Holzteeautoignition (ウッドセルフイグニッションティー Uddoserufuigunisshontī)
Für die verheerende Operation 'Teestunde' am 8. Dezember 1944 setzte die japanische Luftwaffe eine neuartige Substanz ein, die durch besondere chemische Reaktionen mit den Hölzern der Flugdecks US-amerikanischer Flugzeugträger zu katastrophalen Bränden führten.
Die in biologischen Tanks aus speziellen mandschurischen Teeblättern und anderen Materialien vergorene Substanz entfaltet ihre monströse Wirkung bei jedem Kontakt mit Holz, weshalb die Trägerflugzeuge und die Transportgefäße speziell präpariert werden mussten.
Die Wirkung des Aufeinandertreffens von Holz mit der Substanz wird als Holzteeautoignition (HTI) bezeichnet.
Übertragung & Vektoren
Ursachen
Symptome
Als die seltsamen Vasen auf uns geworfen wurden, lachten wir zuerst und machten darüber Witze, dass die Japsen jetzt schon so verzweifelt wären, uns mit ihrem dämlichen Porzellan zu bewerfen. Ich wurde als Schiffsjunge unter Deck geschickt, um Aufwaschgerät zu holen. Als ich mich umwandte, brannnte das ganze Deck wie die Hölle.
Behandlung
Auf allen im Atlantik und Mittelmeer stationierten Flugzeugträgern (Belleau Wood, Bon Homme Richard, Cabot, Enterprise, Franklin, Hornet, Intrepid, Lexington, Princeton, Ranger, Saratoga und Wasp) der beiden genannten Staaten wurden sofort die Flugdecks mit feuerfestem Asbest überzogen, weil die Sorge bestand, dass Japan seinen deutschen Verbündeten die Herstellungsmethode der grauenvollen Substanz mitteilen würde. Da allerdings ein spezieller, ligninspaltender Tee aus der Mandschurei nötig ist, würde das Rezept alleine nicht nützen. Japan hat aber präventiv nur noch Flugzeugträger mit zementenen Flugdecks gebaut.
Prognose
Der Prozess hält so lange an, bis jedes Ligninmolekül vollständig umgesetzt ist.
Wirte & Überträger
Die Substanz selbst muss in holzfreien, trotzdem leicht brechbaren Vorrichtungen transportiert werden. Glas und Porzellan unter Unterdruck haben sich dafür als sichere und zugleich effiziente Weise bewährt. Die Verladung der Porzellankörper verlangt aber höchste Vorsicht und Präzision. Jedes Flugzeug trug vier dieser Porzellankörper im Schacht.
Vorbeugung
Geschichte
Möglicherweise haben mandschurische Legenden über Feuerdämonen zu Rückschlüssen geführt. In einer dieser Legenden heißt es:
Wer nicht alle acht Jahre ein Kalb, einen Fisch und eine Lotusblume für den großen Zaro-Usubundi opfert, zu dem kommt der Dämon der Steppe und verbrennt mit seinem Feueratem alle Teesträucher des Frevlers und aller seiner Mitdörfler.Durch chemische Raffination dürfte der Prozess noch beschleunigt und vor allem unlöschbar gemacht worden sein. Nur in Geheimdokumenten wird über verheerende Unfälle auf dem Testgelände gesprochen, bei denen hunderte kriegsgefangene Zwangsarbeiter ums Leben gekommen sein sollen, weil sie alle Holzschuhe tragen mussten.
Kulturelle Wahrnehmung
Auch wenn die Substanz selbst nicht weiter bekannnt ist, weil alle angegriffenen Schiffe zerstört wurden, so hat sich doch das Bild der 13 brennenden Flugzeugträger in das kollektive Gedächtnis des Krieges eingebrannt. Besonders der dreiste Angriff auf die im Dock in Fort Bragg liegende Indepence ließ die ganze Hafenanlage schaurige vom Feuerschein leuchten.
Da der Angriff am frühen Morgen erfolgte, waren auch die Löscharbeiten in den umliegenden Hafengebäuden, die bei dem Bombardement als Kollateralschaden auch getroffen wurden, nur zögerlich und dann vergeblich gewesen.
In Japan gilt zwar die Operation Teestunde als militärischer Erfolg, wird aber kulturell nicht speziell erinnert.


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