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7. Zuflucht ohne Entkommen

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Der Tag verlief soweit unspektakulär. Wir unterhielten uns über Roberts Forschung, spielten Karten und hielten beim Mittag Ausschau. Leider ohne Erfolg. Beim Abendessen versuchten wir es erneut.

Der Speisewaggon war räumlich in drei Bereiche eingeteilt. Jeweils in der Nähe der Eingänge befanden sich Tische und Sitzgelegenheiten. Der dunkelgrüne Bezug der Sitzmöbel zusammen mit dem zarten Braunton der hölzernen Einrichtung machte einen heimeligen Eindruck auf mich. In der Mitte des Speisewaggons befand sich die Küche, sodass sich ein Gang zwischen den Essbereichen bildete. Breit genug für Leon. An diesen Küchenbereich war eine Bar angesetzt. Sie hatte ihren Tresen zum Gang hin. So war der Küchenbereich, der einen eigenen Raum bildete, formschön kaschiert.

Uns wurde gerade das Dessert eines vorzüglichen drei Gänge Menüs serviert. Eine Kugel Vanilleeis unter einer grazilen Haube aus gesalzenem Karamell.

Wir saßen so in der Ecke, dass ich und Freddy nahezu freien Blick in den ganzen Waggon hatten. Leon und Robert saßen uns entsprechend gegenüber.

Bei der Abfahrt des Zuges hatte Freddy aktiv nach unseren möglichen Verfolgern gesucht. Das Kribbeln, dass ich verspürt hatte, waren Flammenimpulse von Freddy gewesen. Lebewesen mit einem ausgebildeten Flammenorgan geben unter normalen Umständen ständig kleine Mengen von Seelenflammen ab. Dies lässt sich gängigerweise auf zwei Arten vermeiden. Durch kontinuierliches Training gewöhnt man sich an, Flammen aus der Umgebung zu absorbieren. Alternativ kann für diesen Zweck auch ein absorbierendes Flammenwerkzeug verwendet werden. Über ein solches Werkzeug verfügte ich. Es schirmte uns vier auch jetzt gerade ab.

Freddy zielte darauf ab, anhand der Stärke seiner Flammenimpulse und deren Reflexionen zu erkennen, wie viel von ihnen wo und durch was absorbiert wurde. Das war eine unheimlich komplizierte Technik. Mein Labor ist immer noch am Versuchen, sie als Flammenwerkzeug bzw. Flammenartefakt zu replizieren. Ich dachte daran, es als Flammenradar zu bezeichnen, wenn die Erfindung tatsächlich gelingt. Jedenfalls resultierte das Passieren von Freddys Seelenflammen durch meinen Körper in ein Kribbeln, welches ich und auch die anderen Passagiere gespürt hatten. Freddy hatte es zeitlich so abgepasst, dass die Fluktuation der Seelenflammen auch dem Antriebsstrang des Zuges zugeordnet werden könnte. Unsere aktive Suche sollte somit nicht aufgefallen sein. Diese Art der Suche stand uns gerade aber nicht zur Option. Eine Fluktuation aus nächster Nähe würde uns nahezu sicher als das preisgeben, was wir waren. Ein dahinschmelzendes Dessert auf einem Silbertablett. Mein Ziel war es aber unsere Kontrahenten in die Schranken zu weisen, bevor sie auf dumme Ideen kamen. Also lagen wir hier wie ein Blizzardleopard auf der Lauer. Eins mit seiner Umgebung. Wartend auf den goldenen Moment.

Freddy knackte mit seinem Löffel das Eisgefängnis aus Karamell.

Der Tisch am Ende des Waggons. Geradezu. Murmelte Freddy in meinem Kopf. Zwei Seelenwächter. Jäger?

Wahrscheinlich. Ich seufzte. An dem Tisch saßen zwei Personen in ziviler Kleidung. Ein blonder junger Mann in weißem Hemd und eine brünette Frau in einer dunkelroten Bluse. Sie trug eine dazu passende Anzughose in einem leicht helleren Rotton. Angemessen, um in der ersten Klasse nicht unnötig aufzufallen. Stellte ich fest.

Eine Kapuzenjacke ist auch angemessen. Kommentierte Freddy. Kleidung sollte bequem sein.

