Jovianischer Sektor (Jupiter)
Lieber Leser
Die vorliegende Fassung des Artikels wurde von der Jovianischen Zensurbehörde überprüft und genehmigt. Vielen Dank.
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Allgemein
Jenen, die das Glück haben den Anflug in offenen Schiffen zu wagen, bietet sich ein Anblick den sie niemals in ihrem Leben vergessen werden: Umspannt von verschiedenfarbigen, rotierenden Bändern kommt Jupiter - von allen Planeten des Systems - der Zusammensetzung einer Sonne am nächsten, wartet allerdings mit gerade einmal einem tausendstel der Masse von Sol auf. Vorwiegend aus Helium und Wasser bestehend gibt es auch festere Elemente im Innern des Planeten, welche jedoch - von ewigen Stürmen umtost - keine konkrete, begehbare Oberfläche bilden. Reisenden von Luna oder Mars wird die schiere Grösse des Gasriesen in der Regel verdeutlicht, indem man ihnen erklärt, dass sein grösster Mond - Ganymed - die Grösse Merkurs noch übersteigt. Mit über 70 eigenständigen Trabanten und einem Magnetfeld-Band, das bis zum Saturn reicht und mehrere hundert Trojaner hinter sich herzieht, ist der Jovianische Sektor ein Miniatur-Sonnensystem für sich. Geeint wird es durch die gleichnamige Republik. Aufgrund seiner vielen Asteroiden und Monde und der extraordinären Zusammensetzung Jupiters, ist das System kaum bis gar nicht auf den Handel mit anderen Kolonien angewiesen. Eine Unabhängigkeit, die durch die Militärmacht der Jovianische Kriegsflotte weiter unterstrichen wird.Geographie
Geographie
Jupiter spielt aufgrund seiner Oberflächenbeschaffenheit bei der puren Besiedlung des Jovianischen Systems eine eher untergeordnete Rolle, sieht man von einigen Gefahren ab, denen man sich durch den Planeten auch auf seinen Monden ausgesetzt sieht. Da wäre zum einen eine Strahlung die so hoch ist, dass selbst die meisten geschützten Morphs ohne zusätzliche Sicherung binnen Sekunden sterben. Wenn es dann gelänge sich Jupiter weiter zu nähern um einen Landeversuch zu unternehmen taucht man in reissende Stürme, die den Jupiter in tausend Kilometer langen Bändern umspannen und die so gewaltig sind, dass die ältesten von ihnen in hunderten von Jahren an keinem einzigen Tag stillstanden. Gelingt es auch diese zu überwinden, muss man feststellen, dass Jupiter zwar über feste Materialien in seinem Kern verfügt, diese es jedoch nicht geschafft haben eine bleibende Oberfläche zu bilden. Zumindest nicht bis zu dem Punkt, an dem die atmosphärischen Drücke so hoch sind, dass selbst der widerstandsfähigste Morph einfach unter der enormen Last zerdrückt würde. Aus diesem Grund verteilen sich die Siedlungen Jupiters auf und um die Monde herum, was eine konkrete Beschreibung von Jupiters Zusammensetzung vor allem für Minenstation interessant macht, die ihn für die Rohstoffgewinnung nutzbar machen.Siedlungen
Wie viele Siedlungen auf anderen Monden oder in anderen Asteroiden so sind Stationen wie Liberty , Hyoden grösstenteils unter der Oberfläche gebaut worden um sie vor Weltraumstrahlung zu schützen. Anders als die meisten anderen Mondstationen sind sie jedoch auch deswegen unterirdisch gebaut um sie vor der starken Strahlung ihres eigenen Planeten zu schützen. Während Callisto als am weitesten entfernter Mond nur geringe Strahlendosen erfährt, sterben durchschnittlich geschützte Morphs ohne besondere Behandlung noch immer binnen weniger Tage an einer tödlichen Strahlendosis durch Jupiter. Auf Ganymed können es bereits wenige Stunden sein. Die meisten Menschen leben daher