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Menzoberranzan

Als Ad Astra sich in die Hauptstadt der Drow begab um das Grimorium des Magus Baenrae zu stehlen, griff ihnen Jarlaxle unter die Arme und fertigte für Sie das Enchiridion Menzoberranzans an.

Demografie

Menzoberranzan ist Heimstatt von knapp 40'000 Drow und 25'000 Nicht-Drow, welche sich aus
verschiedensten Völkern der Oberwelt zusammensetzen und von denen einige durch die bekannten Drow- Beutezüge als Sklav*innen ins ewige Schwarz des Underdarks gebracht wurden.

Regierung

Die Stadt, die wir Menzoberranzan nennen, beinhaltet eine Unmenge an Fraktionen und alle sind durch das
Gift, welches wegen Lolth durch die Adern der Drow läuft, beständig darauf bedacht ihre Stellung in der
Stadt zu verbessern. So ist es nicht überraschend, dass politische Ränke, hinterhältige Intrigen und
Mordanschläge das gesellschaftliche Leben der Stadt prägen. Damit die Stadt jedoch nicht völlig in Chaos
versinkt, wurde das grosse Konzil der acht grössten und wichtigsten Häuser ins Leben gerufen, das seit
der Gründung von der Matrone des Hauses Baenre angeführt wird und welches in Qu’ellarz’otl tagt.
Quethel Baenre, meine Mutter und erste des Hauses Baenre ist somit die de facto Herrscherin über
Menzoberranzan.


Die matriachalen Strukturen der Drow sind keine Neuigkeit für jene, welche sich ein wenig mit den Dunkelelfen auseinandergesetzt haben; umso überraschender ist es zu erfahren, dass es einige männliche Drow gibt, die ein wenig Macht unter sich bündeln konnten – allen voran mein Onkel Gromph Baenre, Rektor der Akademie Sorcere.

Während sich die weiblichen Mitglieder der Gesellschaft um die göttliche Magie kümmern und den Willen Lolths deuten und ausführen, gibt es ein Konzil aus männlichen Magiern, die sich um Belange des Arkanen kümmern – da dieses Konzil jedoch komplett aus Männern besteht, wird es von den meisten Matronen belächelt.

Allgemein ist das Leben einer männlichen Drow um einiges gefährlicher als jenes einer weiblichen Drow – selbst, wenn man die Gemeinen und Händlerinnen betrachtet, da die Männer stets den Stimmungen ihrer Matronen ausgeliefert sind. Eine Matrone kann sich so einen Gemahl wählen, welcher jedem anderen ihrer Liebhaber vorgezogen wird, doch oft kommt es vor, dass eine Matrone die Lust oder die Geduld verliert und so ihren Gemahl verschwinden lässt – letzten Endes aspirieren die Matronen gleich Lolth, der grossen Spinne, zu sein.

Die Mehrheit der Häuser in der Stadt sind jene der Gemeinen; die Häuser jener, die nicht das Wohlgefallen der Lolth gewonnen haben und eine Hohepriesterin ihr eigen nennen können. Trotzdem kommt es ab und zu vor, dass die grossen Häuser besonders begabte und ausserordentliche Drow adoptieren und in ihre Reihe aufnehmen – doch gleich den Gemahlen ist diese Position von den wechselhaften Stimmungen der Matronen abhängig.

Das noble Haus Baenre – Unbestrittene Herrscherinnen Menzoberranzans

An der Spitze der Hierarchie Menzoberranzans steht meine Mutter und meine Familie und wenn man die Gepflogenheiten der Stadt verstehen will, hilft es zu verstehen, wie das Haus Baenre funktioniert. Das grosse Haus wird von allen anderen Menzoberranyr als das Haus betrachtet, welches am meisten die Gunst von Lolth besitzt, da 16 Hohepriesterinnen der Spinne zu ihm gehören1. Aber auch sonst ist das Haus Baenre das grösste der noblen Häuser Menzoberranzans, vereint es doch gut 3600 Drow unter sich, die sich allesamt gemeinsam in der grossen, prunkvollen Halle des Geländes versammeln können. Neben den vielen Mitgliedern des Hauses, weist das Gefolge meiner Mutter weiterhin knapp 1000 Sklav*innen auf, welche sich um ihre Anliegen kümmern, während es von knapp 1000 Krieger*innen verteidigt wird, welche auf dem grossen Gelände patrouillieren. Unter diesen Krieger*innen gibt es zudem eine Kaste von Elite-Kriegerinnen, welche mit dem Schutz der Matrone und ihrer Töchter beauftragt wurden und zur Familie gehören.

