Falesa

Göttin des Zufalls und des Schicksals

"Keine Macht über Götter und deren Diener. Natürlich. Wer's glaubt. Es mag sein, dass sie nicht direkt auf unser Schicksal zugreifen, es in bestimmte mögliche Bahnen lenken kann, aber sie kann diejenigen beeinflussen, die mit uns Kontakt haben und ihrem Zugriff unterliegen. Und dann wären da immer noch Zufälle und Unglücke. Glück eher weniger. Also erzähle mir nicht, dass Falesa keine Macht über mich hat."
Elmir Dazes, lamentierend.
 
Falesa, nach dem Wort für Zufall in Dis, ist die geborene Göttin des Zufalls und des Schicksals und die Tochter zweier inzwischen verstorbener Götter: Dem Geschaffenen Zimar, damaliger Gott der Zeit und der geborenen Göttin Zemali, damalige Göttin des Schicksals. Diese hohe Göttin ist eine der Göttinnen, die am besten mit ihren Aspekten im Einklang sind und hatte früher auch die Fähigkeit zur Beeinflussung des Schicksals der anderen Gottheiten und ihrer Diener. Nach einer eher unruhigen Zeit im Krieg der Götter versiegelte sie diese jedoch, um fortan mit ihrer engsten Verwandtschaft in Neutralität und Frieden leben zu können. Seit dies erst nach vielen Abschreckungen funktionierte und angesichts dessen, wie sich die Schöpfungen der Götter auf Yenort verhalten, kam sie zu dem Schluss, dass es unter diesen Bedingungen enden sollte und leitete ihre Version des Isilaamel ein. Dass sie tatsächlich dahinter steckt weiß fast niemand und wie viel Zeit noch bleibt allein sie.   Falesa lebt mit ihrer Tochter Hereiselar, ihrer Schwester Alnadis sowie deren Tochter Akris in der Sphäre des Zufalls und des Schicksals und empfängt abgesehen von Zareal oder zuweilen Dae nur selten Besuch. Sie selbst ist in der Sphäre meist auf dem Schicksalsteg zu finden, der der Klippe des Beginns entspringt und nahezu endlos über den ebenso wenig endlichen Strom des Schicksals erstreckt, um dieses zu sichten und mit ihrem Band zu ändern. Der Strom ist dabei die aus Seelenenergie bestehende Verkörperung der Aspekte Schicksal und Zufall, zu Anfang klar und reißend und zum Schluss diffus ausfasernd mit zufällig aufblitzenden Strudeln und Stromschnellen in diesem.   Ihre Diener sind bleiche, an Fische erinnernde Humanoide sowie ebenso weißgräuliche Humanoide mit teilweise aquatischen Merkmalen. Sofern sie nicht den Strom aus diesem heraus lenken und beeinflussen gießen sie von der Klippe aus die Seelenenergie auserwählter Wesen aus Amphoren in den Strom oder lenken den Strom ähnlich ihrer Herrin mit Bändern.

Physical Description

Allgemeiner Physischer Zustand

Früher war Falesa eine Göttin, die viele für einen gewöhnlichen Engel hielten, wenn man von ihren gelb-orangenen Flügeln, den grünen Augen, den roten Haaren und der blauen Haut absah, sowie der schwarzweißen Doppelaura und ihrem weißen Stab mit eingebrannten schwarzen Schriftzeichen.   Das änderte sich mit ihrer Transformation. Heute wirkt sie abgesehen von ihren Flügeln und den spitzen Ohren wie die Verkörperung einer gewöhnlichen Seele einer engelsgleichen Frau.   Was sich nicht änderte waren ihre Züge und ihr eher zierlicher regelmäßiger Körperbau - und damit auch der für Unsterbliche eher geringe physische Widerstand, auch wenn er weit über dem sterblicher Menschen liegt.   Wie jeder höhere Gott, der vollständig mit seinem Aspekt im Einklang ist, besitzt sie dafür beinahe unbegrenzte Regenerationsfähigkeiten, die eine vollständige Regeneration selbst bei vollständig zerstörtem, etwa zu Asche zerfallenem Körper ermöglichen, sofern nicht zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden. Und auch dies dürfte schwer werden, da das Bündnis zwischen ihr und dem Gott des Todes ihre Überlebensfähigkeiten zusätzlich erhöht.

Besondere Fähigkeiten

Wie jede Gottheit verfügt Falesa über bestimmte grundlegende Fähigkeiten und Charakteristiken, etwa Unsterblichkeit, Gestaltwandlung oder selbstverständlich auch die Kraft der Erschaffung von toter wie belebter Materie. Die Schaffenskraft geht dabei weit über die niederer Götter hinaus und würde es ihr problemlos ermöglichen, nicht nur Diener als Verlängerung ihrer selbst, sondern binnen Sekunden auch Sterbliche zu erschaffen. Daneben ist ihre Regeneration als fleischgewordene Verkörperung von Aspektenergie oder auch als Wesen aus reiner, lediglich umgewandelter Energie wie bei jedem höheren Gott nahezu unbegrenzt.     Als erfahrene, quasi fleischgewordene Verkörperung der Aspekte des Zufalls und des Schicksals hat sie zudem die vollkommene Gewalt über beide Aspekte. Sie kann frei wählen, wie viel Macht sie über beides verfügen möchte und den Verkörperungen des Aspekts die Form geben, die sie möchte. Ihre bevorzugte Einflussart ist dabei die Beeinflussung des "großen Ganzen", in dem alle nur geringfügig, gegebenefalls lediglich durch Dritte beeinflusste Wesen am Ende genau zu den Ereignissen führen, die sie möchte. Dass sie über dieses Fähigkeitenniveau verfügt ist gemeinhin unbekannt. Mit dem Aspekt des Schicksals erhielt sie zudem ein perfektes Gedächtnis, um das ganze Schicksal auch überblicken zu können.

Kleidung & Schmuck

Falesa trägt als Kontrast zu ihrer Haut- und Haarfarbe und Reminisenz an frühere Tage oft Bekleidung, die farblich mit ihren Flügeln harmoniert. Die Bekleidung ist oft eher spärlich, insbesondere im Beisein Zareals.

Spezialausrüstung

Ihr Werkzeug der Wahl zur Beeinflussung des Schicksals ist ein Textilband, das nahezu jeder Länge und Farbe sein kann. Sie könnte das Schicksal selbstredend auch ohne Band beeinflussen, aber sie bevorzugt den hierdurch erzielten geringeren Energieverbrauch. Dieses Band kann sie auch zum Kämpfen nutzen und das Schicksal hiermit fesseln.   Im Kampf ist ihr Schild und ihre Rüstung des Schicksals legendär: Früher handelte es sich um schillerndes Wasser des Schicksalsstroms, dem durch ihre Fähigkeit zur Beeinflussung des Schicksals Form gegeben wurde, seit der Transformation des Schicksalsstroms in Seelenenergie besteht auch ihre Rüstung hieraus. Die Eigenschaft der Rüstung hat sich jedoch nicht geändert: Solange sie nicht daran glaubt, werden Glück, Zufall oder Schicksal jeden Schaden von ihr fernhalten.