in Zylindern und Blechdosen irgendwo entlang der Hauptumlaufbahn. Einerseits weil es ohnehin keinen Unterschied macht, andererseits, weil die Republik ob ihrer protektionistischen Politik enorm auf Kontrollen all jener angewiesen sind, die ihr System verlassen oder gar betreten wollen. Die Einreise in das jovianische System ist nicht verboten und wird teilweise sogar gefördert. Die Ausreise hingegen ist streng reglementiert, da man schlechte Erfahrungen mit Menschenschleppern und Körperdiebstahl hat. Anders als auf nahezu allen Stationen im Sonnensystem ist die Zahl der körperlich anwesenden Menschen um ein vielfaches höher als die der vorhandenen Infomorphs. Das liegt zum einen daran, dass auf den meisten Stationen ALIs wie Uplifts schlicht verboten sind und zum anderen daran, dass Bewohner des Jovianischen Systems in der Regel geboren werden und als Biokonservativ niemals einen Stack erhalten. Es existieren sogar Orte auf denen ein Meshzugriff nicht oder nur in äussersten Notfällen und für ganz bestimmte Personen möglich ist. Kontrolliert wird der Meshzugang zentral. Jedes Datenbit, jeder Informationsschnipsel und jedes verschlüsselte Paket wird auf Servern Ganymeds geprüft, ehe es für die Datensichtgeräte zugelassen wird. Der jovianische Baustil ist zweckmässig und nüchtern. Dies mag zum einen an der relativ kurzen Existenz der Republik liegen, ist jedoch zum anderen auch sicher der eher praktischen Denkweise seiner Bewohner zu verdanken, die nur wenig Sinn für Verschwendung und den Müssiggang haben. Zwar gibt es Freizeit- und Naherholungsgebiete, doch ein durchschnittlicher Jovianer liebt sein Land und arbeitet nicht selten 2/3 des Tages an der glorreichen Zukunft desselben. Diese Arbeitszeit hat nicht selten einen Militärbezug.Natürliche Ressourcen
Der Jovianische Sektor gilt als der ressourcenreichste des Sonnensystems. Die hier auftretende Fülle von Elementen in verschiedensten Aggregatzuständen, ist sonst nur in der Sonne zu finden. Dabei ist Jupiter - von den enormen Stürmen und der hohen Strahlung abgesehen - ein verhältnismässig sicherer Planet. Bereits lange vor dem Fall machte sich die Erde diesen Ressourcenreichtum zu nutze, da hier Isotope in reiner Form natürlich vorkommen, die sonst nur umständlich und unter hohem Energieaufwand künstlich herzustellen sind. Deuterium ist in Zeiten des Langstreckenfluges durch das All nicht der einzige, doch sicher mit der bedeutendste dieser Stoffe, da er eines der wichtigsten Elemente für Raumschiffantriebe aller Klassen darstellt. Bis kurz vor dem Fall konnte das Sonnensystem so mit vielen wertvollen Elementen beliefert werden, die auch in Nanofabrikation vielfältigen Einsatz finden. Angeleitet durch Marsianische Hypercorps konnte diese Rohstoffgewinnung sicher, schnell und gerecht von statten gehen. Dabei stellte sich Carboknight schon sehr bald als führendes Konglomerat heraus, welches zu hochzeiten bis zu siebzehn Millionen Menschen mit Arbeitsplätzen versorgte, jedoch nicht in der Lage war die eigenen Mitarbeiter als Menschen, denn als Ressourcen zu begreifen. Leider ist heute nur wenig über die Ressourcengewinnung bekannt. Nachdem die Jovianische Republik ihren Herrschaftsanspruch durchgesetzt hat, waren viele Hypercorps gezwungen ihren Betrieb stark einzuschränken oder sogar zu schliessen. Die Jovianische Regierung ist jedoch mit einigen eigenen Programmen aufgewartet und macht nutzt die gewonnenen Rohstoffe zu 85% selbst. Der produzierte Überschuss wird im freien Handel auf dafür vorgesehenen Freihandelsstationenangeboten.Regierung