Quethel Baenre, die Matrone, hat gleich meiner Grossmutter die Stellung ihrer Mutter übernommen, in dem sie ihr einen vergifteten Dolch in den Rücken gerammt hat und herrscht seit knapp 500 Jahren über die Stadt und die Familie und lässt ihre Beziehungen auch in der Akademie Arach-Tinilith spielen. Auch wenn die erste Priesterin der Akademie einem anderen Haus angehört, ist es doch meine Mutter, welche die Geschicke von Arach-Tinilith leitet.

Weniger ist ihr Einfluss in der Akademie Sorcere zu spüren, welche von Gromph Baenre, ihrem Bruder, geleitet wird und dessen Grimorium wir beschaffen wollen. Die beiden Geschwister haben schon mehrere Male versucht ihr Gegenüber zu töten, doch immer sind sie fehlgeschlagen und belassen es momentan bei einer äusserst brüchigen Waffenruhe – wie meine Mutter jedoch auf die Beschwörung der Erzdämonen reagiert hat, weiss ich auch nicht; wie ich sie kenne, wird sie jedoch nicht erfreut sein.

Wichtige Personen im Haus Baenrae
Waffenmeister Andzrel Baenre

Eine der wenigen Positionen, die ein männlicher Drow einnehmen kann, welche ihm eine gewisse Autorität einbringt, ist jenes des Waffenmeisters. Andrezel Baenre, einer meine Cousins, Sohn von Sos’Umptu und einer der besten Krieger der Stadt, hat diese Stellung seit mehreren Jahrzehnten inne und nie sieht man ihn ohne seine schwarze Vollplatte aus Mythrill. Ich fand es immer erfrischend mit ihm zu sprechen, da er einen sehr direkten Ausdruck pflegt und nicht viel auf die adlige Ausdrucksweise gibt.

Erste Priesterin Sos’Umptu Baenre

Meine Tante ist die letzte überlebende Schwester Quethels und hat, solange die Erstgeborene noch nicht geweiht ist, die Rolle der Ersten Priesterin des Hauses inne. Da Myineryl in zwei Jahren ihre Weihe empfangen wird, wird angenommen, dass Sos’Umptu damit beschäftigt ist ein eigenes Haus zu formen. Wenn ihr das nicht gelingt, ist ihr Tod gewiss.

Die Erstgeborene Myineryl

Schon früh wurde meine ältere Schwester auf das Herrschen vorbereitet und an der Akademie der Priesterinnen lässt sie dies die Töchter der anderen Häuser spüren. Sie grausam zu nennen, wäre untertrieben und als Kind hat sie schon zahlreiche Sklav*innen töten lassen.
Am bizarrsten ist jedoch ihre Faszination mit den Elfen der Oberwelt; wenn sie nicht in der Akademie verweilt, vergnügt sie sich damit einen gefangengenommenen Hoch- oder Waldelfen zu quälen, der – wenn sie seiner überdrüssig wird – in das Verliess gesperrt wird, bis er an Altersschwäche stirbt.

Die Matrone Quethel Baenre

Meine Mutter ist der Inbegriff einer Hohepriesterin von hoher Geburt; sie ist arrogant, selbstbewusst und furchtlos und niemand wagt es einem Befehl von ihr zu widersprechen. Quethel ist eine hochgewachsene und edle Erscheinung und viele nennen sie die schönste Frau Menzoberranzans.

Im Vergleich zu ihrer Mutter, die lange über die Stadt geherrscht hat, fehlt es ihr jedoch an Geduld und Subtilität, was sich auch an ihrem Zepter zeigt, dessen Ende aus fünf Schlangen besteht. Jede dieser Schlangen hat eine eigene, unberechenbare Persönlichkeit und das Gerücht geht um, dass jede dieser Schlangen meiner Mutter Ratschläge zuflüstert und die sowieso schon ausgeprägte Paranoia der noblen Drow befeuert.