Mental characteristics

Persönliche Geschichte

Die Anfänge
 
Falesa wurde im Jahr 44.977 AZD in der Sphäre der Zeit als dritte Tochter von Zimar von dessen zweiter Tochter Zemali geboren. Wie viele Geschaffene behandelte Zimar die geborenen Götter als untergeordnete Götter, kaum mehr wert als Engel. Diese Einstellung wurde ihm dadurch erleichtert, dass ihm der Eine Dae für einige Jahrdekaden weiter gereicht hatte, mit der Zimar dann auch seine ersten beiden Kinder gezeugt hatte. Entsprechend wenig interessierte er sich für seine Tochter in ihren ersten Jahren, zumal ihr mit dem Zufall nur ein untergeordneter Aspekt Zemalis gegeben worden war, während Tasc immerhin einen zeitbezogenen Aspekt erhalten hatte.   Dies änderte sich, als 45.001 AZD der Krieg der Götter ausbrach. Die Geschaffenen waren schnell überein gekommen, dass sie Zemali beseitigen mussten. Falesas Mutter hatte Schicksal als Fäden ausgestaltet, was damals deutlich mehr Kontrolle durch sie selbst ermöglichte. Zusätzlich waren zu Zemalis Zeiten auch die Götter und deren Diener den Fäden des Schicksals unterworfen, was dann den eigentlichen Grund für ihren Tod darstellte. Die damals schwangere Zemali hatte dies kommen sehen und wenn sie ihr Schicksal auch bei sich nicht verhindern konnte hatte sie doch ihre ältere Schwester Tasc vorgewarnt. Am Tag, als es geschehen sollte, befand sich Tasc daher auf einem Ausflug mit Falesa, damals auf dem Stand einer Zweieinhalbjährigen, nach Yenort, auf dem sie sich mit ihrer Nichte absetzte.   Tasc gelang es, zu Priestern der Damirzar zu fliehen, was schnell dazu führte, dass Damirzar sie und ihre kleine Nichte in ihre Sphäre aufnahm. Hier verbrachte Falesa einige recht glückliche Jahrdekaden zusammen mit Kilerinem, Thiminias und Selartamir bis schließlich mit dem langsamen Erwachen ihrer Fähigkeiten in der elften Jahrdekade offenbar wurde, dass der Aspekt ihrer Mutter auf sie übergegangen war, sie nicht mehr nur den Zufall ihr eigen nennen würde. Sie war noch dabei ihre Fähigkeiten zu begreifen, als Götter der Allianz der Geborenen, allen voran Lamniesa und Menes begannen, sie zu bedrängen, sich ihrer Allianz anzuschließen und für die Zuflucht etwas zurück zu geben und ihnen im Kampf zu helfen.   Am Beispiel von Thiminias wusste sie jedoch, dass es durchaus auch gute Geschaffene gab - sowie schlechte Geborene wie etwa die Göttin des Bösen, Malil. Zudem war sie - gegebenenfalls durch ihren Aspekt - sensibel genug, um zu wissen, dass auch nicht alles, was die Allianz der Geborenen unternahm, wirklich rechtschaffen, gar gut war, wie für Sie auch mit dem Beginn des Krieges deutlich geworden war. Und außerdem war auch ihre Gastgeberin, Damirzar selbst, bisher schlicht ohne Einschränkung dort aktiv geworden, wo es das Böse zu bekämpfen galt, seien es nun schlechte Taten der Geschaffenen oder aber auch der Geborenen. Sie brachte deutlich zum Ausdruck, dass sie nicht so allgemein Partei ergreifen wollte, was tatsächlich einige der Götter, auch Menes, zum Nachdenken darüber brachte, ob man sie als Göttin des Schicksals, dann nicht besser entsprechend verwahren sollte, um kein Risiko einzugehen. Allein die Widerworte von Damirzar, Thiminias, Kilerinem, Selartamir und Tasc, denen sich schließlich auch Vashnesa anschloss, verhinderten, dass die gerade erst erwachsen werdende Göttin weggesperrt wurde.
 
Zunehmende Isolation
 
Von dem Vorgang zutiefst erschüttert isolierte sie sich jedoch selbst in der Sphäre und ließ über lange Jahrdekaden nur noch jene zu sich, die sich gegen die Verwahrung ausgesprochen hatten. In dieser Zeit wuchs ihre Verbundenheit zu ihrem Aspekt weiter, was schließlich dazu führte, dass immer weniger vor ihr verborgen blieb. Es dauerte nicht lange und die bisher kurzen Visionen von Schicksalen, die sie beim Anblick anderer immer wieder überkommen hatten, wurden permanent und legten sich für sie über die gewöhnliche visuelle Wirklichkeit. Allein der Blick auf andere reichte, um die möglichen Wege, die damaligen Fäden des Schicksals einer Person vor ihr zu enthüllen. Jederzeit. Was in der Zeit des Götterkriegs nur bedingt angenehm war. Dieser Übergang war schwierig für sie und führte dazu, dass sie sich sogar noch mehr isolierte. Auch vor ihren göttlichen Freunden, deren teils sehr grausames Schicksal bereits zu diesem Zeitpunkt offen vor ihr lag.   Die Zeit verging und ihre Fähigkeiten nahmen weiter zu. Ihr gefühlte Einsamkeit wuchs, als sie schließlich für jeden problemlos das wahrscheinlichste Schicksal, die Hauptabzweigungen und auch ihre Einflussmöglichkeiten sah. Und auch die Grenzen des Einflusses, was sie Jahrdekaden an den Rand der Verzweiflung brachte, wann immer sie Thiminias und Kilerinem sah. Dass diese ihr zu helfen versuchten machte es nicht besser. Sie versenkte sich schließlich gänzlich im damaligen Netz des Schicksals. In dieser einsamen Zeit, längst älter als ihre Mutter je wurde, realisierte sie in diesem Netz langsam, dass ihr Einfluss auf das Schicksal weit tiefer ging als ursprünglich von ihr vermutet. Dass sie tatsächlich 'das' Schicksal und ihre Kontrolle darüber nur durch ihre persönliche Macht beschränkt wurde. Und dass sie jemanden nicht sehen musste, um ein Schicksal nachzuverfolgen.   Der Moment, in dem sie zum ersten Mal das Schicksal aller lebenden Personen zur selben Zeit wahrnahm, war wenig später nahezu überwältigend. Sie benötigte beinahe eine Jahrzehntdekade, um sich aus der Starre zu lösen. Und dies gelang lediglich, weil sie in dem ganzen geordneten Chaos etwas entdeckte, was ihr zuvor nicht bekannt gewesen war. Alnadis, ihre Schwester, mit der ihre Mutter bei ihrem Tod schwanger gewesen war, hatte die doch etwas gewaltsame Geburt überlebt und war bei ihrem Vater heran gewachsen. Womit die brennenden Fragen kamen. Tasc konnte die Frage, wie ihre Mutter bzw. Schwester dies hatte zulassen können, Zemali nicht auch für Alnadis einen Fluchtweg vorbereitet hatte - und sei es über eine frühere Geburt - schließlich nicht beantworten, ganz zu schweigen davon, warum Tasc selbst nichts versucht hatte, um die werdende Nichte zu retten. Und so begriff Falesa immer mehr, dass das Schicksal sehr grausam sein konnte. Und sie sich stärken musste, um mit ihren Einsichten wieder wirklich in Kontakt mit anderen treten zu können. Und so bat sie ihre Freunde um Verständnis und zog sich für eine Weile gänzlich zurück.   In dieser Zeit lernte sie nicht nur, sich besser zu kontrollieren, sondern auch das Schicksal. Als letzte Prüfung gestaltete sie dieses schließlich generell um, wandelte die Fäden und Verstrickungen, das Netz in einen Fluss um. Den ersten Strom des Schicksals, in dem sich jedes Schicksal ergoss, um dort seine Rolle zu finden und zu spielen und schließlich zu vergehen. Doch änderte auch dies nichts am Schicksal zweier iher Freunde, wie sie sich schließlich eingestand, egal wie viele Möglichkeiten mehr es nun durch Wechselwirkungen gab, wie viele weitere subtile Eingriffe nun möglich waren.
 