Das Jovianische System wird bis auf wenige Ausnahmen von einem Senat verwaltet, das alle fünf Jahre in freien Wahlen von einer grossen Mehrheit der Bevölkerung bestätigt wird.Wirtschaft
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Kultur
Biokonservatismus
Die Jovianische Bevölkerung kann als fleissig, genügsam und zielstrebig charakterisiert werden. Von biokonservativen Werten geprägt, ist das digitalisierte Ego in weiten Teilen Jupiters und seiner Monde vollkommen unbekannt oder verboten, was die Bevölkerung jedoch nur noch entschlossener macht. Da die meisten Menschen die religiöse Auffassung vertreten von Gott dem Herrn im Himmel erschaffen zu sein, wurde das Geburtsverbot bereits kurz nach dem Fall vom Parlament angeschafft. Anders als in vielen Teilen des Sonnensystems ist es jedem Jovianer erlaubt Kinder zu zeugen. Da noch immer grosse Teile der Bevölkerung in von den Hypercorps sterilisierten Morphs lebt, entwickelt sich die Bevölkerungszahl auf den Jovianischen Stationen oft nur langsam. Berichte die von spontanen Mutationen sprechen, die durch schlecht auf das Leben im All angepasste Morphs auftreten können, müssen an dieser Stelle kathegorisch als unbelegte Thesen zurückgewiesen werden. Angebote von Hypercorps aus dem Eugeniksektor und verschiedener Hilfsorganisationen die Geburtenkontrolle auf Lunar und Titan durchführen werden rigoros von den Behörden abgelehnt.Militärmacht
Das Jovianische Militär gilt als das grösste im gesamten Sonnensystem und weist zudem technische Raffinesse auf, die heute weitestgehend nicht reproduzierbar ist. Zu verdanken ist dieser Umstand zum einen der Tatsache, dass viele Organisationen kampftaugliche Schiffe der neuesten Generation in die Randbezirke des Asteroidengürtels gesandt haben. Zwar sind während des Falls einige Kampfschiffe sowie treue Soldaten an das exsurgente Virus verloren gegangen, allerdings war die Jovianische Region selbst nicht betroffen. Da grosse Teile der verbauten Technologie heute als verloren gilt, ist die Rede von einer auseinanderfallenden Jovianischen Kriegsflotte. Diese Behauptung kann in das Reich der Mythen verbannt werden. Angebote der LLA die Kriegsflotte mit Hilfe der eigenen Ingenieure zu restaurieren wurden als Einfallstor für Industriespionage konsequent abgelehnt.Religiösität
Während Religionen sich im grossen Rest des Sonnensystems weitgehend auf dem Rückzug ins Private zu beschränken beginnen, leben die Menschen in der Jupiterregion mit der Gewissheit, der Existenz des einzig wahren Gottes. Es ist offenbar, dass Menschen mit geringerer Entfernung zur Erde eine immer grössere Bürde auf sich nehmen, indem sie sich den dort hausenden Schrecken aussetzen. Die grosse Mehrheit ausserhalb der Republik hat daher eines der wichtigsten menschlichen Organe überhaupt aus dem eigenen Körper entfernt: Ihre Seele. Ein solch tristes Dasein ist nichts für die Bewohner Jupiters und daher stellen sie sich dieser Form der Selbstverstümmelung entschlossen entgegen. Wenn auch Sie sich dafür interessieren ins Himmelsreich zu gelangen und wieder eins mit Gott und seinem Sohn Jesus zu werden, dann melden Sie sich jederzeit unter [malevolenter Link durch Propagandafilter gelöscht]Name: Jupiter (Jovian)
Oberfläche: 614.190.000.000.000 km2
Bevölkerung: 70 Millionen
Bevölkerung: 70 Millionen
Regierungsform: Demokratische Republik
Konkurrierende Organisation(en):
Keine
Keine




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