Infrastruktur

Donigarten – Füllhorn der Kaverne
Wer aus östlicher Richtung die Kaverne der Spinne betritt, wird überrascht sein, dass er oder sie nicht
direkt in die Stadt eintritt, sondern zuerst – gleich einer nördlichen Betretung Waterdeeps – in einen
landwirtschaftlichen Bezirk der grossen Stadt kommt.


Der namensgebende See Donigarten befindet sich im östlichsten Teil der Kaverne und speist die
verschiedenen Farmen, welche von Sklaven bewirtschaftet werden, damit die Stadt mit Pilzen, Wurzeln
und Maden versorgt werden kann, während man im Zentrum des Sees die Insel der Rothé sehen kann.
Diese Tiere, die an die bekannten Auerochsen der Oberwelt erinnern, werden auf dieser Insel gemästet und
dann von Sklav*innen auf Booten zurück ans Ufer gebracht. Das Wasser des Sees war zu Gründungszeiten
noch trinkbar, doch nun ist es brackig und niemand weiss, was für Kreaturen sich am Boden dieses Sees
befinden.


Wenn man nun die Stadt betreten will, muss man zuerst die Spiderfangs passieren – ein bizarres
Landschaftsmerkmal aus Stalagmiten und Stalagtiten, die an lange Spinnenbeine und –fänge erinnern.
Diese Gesteinsformation dient als erste Verteidigungsmassnahme gegen Angriffe aus dem Osten, da
mehrere versteckte Gänge und Brücken in den Spiderfangs eingebaut sind, von denen aus Drow
Eindringlinge mit ihren Armbrüsten beschiessen können.


Die Braeryn – Zwischen Armut und Hoffnungslosigkeit


Menzoberranzan ist eine gefährliche, tödliche Stadt und nirgends ist diese Formel so ausgeprägt wie in den
Braeryn wo Goblins, Orks und einige wenige Minotauren gemeinsam mit einigen im Versteckten lebenden
Drow vor sich hin vegetieren.


Während die Patrouillen der Häuser in den anderen Bezirken regelmässig sind, verirrt sich hier nur äusserst
selten ein Trupp in die dunkeln Gassen, da die Drow sich daran erfreuen, dass die „niederen Völker“ in
ihrem eigenen kleinen Slum sind und ohne Hoffnung leiden.


Die Bewohner*innen der Braeryn leben in heruntergekommenen Kasernen und verbringen ihre Tage damit
einen spärlichen Lebensunterhalt zu verdienen – viele von ihnen arbeiten als einfache Arbeiter*innen auf
den Feldern Donigartens, während andere kleine Geschäfte im Slum eröffnet haben.


Doch die grösste Gefahr in diesem Viertel sind meistens nicht seine Bewohnerinnen und Bewohner,
sondern die jugendlichen, noblen Drow, die auf ihren Reitechsen durch die Strasse preschen und mit
Lanzen und Armbrüsten Jagd auf alles machen, was sich nicht schnell genug verstecken kann. Was von
den Drow als Sport betrieben wird, hat immerhin einige der Bewohner*innen näher zusammengebracht
und die Bildung von Nachbarschaftsgarden gefördert.


Sklavenmarkt


Die Slums dienen den niedersten der Stadt nicht nur als Lebensraum, sondern viele der noblen Häuser
benutzen die Braeryn als Sklavenmarkt, in welchem tausende von Unglücklichen darauf warten verkauft zu
werden. Am südlichen Rand des Armutsviertels findet man ein grosses Gebäude, das von Nazhiel Faem
Tlabbar geführt wird und in welchem oft Versteigerungen von besonders eindrücklichen Sklav*innen
durchgeführt werden; in diesem Haus finden sich auch die Aufzeichnungen der Sklavenhändlerin, welche
schon oft von mir und meinem Netzwerk zu Rate gezogen werden mussten.


Eastmyr – Heimat der Unterschicht
Wer das Unmögliche vollbracht und seinen Weg aus den Braeryn herausgefunden hat, findet sich oft in
Eastmyr wieder. Dieser Bezirk wird von den meisten noblen Häuser der Stadt belächelt und beheimatet
eines der niedrigsten Häuser Menzoberranzan - das Haus Hunzrim, welches unter sich nur 6 weitere
Häuser weiss, die ständig darauf bedacht sind den Platz der Hunzrims einzunehmen.


