Perta
Die Wissenschafts- und Kulturhauptstadt Masmiims
Geographie:
Perta ist am Tilmas in einer Flussebene bzw. einem weiten Tal gelegen. Am östlichen Ende des Tals in der Verjüngung liegen die Zarner Stromschnellen, drumherum die bewaldeten Hormestberge. Auf der anderen Seite befindet sich das Alkenmoor und der Niemandswald.
Geschichte:
Perta existierte bereits bevor die Berenen im Jahr 17.359 nach Masmiim kamen. Damals war Perta als Irmahan bekannt und eine der bedeutenderen Städte der Kastaan mit ca. 65.000 Einwohnern. Prinz Tharses mir Zelmans selbst machte Irmahan im Jahr 17.373 als eine der letzten Widerstand leistenden Kastaan-Städte dem Erdboden gleich, in dem er Garl Punasc, höchsten Magier der Invasionsstreitmacht, und seinen Magiern die magische Vernichtung befahl. Aus der Zeit der Kastaan oder eventueller früherer Ursprünge existieren daher nur unterirdische Gewölbe in Perta.
Neugegründet wurde die Stadt im Jahr 17680 im Zuge einer Verfeinerung der Herrschaftsstrukturen als Provinzgrenzstadt nachdem sich der masmiimische Reichsteil von Berenazar im Jahr 17.646 unabhängig vom Restreich auf Darmera erklärte, womit Nalberenazar entstand. Dies stellte auch den Beginn einer neuen Zeitrechnung in Masmiim dar, die erst durch die neue Zeitrechnung ab dem glorreichen vereinigten Bund von Masmiim großteils abgelöst wurde, in Addellirazar aber noch überwiegend in Gebrauch ist.
Perta war zunächst stark befestigt und mehr Garnisonsstadt des Mittelreichs denn die heutige prosperierende Wissenschafts- und Kulturstadt. Entsprechend stehen in der Kernstadt neben einem Tempel der Neun bzw. heute Acht und einem Pantheon nur ein Tempel des Takil, des Zareal, der Menes, des Valkir, der Kandera, und der Zaredami. Mit dem Angriff der Tewaster im Jahr 18.089 wurden Magier angeworben, die ausgehend von Danawn den magischen Schild Pertas entwickelten, der damals noch nur die Kernstadt umschloss. 19.018, als das Mittelreich als Lemnetazar eigenständig wurde verstärkte sich diese Bedeutung Pertas noch.
Nachdem die kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Lemnetazar und Bocazar im Jahr 20.250 zur Gründung des unabhängigen Tharsioniazar führte, in dem Perta keine Grenzstadt mehr war, siedelten sich vermehrt auch Bewohner des Umlands in der damaligen Rand- und auch Kernstadt an. Die zweite Tempelgründungswelle begann, wobei der Tempel der Selariem bereits im Jahr 18.129 in der Randstadt gebaut wurde. 20.388 wurde die damalige Rand- und heutige Mittelstadt befestigt. Nachdem das Geschlecht der mir Tharsion erlosch begann eine Epoche beständig wechselnder unterschiedlicher Fürstentümer und Grafschaften. Auf Grund seiner Lage am Strom Tilmas entwickelte sich Perta mit der Zeit zu einem Handelszentrum. Dies wurde durch zahlreiche Erfindungen begünstigt, etwa dem streng gehüteten Verfahren der Nutzbarmachung von Hormest zu Lurke im Jahr 21.785, einer beständigen Tinte, die sich mit Rormenlösung aber auch wieder gänzlich tilgen lässt – wobei Rormenlösung ebenfalls in Perta entwickelt wurde und ein ebenso streng gehütetes Herstellungserfahren aufweist. Einen weiteren Aufschwung erlebte Perta, als einige Nebenarme und Zuflüsse des bis dahin bedeutenderen Wemer versandeten und der Pegelstand des Wemer sank. Perta, das bereits im Jahr 22.911 den Pertaer Stausee begründete, der bei Bedarf die Flutung der Zarner Stromschnellen ermöglichte und damit einfach befahrbar machte, entwickelte 23.470 ein System an Schleusen, das den Tilmas auch für große Schiffe noch besser befahrbar machte.
Im Jahr 24.421 wurde Perta schließlich vom damaligen umgebenden Irkel selbstständig, nachdem die Pertaer Bürger den sich in akuter Geldnot befindlichen von Irkels für die Eigenständigkeit einen großen Geldbetrag sowie auch noch 100 Jahre verstärkte Fronleistungen anbaten. Wernlin von Irkel stimmte zu und Perta wurde unabhängig. Doch bereits dessen Tochter Elena die Treulose wollte sich Perta 24.434 wieder einverleiben. Nur unter großen Anstrengungen und der Gewinnung der Zauberer Willist und Silmane Kelter, die den magischen Schild Pertas verbesserten und auf die Mittelstadt ausdehnten, war es möglich, die Armee Elenas zurückzuschlagen. Die Frondienste und restlichen Geldzahlungen waren daraufhin hinfällig und kamen stattdessen der Stadt zu Gute.
In der Folge ließ Perta seine Ursprünge hinter sich. Es ist zwar immer noch ein bedeutendes Handelszentrum und wegen Lurke und Romenlösung sehr reich, inzwischen ist es aber vor allem als Wissenschafts- und Kulturzentrum bekannt, das sich auch territorial immer weiter ausbreitet. Seit die Zauberer der Magierakademie im Jahr 24.913 Danawn übernahmen gab es zudem einige Zuzüge aus Imeltawn, Addellirazar insgesamt. Daraufhin vorgenommene bauliche Veränderungen bei Lagerhallen und Silos führten seither teilweise zu einem noch höheren Qualitätsstandard von Rohstoffen wie Getreide, Hülsenfrüchten und Fleisch - inzwischen bekannt unter dem Stichwort „Magier-Qualität“. Die Magier, seither allesamt gebürtig aus Addellirazar, sind wie auch die Vorgänger als Eismagier (Eiskellerbefüllung, etc.) und seit der Anbindung von Perta an das Portal- und Qildis-Netz der Magierakademie als Postmagier bekannt. Seit dem Jahr 24.986 ist der leitende Meister von Danawn Clewin von Himmelsbach.
Zurzeit leben in Perta ca. 80.000 Einwohner, mehr als die Hälfte davon in der Neustadt, im Pertaer Umland noch einmal 30.000.
Regierung:
Perta wird von einem Stadtrat regiert. Derzeitiger Ratsvorstand ist Hedwig Altlurker, 1. Vertreter Herman Schreibster, 2. Vertreter Wendel Neder. Die Ratsmitglieder werden aus dem Patriziat sowie den Meistern der Zünfte gewählt, wobei das Patriziat aus alteingesessenen rechtbehafteten Familien sowie Familien mit bestimmten Einkommen besteht, was oft deckungsgleich ist.
Inhaltsverzeichnis
Typ
Geopolitical, City-state
Regierungsform
Oligarchy
Staatsform
Federation
Wirtschaftssystem
Market economy
Kontrollierte Gebiete

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