Draconeres (Dra-co-ne-res)

Pferd-Drachen Hybrid

Written by Nightone


Ich weiß nicht, was es ist, aber das ist kein Pferd!
  Pferde haben keine Schuppen und schnauben keine Flammen durch die Nüstern aus!   Und Wildpferde treiben sich normalerweise auch nicht zwischen diesen Hügelgräbern herum...   Ja es ist schön anzusehen, aber jede Faser meines Körpers rät mir, mich sofort um zu drehen und abzuhauen.   Und zwar bevor es uns bemerkt!


— Gully Smiersons, Gelegenheitsgrabräuber



Körperbau

Draconeres ähneln auf den ersten Blick äußerlich prächtigen Wildpferden, mit einem schwarzen Leib und schlohweißer Mähne und Schweif.   Geht man näher heran erkennt man jedoch das der Körper mit einer feinen Schuppenschicht überzogen ist, welche teilweise wunderschöne Muster bilden, woran gut deutlich wird warum diese Tiere den Dracoiden zugeordnet werden.   Einigen Exemplaren wachsen dabei auch noch kleine Hörner auf der Stirn oder an den Schläfen.   Im Gegensatz zu normalen Pferden, sind die Mähne und der Schweif um einiges voluminöser.   Außerdem bestehen die Haare aus einem wesentlich festerem Hornmaterial wodurch ein Aufsitzen um einiges unbequemer wäre.   Im schwarzen Schuppenkleid des Gesichtes ruhen zwei rot funkelnde Augen, die wirken, als wollten sie einen Blick auf das im Inneren lodernde Feuer des Tieres freigeben.   Eine Reihe spitzer Reißzähne in der länglichen Schnauze erlaubt dem Tier große Brocken Fleisch aus seiner Beute zu reißen, in dem es zubeißt und dann mit Wucht den Nacken zurückwirft.   Die vier kräftigen Beine enden in metallisch glänzenden Hufen, welche Funken sprühen lassen, wann immer sie auf Steine treffen.
 

Bewegung

Draconeres bewegen sich wie jede Pferdeart auch auf allen Vieren. Dabei erreichen sie im vollen Galopp Geschwindigkeiten von 90 km/h und sind somit mehr als doppelt so schnell wie die ansonsten preisgekrönten Neoringer.   Dem entsprechend benötigen Draconeres ebenfalls weite offene Lebensräume wie z.B. Die Hestebenen von Ruogoal, die Mongardsteppe im Nordosten Aravelliens oder den südlichen Steppen und Savannen.

Die mächtigen Beine erlauben dem Draconeres gewaltige Sprünge mit einer Sprunghöhe von bis zu zwei Metern durchzuführen.


Das ist kein Pferd...
  Es ist ein Geschenk der Götter für Jene die starken Herzen sind.   Und eine Warnung für all jene die unser Land bedrohen!
— Leorik Jannæk, Rittmeister des Thære der Aldramark
Eckdaten
Wissenschaftlicher Name
Flammeum Draco Equitum
Alternativer Name
Drachenpferd
Klassifizierung
Dracoide
Unterart
Niedere Dracoide
Lebenserwartung
Unsterblich
Durchschnittliche Widerristhöhe
ca. 2,2 m
Durchschnittliches Gewicht
ca. 900 kg
Natürliches Thaum
Ja
Abwehrmaßnahmen
Flammenaura, Furchtaura, Seelenwanderung




Fortpflanzung und soziales Verhalten

Es gibt nur ausgesprochen wenige Draconeres, gerade mal eine Handvoll in ganz Aravellien und sie verlassen ihre angestammten Gebiete nur dann, wenn diese durch Naturkatastrophen absolut unbewohnbar werden.   Daher treffen diese Tiere auch nur extrem selten aufeinander.   Dies geschieht sogar so selten, dass sie dann nichts miteinander anzufangen wissen und sich ignorieren.   Sie suchen stattdessen, ähnlich den Einhörnern die Nähe von Wildpferdherden.   Allerdings halten sie sich abseits der Herde und begleiten sie nur auf Distanz, aber wehe dem der versucht eine Herde, die von einem Draconeres begleitet wird, zu jagen oder einzufangen.   Ansonsten bleiben die Tiere für sich und schützen die Orte, an welchen sie heimisch sind vor allen Lebewesen die es wagen dem Land und seiner Natur etwas anzutun.   Normalerweise halten sich Tiere von Menschenansammlungen fern, lediglich in Ruogoal, lebt mindestens ein Draconeres, welches über die Hügelgräber nahe Aeonas wacht und dort mit Grabräubern kurzen Prozess macht.   Auch gibt es nur in diesem Land mehrere Legenden darüber das Helden und wichtige Herrscher immer wieder mit einem Draconeres einen Bund eingegangen wären.
Die Herkunft der Tiere verliert sich in den Mythen der Vergangenheit.   Aber es ist belegt das es Héstwyn war, welche alle existierenden Draconeres erschuff und als Wächter über ihre geliebten Ebenen einsetzte.
  Dazu, so die Legende, nahm sie die schönsten und stolzesten aller Pferde aus ihren Reihen und versah sie mit einem Funken des Geistes des großen unsterblichen Feuerdrachen Arr'the-gethiss, worauf hin die Draconeres ihre dracoiden Eigenschafften und ihre Pseudo-Unsterblichkeit erhielten.   Wird ein Draconeres im Kampf vernichtet, so fährt die Seele des Geschöpfes in einer flammenden Explosion aus dem Körper heraus und sucht sich das nächste Pferd, in welches der Geist einfährt und es übernimmt.   Das Tier entwickelt sofort eine Flammenaura, welche eventuelle Reiter zum Abspringen zwingt und Zaumzeug und Sattel verbrennt, ehe es in die Weiten der Ebenen davonrennt.   In den nächsten sieben Tagen wird sich der Körper des Tieres verändern und sich zum vollwertigen Draconeres entwickeln.   Die Kreatur behält dabei anscheinend ihre Erinnerungen und kann sehr nachtragend sein, wie einige Abenteurer schon leidlich feststellen mussten.