Meine blauen Seelenflammen erlaubten es mir, die Wahrnehmung und Gehirnaktivitäten zu manipulieren. So konnten Freddy und ich uns in Gedanken austauschen. Wichtigste Bedingung war räumliche Nähe, um die Wirkung wirklich zu entfalten.

Uh, ist das lecker. Schoss es Freddy durch den Kopf, als er den ersten Löffel versenkte.

Ich tat es ihm gleich. Das Karamell knackte unter meinem Löffel. Eine goldgelbe Kugel Eis kam zum Vorschein.

Sind sie hinter uns her? Fragte ich mich.

Hinter was auch immer sie her sind, sollte in diesem Zug sein. Stellte Freddy fest. Sonst würden sie nicht auch beim Abendessen Waffen bei sich tragen.

Oh, sie haben Waffen bei sich?

Keine Ahnung was für welche, aber sie sollten aus höherwertigen Materialien gefertigt sein. Manchmal gelingt es ihnen nicht, die Fluktuationen zu unterbinden.

Wo Freddy Fluktuationen wahrnahm, war für mich nur stumpfes Hintergrundrauschen. Selbst wenn ich alles um mich herum ausblenden würde, würde ich es wahrscheinlich nicht wahrnehmen. So wie es Werkzeuge gab, die Seelenflammen absorbieren konnten. So gab es auch Artefakte, die Flammen abgeben konnten. Die Mehrheit aller Gerätschaften, Waffen, Werkzeuge und Artefakte bauten sogar gerade darauf auf. Entweder gaben sie Seelenflammen ab, bis sie aufgebraucht waren oder sie konnten Seelenflammen vorübergehend speichern. Wiederverwendbare Kristalle mussten von höherer Reinheit sein.

War dir sonst noch etwas aufgefallen vorhin?

Nein, vor der Fracht stoppen meine Impulse ja.

"Entschuldigen Sie bitte?" wendete ich mich an den Kellner, der uns gerade passierte. Die Kellner unterschieden sich in mehrerlei Hinsicht von den Kampfschaffnern. Zum einen hatten sie keine Kampferfahrung, es waren einfache Bürger. Weiter wechselten sie zwischen den Bahnhöfen. Ihre Uniform war in einem dunklen Grün gehalten, ähnlich dem Polsterbezug der Sitzgelegenheiten im Windstecher.

"Womit kann ich Ihnen helfen?"

"Ich würde gern noch einen Tee bestellen. Etwas Fruchtiges."

"Sehr gern. Wir haben gerade einen aus Torobeeren an Bord. Angenehm süß, aber nicht zu überschwänglich."

"Das klingt gut, vielen Dank."

Der Kellner gab meine Bestellung dem Barmann weiter.

"Wir werden uns schon einmal ins Abteil zurückziehen.", sagte Leon.

"Wieso?", fragte Robert etwas verdutzt. Er schwebte bis eben im gehobenen Suppenkoma.  "Ah, vergiss meine Frage."

 

"Darf ich mich zu euch setzen?", fragte ich und nahm ohne Zögern Platz. Nach Außen wirkten die beiden Seelenwächter kaum angespannt. Doch ihre Gedanken rasten. Keine Frage. Wo sie ihre Artefakte versteckt hatten, konnte ich auch jetzt aus nächster Nähe nicht erkennen. Waren sie als Schmuck getarnt? Ihre Kette? Seine Manschettenknöpfe? Waren sie doch Jäger?

"Ich kenne euren Auftrag." Sanft stellte ich meine Tasse heißen Tee ab. Der Dampf stieg deutlich sichtbar auf. Er kräuselte sich in der Luft vor mir.

"Lasst mich eines unmissverständlich klarmachen." Meine Hand streifte über die Tasse. "Wenn ihr in diesem Zug kämpft, werde ich euch töten." Mein Tee war zu einem soliden Block Eis gefroren. Eiskristalle bildeten sich an der äußeren Wand der Tasse. Ein leises Knistern lag in der Luft, von den Eiskristallen, die sich plötzlich um die Tasse bildeten. Mit dem nächsten Wimpernschlag befanden wir uns an einem anderen Ort.