Kaum zurück, schon gefangen
 
Im Jahr 56.210 AZD trat sie daher nun unter die anderen Götter, die selbstverständlich mit bekommen hatten, was sie mit dem Schicksal angestellt hatte. Falesa erklärte ihnen nur, dass die neue Form für größere eigene Freiheit, mehr Einfluss des Zufalls gewählt worden war. Die Götter der Allianz, von denen sie teils misstrauisch beäugt wurde, waren damit zufrieden, aber selbstredend nicht die Geschaffenen, die durch die Umgestaltung endgültig gemerkt hatten, dass Falesa nicht nur den Zufall, sondern auch das Schicksal beherrschte - wobei sie eigentlich nur dieses beherrschte. Es half nicht, dass Falesa nun begann, eine Priesterschaft aufzubauen, was sie jahrelang nicht hatte, ebenso wie sie sich bisher und auch weiterhin noch keine Diener geschaffen hatte. Während die Geschaffenen nun sannen verbrachte Falesa so viel Zeit wie möglich mit Thiminias und Kilerinem, natürlich auch Selartamir. Die drei freuten sich - ebenso wie Damirzar, dass ihre Familie nun ihre derzeit dringend gebrauchte gute Freundin wieder zurück hatte - und vermuteten wie alle anderen auch, dass es die Göttin nach der Zeit der Einsamkeit nun nach Nähe und Freundschaft sehnte. Es war jedoch auch ihr Abschied von zweien von ihnen, ein Versuch, möglichst schöne und gute Erinnerungen von ihnen zu bewahren und ihre letzte Zeit glücklich sein zu lassen. Auch wenn die zunehmende Abkehr der Allianz von Thiminias, den sie als Geschaffenen inzwischen gleichfalls als Feind betrachteten, das Ende schon ankündigte.   Diese Zeit, die sie trotz des nahenden Endes als die glücklichste in ihrem Leben empfand, kam schließlich zu einem früheren Ende als sie gehofft hatte. Ihr Vater ließ nach ihr senden, verlangte, dass sie zu ihm kam. Andernfalls würde er ihre Schwester Alnadis töten. Sie besprach sich lange mit den drei Freunden, während die Göttin des Guten mitsamt der Allianz vergebliche Pläne zur Rettung der Göttin des Glücks schmiedete. Wie erwartet und vorhergesehen - was in ihrem Fall dasselbe war - trugen sie schließlich ihren Plan mit, sich ihrem Vater zu stellen. Auch in der Erwartung, dass sich die Bemühungen von Darmirzar sicher vervielfachen würden, wenn sie in Gefangenschaft geriet. Tatsächlich war Damirzar entsetzt als sie auch ihr ihren Plan offenbarte, sich einfach zu ihrem Vater zu begeben und versprach ganz wie vorausgesehen sie schnellstmöglich zu retten. Sobald es eben ging und sie die Allianz hinsichtlich Thiminias und dem seinem Vater zur Seite stehenden Kilerinem umstimmen konnte, damit diese nicht zu Schaden kamen.   Schnellstmöglich war jedoch nicht schnell genug für das selbst von ihr Unvorhergesehene. Falesa hatte sich kaum gestellt, als sie es spürte: Ein schicksalsträchtiger Zufall, betreffend Damirzar. Aber es war zu spät, sie war in der Gewalt ihres Vaters, der allerdings klug genug war, die Göttin des Zufalls und des Schicksals nicht töten oder quälen, sondern lediglich verwahren zu wollen. Wie im Übrigen Alnadis, der es eventuell auch auf Grund ihres Aspekts erstaunlich gut ergangen war. Die Schwestern unterhielten sich gerade, als der Zufall das Schicksal veränderte. Damirzar war durch den Verrat der anderen Allianzmitglieder trotz ihres Aspekts so gekränkt, geschockt und verbittert, dass sie sich zusammen mit Selartamir rücksichtslos zurück zog und alle anderen Götter aus ihrer Sphäre verbannte, um sie nicht mehr zu verlassen. Und damit natürlich auch nicht sie rettete - zumal sie sich wegen des Schicksals ihres Mannes und Sohnes von ihr hintergangen fühlte.
 
