Zyklyros

Als die Welt noch jung war, begab es sich, dass Nua, Chro und Kra auf einer weiten Ebene standen. Die Ebene war still und die drei Götter verharrten für eine Weile dort. Dann gingen sie fort und kümmerten sich um andere Dinge. Während sie jedoch dort gestanden hatten, war ihr Atem wie schwerer Schnee zu Boden gefallen.

Auf dem Boden aber vermischte sich die Essenz der Götter mit dem Untergrund und der Keim des Lebens regte sich in ihnen. Die drei Berge sammelten sich und es wuchsen drei gigantische Lebewesen aus ihnen. Alle drei hatten silbern-metallene Haut. Gigantische Klauen und riesige Zähne spickten die Mäuler der großen katzenartigen Wesen. Das Wesen von Nua war das Größte der Drei. Auf seinem Kopf brannte eine gelbe Flamme und die Augen des Wesens leuchteten wie kleine Sonnen. Aus Chro entstand das Mittlere der Wesen. Auf seinem Kopf blitzten wilde, blaue Flammen und seine Augen waren tief und unstet wie die Zeit. Das Kleinste der drei Wesen war von Kra. Auf seinem Kopf glitzerte eine hellrote Flamme und seine Augen waren still wie Kra selbst.

Die drei Wesen standen dort und bestaunten das Werk ihrer Schöpfung. Dann begannen sie sich zu bewegen. Ihre Tatzen gruben sich tief in die noch junge Erde und sie liefen weit über die Oberfläche von Eleria. Die drei Wesen waren so mächtig, dass keines der anderen Geschöpfe gegen sie eine ankämpfen konnte. Und so trampelten sie alles nieder das ihnen in den Weg kam. Nur ab und an hielten sie für einen kurzen Moment an um sich gegenseitig zu bewundern. Die drei Wesen wurden von den anderen Wesen der alten Welt Zyklyros genannt und wenn sie ihre Schritte hörten liefen sie davon und versteckten sich in Höhlen und Löchern.

Nur Onarchos stellte sich den dreien in Weg. In einem großen Kampf der Bestien unterlagen sie gegen das heiße Feuer des ersten Drachen und sie flohen vor seinem Zorn.

Als Sat mit der Reinigung der Welt begann, waren die Zyklyros die ersten denen er nach jagte. Er fing zwei von ihnen ein. Nur das Wesen von Kra entkam ihm ein ums andere mal. Und am Ende gab er es auf und ließ es ziehen. Die anderen beiden jedoch sperrte er hinter Die Grenze auf Khiar und noch heute sind sie dort und gelten als die Könige in diesem wilden Land.

Der eine jedoch, der entkommen war, lauert irgendwo in der Welt. Und wenn du ein lautes Trampeln hörst, so laut das die Berge beben, solltest du dich verstecken und hoffen, dass du nicht in seinem Weg stehst.


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