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Senuel, Auge des Wächters

Senuel nennen die Menschen in Zentral-Caelis den Mond. Seit Urzeiten soll er über die Welt wachen, Chaos und Zerstörung von der Leere jenseits der Sterne fernhalten und die Ordnung der Dinge bewahren. Seine Phasen bestimmen unzählige Traditionen und Feste.  

Legende des Wächters

Nach den Überlieferungen des Levientaril ist Senuel einer der Yenda, Bruder von Minuereve aus dem Sternbild Ruelin. Lange wanderte er nur durch die Welt, als die anderen Yenda und ihre Schöpfungen sie formten. Nur beizeiten mischte er sich ein, um Uneinigkeiten zwischen Yenda zu schlichten und Schöpfungen, Lebewesen wie Konzepte, zu bewahren, die durch andere bedroht waren. Damals gab es noch keinen Mond.   So ergriff Senuel auch klare Partei als die Menschen den Zorn von Sialissath weckten und sie Flammen und Tod brachte über jene, die sie als unwürdig, jenseits der Rettung sah. Manche Geschichten meinen sogar, dass Senuel überhaupt die Möglichkeit der Gnade vor dem Gericht der Flammenden aushandelte. Der Streit verletzte Senuels Augen, heißt es, sodass er sie nur unter Schmerzen geöffnet halten kann. Als Sialissath sich zurückzog, nahm auch Senuel einen Platz am Himmel ein. Auch nachdem die anderen Yenda gegangen waren, blieb er.   Als Gegenpol zu der feurigen Richterin bewahrt Senuel die Ordnung der Welt, insbesondere als Verfechter der Gnade, Zeichen der Hoffnung und Wächter der zu Unrecht Beschuldigten. Sein Schwur ist, wie es heißt, das Chaos und Übel von Jenseits der Sterne zurückzudrängen und eine Wiederholung der dunklen Zeit des Zorns zu verhindern. So zieht Senuel seine Kreise, wie ein Nachtwächter auf Patrouille am Rand von Havenith, der materiellen Welt. Eines seiner Augen ist stets auf die Welt gerichtet und zeigt sich als Mond. Das andere sieht von den Menschen ungesehen in die Ferne, zu Ruelin und in die Weite der Finsternis jenseits der Sterne.   Jedoch zwingt der Schmerz in seinen Augen Senuel stetig zum Blinzeln, mit den Mondphasen als Ergebnis. Die Wacht von Senuel gegen das Unheil aus der Leere bleibt unvollständig und immer wieder dringt Übles hervor, Prüfungen für die Menschen.  
Senuels Auge, in blutigem Rot, kündete von einer Schlacht. Unheil sollte anbrechen, versprach dieses Omen. Und so kam es, der Schattenfeind griff bald darauf an, brachte eine Zeit der Not und Verzweiflung. Doch wie Senuel sieht und erblindet und doch wieder sieht, so kommt und geht auch das Übel in der Welt.
— aus den Schriften des Levientaril
Endlos wacht er
durch Zeit und Raum.
  Sieht in Herzen und
sieht trotz Schmerz.
Sieht was lauert,
sieht in die Leere
  und wacht doch hinein
in die Nacht.
— aus dem 'Lied des Wächters'
 

Bräuche

Am Tag vor und nach Neumond von Senuel, wenn sein Auge ruht, soll in den Kulturen von Caelis - auch abseits des Levientaril - kein Gericht gehalten werden. In dieser Zeit, so heißt es, soll Unrecht sich allzu leicht durchsetzen.   Daneben legen viele Wert darauf wichtige Entscheidungen unter dem vollen, sehenden Auge des Wächters zu überdenken. Andere Traditionen wie Heiraten versprechen Glück, wenn sie unter Senuels Auge besiegelt werden.
Andere Namen
Epherin (Ylarien / Leviael Sein)
Orduin (Driskil)
Caszon (Ekresziam)
Art
Planetoid / Moon

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Cover image: Ruelin by Ilmaine

Kommentare

Author's Notes

Erstellt für World Anvil Spooktober 2021, für das Wort 'Moon'


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