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11. Anmerkungen der Innenrevision

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Der Vorfall wurde von der schnellen Eingreiftruppe des Korrektorats eingedämmt. Die Gedächtnisse der Passagiere wurden ordnungsgemäß korrigiert. Der Vorfall ist somit nur Angehörigen des Korrektorats, der Handelsnation Hardon und den beiden Seelenjägern bekannt. Die Seelenjäger konnten nicht gestellt werden. Ihr Aufenthaltsort ist unbekannt. Sie sind zur Suche ausgeschrieben. In dem Vorfall kamen insgesamt 47 Personen ums Leben. Fünf Waggons wurden teilweise zerstört. Weiterhin zerstörte die Explosion das an den Schienen verlegte Telegrafennetz.

Die Ausführungen von Korrektor Richard Thal konnten anhand von Zeugenberichten und Erkenntnissen der schnellen Eingreiftruppe des Korrektorats weitestgehend bestätigt werden. Der Ausbruch an weißen Seelenflammen wird rückwirkend auf die Stufe VIII der Seelenflammenskala eingeordnet. Ein solcher Ausbruch in einem üblichen Gebäude hätte zu einer Zerstörung der tragenden Elemente und somit zum Einsturz selbigen Gebäudes geführt.

Nach Kenntnislage der Innenrevision bewegen sich schwarze und weiße Seelenflammen außerhalb des uns bekannten Spektrums. Insbesondere die außerordentlich aggressive Natur der schwarzen Seelenflammen ist besorgniserregend. Das Korrektiv nimmt an, dass es sich bei diesem Vorfall um einen Terroranschlag handelte. Nach Angaben des Hohen Rats forscht Raktaran an diesen Flammen. Weiße Flammen scheinen im Gegensatz zu ihrem Gegenpart nur sehr schwer zu erzeugen sein. Sie sollen jede andere Flamme neutralisieren können. Die Sammlung weiterer Informationen in dieser Sache ist von nationaler Wichtigkeit. Der Hohe Rat hat Informationssperren auf die Forschung von Richard Thal erhoben.

Die Wiederherstellung des Körpers von Richard Thal dauerte mehrere Wochen, bis er vernommen werden konnte. Nach Konsultation von mehreren Heilern hätte dieser Prozess wesentlich länger andauern müssen. Genaugenommen hätte eine Heilung unmöglich sein sollen. Wesentliche Faktoren scheinen der in Richard Thal implantierte Seelendämon Hammthal und das rechtzeitige Eingreifen der Generalin Katharina Salberg gewesen zu sein. Nachforschungen in diese Richtung wurden vom Hohen Rat übernommen.

Es muss davon ausgegangen werden, dass der Korrektor Richard Thal Beziehungen zu den Seelenwächtern von Raktaran hatte und nun wieder hat. Die Seelenjäger Jonathan Richter und Michaela Feinschwirtz konnten nicht gefasst werden. Ein Abfluss strategischer Informationen von nationaler Tragweite über die Fähigkeiten von Richard Thal muss angenommen werden. Auch wenn die Seelenwächter unterdrückt werden, gehören sie weiterhin zur Nation Raktaran. Da Richard Thal selbst von Raktaran übergelaufen ist, ist er möglicherweise kompromittiert.

Bis zum Abschluss der Nachforschungen des Hohen Rates und Überprüfung seiner Vertrauenswürdigkeit wird der Korrektor Richard Thal von seinen Pflichten als Korrektor entbunden und unter strenger Überwachung gestellt. Die schnelle Eingreiftruppe des Korrektorats wird bis auf Weiteres in die Alarmbereitschaft versetzt. Die Operation Palingenese muss nach Einschätzung der Innenrevision ohne Richard Thal erfolgen, auch wenn er von Hardon explizit angefragt wurde.

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