- Gedankenexpansion -

Die beiden Jäger standen vor mir. Im Nichts. Zehn Meter um uns herum war nichts außer dumpfen Weiß. Danach folgte absolute Finsternis. Undurchdringlich und unnachgiebig.

"Was ein dreckiger Mist." meinte der Blondschopf und ließ die Schultern hängen. Jeglicher Kampfeswille hatte sich verflüchtigt.

"Du weißt, wo ihr seid?", fragte ich neugierig.

"Ich habe eine grobe Ahnung.", antwortete er und begann sich die Schläfen zu massieren. "Das hätte nicht beschissener laufen können."

"Ja.", stimmte ich ihm zu.

"Hätten die beiden hohen Herren die Güte, mich verdammt nochmal einzuweihen?!", polterte seine brünette Partnerin los. "Ich finde es ja wunderbar, dass wir uns scheinbar nicht einmal zur Wehr setzen. Aber ich versteh nur Bahnhof. Falls wir den überhaupt noch erreichen werden."

"Einfach gesagt." Er seufzte. "Sind wir in seinem Kopf."

"Na schönen Scheiß. Ausgerechnet hier ein blauer Teufel."

Interessiert legte ich meinen Kopf zur Seite. Im Zug, bei unseren realen Körpern, waren gerade einmal Sekundenbruchteile vergangen. Wenn die beiden tatsächlich Seelenjäger sind, würden mich in ihren Köpfen sicher einige Siegel und Fallen erwarten. Die würde ich zwar überwinden können, aber dafür blieb mir in einem belebten Waggon weder Ruhe noch Zeit. Deswegen hatte ich sie stattdessen hierher geholt.

"Anwender blauer Seelenflammen soll es geben.", sagte er in einem beschwichtigenden Tonfall.

"Wozu gibt es ein Register, wenn diese Sonderlinge dann nicht richtig erfasst sind!"

Er betrachtete mich für einen Moment mit Sorge. Wenn ich es darauf anlegen würde, würden sie diesen Ort niemals bei klarem Verstand wieder verlassen. In meinen Gehirnwindungen gefangen, wird ein Moment zur Ewigkeit, bis ihr Verstand schließlich aufgibt. Das würde mich zwar auch einiges an Kraft kosten, schließlich zählen Seelenjäger nicht ohne Grund zur Elite, doch war ich gerade bei Leibeskräften. Er wendete sich wieder zu seiner Partnerin.

"Was hätte es dir in dieser Situation gebracht?", fragte er sie. Falsche Frage...

"Dann hätte ich diesen Unglücksbringer wenigstens erkannt.", fiel es aus ihr heraus. "Und verdammt nochmal Abstand gehalten. Jetzt hat dieses Monster unsere Leben in seiner Hand..." Erst jetzt schienen ihre Gedanken ihre eigenen Worte einzuholen. Eine Mischung aus Unsicherheit, Übelkeit und Angst zeichnete sich in ihrem Gesicht ab. Langsam drehte sie sich zu mir.

Sein Partner trat einen Schritt auf mich zu. "Ich möchte mich entschuldigen." Er wollte sich gerade verbeugen, als ich meine rechte Hand hob.

"Nicht notwendig." Ein breites Lächeln stand mir ins Gesicht geschrieben. "Ich amüsier mich köstlich. Sonderling war neu für mich. Den kannte ich noch nicht."

"Ihr werdet uns also leben lassen?", fragte der junge Mann nervös. Er traute dem Braten nicht.

"Meine einleitende Aussage besteht weiterhin.", sagte ich kühl. Ich verschränkte meine Arme leicht hinter meinem Rücken und griff nach meinem rechten Handgelenk. "Wenn ihr es wagt, in diesem Zug zu kämpfen, werde ich euch töten."

Seine Partnerin trat nun ebenfalls vor. Ihr Temperament schien sich für den Moment beruhigt zu haben. "Ich versichere Ihnen, dass wir nicht die Absicht eines Kampfes hegen. Wir sind lediglich zur Beobachtung hier und werden bei nächster Gelegenheit umkehren."

"Seit wann wisst ihr um unseren Auftrag?", fragte ich.

"..."

Sie wechselten besorgte Blicke.