Gestatten, der Tod
 
Doch nicht nur die Göttin des Guten war sauer auf sie. Mit dem Tod der Gnade und der Abkehr Damizars nahmen die Götter der Allianz ihr übel, dass sie immer zu den beiden Getöteten gestanden hatte - und ihren Gang zu ihrem Vater als Zeichen dafür, dass ihr nicht zu trauen sei und sie eigentlich auf der anderen Seite stand. Wie sicherlich auch ihre Schwester Tasc, weshalb sie diese gefangen setzten. Es war in dieser Zeit, dass sie Zareal, einen Freund ihres Vaters kennen lernte, der sich für sie zu interessieren schien und dabei deutlich feinfühliger als ihr Vater vorging. So kam es, dass sie sich nicht übermäßig wehrte, als der Gott des Todes vorschlug, dass sie in der Unterwelt bei ihm verwahrt werden sollte - auch wenn natürlich die Befürchtung da war, dass er dort seine wahren Absichten enthüllen würde. Sie stellte lediglich die Bedingung, dass Alnadis dafür wie sie wollte in der Sphäre der Zeit leben können sollte, solange sie diese nicht verließ, was der damals bereits mächtigen Göttin gewährt wurde.   Falesa nutzte die Zeit in der Unterwelt zunächst, um sich auf ihren eigentlichen Aspekt zu konzentrieren. Den Zufall, die unstete Komponente des Schicksals. Es dauerte ob seines gänzlich anderen Wesens, mit dem sie sich bisher kaum verbunden hatte, bis sie auch mit den Tiefen des Zufalls verbunden war und erkannte, dass sie ihre Freunde mit einigen wohl platzierten Zufällen wohl hätte retten können. Es half ihrer Stimmung nicht, dass die Allianz der Geborenen in diesen dunkelsten Jahren des Krieges sie zwischenzeitlich gänzlich dem Lager der Geschaffenen zurechnete und ihre von ihr ein wenig vernachlässigte Priesterschaft offen verfolgen ließen. Zareal hingegen war wie bereits zu Beginn äußerst zuvorkommend ihr gegenüber und in ihren Gesprächen über die Wechselwirkungen zwischen Zufall, Schicksal und Tod kamen sie sich näher. Nah genug, dass sie nach vielen weiteren Gesprächen, in denen er bewies, dass er sie als Person ernst nahm, als gleichrangig respektierte und schätzte, einwilligte, ein Kind von ihm zu empfangen.   Derweil wurde ihre Stimmung immer düsterer, während sie mit ihren geistigen Augen verfolgte, wie das Schicksal konkreter wurde und was die Götter der Allianz vorhatten. Gegen die Tötung ihres Vaters hatte sie wenig einzuwenden, aber dass sie - kaum nachdem die Fähigkeiten auf ihre Tante übergehen sollen dürften - die gefangene Tasc auch töten wollten, war zu viel. So bat sie den Gott des Todes um Hilfe. Um Tasc kümmerte sie sich selbst, nachdem die Götter aufgebrochen waren, den Gott der Zeit zu eliminieren. Sie platzierte einige gezielte glückliche Zufälle, die es Tasc ermöglichten, ihrem Gefängnis in den Raum der Zeit zu entschwinden - in dem sie nicht mehr gefährdet war, da zwischenzeitlich Zimar sein Ende gefunden hatte. Alnadis' Rettung hingegen, die die angreifenden Götter auch hatten erledigen wollen, verlief nur insofern glücklich, dass sie mit dem Leben davon kam, da ihr Aesal zunächst zeigte, für welche der Seiten sie sich entschieden haben sollte, ehe Morsyne die bereits herrenlose Sphäre betrat und Alnadis in einer schnellen Aktion mit in die Unterwelt nahm.
 
Kein Schicksal für die Götter
 
So kam es, dass in der Unterwelt wenig später zwei Kinder heran wuchsen, Hereiselar und Akris, während Falesa darüber brütete, wie sie sich in Zukunft verhalten sollte. Ihr war klar, dass beide Seiten Schuld auf sich geladen hatten, ganz egal ob die eine Seite damit nun angefangen hatte oder nicht. Aber auch, dass sie von einer Vielzahl an Göttern trotz der Macht von Zufall und Schicksal getötet werden könnte - und zwar wegen ebendieser Macht. Sie vergrub sich geradezu in ihren Aspekten, nur damit schließlich eine Idee in ihr reifte. In der Folgezeit übte sie ihre Fähigkeit, das Schicksal durch Zufälle als großes Ganzes zu kontrollieren, auch ohne jemanden direkt zu beeinflussen, was nach einigem Üben auch gelang. Etwa zur selben Zeit trat auch Tasc mit einem Besuch in der Unterwelt auf die Bühne zurück, nachdem sie nun ein in ihren Augen ausreichend großes Maß an Kontrolle über die Zeit gewonnen hatte. Der Gott des Todes war diskret genug, um die beiden Göttinnen zusammen mit Alnadis zeugenlos reden zu lassen bis sie schließlich auch ihn mit einbezogen, um seine Meinung dazu zu hören.   Falesa wollte die Macht über das Schicksal der Götter und deren Diener abgeben, um damit in Frieden und neutral mit ihrer Tochter sowie Alnadis und Akris leben zu können. Genauer gesagt sollte das Wissen versiegelt werden, damit es nicht auf Tasc als nächstlogische Alternative überging und sie damit zum Ziel der Angriffe der anderen Götter wurde. Zareal war unschlüssig, ob es reichen könnte, um wirklich alle Götter von ihr abzuhalten, pflichtete aber bei, dass die allermeisten sie damit angedenk ihrer Macht in Ruhe lassen sollten - und er sich dafür einsetzen würde, dass sie damit von den verbliebenen Geschaffenen aus seine Obhut verlassen dürfe. So ließ Falesa Tasc im Jahr 62.102 AZD den richtigen Ort auf Yenort finden, der den physischen Anker für die Versiegelung bilden würde, nur damit darauf beide dort ihre Macht nutzten, um eine von dort zu betretende kleine Sphäre zu schaffen, in die Falesa sich begab, um diesen Teil ihrer Macht abzulegen: Über die Götter, deren Diener in deren Sphären und den Geweihten der jeweiligen Prieserschaften. Sie verankerte das Sinnbild dieser Macht, eine Schreibfeder aus Marieth, in der Sphäre, bevor Tasc und sie die Sphäre in Raum und Zeit versiegelten.   Die Götter bemerkten es ehe sie es ihnen mitteilte. Zareal hielt Wort und erreichte, dass sie von Seiten der Geschaffenen aus dorthin gehen konnten, wohin sie wollten, solange sie neutral blieben. Den Geborenen erklärte sie mittels Übertragung ihrer Gedanken, dass dies ein Schritt sei, um in Zukunft neutral und in Frieden leben zu können. Und jeder, der sie dennoch bekämpfen wollte, es bereuen würde.
 