Neben diesen Häusern, die in ständigem (wenn auch verdecktem) Krieg miteinander sind, finden sich hier
einige Handwerker und Handelshäuser niederen Ranges, sowie einige Nicht-Drow ohne nennenswerten
Einfluss oder Reichtum.


Duthcloim – auch „Manyfolk“ genannt
Dutchcloim trägt nicht zu unrecht den Namen Manyfolk, da es der mit Abstand farbenfrohste und
toleranteste Bezirk der Stadt ist, der zudem auch den meisten Platz einnimmt.

Die noblen Häuser rümpfen immer wieder die Nase, wenn sie durch diesen Bezirk wandeln müssen, haben
jedoch eingesehen, dass es dem Handel der Stadt zum Vorteil ist, wenn man einen toleranten Stadtteil
aufweist, in welchem auch Nicht-Drow frei agieren können.


Man sollte jedoch nicht annehmen, dass sich hierbei Nicht-Drow nicht den Gepflogenheiten der Stadt
unterwerfen müssen, wenn sie ihren Kopf behalten wollen. Wie im Rest Menzoberranzans sind Kulte andere
Gottheiten verboten und Aussenseiter*innen lernen schnell, dass sie den regelmässigen und herrisch
auftretenden Patrouillen aus dem Weg gehen sollten, wenn sie sich keinen Ärger einbrocken wollen.
Trotzdem: Duthcloim ist und bleibt der einzige Berzirk, in den ich mich auch heute noch gerne verirre und
durch dessen Gassen ich streife, allen voran durch die labyrinthisch anmutenden Wege im grossen Bazar
im Zentrum des Bezirks.


Das Clawrift
Das Clawrift ist eine der drei grossen Kluften, die sich durch die Höhle der Spinne zieht und war lange Zeit
Heimat des Geländes des untergegangenen Hauses Berethiel, das sich jahrhundertelang im Konflikt mit
dem Haus Baenre und dem Haus Vandree befand, bevor es durch eine göttliche Intervention Lolths von
einem gewaltigen Spinnenbein in den Abgrund gerissen wurde.

Das Haus Oblodra, einem der kleineren der noblen Häuser mit grossen Träumen von einem Sitz im grossen
Konzil, hat sich an der Stelle, an welcher das Haus Berethiel sein Gelände errichtet hatte, seinen eigenen
Sitz erbaut, der nun halb über das Clawrift hängt und einen guten Blick auf die Volière aufweist.

In eben dieser Kluft haben sich meine Mannen und ich ein Versteck eingerichtet, direkt unter dem Blick der
vielen Augen, die oft in das Clawrift hinunterschauen – wenn man sich dort versteckt, wo alle schauen, wird
man nicht so leicht erblickt. Wir werden uns während unserer Zeit in Menzoberranzan in diesem Versteck
aufhalten und wenn es unser Glück so will, werden wir dort auch unseren ganzen Aufenthalt verbringen
dürfen.


Die Nebelkluft (Mistrift)

Duthcloim beheimatet die älteste Kluft in Menzoberranzan, aus dessem Inneren die Gischt von vielen
Wasserfällen in die Höhe schiesst und welche die Hauptader für trinkbares Wasser der Stadt ist. Magische
Mühlen und Aquädukte befördern das Wasser aus der Kluft in die Kaverne und von dort in die vielen
Reservoirs der Stadt.


Der Bazar
Im Herzen Duthcloims ersteckt sich ein verwirrendes Labyrinth kleiner Gassen, in denen Drow und Völker
der Oberwelt gemeinsam ihre Ware feilhalten.

Die Patrouillen der noblen Häuser sind hier häufig und die Händler*innen tolerieren sie aus Angst, dass ihre
Ware konfisziert oder ihr Stand verfrüht abgerissen wird, da per Dekret des grossen Konzils keine Struktur
länger als 64 Tage im Bazar bestehen darf, aus Angst, dass das schlagende Herz Manyfolks durch
permanente Gebäude verdrängt wird.


Im Bazar findet man alles, was das Herz begehrt, wobei man für Sklaven besser in die Braeryn geht.
Händler*innen aus allen Ländern gehen hier ein und aus und es findet sich alles von mondänen zu
verzauberten Waren.