"Wenn ihr nicht sprechen wollt, dann..."

"So ist es nicht. Bitte." Er atmete gepresst aus. Was auch immer es war, entweder sie durften es mir nicht erzählen oder sie hatten Sorge, dass ihre Antwort mich nicht zufrieden stellen würde. "Um ehrlich zu sein. Nun wie soll ich sagen." Er schaute mir kerzengerade in die Augen. "Wir wissen nicht, warum wir hier sind."

"Wir wurden eilig von einer anderen Mission abgezogen, um diesen Zug zu überwachen.", ergänzte seine Partnerin.

Das war alles? Das kann doch niemals alles sein. "Wonach sollt ihr Ausschau halten?"

Sie beiden tauschten erneut einen Blick aus und sagten dann. "Das wissen wir nicht."

"Lasst mich das zusammenfassen." Ich verschränkte meine Arme vor der Brust. "Zwei Seelenjäger werden kurzfristig von einer Mission abgezogen, um einen Zug der Nation Hardon zu überwachen. Dabei werden sie nicht einmal informiert, was sie zu beobachten haben. Noch mit welchen Gefahren zu rechnen ist?"

Ich vernahm ein dezentes Nicken vom Blondschopf. Ich seufzte. Das macht alles keinen Sinn.

"Nennt mir eure Namen und eure Seelenfarben.", forderte ich sie auf. Meine Stimme nahm dabei eine Befehlsform an, wie sie für Seelenwächter Gewohnheit ist.

Der junge Mann schloss den Abstand zwischen seinen Beinen und richtete sich gerade auf. "Jonathan Richter, das flammende Schwert Raktars."

Mein Blick wechselte zu seiner Partnerin, die es ihm gleichtat.

"Michaela Feinschwirtz, der stechende Speer Raktars."

Ich rollte gedanklich mit den Augen. Jetzt müssen die ungewollten Soldaten schon die Namen verwenden, die sich die staatliche Religion erdacht hat. Die Indoktrinierung scheint ja weiter auf Hochtouren zu laufen. Er beherrscht also rote Seelenflammen. Diese besonders heißen Flammen erlauben wesentlich mehr Kraft auszuüben, als es einem Anwender anderer Seelenflammen möglich wäre. Sie auf der anderen Seite beherrscht gelbe Seelenflammen. Diese Flammen hatten die Kampfveteranen beim Einlaufen des Zuges auch eingesetzt. Sie erlauben eine unheimlich gesteigerte Bewegungsgeschwindigkeit und sind dabei weniger schädlich für den Körper als rote Flammen, da sie bei weitaus niedrigeren Temperaturen arbeiteten. Wenn ich mich recht erinnerte, wurde dieser Zug aus einer Mischung beider Seelenflammen angetrieben. Rote Flammen für die Erzeugung des notwendigen Dampfes und gelbe Flammen für die Kontrolle des Drucks.

"Frau Feinschwirtz, Herr Richter." Mein Blick wechselte zwischen den Beiden. "Ich werde Sie nun wieder sich selbst überlassen. Ich werde Ihnen nicht erläutern, wer ich bin. Wenn Ihnen Ihre gegenwärtige physische Gesundheit am Herzen liegt, sollten Sie dem auch nicht nachgehen." Ich drehte ihnen meinen Rücken zu. "Passen Sie auf sich auf."

So plötzlich wie sie sich in meinem Kopf wiedergefunden haben, so plötzlich waren sie wieder im Speisewaggon. Ich beobachtete sie noch einen Moment. Da sie bereits gegessen hatten, zogen sie sich schleunigst in ihr Abteil zurück. Ich kehrte zurück an diesen endlosen Ort.

"Wirst du schwach auf der Brust, mein Jungchen." *Klack*
"Teufel, Sonderling, Unglücksbringer..." *Klack*
"Monster..." *Klack*
"Früher hätten wir ihnen ihren Platz gezeigt." *Klack*

Aus der Schwärze des Nichts trat eine Figur. Sie hatte eine etwas gebückte Haltung und stützte sich auf einen Gehstock. Im allgegenwärtigen Licht unmittelbar um mich herum wurden mehr Details sichtbar. Ein tiefblauer Anzug, eine kobaltblaue Fliege, schütteres graues, ausgelaugtes Haar und ein von Falten durchwuchertes Gesicht zierten ihn.

