Tráwin ist ein eigensinniger Waldelf mittleren Alters. Geboren wurde er in einem kleinen Stamm von naturverbundenen Aussiedler Elfen (ca.35 Mitglieder), welche seit Jahrhunderten im nordwestlichen Teil des
großen Waldes von Elandorr in einfacher Bescheidenheit leben.
Bis zu seinem 40. Lebensjahr wurde er in den Traditionen, Pflichten und Gebräuchen seines Stammes unterrichtet, scheiterte jedoch an den einfachsten handwerklichen Tätigkeiten. Mit schwindendem Interesse an seiner Sippe begann er viel alleine und heimlich immer größere Spaziergänge durch den Wald zu unternehmen.
Dies bewog ihn mit 55 Jahren seine Sippe heimlich zu verlassen, um auf eine unbestimmt lange Findungsreise zu gehen. Diese Reise, welche sich grob in einzelne Findungsphasen einteilen lässt, betrug eine Dauer von 70 Jahren.
55-83Jahre
Er begann die Natur zu verstehen, auch wenn sie nicht direkt zu ihm sprach. Er fand uralte Pfade zu untergegangenen Kulturen und Stämmen. Er lernte von und mit den Tieren zu leben, bis er eines Tages eine Schneeeule im südlichen Teil des Waldes erblickte.
83-124
Die Schneeeule, die er erblickte, führte ihn zu einem kleinen Hain und enthüllte sich als eine Tiefling-Druidin namens Riki Alain. Sie berichtete ihm davon, wie sie ihn häufig beobachtet, aber nicht zu erkennen gegeben habe. Sie war mit ihm zufrieden und bot ihm einen Platz in ihrem Druiden Hain an, in welchem er die Gepflogenheiten und Lebensweisen der Druiden lernte. Ihr Zirkel verehrte den Nachtbaum Selberin, ein Ableger des großen Lebensbaumes Teraarbor, welcher im Zentrum von Terastial steht.
In dem kleinen Hain von nur 5 Druiden lebten zu seinem Verlassen die Heilerin Natdani Hindergrass (Mensch 34), Spurenleser Varnish Krynt (55 Halbling), Kampfmeister Bankohm Schwarzfuß (Zwerg 120), Weise Gracy Silberpelz (Mensch 72), Häuptling Riki Alain (Tiefling (W) 55). Das Leben verlief vorwiegend nomadisch, die Druiden reiste durch den Wald und kommunizierten durch ihre Sprach und Runen, die sie bei Treffen und Wegpunkten austauschten. Trotzdem entstand bei ihnen eine tiefe Verbundenheit. Trotz anfänglicher Angst zurück in die Monotonie seiner Sippe zu verfallen, gefiel Trawín das Leben bei den Druiden so sehr, dass er bis zu seinem 124. Lebensjahr dort blieb, sich um den Wald, die Tiere und seine Freunde kümmerte.
In seinen Jahren im Wald lernte er einige Händler, Menschen und prägnante Charaktere kennen, welche, ihm nicht bewusst, ein Leben lang begleiten oder seine Wege kreuzen sollten. Einer von diesen Menschen war
Dustin Silberauge, mit dem er sich immer tagelang auf einsamen Lichtungen über Neuigkeiten aus der Außenwelt, Geschichten und Orte austauschte.
Als sich Trawín nun endlich am Ende seiner Pilgerreise befand, Leben und Sterben des Waldes gesehen und verstanden hatte, merkte er durch Dustin, dass er einen der wichtigsten Aspekte des Großen und Ganzen übersehen hatte. Er musste die ganze Welt bereisen, um die Vielfältigkeit aller Lebewesen zu verstehen und eines Tages vielleicht den großen Baum Teraarbor mit eigenen Augen zu erblicken. Ein letztes Mal traf er sich mit seinen Freunden, besprach sein Anliegen und versprach eines Tages wiederzukommen. Er verabschiedete sich schweren Herzens von ihnen und bekam als letztes Andenken von seiner guten Freundin Gracy ein kleines Wiesel geschenkt, welches er
Lasica taufte und ihn nun auf seiner großen Reise begleiten würde.
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