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Sun 13th Oct 2019 03:44

Zusatzinfo - Post Melekessa 11

by Kinara Falrik

Sacrz vnD [TIvTaEn DEs FinsTrRKA mms,
gesammelt uon Alborn uon Hengisfort, 902 BF
^
Der Foliant enthält diverse handschriftliche Märchen und Sagen über
V das Finsterkamm-Gebirge. Ein Held mit einem Tälentwert auf Lesen/
YI'::!:"lf;'!Xi:::#:|J;:6odermehrbenötig'rzweistunden'
Aufgezeichnet sind bekannte und unbekannte Erzählungen und Sagen
wie Der Wilde Mann, Hübich und das Einhorn, Der Berggeist im
Spiegelsee, Der goldene Thnnzapfen, Der tapfere Förstersohn und Die
Zuterge in der Wiesenmühle. Von Interesse ist insbesondere das uralte
Mrirchen uom Wundertal. Es berichtet vom Schicksal des Bergbauern
Arnkiel, der bei einem Erdrutsch Haus und Hof verliert. Auf der Suche
nach einem neuen Heim streift er durch den Finsterkamm und
findet ein wundersames Tä1, in dem er die Herren der Elemente dabei
überrascht, wie sie Rat halten. Das Bäuerlein bleibt natürlich nicht
une ntdeckt und wird zum Stillschwe igen verpflichtet. Als Gegenleistung
werden ihm drei Wünsche gewährt, die sein Schicksal wieder
zum Guten wenden.
DiE SacE vom WvnDERTAL
oEinst, als die Weiten noch unaforscht und noch alle Menschen götterfürchtig
uaren, lebte ds Bauer Arnftiel friedlich und glücftlich an
einem bergigen Hang. Vor seinem Haus lag eine ftleine Ebene, auf
der er tagein, tagaus und lahrfiir lahr seinen Acfter bestellte. Er huldigte
den Zutölfen und uard uon Peraine gar manches Jahr mit üppigem
Ertra.g beschenftt. Und auch taenn es nur ein ftleines Flecftclzen
uar, so blieb Arnftiel genug zum Leben - und grad für den grimmen
Winter, denn er lebte allein dort oben und u)a,r glücftlich.
Doch eines Nach*, als der gestreßge Herc Efferd die Wolfren aufbrechen
liefi, als die tosende Stumtgöttin mit Blitz und Donnngrollcn
übm den Himmel zog und der möchtige Hen Ingeitnm an den Felsen
des Finsterftamms rüttcltc, da uard es auch um die glücftlichen
Zeiten des Arnftiel uorbei. Er selbst tuusste nicht, utesltalb ihn die
Götter so straften, und so raflnte er hinaw ins Freie und flehte in
den Himntel, das (Jnuetter möge auJhören - als geradewegs die brüchigen
Wrinde des Fekhanges über ihm zusammenbrachen und ein
tctsender Erdrutsch des Bauern ganzes Haus und den ganzen Hof
uerschüttete. Mit bebendem Körper sah der Bau.er uie sein Heim
flr immer uerloren u)a.r - doch erftannte er uelchen Winft ihm die
Zruölfe uirftlich gegeben hatten! Froh, mit heiler Haut auch noch
die nöchsten Sommer und Winter erleben zu dürfen, danftte er ihnen.
Doch was sollte der alyne Antftiel jetzt anfangen? Sein ganzes Hab
und Gut taar uerlctren, sein Hof uerschüttet, das Acfterlein auf immer
unter Geröll begraben ,So beschloss der Bauer schlie/3lich, sich ein
neu.es Flecftchen im gro/3en Gebirge zu suchen.
Und uie der Arnfriel auf der Suche nach einem neuen Heim du.rch
den Finsterframm streffie, uurde er eines Morgens gar uon dent strahlenden
Leuchten einer goldenen Bergftuppe geblendet. Froh ob des
Zeichens der Götter - und an Neugier sollt's ihm nicht mangeln -
marschierte der Bauer in Richtung dieser goldenen Bergftuppe, als
er dort ein ruundersames Thl fand! Gar merfttuürdig sah es ihm aus,
uoller Leben und gar ungeuöhnlich hier im ftargen Gebirge.
Vorsichtig und mit ftlopfendem Herzen durchstreifte er das utundersante
Tal, als er auf einer Lichtung furchtbar seltsamer Gestalten geutahr
uu.rde. Schnell uerstecfrte er sich in einem groJ3en Strauch in
der Illähe, denn uomöglich u.)aren es Röuber die ihm seine Stiefel
stehlen uollten. Doch utie Arnftiel nun in dem Gebüsch hoclpe und
seine Ohren spitzte und auch genau hinschaute, da uar ihnt plötzlich
geuiss, dass dies mitnichten böses Gesindel watr ja, nicht einmal
menschliche Wesen überhaupt. Und auch fteine Schutarzpelze oder
Rotpelze oder furchtbares Drachengetier. Nein, es tuaren die Elementarherren,
die in diesem Thl ganz olfen Rat in ihren Angelegenheiten
hielten.
Arnftiel nun u)ar sehr aufgeregt, doch er lauschte weiter; um alles zu
hören, was sie besprachen. Dabei neigte er jedoch seinen Kopf immer
mehr aus dem Gebüsch - und schlie/3lich fel er heraus ntit lautem
Poltern, und die Elernentarherren utichen erschrocken zurücftob des
uncrtuorteten Gastes.
Nachdem sie aber utu.ssten, dass es nur der Baner Arnftiel war und
ftein Scherge des Dömonensultans, da halfen sie ihm hoch und schauten
ihm ernst in die,4ttgen: "Böuerlein, fteinem Sterblicher ist es erlaubt,
dieses Thl zu beteten, oder ga4 in ihm zu schauen und zu
lauschen", sprachen sie ntit besorgten Stimmen. Arnftiel jedoch, der
nicht outtsste, dass es mächtige Elementarherren tuaren, erzöhlte nun,
dass er ganz unabsichtlich hierher geraten r,uar und auch gleich wieder
gehen utolle.
Die Elementarhetren tuollten Gnade ualten lassen und uerpflichteten
Arnftiel zu groJ3en Stillschweigen über dieses Thl der Elemente.
Ak Gegenleistung uollten sie ihm drei Wünsche erfiille, auf dass er
nicht uteiter der rastlose Wanderer uat sondern sich sein Schicftsal
uieder zum Guten uendete.
Bauer Arnftiel uar einuerstanden. Er uerlie/3 das Thl, wünschte sich
als erstes ein Haus, als zuteites einen Hof und als drittes einen ftleinen
Acfter und lebte glücftlich und zufrieden bis an sein Lebensende.o