"Eine über Generationen genährte Angst kommt nicht ohne Grund." *Klack*

In meinem Gesicht regte sich keine Emotion. Ich stand ihm direkt gegenüber. Meine Arme hingen lose von mir herab. "Womit kann ich dir helfen?"

"Was denn so abweisend. Wenn du dich hier amüsierst, dachte ich, nehm ich das auch mal als Chance."

"..."

"Komm schon Valentin."

"..."

"Um auf deine Frage zurückzukommen." Ein Funkeln spiegelte sich in den eingesungenen Augen vor mir wider. "Du könntest mich bei Gelegenheit mal Urgroßvater nennen." Ein feixendes Schmunzeln zeichnete sich durch seine Falten. "Nur so als Option."

"Das kommt nicht infrage, Seelendämon Hammthal."

"Ahrgnnn..." *Klack* "Ach komm schon. Nur einmal."

"Nein, darauf kannst du ewig warten."

"Ewig? Unsere Leben sind aneinander gebunden, dank dir."

"Als ob du nicht eingewilligt hättest, Seelendämon Hammthal."

"..."

"Ist etwas, Seelendämon Hammthal?"

"Ok, ok. Begraben wir das Kriegsbeil und gehen uns nicht gegenseitig auf die Ketten."

"Danke."

Mit einem Gedanken erschien ein Tisch und Stühle. Wir setzten uns. Aus dem weißen Elend und der alles verschlingenden Nacht wurde eine begrünte Terrasse an einem Berghang bei strahlendem Sonnenschein. Eine kühle Brise streifte mir über Arme und Gesicht.

"Was ist deine Meinung?", fragte ich. "Sie kennen ihr Missionsziel nicht?"

"Das hätte es im alten Raktaran nicht gegeben."

"So sehe ich es auch. Schade, dass der Frachtraum vor Seelenflammen abgeschirmt ist, sonst hätten wir einen Anhaltspunkt mehr.", merkte ich an. "Kannst du dich an das Gesicht des Oberschaffners erinnern?"

"Oberschaffner?" Er schaute für einen Moment gedankenverloren an mir vorbei. "Da hab ich geschlafen."

Seelendämonen müssen nicht wirklich schlafen. Es ist eher ein Dämmerzustand, um Zeit zu überbrücken. Als möglicherweise ewig lebende Lebensform wird es sonst wahrscheinlich auch schnell langweilig.

"Mir scheint, dass das einer der Versuche ist, die Seelenjäger loszuwerden.", formulierte Hammthal die für uns beide naheliegendste Vermutung.

"Sollten sie also mir in die Arme laufen?"

"Hmmmm..." Er kratzte sich am Kinn. "Vielleicht ja nicht unbedingt dir, aber irgendwem. Was meinte dein Kumpane noch gleich: Hinter was auch immer sie her sind, sollte in diesem Zug sein."

"Ich werde Leon und Freddy anweisen, weiter wachsam zu sein."

"Das wird das Beste sein. Ich werde für meinen Teil auch die Augen" Dabei deutete er Anführungszeichen in der Luft an. "offenhalten."

"Ok." Ich erhob mich. "Dann wollen wir mal."

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< Fragen der Innenrevision >

Innenrevision: "Ihre spontane Entscheidung wurde von der Innenrevision als gerechtfertigt bewertet. Jedoch muss ich Sie darauf hinweisen, dass Sie sich am Rande des Akzeptablen befunden haben."

Richard Thal: "Zur Kenntnis genommen."

Innenrevision: "Vielen Dank. Nach meinem Verständnis müssen Sie für Gedankenexpansion Körperkontakt haben. Bitte erläutern Sie der Innenrevision, wie Sie die Distanz überbrückt haben."

Richard Thal: "Haben Sie schon einmal gegen einen Taschenspieler gespielt?"

Innenrevision: "Ahhh, ich verstehe. Die Tasse war Ablenkung. Notiert. Bitte fahren Sie mit Ihrem Bericht fort."

< Den Austausch mit meinem alten Herren, habe ich der Innenrevision vorenthalten. ;) >

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