... dafür deren Fall
 
Darauf schuf sie die Sphäre des Zufalls und des Schicksals, um dort mit ihrer Tochter, ihrer Schwester und deren Tochter ein neues Leben zu beginnen. Nun schuf sie auch ihre Diener, wobei sie nicht Engel wählte, denen sie sich auf Grund der Herkunft verbunden fühlte, sondern an Fische erinnernde humanoide Diener, die mit ihr zusammen den Lauf von Zufall und Schicksal überwachten und beeinflussten. Zunächst schien es so aufzugehen wie sie es gedacht hatte, doch es dauerte nicht lange bis einzelne Götter doch ihre Macht testen wollten, da die Aspekte zu verlockend waren und sie die Göttin als geschwächt betrachteten. Hinsichtlich ihrer Kampfkraft wurden sie eines besseren belehrt. Zunächst ließ sie die meisten als Warnung leben, doch mit der Zeit war sie doch ernsthaft verärgert, so dass Milanan, Lamniesae und schließlich Lakal zur Abschreckung ein immer grausameres Schicksal fanden. Die großen Angriffe blieben aber ganz wie von Zareal geschätzt aus.   Schließlich erkannten alle Götter, dass sie gegen das voll mit dem Aspekt im Einklang stehende Schicksal keine Chance hatten - und verlagerten die nächsten Versuche darauf, das Siegel zu brechen und sich die Schicksalsmacht über Göttliches zu holen - was Falesa vollends gegen viele ihrer Mitgötter aufbrachte. Als schließlich sogar Aesal es versuchte, mit dem sie, ihre Schwester und deren Tochter ohnehin noch eine Rechnung offen hatten, ging dieser Tod eines Gottes als einer der erniedrigendsten und grausamsten in die Geschichte der Götterkriege ein. Und sie hatte danach Ruhe.   Ruhe, die sie nutzte, um zu sinieren. Inzwischen widerten die meisten Götter sie nur noch an. Aber nicht nur diese. Die Völker Yenorts, geschaffen von dem Einen und manchen der anderen Götter, standen ihren Erschaffern in ihrem Wesen nicht nach. So begann sie Isilaamel ins Auge zu fassen, den Fall der Götter, der unter den Göttern bereits seit Urzeiten befürchtet wird. Ein Fall auf Yenort würde gleich zwei Probleme lösen: Sowohl die Götter als auch deren Schöpfungen würden dezimiert und dadurch entweder vernünftiger werden oder sich schließlich gegenseitig auslöschen. Neben Tasc, Alnadis, Akris und Hereiselar weihte sie schließlich nur Zareal, der ihr zum Vertrauten geworden war, ein - auch weil sie wusste, dass er als Gott des Todes definitiv nichts dagegen haben würde. Hereiselar und Alnadis waren jedoch nicht so angetan davon, versprachen aber zur Schwester beziehungsweise Mutter zu stehen - wenn auch mit der Bitte, dass das Wissen um das kommende Unheil gestreut werden durfte, auf dass Götter und ihre Schöpfungen die Chance erhielten, den Prozess aufzuhalten.   Nach Rücksprache mit und Einwilligung von der an Seelen durchaus beteiligten Dae wandelten sie und Zareal den Strom des Schicksals, der ihre Sphäre durchfloss, im Jahr 66.123 AZD in einen Seelenstrom der lebendigen Seelen um, der um das Jahr 100.000 AZD die immer noch gängige Manifestation des Schicksals ist. Während sie früher einen Stab bevorzugt hatte, um dem Schicksalswasser seine Form zu geben, wurde es nun das Band, mit dem sie nun in den Seelenstrom schlug, ihn veränderte und teilte. Damit änderte sich auch das Aussehen ihrer Diener. Während die Niederen humanoide Fische blieben ließ sie die Höheren nun den Wassern entsteigen und gleichsam magisch oder mit Bändern ändern. Bei ihnen zeugen nur noch wenige Merkmale von ihrer früheren aquatischen Lebensweise, während auch ihre Farbe inzwischen weißlichgrau wie die des Seelenstroms ist. In diese Zeit fällt auch die Veränderung ihres Aussehens in ihre jetzige Gestalt in Anlehnung an ihre Verbundenheit mit der Unterwelt. Die Ohren hingegen gestaltete sie in Anlehnung an die Gestalt der Ohren, die Ardmenes nach dem Verrat an ihr gewählt hatte, wenn auch ein wenig spitzer und länger, um auf ihre Titel Allessehende und Alleshörende anzuspielen. Allein ihre Flügel beließ sie bei der früheren farbenfrohen Erscheinung.
 
Ende in Sicht
 
Mit der Zeit konkretisierte sich das Vorhaben der Göttin weit genug als dass die Priester der Hereiselar es mitbekamen. Von Myralia Qedesta, der damaligen Hohepriesterin der Hereiselar stammt schließlich die Erzählung des Isilaamel in der heutigen Ausgestaltung, was unweigerlich dazu führte, dass die Götter, Geborene wie die uneingeweihten Geschaffenen, wissten wollten, was daran dran sei. Falesa hielt sich bedeckt, erklärte nur, dass dies das vorherbestimmte Schicksal sei sobald die Prophezeiung erfüllt sei - und sie es in der Hand hätten, es zu verhindern. Was den Krieg der Götter wenig später tatsächlich beendete.   Es gelang den Göttern über ihr eigenes Benehmen und ihre Priesterschaften in der ersten Zeit tatsächlich, die Entwicklung zu stoppen, gar zurück zu drehen, doch über die Zeit verschoben sich die Prioritäten, zumal einige Götter auch zu dem Entschluss kamen, dass ein erneuter Krieg der Götter vielleicht gar nicht so schlecht wäre - wenn meist auch aus anderen Gründen. Hatte sie sich zuvor bereits auch nach dem Krieg stark von den anderen Göttern separiert - selbstredend nur wegen des Aspekts - ist sie außerhalb ihrer Sphäre seit dieser Entwicklung nur noch in den Götterversammlungen anzutreffen... und regulären Zugang zu ihrer Sphäre haben neben deren Bewohnern nur Tasc und Zareal.   Um das Jahr 100.002 AZD ist ihr Plan, in dem selbstredend auch ihre Priesterschaft beteiligt ist, nahe der Vollendung, wenn sich inzwischen auch eine Variable doch leicht anders verhält als von ihr vorgesehen, geschweige denn, dass sie sich noch manipulieren ließe. Was ihr doch einige Sorge bereitet.

Bildung

Wie bei jedem Gott kann kaum von Ausbildung geredet werden. Sie wuchs mit der Zeit mehr und mehr in ihre Aspekte und damit verbundene Fähigkeiten sowie ihre allgemeinen Fähigkeiten hinein, zunächst ins Schicksal, verspätet auch in den Zufall, was bei ihr dadurch beschleunigt wurde, dass sie sehr viel Zeit allein mit ihren Aspekten verbrachte. Politik und die Abscheu davor erlernte sie durch Beobachtung. Darüber hinaus wurde ihr nichts beigebracht.

Mentale Traumata

"Frieden und Gnade. Man muss es sich nur vorstellen. Frieden und Gnade. Was hatten die beiden getan außer geschaffen zu sein beziehungsweisen an der Seite eines Geschaffenen zu stehen? Diese unselige Allianz. Und das beste, was ich erreichen konnte, war dass sie wenigstens durch die Hand Selartamirs sterben konnten und nicht durch Meschneh. Und warum? Weil ich den Zufall vernachlässigt hatte. Das passiert mir nie mehr."
 
Falsea zu Tasc bei ihrer Wiedervereinigung
 
Ihr größtes Trauma stellt bei weitem der Tod zweier ihrer Freunde dar, den sie über Jahrtausende hatte kommen sehen. Zunächst wusste die zu diesem Zeitpunkt bereits in Selbstisolation geflohene Falesa sich nicht zu helfen außer sich in noch größere Isolation zu begeben, da sie ihren Freunden so nicht mehr in die Augen blicken konnte bis sie sich schließlich sogar gänzlich zurück zog als sich ihr noch mehr Schicksal erschlossen hatte. Sie nutzte die Zeit zur Erlernung von Selbstbeherrschung, was dann aber wiederum auch ihre Kontrolle über das Schicksal steigerte.   Sie schöpfte kurz Hoffnung, die das Trauma schließlich noch vergrößerte als sie trotz aller Beherrschung des Schicksals, die ihr inzwischen zuteil geworden, sie gar zur Göttin hatte aufsteigen lassen, nicht in der Lage war, irgendwie ihre Freunde zu retten. In dieser Zeit begann ihre Entfremdung von der nur noch als grausam empfundenen Welt, den in ihren Augen nur noch irren Mitgöttern und den Schöpfungen, die danach durch das letzte, recht glückliche Jahrtausend mit ihren Freunden, auch nicht mehr gestoppt werden konnte. Dass sie später bemerkte, dass Zufall die Lösung gewesen wäre machte es nicht besser.
 