Lebensraum

  • Weite Grasebenen und Savannen

  • Sanfte Hügellandschaften

  • Bestätigte Sichtungen:
  • in der Hestebene
  • in der Fillagronsteppe
  • in der Mongardsteppe
  • in der Nèir-Savanne
  • im Drachenreich Dra'ylîan
  • Nahrung

  • Es handelt sich bei dieser Spezies um Carnivoren.

  • Als Nahrung dienen Ihnen kleinere Tiere wie Hühner, Hasen, Schafe, Füchse und Hunde.

  • Sie erlegen aber auch Menschen und andere intelligente Spezies wenn es sich anbietet.

  • Lediglich Pferde und Rehwild greifen sie nie an und gehen auch nicht an die Kadaver solcher Tiere heran.
  • Wachstumsstadien

  • 0 - 1 Stunde: Suche und Einfahren in ein Wirtspferd

  • nach 7 Tagen: Abschluss der Metamorphose zum ausgewachsenen Draconeres

  • Sonstiges

  • Die Tiere stellen das Wappentier Ruogoals da.

  • Anhänger der Héstwyn sehen die Tiere als etwas absolut heiliges an!

  • Jannês Ruogoala war 1030 ndK der erste Mensch der je auf einem Draconeres geritten ist. Er wurde mit vier Jahren in der Hestebene von einem dieser Tiere gerettet, welches ihn dann auch sein Leben lang begleitete.

  • 5982 ndK gelang es der mit einem Drakefluch belegten Magie-Studentin Manah Leviatein sich selbst die Form eines Draconeres zu geben, was einige neue Aufschlüsse über die Physologie der Tiere ermöglichte.

  • Die Tiere sind in der Lage jederzeit ihren Körper in Flammen zu hüllen, um Angreifer abzuwehren. Erstaunlicherweise greifen die Flammen nur auf die Umgebung über wenn es dem Dracoiden zugutekommt.

  • Zusätzlich zu ihren beachtlichen körperlichen Fähigkeiten verfügen Draconeres noch zusätzlich über die Fähigkeit allen Lebewesen innerhalb einiger Dutzend Meter mit einer irrationalen Furcht zu erfüllen und diese so, sofern sie nicht über einen sehr starken Willen verfügen, zur Flucht zu verleiten.


  • Cover image: Tierbanner by Nightone

    Kommentare

    Author's Notes

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    Feb 25, 2024 11:34

    Mein erster Gedanke: wohoohoo, was für eine großartige Idee. Ich findes es spannend, dass die Tiere nur weiterleben, wenn ihre Seele in den Körper eines anderen Pferdes springt. Was würde passieren, wenn sie es nicht tun? Oder gab es schon Seelen, die in andere Tiere anstatt Pferde gesprungen sind und wenn ja, was entwickelte sich daraus?

    Stay imaginative and discover Blue´s Worlds, Elaqitan and Naharin.

    I would be very happy if you would celebrate my SC contributions with me.
    Feb 26, 2024 08:15

    Eine sehr gute Frage.
    Da die Seele des Draconeres sich das nächste Pferd sucht, allerdings keinen Räumlichebindungen unterworfen ist kann dieses auserwählte Pferd auch hunderte oder tausende Kilometer entfernt sein. (Die Wissenschaftler sind sich nicht einig ob sich die Tiere dann über eine Zwischenebene wie Tes-Lan-Nogwann, welches nah am Totenreich liegt, oder einfach nur mit der Geschwindigkeit von Gedanken bewegen können.)
    In so einem Fall, hätten seine Schlächter, gute Chance zu entkommen, solnage sie sich nicht dauerhaft in der gegend niederlassen, weil sie glauben das Monster wäre besiegt ;)

    Bisher ist kein Fall bekannt in dem die Seele eines Draconeres gegen den Willen der Göttin Hestwyn in ein anderes Tier gesprungen wäre. Aber ich könnte mir gut vorstellen das sich ein Gal'droen oder einer der Dunklen Götter da mal einen Spaß erlauben könnte in dem er die Seele des Tieres verwirrt... Drachenkamel? Drachenkuh? Drachenbrontar!!!

    Es gilt zu vermuten das die Draconeres erst endgültig vor Irda verschwinden werden, wenn die letzten Pferde ausgestorben sind und sie somit keine Möglichkeit mehr haben weiter zu ziehen...

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  • BasicDragons's Unofficial Dragon Challenge 2024: Parg-nél'rush, der Walddrache
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  • My Adventure April short story Einer dieser Tage
  • Feb 26, 2024 08:17

    Oh und freut mich natürlich riesig das dir die Idee und der Artikel gefällt!

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