Erste Runen

Edoras fokussierte die feinen Linien, welche wie Narbengewebe entlang seiner Haut wucherten. Die Zeichen wirkten archaisch, grade und klare Linien ohne Verschnörkelungen und Zierat. Ihre Gestalt erinnerte eher an etwas, das man auf einer Steintafel, denn auf der Haut verewigen würde. Trotz den Dekaden die seit seinem letzten Blick auf die Vorlage vergangenen waren, erinnerte er sich genau an die selbigen Linien auf der Haut seines Vaters.

Auf Edoras Körper waren einst, kurz nach seinem Erwachsenwerden die identischen Linien, verewigt worden, jedoch damals nur, wie bei seinem Vater entlang der rechten Hand und des selbigen Unterarms. Seit seiner Audienz mit der fremdartigen Kreaturen hatten sich die Runen auf dem Leib des Zwergen allerdings verändert. Mittlerweile reichten sie von seiner rechten Hand bis hinauf zu seiner rechten Schulter und schlangen sich vereinzelt bis zu seiner Brust. Wo ihre Weiterentwicklung begonnen hatte schien der Stil noch identisch, je weiter sie sich jedoch von den ursprünglichen Zeichen entfernten, desto eher bildeten sich zackige Auswüchse entlang der Runen, Verkantungen und Formen, die auf subtile Art und Weise von der ursprünglichen Formgebung zu unterscheiden waren.

Grummelnd stemmte sich der Zwerg auf sein Schwert und ließ seinen Blick entlang des Niehrtales wandern, welches sich vor ihm erstreckte. Für den Augenblick hatte er seine Mission zwar aufgeben müssen, um sich seiner Verfolger zu entledigen, allerdings war es nur eine Frage der Zeit bevor er zurückkehren und sich erneut in das Reich der Träume aufmachen würde.

Bei den ersten Runen handelt es sich um eine besondere Anwendung der Runenkunst, welche im dritten Zeitalter durch den Clan der Sab-Others weitergegeben wurde. Die genaue Funktionalität der Runen ist bis heute ungeklärt, jedoch scheinen sie in besonderer Verbindung mit dem heidnischen Pantheon der verlorenen Zwölf zu stehen.

Aktuelles

Jüngst zeigten sich mehrere Wesen mit den Runen auf ihrem Leib auf dem Antlitz von Uras. Neben Edoras Sab-Other, verfügte auch die Jaguln Daiki über selbige Runen, die ihr durch die Organisation Crux Obscuro in den Leib graviert wurden. Nebst diesen gelang es auch Marko Luwen diese Runen zu erringen, wobei er aufgrund der Aufzeichnungen seiner Schwester zu wissen schien, worum es sich bei ihnen handelte.

Laut Marko dienen die ersten Runen als eine Art Anker, welcher die Seele, welche eigentlich in den äußersten Bereichen des Astraviriums residiert, in den eigenen Leib zu zwingen. Während die volle Auswirkung dieses Prozesses nicht geklärt sind, ermöglichten sich heraus jedoch einige erstaunliche Begebenheiten. Edoras war durch diese Verbindung in der Lage zum Champion der Zwölf aufzusteigen und Marko erhielt die Fähigkeit seine eigene Seele als Ressource zu nutzen, die er verbrennen konnte, um gewaltige Mengen Macht freizusetzen, die er durch Energien selbst nach hunderten Jahren Training hätte erreichen können.

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