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2.5. Friedhofsscharmützel

General Summary

Nach dem Angriff der Attentäter auf die Verhandlungen mit Arnulf Thorjar war klar, welchen Verlauf die Geschichte nehmen musste. Man bereitete sich seinerseits auf einen Angriff vor. Der Friedhof von Haglingen wurde von den Kultgängern besetzt, die man bisweilen noch nicht akkurat zuordnen konnte. Ihnen allen war das Amulett mit dem Wolfskopf gemein, welches um ihren Hals baumelte.   Man näherte sich dem Friedhof mit zehn Theudericingern. Wido Helmarsûno, ein Krieger mit Hang zum Berserkergang begleitete die Truppe. Alsbald offenbarte sich, dass der Friedhof von über zwanzig Feinden besetzt war, mehr als doppelt so viel, wie die Gruppe Theudericinger zur Verfügung hatte. Man musste taktisch klug vorgehen. Der Feind besaß Handarmbrüste aus dem fernen Burgund, eine Waffe, die die Tödlichkeit eines Armbrustbolzens mit unglaublicher Handlichkeit verband. Diese Armbrüste können im Laufen nachgeladen werden.   Man entschied sich also, sich aufzuteilen und den Feind auf zwei Fronten zu binden, nämlich so, wie es strategisch am besten funktionieren sollte. Man wollte den Feind langsam ausbluten lassen, einen nach dem anderen beseitigen, sodass am Schluss nur noch eine überschaubare Menge Feinde dastand. Dies funktionierte ob der Lautheit der theudericingischen Krieger nicht. Stimmen tragen weit im Wald und so hörten die Feinde den Kampfeslärm von außerhalb des Friedhofs, der aufbrandete, nachdem man einen kleinen Teil der Feinde mit einer Rauchfahne herausgelockt hatte. Die Übeltäter unterbrachen sofort ihr schändliches Werk, nämlich das Schänden der Gräber durch Öffnung und Entwenden der Leichen.   Es kam zu einem Kampf auf zwei Seiten. Die eine Truppe versuchte, durch das Friedhofstor einzudringen, während sich die andere einer davor ausmarschierten Truppe hinter dem Friedhof annahm. Man machte Verluste in diesem Kampf und Natascha wäre in einem spektakulären Manöver beinahe einer harten Bruchlandung zum Opfer gefallen. Glücklicherweise konnte sie sich noch rechtzeitig abrollen.   Man besiegte die Feinde auf dem Friedhof, doch ein Teil von ihnen, darunter auch der Anführer, den man Bernald den Schatten nannte, konnte sich in die Krypta zurückziehen, die mit einer massiven doppelflügeligen Holztür ein nicht zu verachtendes Hindernis bot. Doch die kräftigen Theudericinger konnten auch dieses überwinden und so drang man in die Krypta ein, nahm zwei Gefangene und arbeitete sich nach unten vor. Wieder stieß man auf eine Tür und diesmal waren es Wido und Berngal, die einen schmerzhaften Fehler begingen. Sie öffneten die Türe arglos und sofort schossen ihnen zwei Bolzen entgegen, die sich in ihre Leiber gruben. Das fachte den Zorn der Krieger an und man stürmte den nächsten Raum. Vier Armbrustschützen nahmen an seinem Ende Aufstellung und nur unter Verlusten auf Theudericingerseite konnte man weiter vordringen. Schlussendlich drängte man die Feinde bis in die Hauptkammer der Krypta zurück, wo auf einer erhöhten Position das Grabmal einer edlen Persönlichkeit stand. Davor befand sich eine wesentlich weniger edle Person.   