Der scharfe Ruf von Meras Stimme, ein klarer Ton inmitten der dumpfen Geräusche der Aufräumarbeiten, durchdrang den schweren Geruch von nassem Holz und Kalkstaub. Leif, der gerade einen mit Geröll gefüllten Eimer hochhievte, erstarrte mitten in der Bewegung. Der Schmerz, der in seinen Gliedern saß, verblasste für einen Moment hinter einer Welle der Erleichterung.
Er stellte den schweren Eimer vorsichtig ab, das dumpfe Aufsetzen hallte in dem kaputten Gebäude wider. Leif zog die Handschuhe aus und klopfte sich reflexartig den Staub von der robusten Kleidung, eine vergebliche Geste angesichts der dichten Staubwolken, die die Morgensonne in langen, schrägen Strahlen durch die zerbrochenen Fenster erhellten. Sein verbliebenes Auge fixierte Meras Gestalt am Eingang, die wie ein Leuchtfeuer in dem Chaos wirkte.
Mit einem nachdenklichen Ausdruck auf dem Gesicht, mischte sich die Freude über ihr Kommen mit der Sorge um ihre Sicherheit. Er ging vorsichtig auf sie zu und achtete auf verstreute Trümmer und den schmutzigen Boden. „Ja, ich bin hier, Mera!“, rief er, seine Stimme rau vom Staub. „Bleib ruhig stehen, ich komme zu dir.“
Als Leif sie erreichte, schien das Chaos um sie herum zu verschwinden. Er beugte sich vor, zog sie in eine innige Umarmung und küsste sie. Es war ein kurzer Moment der Ruhe in der Hektik des Tages, ein Kuss aus Erleichterung und tiefer Zuneigung. Als er sich leicht von ihr löste, schallten einige laute Pfiffe von den Arbeitern, die das Geschehen beobachteten, durch das Gebäude. Ein leichtes, zufriedenes Lächeln huschte über Leifs Gesicht, und er sah ihr tief in die Augen. Sein Blick war nun klar, vollkommen bei ihr.