"Es ist okay, wirklich. Ich habe überlebt und bei den ganzen Göttern, die da waren, was hättest du tun wollen, wärest du richtig da gewesen? Oder Zareal. Sie wollten Vater wirklich los werden. Und danach wärest sicher du dran gewesen."   "Trotzdem. Es schmerzt. Es schmerzt, dass das das Beste war, was erreicht werden konnte. Ich mache es wieder gut. So gut es nur geht. Ich verspreche es dir."
 
Falesa zu Alnadis nach ihrer Rettung durch Morsyne
 
Das zweite Trauma. Während es der inzwischen hohen Göttin ein Leichtes war, Tasc schlicht durch Zufälle zu retten, hätte sie gegen die versammelten Götter, die den damaligen Gott der Zeit töten wollten und ihre Schwester Alnadis nur als Beifang betrachteten, trotz ihrer damaligen Macht über göttliches Schicksal keine Chance gehabt. Nicht ohne Diener, die sie bisher nicht hatte. So konnte sie nur den Gott des Todes bitten, einen seiner Diener zu entsenden, um so das beste Resultat zu erreichen, was möglich war. Und dieses Resultat war immer noch schmerzhaft. Sie machte sich danach viele und lange Vorwürfe, nicht früher selbst aktiv geworden zu sein, sich eine eigene Sphäre geschaffen zu haben, mit einer dieser separat innewohnenden Verkörperung des Aspekts, stattdessen einfach irgendwo gelebt und alles in sich getragen zu haben, inklusive dem Netz beziehungsweise dem Strom des Schicksals. Auch wenn sie dies danach beherzigte und inzwischen sowohl eine große Sphäre als auch viele Diener hat, eigene und die der anderen Schicksalsgeber, zehrt es dennoch an ihr, dass sie trotz aller Macht nichts ausrichten konnte. Außerdem verstärkte dies ihre Ansichten den anderen Göttern gegenüber weiter.
   
"Du hättest trotz allem leben können, hättest du uns nun in Ruhe gelassen. Aber nein. Diese unendliche Gier. Von dir, von so vielen deinesgleichen, euren Schöpfungen. Erbärmlich. Aber gut. Nicht mehr allzu lange und du bist tot. Und ich verrate dir eines: Wenn ihr euch nicht ändert werdet ihr dies bald alle sein."
 
Falsea zu Aesal kurz vor dessen Tod.
 
Das dritte Trauma überspannte den Bogen schließlich gänzlich. Falesa hatte einen Teil ihrer Macht, das Schicksal der Götter und deren Diener abgegeben, um in Zukunft neutral und in Frieden leben zu können, zusammen mit ihren engsten Verwandten, zudem eine Sphäre erstellt, den Aspekt verkörpert, Diener geschaffen, um möglichst wenig angreifbar zu sein, aber auch das reichte vielen Göttern nicht. Sie brachten erneut ihre Liebsten in Gefahr, verstanden allein die Sprache von Gewalt und Dominanz. Und die Vorkommnisse auf Yenort sprachen dieselbe Sprache. Für sie stand fest, auch mit einem Bliock in die potentiellen Schicksale der Welt, dass alle nie wirklich in Frieden leben können, immer Schrecken dominieren würde. Damit traf sie den Entschluss, die Welt, wie sie derzeit ist, zu vernichten, um all den unwürdigen Göttern ein Ende setzen zu können. Und den Sterblichen gleich mit. Das wurde zwar später abgemildert, aber sie wusste, dass das Ergebnis dasselbe war, wenn nicht doch noch sehr Unverhergesehenes geschah.
   

Motivation

 
Ihre Motivation hat sich im Laufe der Zeit stark gewandelt. Als junge Göttin hat sie das Schicksal eher als Begleiter betrachtet, nur leicht veränderbar, so dass sie sich nicht wirklich als handelnde Person verstand, sondern einfach allein in Frieden leben wollte, nachdem der Krieg ihr schon die Mutter raubte. Später schloss dies ihre Freunde und Verwandten ein, die sie in Sicherheit wissen wollte. Nun will sie einen Neuanfang für die ganze Welt, egal, was das für die verbliebenen Götter und Sterblichen zuvor bedeuten wird.
 

Persönlichkeit im Wandel der Zeit

 
Als junge Göttin war sie von dem Krieg verängstigt, der ihr so früh die Mutter geraubt hatte. Sie klammerte sich an ihre Halbschwester und Tante Tasc und ebenso an ihre baldigen Freunde Thiminias, Kilerinem und Selartamir. In dieser ersten Zeit bewunderte sie auch Damirzar, die auf der Seite des größten Unrechts eingriff und dem Guten zum Sieg verhalf. Sie hätte sich gewünscht, helfen zu können, doch als ihre Fähigkeiten langsam zu Tage traten, war es ihr nicht mehr möglich, da sie immer mehr nur die eventuellen Schicksale eines jeden sah. Verängstigt und verstört zog sie sich zurück, zumal auch die Schicksale ihrer Freunde, die sie sehen konnte, nicht gut waren. Dass sie bedrängt wurde, nun Partei zu ergreifen, machte es nicht einfacher, zumal sie dank Damirzar schon gesehen hatte, dass auf allen Seiten Unrecht geschah - sonst hätte sie nicht auf allen eingreifen müssen.   Mit der Zeit lernte sie die Einsamkeit, die seit den ersten Rückzügen ein Begleiter von ihr war, zu schätzen, zumal sie nie mehr ganz verschwand - auch als sie wieder vor andere trat, nachdem ihr Aspekt soweit verfestigt war. Selbst in der Freude war die Stille ihr Begleiter, ahnte sie doch stets, was kommen könnte, wenn sie es nicht genau wusste. Begünstigt wurde dies dadurch, dass sie sich vornahm, nicht über das Schicksal anderer zu sprechen, um nicht besonders zu beeinflussen - insbesondere nachdem sie gelernt hatte, zu sehen, was aus so etwas zumeist erwuchs.   Ihre Persönlichkeit begann sich schleichend zu verändern, je mehr andere sie zu bedrängen versuchten, eine Seite einzunehmen oder sie gleich einer Seite zugehörig erklärten und entsprechende Konsequenzen daran knüpften. Während sie von den Bewahrern der Ordnung, den geschaffenen Göttern, ohnehin nur die Konsequenz von Gefangenschaft und Tötung bei Nichtgefolgschaft kannte, teilweise gepaart mit durchaus äußerst brutalen Durchsetzungsmethoden ihren gefallenen Engeln gegenüber, erschreckte es sie sehr, dass auch die Geborenen immer rücksichtsloser vorgingen, je mehr Vorherrschaft sie einnahmen, sich schließlich sogar auf Frieden und Gnade einschossen, die einfach wie sie neutral sein, wie sie ihre Freunde schützen wollten.   Sie verbitterte zusehends, sei es nun dadurch, dass ihr Opfer für ihre Schwester als Kollaboration mit dem Feind betrachtet wurde, sei es, dass Damirzar sich nach dem Schicksalsschlag einfach zurück zog, obwohl sie doch das Gute war und ihr sogar an dem allen teils die Schuld gab, sie nun nicht rettete. Die Gefangennahme von Tasc durch die Geborenen, ja die Vergewaltigung von Alnadis waren nur weitere Tropfen in diesen Krug, der auch durch die Ansichten und Einflussnahme Zareals immer weiter gefüllt wurde und schließlich überlief.   Ihre Hauptprämisse ist nun nicht mehr der Schutz der ihr verbliebenen Lieben, wenn ihr dies auch immer noch wichtig ist, sie diesen auch immer noch liebevoll, ja zärtlich, fürsorgend zugetan ist, sondern die Schaffung einer neuen Welt mit der einzigen Sprache, die diese bisherige Welt versteht: Gewalt. Hatte sie früher noch Mitleid, Gnade, ist sie nun bereit, ihre verhassten Mitgötter samt deren Geschöpfe für das große Ganze zu opfern, egal wie grausam es im Einzelfall auch sein mag, zumal sie es als insgesamt verdient betrachtet.
 

