darstellt, der den Heilmen als Gründervater gilt.   Das Grundstück, auf dem die Taverne steht, wurde renaturiert. Auf ihm wurden viele Baumarten in lichter Folge angepflanzt, die sich im südlicheren Heilhem finden. Außerdem findet sich auf diesem Gelände auch ein Toilettenhaus - allerdings nach beliazarischem Standard mit fließendem Wasser und magischer Beleuchtung. Umgrenzt ist das Grundstück von einem eher symbolischen Heidezaun.

Geschichte


 
Die Idee
 
Die Taverne geht auf Bel Azinedar zurück, der während seiner Tätigkeit als Inspektor von Handelsniederlassungen seiner Familie außerhalb Beliazars zwar viele Kulturen interessant fand, insbesondere aber das kriegerische und fremdartige Heilhem kennen und lieben lernte.   Bereits in Heilhem reifte in ihm der Entschluss, den kulturellen Austausch der beiden Nationen voran zu bringen und als jemand, der eigentlich weniger Handelsbücher, sondern neben körperlicher Betätigung vielmehr gute Gesellschaft bei Speis und Trank schätzt, war für ihn klar, dass es eine handfeste Taverne werden musste.
   
Die Probleme
 
Zurück in Beliazar holte er sich zunächst die Erlaubnis seines Bruders Ume, der nichts einzuwenden hatte, auch wenn er Bel vor etwaigen Kontroversen warnte, bevor er sich daran machte, die Zustimmung der Botschafterin Heilhems in Beliazar, der Kandtaral Rhuwnigkan, zu erlangen. Was sich trotz seines guten Leumunds bei den Heilme als schwerer erwies als von ihm ursprünglich erwartet.   Ihr stieß schon die Idee auf, die Taverne einer Dardhalig nachzuempfinden, auch weil Versammlungen in dieser eigentlich einen festen Teilnehmerkreis haben und nicht inklusiv, sondern exklusiv sind. Es half, dass er anbot, dass die Taverne für diejenigen Heilme, die in Beliazar beziehungsweise Aamili wohnen und nicht entehrt sind, natürlich auch als Versammlungshalle genutzt werden konnte. Daneben wurden folgende Punkte vereinbart:
 
  • Das Gebäude muss aus heilmischen Materialien gebaut werden
  • zudem auf heilmische Weise
  • und von Heilmen.
  • Heilmische Kultur muss auch abseits von Speis und Trank vermittelt werden.
  • Despektierliche Äußerungen über Heilhem sind verboten, insbesondere hinsichtlich ihrer Glaubensausübung
 
Insbesondere letzteres sollte er bei seiner Ehre beschwören, was er schließlich tat. Während die Beschaffung der Materialien für ihn als Azinedar kein Problem war und er durch seinen Ruf ebenfalls genügend renomierte heilmische Handwerker gewinnen konnte, erwies sich der traditionelle Bau auch auf Grund der Verwendung von weißem Arrer als weitaus langwieriger.   Die zwei Jahre nutzte Bel, um zunächst einen Beliazarischen und einen guten Heilmischen Koch anzuheuern und diese die Speisen zusammen stellen zu lassen - seither hat man ihn häufiger sagen hören, dass aus diesen Abstimmungen die meisten seiner grauen Haare herrühren. Während sich die Köche noch einig wurden fragte er seinen inzwischen im Ruhestand befindlichen heilmischen Freund Modaken aus Levstatt an, ob er nicht nur helfen könnte, heilmische Kultur zu vermitteln und später in seiner Abwesenheit dafür Sorge tragen konnte, dass Heilhem entsprechend geachtet wurde. Modaken, der selbst zur Ausbildung drei Jahre in Vartawin zugebracht hatte, war dazu bereit, seinen Lebensabend in der heiligen Stadt zu verbringen und ihm davor noch bei der Zusammenstellung des Inneren seiner Dardhalig zu helfen.
   
Der Wandteppich des Karnir
 
Für Bel war es klar, dass sie insbesondere eines benötigen würden: Die Taten des Karnir, dieses ersten Kriegers für Heilhem, in bildlicher Darstellung. Die Wahl fiel nach einigem für und wider statt auf entsprechende Schnitzereien auf die traditionelle Form des Wandteppichs. Da diese in der gewünschten Größe eigentlich Auftragsarbeiten darstellen kostete es viel Mühe und Geld, heilmische Kunsthandwerker davon zu überzeugen, einen Wandteppich ihres Nationalhelden für eine beliazarische Taverne herzustellen. Schließlich half nur die Billigung der beliazarischen Botschafterin und der Umstand, dass sie hiermit sozusagen der ganzen Welt die Taten Karnirs aufzeigen konnten.
   
Die Eröffnung
 
Schließlich konnte die Taverne endlich eröffnet werden. Während durchschnittliche Beliazari normalerweise nicht sonderlich neugierig auf andere Kulturen sind hatte dieses Projekt die Aufmerksamkeit vieler auf sich gezogen. Der Hauptgrund hierfür waren sicherlich die fremdartigen Bauarbeiten durch die heilmischen Arbeiter, aber natürlich auch die Beteiligung der Azinedar und deren aus der Reihe gefallenem Familienmitglieds Bel und selbstverständlich die ganzen Kontroversen und Mühen, die in der Stadt natürlich schnell die Runde gemacht hatten.   Nach der Weihe durch die Botschafterin Heilhems strömten die Gäste in Scharen, um sich anzusehen, was da genau erbaut worden war. Es war für die Beliazari zwar definitiv gewöhnungsbedürftig, aber sei es durch die Präsenz des Hausherren oder die der Kandtaral verhielten sich alle davor und danach wie höfliche Gäste. Bel atmete auf - wenn auch nicht für lange.
   