Elvoronheute um 02:55 Uhr
Erscheinung: Der Zwergträgl einen wilden, ungepflegten Bart und legt
auch sonst nicht sehr viel Wert auf sein Außeres. Sein Kopfhaar ist hinten
schon sehr licht, was auch gut zu erkennen ist, da fandrim meist
ohne Helm auf der Baustelle des Klosters zu sehen ist. Mit dunkler, unangenehm
lauter Stimme gibt er seine Befehle an die Handwerker und
Helfer - und auch die Helden stutzt er gern einmal zurecht, nur um
sich wenig später durch eine Runde Schnaps mit allen zu versöhnen.

Elvoronheute um 03:27 Uhr
Plotzlich ist monotoner Singsang zu ve rnehmen, der auf eige nwillige
Weise sogar den Sturm übertönt. Aus heiterem Himmel
reifJt die Wolkendecke auf, und wie ein e Lanze bricht ein Sonnenstrahl
zwischen den Wolken hindurch. An der Stelle, wo das
Licht zuerst auf den Boden trifft, erkennt ihr die sich an den
Händen haltenden Hüter Bormund, Emmeran und Regiardon.
Ein körperlich fast luhlbar warmes Schimmern scheint von den
dreien auszugehen. Im selben Moment lässt der Wind nach, die
dunkle Wolkendecke wird formlich hinfort gespült, und wenige
Augenblicke später sind Kloster und Täl nur noch vom Licht der
hell strahlenden Mittagssonne erftillt.

Elvoronheute um 03:41 Uhr
 
bedeutet "Erdscholle". Doch nicht genug der Rcitsel. Irn uerfluchten
Selem wal 'nMot" in J-rüheren Thgen die Bezeichnung für einen
Wissenden, einen "Wahrer", utciltrrend das ungebröttc'hliche "Moht"
nichts Anderes als "Geheintnis" hei/3t. AII diese uerwirrenden Deutungen
lassen daher fteinen eindeutigen Schlttss zut und weisen nur
auf etuas sehr Altes hin.
Bedeutet Arras de Mott nun "Hüter der Erdscholle", "Hüter des Geheimnisses"
oder gar "Geheintnis des Hüters"? Der Hochheilige hat
sich zu diesem Thema zu Lebzeiten stets ausgeschwiegen.
Doch es ist undenftba4 dass [-lrischar uttseren hochheiligen Ordens
gründer ohne Grund bei diesem Namen genannt hat. Somit bleibt
die uahre Bedeutung dieses Namens uohl auf immer ein "Geheimnis
des Verstorbenen" - eine I{amensinterpretation, die streng genommen
ebenfalk in Betracht gezogen werden mLtss ..."
AELLE 4:
HinTERrAssErrs cHArTrn DEs HüTrru,
uon Bruder Laurentin, in Leder eingeschlagener Foliant,
ca. 923 BF (ca. 70 u. Hal)
Der Band beschreibt auf sehr glorifizierende Weise das Leben des
Ordensgründers Arras de Mott. Zwischen den Zeilen deutet der Autor
an, dass viele Entscheidungen des Hochheiligen im Nachhinein
nur schwer nachvollziehbar seien und offensichtlich auf höherer Eingebung
beruhten. So sei z.B. der Bau des Hauptklosters im Finsterkamm
aufgrund e iner solchen Weisung erfolgt. Selbst seinen 'lod soll
der Flüter vorausgesehen und daher auch Vorsorge für sein Ableben
getroffen haben.
Zeit seines Lebens war es sein größter Wunsch, auf dem Flauptsitz
des Ordens seine letzte Ruhe zu finden. Arras de Mott zugeschrieben
werde die Niederschrift Offenbarung der Sonne - Gespröche mit dem
Götterboten, ein heiliges und geheimes Buch der Praios-Kirche, sowie
ein rätselhaftes Amtszepter, das er ein |ahr vor seinem Tod aus Gold,
Mond- und Bernstein anfertigen ließ und anschließend persönlich
weihte. Das Szepter und die darauf befindlichen Symbole werden
als Sinnbild des Mysteriums uon Kha gedeutet, dem Madas Freuel als
Zeichen der Ungehorsamkeit und Anmaßung gegenüberstehe. Die
Aufgabe des Hüters liege darin, die anmaßenden Menschenkinder in
ihrem Wissendrang zu zigeln, da dies unweigerlich den Kräften der
Niederhöllen den Weg ebnen würde. Vom Hochheiligen ist überliefert,
dass er das Szepter kurz vor seinem Tod mit folgenden rätselhaften
Worten an seinen Nachfolger übergab: "Nimm de n Pf,ortner, der
den Gerechten den Weg weist, wenn die Tochter der Schlange wieder
im Frevel erstrahlt!"

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