Schneider, die ihre Piwafwis verkaufen finden sich hier neben Töpferinnen und mit ein bisschen Glück findet
man auch einen Medicus, wenn man für die Heilung einer Wunde oder einer Krankheit nicht mit den
Priesterinnen der Lolth verkehren will.


Da dies der Ort ist, der den regsten Verkehr mit der Oberwelt pflegt, findet man auch Köstlichkeiten aus
dem Reich der Händlerkönige und erbeuteten Wein aus Franca. Einige Magier*innen haben sich hier
niedergelassen und ermöglichen die Kommunikation mit der Oberwelt mit ihrer Hellsichtmagie.


Narbondellyn – Nabel der Stadt
Der namensgebende Narbondel ist das Wahrzeichen dieses Bezirks, welcher viele der reichsten Familien
Menzoberranzans beheimatet und mit seiner atemberaubenden Architektur, welche sich an die Flanke der
grossen Terasse von Qu’ellarz’orl schmiegt, die Blicke der Bewohner*innen auf sich zieht.

Die wunderschönen aus dem Stein der Kaverne gehauenen Anwesen und Gassen sind durch einen
permanent wirkenden Faerie Fire-Spruch erleuchtet und die breiten Strassen führen zu den vielen Theatern
und Arenen, welche Narbondellyn zum kulturellen Zentrum der Stadt machen.


Qu’ellarz’orl – Lolths Spiegel
Vor neugierigen Blicken durch den grossen Pilzwald Kyorbblivvin geschützt, erstreckt sich das grosse
Plateau auf welchem sich Lolth Menzoberra Baenre offenbart hat. Gemeinen und Nicht-Drow ist das
Betreten des weitläufigen Plateaus untersagt und nur die wenigstens Noblen, die nicht zu den Häusern
Mizzyrim, Xorallin und Baenre gehören, betreten diesen Boden, der von vielen als heilig angesehen wird.
Während sich das Haus Mizzyrim eine zwischen Stalagtiten hängende Festung erbaut hat und das Haus
Xorallin, das vor allem für seine arkanen Zauberer bekannt ist (und für die Ketzerinnern Lira, Aranessa und
Elioathel und ihre öffentlich hingerichtete Matronin) einen imposanten Turm errichtet hat, erhebt sich im
östlichen Teil ein zweites Plateau, auf welchem meine Familie ihr gewaltiges Anwesen errichtet hat.
Im südwestlichen Teil des Plateaus findet sich der Eingang zur Kammer des grossen Konzils, der
permanent von einer Ehrengarde der Akademie Melee-Magthere bewacht wird. In dieser kleinen Höhle, so
die Legende, soll ein Yoch’lol die Ankunft der Göttin angekündigt haben, die darauf hin Menzoberra ihren
Weg offenbarte.


Der Westwall – Die Altstadt
Der Westwall ist einer der ältesten Stadtteile Menzoberranzans, welcher nun viele alteingesessene aber
kleine Häuser beheimatet. Die Strassen dieses Viertels sind ruhig und fast schon ausgestorben und seine
Einwohner*innen mögen es so – Diskretion ist das Gebot der Stunde im Westwall und nicht mal ich weiss,
was hinter verschlossenen Türen abläuft.


Das einzige, was mir in letzter Zeit berichtet wurde, ist, dass sich Demogorgon und Orcus eine Schlacht
geliefert haben, welche eine weitere Kluft aufgerissen hat, durche welche sie verschwunden sind, während
Grazz’t einen eher diskreten Weg durch das Mistrift genommen hat, welches die Stadt seit Jahrtausenden
mit Wasser versorgt.


Es muss wohl eine direkte Intervention der Lolth gewesen sein, dass nicht mehr zerstört wurde als
Wohnhäuser und Werkstätten und dass die beiden Erzdämonen ihren Tempel – den grössten öffentlichen
Tempel – nur um Haaresbreite nicht zerschlagen haben. Trotzdem sind an jenem verhängnisvollen Tag
dutzende Drow und hunderte Sklaven gestorben.

Wie es momentan im Westwall aussieht, kann ich leider nicht sagen; doch ich hoffe, dass wenigstens Xevas
Höhle, eine wunderbare Taverne und ein noch besseres Casino, verschont wurde.