Stärken & Schwächen

 
Falesa war früher äußerst empathisch, mitfühlend, was ihren hinzu gewonnenen Aspekt des Schicksals, nicht den eigentlichen des Zufalls, zu einer großen Bürde für sie werden ließ, die sie beinahe erdrückte. Statt anderen davon zu erzählen flüchtete sich in Selbstisolation, was sie immer mehr von der Welt entrückte, während sie die Kontrolle über den Aspekt erlangte. Hierdurch wurde sie ohne entsprechende Ausbildung schließlich ein Vorbild an Selbstbeherrschung bevor es schlicht in Gefühlskälte den meisten gegenüber umschlug und keine Beherrschung mehr vonnöten war. Um das Jahr 100.000 AZD empfindet sie nur noch gegenüber ihrem engsten Kreis Verbundenheit, während einige ihr nicht gänzlich egal und viele ihr komplett egal sind. Und schließlich gibt es da noch die Götter, die ihr verhasst sind und deren Fall sie langsam, aber sicher aufbaut, egal, was dies alles ins Verderben stürzen wird.   In diesem Sinne ist sicherlich auch Maßlosigkeit eine Schwäche von ihr geworden, während sie Rache gegenüber den wenigsten empfindet - insbesondere nachdem Aesal inzwischen durch sie das Zeitliche segnete. Die meisten müssen ihrer Ansicht nach lediglich entsorgt werden, damit ihre Makel nicht auf eine neue Welt färben. Entsprechend kann sie inzwischen als anmaßend bezeichnet werden, glaubt sie doch zu wissen, was das Richtige ist. Damit einher geht ein inzwischen sehr großes Selbstbewusstsein, wenn sie es auch bevorzugt, nicht zu reden, sondern zu schweigen.   Ihre Verbitterung hat ihr zudem den Blick auf das Gute der Welt verbaut. Manches Gute und Schöne erkennt sie zwar durchaus an, aber wenn es nicht sehr lange anhält tut sie es als vergänglich ab, während sie bereits eine einzelne böse Tat als Zeichen der Verkommenheit deutet, egal wie viele gute Taten zuvor verübt wurden.   Durch den Umgang mit immer mehr Möglichkeiten sind dafür jedoch ihre Fähigkeiten zur Analayse immer ausgereifter geworden. Auch die ganzheitliche Betrachtung als der Weg, wie sie inzwischen das Schicksal sieht, fällt ihr sehr leicht - ebenso die gezielte Manipulation bestimmter Ströme, um ein stimmiges Gesamtbild zu erzeugen. Ihre Fähigkeiten gehen sogar soweit, dass sie mit Hilfe von Glück, Unglück und Zufall selbst diejenigen zu manipulieren weiß, die eigentlich nicht mehr dem Schicksal unterliegen, genau in die Richtung zu gehen, die sie von ihnen benötigt.   Nicht zu unterschätzen ist zudem ihre Kampfstärke. Mit Hilfe ihrer Rüstung und Waffen kann sie mit den meisten Göttern unter ihrem Rang nahezu spielend fertig werden und auch hohen Göttern könnte sie durchaus gefährlich werden, diese teils auch bezwingen. Mit ihrem Kampfstil ist es ihr auch möglich, andere relativ einfach zu beschützen, auch wenn sie dies nur bei den wenigsten noch anwenden würde.

Social

Kontakte & Beziehungen

Falesa kennt alle Gottheiten persönlich, viele von ihnen auf Grund ihrer eher stummen, beobachtenden Rolle allerdings lediglich von flüchtigen Treffen sowie von den Göttervollversammlungen oder auch kleineren Versammlungen, sofern sie bei diesen anwesend sein muss. Trotzdem weiß sie von allen Göttern, die bereits vor der Abgabe der Fähigkeit der Beeinflussung des Schicksals der Götter lebten, für den Geschmack der meisten Götter viel zu viel über diese. Verzwickt wird dies dadurch, dass sie im Gegensatz dazu kaum etwas über sie wissen. Davon abgesehen verabscheut sie die meisten nicht eng mit ihr verwandten Götter und ihr treu ergebenen Geschöpfe auf Yenort, wenn sie sich dies auch kaum anmerken lässt. Selartamir hingegen blieb sie eng verbunden, wenn sie diese auch nicht in ihren Plan zum Fall der Götter einweihte.   Andere Götter, zu denen sie ein eher gutes bis neutrales Verhältnis pflegt, sind Dae, Takil, Bes, Alcans, Insire, Inyare, die funkelnden Gottheiten und Azmaer.   Götter, bei denen bekannt ist, dass sie diese nicht (mehr) schätzt sind Malil, Meschneh, Damirzar, Menes, Lamniesa, Valkir und eigentlich jeder Gott, der der Allianz der Geborenen angehörte und dafür war, Thiminias und Kilerinem zu töten.

Familienbande

Eltern
 
Ihre Mutter Zemali kannte sie kaum, kann sich nur erinnern, dass diese ihr eher traurig schien und sich für sie opferte. Zimar hingegen respektierte sie als ehrenhaften Feind, der sein Wort hielt. Die Ermordung ihrer Mutter durch ihn kann sie zwar gut nachvollziehen, ihm aber trotzdem nicht verzeihen, zumal sie weiß, dass es ihr wohl ebenso ergangen wäre, wäre sie noch eine schwächere Schicksalsgöttin gewesen, als er ihrer als Schicksalsgöttin gewahr wurde.
 