Bernald der Schatten sandte spöttische Grüße, als Wido zuerst in den Raum eintrat. Sechs Armbrustschützen, vier davon waren im vorigen Raum gewesen, richteten ihre Waffen auf ihn. Doch der Theudericinger war in seinem Berserkergang gefangen. Er schleuderte seinen Speer und durchbohrte die Schulter des Schattens. Daraufhin lösten die Feinde und der Krieger wurde von Bolzen gespickt. Er sank zu Boden und sah die Engel Tîrs. Eine Frau von solch grausamer, kriegerischer Schönheit senkte ihren Blick auf ihn herab und wollte ihn zu sich holen. Damit begann eine zermürbende Schlacht inmitten des Grabmals. Die Theudericinger wurden durch die Armbrustschützen vernichtet, Berngal in ein Duell mit Bernald verwickelt, woraus der Schatten siegreich hervorging als Berngal, schwer getroffen von den unmenschlich schnellen Schlägen des Schwertmeisters, zu Boden sank. Die Feinde wandten sich daraufhin Natascha zu, die mit ihrem Bogen von weiter hinten Pfeile abfeuerte. Ganz vergaßen die Grabschänder auf Roy. Nur zwei von ihnen blieben bei ihm, um sich seiner anzunehmen. Sie unterschätzten den Barden, was sie schmerzlich erfahren mussten. Er besiegte sie auf unkonventionelle Weise und beendete ihr klägliches Dasein.   Der Kampf verlagerte sich nun auf das Friedhofsareal vor der Krypta. Draußen war die Sonne dicken, schwarzen Wolken gewichen, die das Schlachtfeld in graue Tristesse tauchten. Hier sollte das nächste Opfer dem Blutzoll anheimfallen. Nataschas Raubkatze warf sich auf einen Befehl ihrerseits hin auf Bernald, doch der geschickte Schwertkämpfer konnte das Tier austricksen und schnitt ihm die Seite auf. Die Katze taumelte noch ein paar Schritte, dann sackte sie leblos in sich zusammen. Das war genug für Natascha. Mit einem wilden Schrei stürzte sie sich auf den Schwertmeister und ignorierte alles andere um sie herum. Doch es war Berngal, der aus seiner Ohnmacht erwacht und mit neuer Vitalität in den Adern grimmig die Stufen der Krypta hinaufstapfte, der dem Schatten ein Ende machte. Als dieser mit Natascha rang holte der Halblingskrieger kaltblütig aus und spaltete dem Schatten das Antlitz. Er erschlaffte augenblicklich und war tot.   Die restlichen Feinde flohen nun panisch. Doch die Gefahr schien noch nicht gebannt. Das Amulett am Hals des Schattens leuchtete in einem gespenstischen Violett und Vibration ging von ihm aus. Bald schon öffneten die ersten Toten rot glühende Augen. Die Gruppe war am Ende, Berngal schwer verwundet, Natascha dabei, in wilder Panik die Wunden ihres Tieres zu versorgen, Wido hatte die Schwelle des Todes gerade so hinter sich gelassen, ein Akt großer Willenskraft und Stärke. Doch die Toten griffen nicht an. Sie wandelten, doch sie unterließen es, die Gruppe zu bedrängen. Der Befehl fehlte. Niemand war da, der das Amulett kontrollierte. Und als die Gruppe es am Nötigsten hatte traf Arnulf Thorjar mit einer großen Kriegerschar ein, die die Toten zurück in ihre Gräber scheuchten. Der Jarl offerierte, die Verhandlungen mit Erzmagier Reginald dem Roten gesittet fortzusetzen, zeigte sich jedoch betrübt über den Verlust von zehn weiteren Theudericingerkriegern. Die Gruppe hatte gesiegt, doch der Preis war hoch und nun war es ander Zeit, schwere Wunden zu lecken, während der Feind bereits seine nächsten Schritte plante...

Belohnungen

Berngal fand einen Schatz am Grabmal und ihn überkam die egoistische Sucht nach Reichtümern. Er hatte verdient, was dort lag, darin war er sich sicher. Vier Edelsteine nahm er mit und Münzen im Wert von 200 Kronen.

Abgeschlossene Missionen/Quests

Der Friedhof wurde gesäubert und die unmittelbare Bedrohung der Theudericinger durch die Grabschänder wurde gebannt. Der Weg ist nun frei für gesittete Verhandlungen.

Mit Charakteren interagiert

Arnulf Thorjar Bernald der Schatten
Datum des Berichts
20 Sep 2019
Hauptschauplatz
Nebenschauplätze

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