Tier Breche – Akademie der Drow


Keiner der Bezirke ist so wichtig, dass er eine eigene Fraktion bildet, doch Tier Breche gehört nicht zu
diesen, da er die Heimstatt der Akademien der Drow ist, in welchem nahezu fast alle Drow ihre Ausbildung
durchleben. Es ist jedoch möglich, dass gewisse Häuser ein Kind nicht in die Akademie schicken; solche
Fälle sind jedoch selten, da sie oft die Aufmerksamkeit der Kirche der Lolth auf sich ziehen – bei gemeinen
Familien ist es jedoch einfacher zu bewerkstelligen, da sich die Priesterinnen der Spinne wenig um die Elfen
geringen Blutes kümmern.


Wenn man den grossen Strassen Duthcloims folgt, kommt man bald an die bombastische und
überdimensionierte Treppe, die sich S’sril Ascent nennt. Diese Treppe ist stets von Ehrengarden der
Akademie Melee-Magthere bewacht und beheimatet in den darüber liegenden Spinnweben gigantische
Spinnen, welche im Ernstfall die Stadt verteidigen und so gross wie ein Haus sind.


Wenn man die Treppe hinter sich gelassen hat, erreicht man das grosse Plateau, auf dem man die drei
Akademien finden. Am imposantesten ist die grosse Kathedrale Arach-Tinilith, die einer Spinne
nachempfunden ist und in welcher die weiblichen Kinder der Häuser zu Priesterinnen ausgebildet werden.
Die Kathedrale ist von den beiden anderen Akademien flankiert – rechterhand findet sich die grosse
Pyramide Melee-Magthere, in welcher die männlichen Drow zu Kriegern ausgebildet werden, während
linkerhand die Magierakademie Sorcere sowohl Männer als auch Frauen zu fähigen Magier*innen ausbildet
(wobei jedoch die Mehrheit der Absolvent*innen männlich ist).


Da – gleich allen Elfen – den Drow ein langes Leben eigen ist, nimmt die Ausbildung für die Kinder der
Häuser eine lange Zeit in Anspruch. Eine Priesterin muss 50 Jahre in Arach-Tinilith bestehen und überleben,
bevor sie ihre Weihe erhalten kann, während Magier*innen 30 Jahre in Sorcere studieren. Die Ausbildung
in Melee-Magthere ist mit ihren 10 Jahren die kürzeste, jedoch auch eine der tödlichsten.

Geschichte

Als Corellon Lolth und die Elfen verriet, verfluchte er mit seinem letzten Atemzug die Kinder der Göttin und bannte sie in das Underdark, wo sie auf alle Ewigkeit sich vor dem strafenden Auge der Sonne verbergen sollen. Jene, die Corellons Verrat überlebten, begannen sich im Underdark ein Reich zu errichten und viele Familien zeigten grosses Potential die Drow zu leiten, allen voran die Familie Baenre unter der Führung der Matrone Menzoberra.

Einige der Drow folgten noch den Lügen des Verdorbenen und die ersten Jahre nach dem Verrat herrschte Krieg im Underdark zwischen den Familien der stolzen Drow – sie alle wollten die Geschicke der Dunkelelfen formen und leiten.

Menzoberra aber vertiefte sich in ihr Gebet zur dunklen Mutter und sah eine Höhle, gestützt von einem grossen Pfeiler, die den Verratenen Heimat sein soll.
Was folgte war ein brutaler Thronfolgekrieg, in welchem das Haus Baenre obsiegte und die verbliebenen Häuser zu der gewaltigen Kaverne Araurilcaurak führte und dort eine Siedlung mit dem Namen Menzoberranzan gründete.

Die Siedlung wuchs – wurde Dorf, wurde Stadt, wurde Festung und nach Jahren des Aufbaus offenbarte sich Lolth Menzoberra und auferlegte ihr die Gründung der Akademien Arach-Tinilith, Sorcere und Melee- Magthere, nachdem sie ihr ihren Weg aufgezeigt hatte. Die Verkündung des Weges der Lolth wird seitdem jedes Jahr gefeiert, denn mit ihr geht das Versprechen Lolths einher, dass die Drow sich Eschaton untertan machen werden.
Alternative Namen
Stadt der Intrigen
Art
Large city
Besitzer/ Herrscher
Besitzende Organisation

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