Geschwister
 
Tasc ist eigentlich über ihren Vater ihre Halbschwester, wird von ihr aber auch wegen des ursprünglich großen Altersunterschieds mehr als Tante betrachtet. Ihre Tante rettete ihr in ihrer Kindheit das Leben, weiß Falesa doch sicher, dass sie von ihrem Vater getötet worden wäre, sobald heraus gekommen wäre, dass das Schicksal nach dem Tod ihrer Mutter auf sie übergegangen war. Abgesehen davon zog Tasc sie auf, als sie in der Sphäre des Guten Asyl gesucht hatten und war auch danach eine Stütze in ihrem Leben, die ihr blieb, auch als ihr restliches Umfeld sie bis auf wenige Ausnahmen bedrängte und dann verachtete. Entsprechend liebt und verehrt sie ihre Halbschwester. Dies geht soweit, dass sie dieser schließlich durch ihre Zufälle zur Flucht verhalf, als sie gefangen darauf wartete, alsbald hingerichtet zu werden. Etwas, was sie jederzeit wieder für sie arrangieren, ja gar Schaden für sie nehmen würde. Tasc ist selbstverständlich in ihre Pläne eingeweiht und steht denen neutral gegenüber. Insbesondere greift sie nicht ein, sondern betrachtet einfach, wie die Zeit verläuft.   Alnadis ist ihre nur wenig jüngere Schwester. Falesa hatte lange Zeit ein schlechtes Gewissen, dass sie nicht wusste, dass Alnadis bei ihrem Vater aufwachsen musste, auch wenn Alnadis dabei - wie jede gute Göttin des Glücks - viel Glück hatte, so dass ihr nicht viel geschah, außer die Sphäre nicht verlassen zu dürfen. Als sie wieder mit ihr zusammen war - wenn auch im Gewahrsam des Vaters - freundete sie sich schnell mit ihr an, was es äußerst schwierig für sie machte, als sie schließlich die ersten schlechten Enden für sie sah - insbesondere da sie ihr mit den ganzen Göttern, die hierauf einwirkten schlecht helfen konnte. Sie macht sich große Vorwürfe, dass sie die Schwester nicht vor Aesal bewahren konnte, auch wenn er sie glücklicherweise nicht umbrachte. Entsprechend groß war die Freude, ausgerechnet an ihm später ein Exempel statuieren zu können. Sie hat Alnadis mit in ihre Sphäre aufgenommen, was auch ihren Aspekten sehr zu Gute kommt, ziehen Schicksal, Zufall, Glück und Unglück an einem Strang. Denn das tun sie. Zwar sieht die Göttin des Glücks nicht alles so schlecht wie ihre Schwester, aber auch sie mischt sich nicht ein, sondern hilft.   Akris ist nicht wirklich ihre Schwester, sondern die Tochter von Alnadis, die sehr darunter leidet, unter welchen Umständen sie gezeugt wurde. Dies machte sie zu einer willigen, ja, gar der enthusiastischsten Hilfe Falseas und sie hat eine diebische Freude daran, die anderen Götter und deren Diener durch Unglücke in die von Falsea gewünschte Richtung zu führen. Falsea weiß dies zu schätzen und ist ihrer Nichte auch sonst zugetan, die sie gleichsam bei sich wohnen lässt. Insbesondere ist sie dankbar für deren guten Einfälle zur Platzierungen von glücklichen oder unglücklichen Zufällen.
 
die Tochter und deren Vater
 
Hereiselar ist etwas, was in der Welt der Götter selten ist: Wenn schon nicht ein Kind der Liebe, dann doch zumindest eines der Sympathie und der Wertschätzung. Falsea mag ihre Tochter durchaus, auch wenn diese - sehr behütet aufgewachsen - die größte Kritikerin ihrer Mutter in ihrem Umfeld ist. Dennoch trägt sie das Vorhaben mit - unter der Maßgabe, dass sie Götter und Sterbliche vor diesem Schicksal mahnen und warnen darf. Es bereitet Falesa doch ein wenig Freude, ihrer Tochter damit die Natur der Welt und des Lebens zeigen zu können. Zu ihrem Selbstschutz.   Zareal schließlich entwickelte sich zu dem Gott, dem sie von allen nicht nah verwandten Göttern am meisten zugetan ist, auch wenn sie dies zunächst wohl nicht angenommen hätte. Während das erste Treffen noch sehr frostig verlief taute sie relativ schnell auf, als er echtes Interesse an ihrer Person zeigte und sie im Gegensatz zu den anderen verbliebenen Geschaffenen nicht hasste oder gering schätzte, ja sie nicht mal als Gefangene, sondern gleichberechtigten Kollegen behandelte.   Als Zareal den Vorschlag unterbreitete, sie ob ihrer Fähigkeiten besser in seiner Unterwelt "gefangen zu halten" befürchtete sie dort sein wahres Gesicht. Aber es blieb aus. Stattdessen zwang er ihr nicht einmal ein Gespräch auf, so sie nicht wollte, geschweige denn andere Ansichten. So gedieh die Beziehung weiter. Sie hatte es selten erlebt, dass jemand etwas auf ihre Beweggründe oder auch Ansichten gab, ja versuchte, diese nachzuvollziehen. Das hatte es bisher nur bei ihren Freunden und ihrer engsten Familie gegeben. Die inzwischen von der Allianz der Geborenen teilweise getötet worden oder im Fall von Tasc gefangen gesetzt worden waren, weil sie es als Verrat auslegten, dass sie Alnadis hatte retten wollen. Ihr Schmerz und ihre Verbitterung darüber halfen dabei, dass sie immer besser ins Gespräch kamen und dabei auch ihre gegenseitigen Ansichten kennenlernten, die gar nicht so verschieden waren.   Als die Allianz sie dann schließlich gänzlich dem Lager der Geborenen zurechnete und daher Jagd auf ihre Priester machten trieb sie dies schließlich erst recht in seine Arme sowie in gänzlich andere Gedanken. Sie willigte in seinen Wunsch ein, einen weiteren Gott zu zeugen, ein gemeinsames Kind. Dass er ihr auch danach immer wieder im Rahmen seiner Möglichkeiten half, etwa auch dafür sorgte, dass die Gefangenschaft bei den Geborenenen aufgehoben wurde, vertiefte die Beziehung sogar noch weiter. Um das Jahr 100.000 AZD ist der Beziehungsstatus zwischen beiden trotz der unterschiedlichen bewohnten Sphären so gefestigt, dass Falesa Vielen als Geliebte oder sogar Frau des Todes gilt.

Vermögens- und Finanzlage

Als Göttin kann Falesa nahezu alles haben und erschaffen, was sie möchte und tut dies inzwischen auch. Diener, Gegenstände, ihre Sphäre, ihre Aspekte, ob mit oder ohne Zufallselemente, alles ist genau so wie sie möchte.
Inhaltsverzeichnis
 
Göttliche Klassifizierung
hohe Göttin
Gesinnung
neutral böse
Spezies
Ethnie
Titel & Berufsbezeichnung
  • das Schicksal
  • die Schicksalsbringerin
  • die Schicksalsgeberin
  • die Allessehende
  • die Alleshörende
  • der andere Tod
  • die Geliebte des Todes
  • die Zukunft
Date of Birth
07.07.03. 44977 AZD
Year of Birth
44977 55025 Years old
Geburtsort
Sphäre der Zeit
Children
Wohnort
Sphäre des Zufalls und des Schicksals
Gender
weiblich
Augen
weiß
Haare
grauschwarz
Hautfarbe
hellgrau
Größe
1,72m
Gewicht
60 kg
Zitate & Floskeln
"..."
Zugehörige Organisation
Known Languages
Als Göttin versteht sie alle Sprachen. Ihre Muttersprache ist allerdings Dis und die genutzte Sprache seit dem Wechsel der Sprache durch die Allianz der Geborenen im Krieg der Götter Nethiler.

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