Namenlose

Simple Bestien? Wohl kaum. Nach Allem was wir zu wissen vermögen, überschritten die Namenlosen bei Weitem das, was wir als Bestien kennen. Viel eher sind sie Leib gewordener Terror und lebende Verkörperung der schlimmsten Abgründe, die unser Geist erfassen kann. Der Schrecken, den ein Werwolf über ein Dorf oder ein Drache über ein ganzes Land bringt, ist nicht zu vergleichen mit der abgöttischen Angst, die das bloße Lesen von Berichten über die Namenlosen über meinen Geist bringt.
- Robert Esvetan, hoher Lehrmeister der historischen Fakultät von Osimaran.
Die Namenlosen, oder auch Kerthan, erhoben sich aus den Überresten der Ausgeburt von Virtas. Der Menschheit ist nur sehr wenig über sie bekannt, außer dass ihre Ankunft die Drachen zwang ihre Streitigkeiten beizulegen und sich gegen sie zu verbünden. Ursprünglich scheinen die Namenlosen lediglich aus zehn Wesen bestanden zu haben, die jedoch andere Lebensformen infizieren und steuern konnten, wie aus Aufzeichnungen der Urdrachen hervorgeht. Diese ursprünglichen zehn Wesen schienen über Namen und Persönlichkeiten verfügt zu haben, jedoch sind nur einige wenige von ihnen dokumentiert zu sein, weshalb die Menschheit im Unklaren ist, über spezifischere Kräfte, die einzelne der Kerthan besaßen.   Maltiabech ist der wohl bekannteste unter den Namenlosen. Er nahm die Gestalt einer Hydra an und ragte mit 100 Köpfen über ganze Berge hinweg. Der Grund für die Vielzahl an Informationen über ihn liegt daran, dass die Urdrachen scheinbar einen gezielten Angriff gegen ihn anstrebten und durchführten, bei welchem zwar einige ihrer höchsten Krieger das Leben verloren, Maltiabech jedoch ebenfalls zu Boden ging. Er schien, im Gegensatz zu seinen Verwandten, nicht in der Lage gewesen zu sein Infektionen anderer Spezies durchzuführen, sondern konnte seine Kraft bewusst mit Verbündeten teilen.   Yogna, auch bekannt als der namenlose Albtraum, war eine Kreatur die einer willkürlich zusammengewürfelten, fleischigen Masse glich, die als Kugel über den Himmel glitt. Ihre bloßer Anblick und die Schreie, die aus seinen hundert Mündern drangen, waren in der Lage den Verstand einer jeden Kreatur zu brechen und sie in eine irre Rage zu werfen, die häufig von selbstentstellendem Verhalten begleitet wurde. Wie die übrigen Namenlosen wurde er beim finalen Kampf um die goldene Stadt Bawim getötet, wobei spätere Aufzeichnungen vermuten lassen, Teile seiner Heerscharen hätten überlebt und würden weiterhin in seinem Auftrag handeln.   Obwohl sein Name recht häufig in den Aufzeichnungen der Urdrachen fällt, ist über Aussehen und Fähigkeiten von Tieath recht wenig bekannt. Viel eher galt er als ein Wissenschaftler unter den barbarischen Namenlosen. Er studierte die Fähigkeiten und Kräfte seiner Brüder und Schwestern, aber ebenso die der Urdrachen, weshalb er als große Gefahr und Bedrohung galt.   Vorsa, auch bekannt als der gekrönte Schatten, galt als der Anführer und König der Namenlosen, jedoch sind keine Aufzeichnungen über seine Beteiligung beim Kampf um Bawim bekannt. Laut dem Blutraubdolch absorbierte er die Seelen aller gefallenen Parasiten seiner Geschwister und steigerte somit seine Macht. Der Blutraubdolch wurde erschaffen, um diese Seelen seinem Einfluss zu entziehen.   Über Razla ist ebenfalls nur geringfügig Wissen vorhanden, wobei einzelne Zeichnungen sie als gewaltige Spinne aus Schatten darstellt, deren Rücken mit menschlichen Körpern bedeckt sei.

Kräfte

Parasiten: Alle Namenlosen verfügen über die Fähigkeit Parasiten zu erschaffen, welche sich einen Wirtskörper suchen und diesen übernehmen. In den meisten Fällen geschieht dies beim Tod des Ziels, in anderen Fällen geht der Parasit auf das lebende Ziel über. Ein solcher Wirtkörper unterwirft sich vollständig dem Willen des schöpfenden Namenlosen und erhält einen Teil seiner Kräfte. Parasiten der Namenlosen halten ihren Wirtskörper über normale Maßstäbe hinaus am Leben. So können sie nicht verhungern, ertrinken oder ersticken, allerdings können sie verbrannt werden und der Parasit ist physisch am Körper des Wirts zu finden. Wird er ausreichend stark beschädigt oder entfernt, stirbt der Wirtskörper. Seelen solcher Wirtskörper gehen beim Tod nicht ins Jenseits über, sondern übertragen sich stattdessen auf Vorsa und stärken seine Macht.

Diener: Im Gegensatz zu Parasiten, die wie Marionetten arbeiten, behalten die Diener der Namenlosen ihren vollständigen Verstand. Genau wie die deitischen Diener der Deitischen tauschen die Diener der Namenlosen ihren Glauben und ihre Treue gegen einen Bruchteil der Kräfte ihrer Meister aus. Hierbei werden nicht selten Diener aus dem Namenlosen selbst geboren, können jedoch auch bewusst entstehen, indem Sterbliche ihren Glauben in Richtung des Namenlosen richten.

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