Authentizität der Speisen
 
Denn nun kamen die Beschwerden der Heilme selbst, die, was ihre Kultur angeht, sehr eigen sein können. Während das aus Heilhem importierte Bräu allen schmeckte hatten sie viel an den an die Beliazari angepassten Speisen gestört. Teils so sehr, dass sie bei der Botschafterin vorstellig wurden, für die das Angebot ursprünglich in Ordnung war. So einigten sie sich schließlich darauf, dass es weiterhin die angepassten Speisen geben würde, aber auch die heilmischen Originale auf Wunsch bestellt werden konnten, zudem die Bilder der Speisen vor der Küche nebeneinander dargestellt wurden und die Bedienung immer auch nachfragen würde, welche Variante gewählt wurde - und sich zu merken hatten, wo in Heilhem die heilmische Variante insbesondere gegessen wurde.   Bel nahm das alles schließlich irgendwann gelassen, wenn auch mit einer ordentlichen Menge Bräu auf - und war sehr froh, dass er mit Modaken einen Freund hatte, der auch in seiner Abwesenheit dank entzsprechender Bevollmächtigungen nach dem Rechten sehen konnte.
   
... und heute
 
Um das Jahr 100.002 AZD ist die eigentlich immer noch brandneue Taverne bereits gut etabliert und inzwischen kann sich Bel auf das Stück Heilhem freuen, das er sich in Beliazar erhofft hatte, wenn er schon nicht häufig da sein kann.
 

Tourism

Für beliazarische Verhältnisse ist diese Taverne zwar noch brandneu, schaffte es aber bereits, eine nicht zu vernachlässigende Zahl von Touristen anzuziehen, die zielgerichtet diese Taverne besichtigen wollen. Bei den meisten hiervon handelt es sich um Bewohner von Regionen, die weit entfernt von Heilhem liegen, so dass das riesige Nordreich Darmeras für sie lediglich als barbarisch-exotisch gilt, aber keine Bedrohung darstellt. Insbesondere unter Priestern der Selariem aus Perta hat es sich zu einem regelrechten Geheimtipp verwandelt. Diese sind auch beinahe ausschließlich die einzigen, die sich für die eigentliche Kultur Heilhems interessieren, wenn auch sie natürlich die Küche schätzen.
Inhaltsverzeichnis
 
Namensursprung

Der Name ist aus dem Hel und bedeutet eigentlich "Halle der Tätigen Beliazars". Es handelt sich jedoch nicht um die heilmische Dardhalig Beliazars, auch wenn die Heilme Aamelfharitawns sie zwischenzeitlich einige Male dafür nutzten. Stattdessen wählte Bel den Namen, da er die Hallen kennen lernen durfte und er sie für ein Kernstück heilmischer Kultur hält - in denen passenderweise auch gegessen und getrunken wird.   Die Durchsetzung des Namens bei der heilmischen Botschafterin in Aamili kostete dennoch einige Anstrengung, da sie die Benamung zunächst für eine Beleidigung hielt und mühsam davon überzeugt werden musste, dass eine Dardhalig wie auch die Dardkenn ein wichtiger Kulturträger ist und dadurch der kulturelle Austausch gefördert werden soll.
Founding Date
99.991 AZD
Übergeordneter Ort
Besitzer
Additional Rulers/Owners
Besitzende Organisation

Kommentare

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26 Mar, 2022 21:49

That's a lot of hoops he had to jump through, but he managed! *insert party whistle here*

26 Mar, 2022 22:07

Thank you ^^ - Well, it's really not easy with these two countries. The Heilme see themselves as the saviors of the world, who apart from Beliazar actually want to conquer the whole world to save it and have a correspondingly large ego, especially with regard to their saving culture, and the Beliazari not only consider themselves the chosen ones of the gods, but are. It's a wonder he made it and didn't go completely gray.

27 Mar, 2022 18:02

This is a interesting article!, Do love the details of the staff that you have, overall a good article!

27 Mar, 2022 19:14

Thanks, glad you like the staff notes.

27 Mar, 2022 20:56

Was für ein interessanter Artikel!   I found it especially interesting to witness just how much Bel had to struggle to even consider opening such a tavern in a, for the depicted culture, foreign country. Just how stubborn the delegation of Heilhem was, how much they wanted to be represented. As i read it I was honestly surprised by the amount of conditions set and that they didn't think of additionally asking to grant the tavern a Heilhem co-owner to leave Bel only in the administrative shadow essentially 'invading' Belizari by using only their own resources.   But hence all things, it went well and even the enhanced dishes got accepted, even if only reluctantly. :D

Creator, artist and writer of the science fantasy world Kingsmaker
28 Mar, 2022 06:40

Thank you for the interest.   The funny thing is that it only got out of hand because Bel had respect for the culture. In particular, most Beliazari have little respect for other cultures and with the wealth and importance of his family it would have been easy to just open a place and not give a damn about the opinion of the Heilme.   However, since he respects their culture and knows that they are often not portrayed appropriately (a reason for their sensitivity - for many they are simply "the conquering savage barbarians") he wanted to include them and got himself a lot of work for it. Well, for this it is now considered authentic and is even sometimes officially used by the Heilmen.

28 Mar, 2022 06:46

Means of noble reasoning, I like it :3

Creator, artist and writer of the science fantasy world Kingsmaker
Sage George Sanders
George Sanders
31 Mar, 2022 02:37

Google translate didn't quite get me all the details but I like the idea that this is a place of cultural exchange and perhaps healing. It has a purpose but I like that not that it is there, some tourism is happening too.

Read about the ancient history of the Anhult Wildlands in my Challenge article, Echoes of the Past.

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Master Skaldiduna
Terye Stephens
2 Apr, 2022 02:18

Ich liebe diese Taverne. Exzellent.