Das Underdark
Das Underdark
Licht ist ein seltenes Gut an diesem Ort - und ein gefährliches noch dazu. Wer weiß, was dieses Feuer anlocken wird...
Als die Götter die Welt entwarfen, so steckten sie alles Zerstörte, Groteske und Böswillige, das sich noch auf Mannakhatun fand, tief unter die Erde in der Hoffnung, dass es dort ersticken und vergessen werden möge. Doch statt zu sterben, brütete das Unheil nur im Dunkeln, um eines Tages wieder an die Oberfläche zu drängen und Rache zu üben. Diese "Welt unter der Welt" wird Underdark genannt.
Losgelöst von Mythos und Glaube ist über das Underdark weniges bekannt. Es ist ein tausende Meilen weites Höhlen- und Gängesystem unter der Oberfläche Mannakhatuns. Wie tief es genau hinab geht ist unbekannt, Expert*innen schätzen aber zwischen 10 und 100 Meilen, je nach Ort. Der einzig bekannte Zu- und Ausgang ist der Hexeneintritt, eine Treppe von 6666 Stufen, die am Ufer eines breiten, violetten Flusses endet. Über diesen Fluss gibt es keine Brücke, auch die Decke ist zu flach, um hinüberzufliegen, und der Versuch zu schwimmen endet durch die ätzende Beschaffenheit des Wassers. Einzig eine stetig hin- und herpendelnde Fähre der Hexe Aryabhata ermöglicht eine Flussüberquerung. Hat man diese einmal hinter sich, ist man vollends im Underdark angelangt. Nun gilt es, gut vorbereitet und stets aufmerksam zu sein - ein falscher Schritt kann den Tod bedeuten.
Da das Underdark ein riesiges, kontinentgroßes Areal darstellt, bestehen wie an der Oberfläche auch große Unterschiede hinsichtlich Topografie, Flora und Fauna und der Wesenheiten, die anzutreffen sind.
Orte im Underdark
Die Zuflucht
Auch das Altvolk fand hier Unterschlupf - und errichtete eine Stadt.
Die Tunnelgräber der Bergzwerge stießen vor einigen Jahrhunderten auf das große Höhlensystem unter den Bergen. Dabei machten sie bald Bekanntschaft mit einer Unterspezies der Gnome, den sogenannten Svirfneblin. Beide Völker teilen eine Begeisterung für Steine und Mineralien und schlossen schnell eine Freundschaft von gegenseitigem Nutzen. Den Zwergen war es so möglich, eine Stadt im Underdark zu errichten und seltene Erze zu schürfen, dafür verstärkte ihr Militär die gnomischen Truppen, und gemeinsam konnten sie ihren Einflussbereich enorm vergrößern.
Als sich die Kunde von den neuen, sicheren Städten im Underdark verbreitete weckte das vielseitig Interesse. Vom Norden her kam eine kleine Schar von Altvolk, Abkömmlinge der Titanwesen, die um einen geschützten Ort für sich baten. Weder den Zwergen noch Gnomen lag Barmherzigkeit sonderlich nahe, doch die Neuankömmlinge verfügten über einzigartige Fähigkeiten der Erdmanipulation, die für beide Völker von großem Nutzen sein konnten. So wurde das Altvolk toleriert und erschuf über die Zeiten hinweg eine immer größer werdende Stadt, in der auch einzelne, im Underdark gestrandete Wesen guter Gesinnung Heimat fanden - die Zuflucht.
Der Albt-Raum
Das sagenumwobene Triumvirat der Schrecken trifft sich tief im Inneren seines Reiches
Finden sich im Osten des Underdark Hoffnung und Erholung, so ist der Albt-Raum das Gegenstück dazu. Beherrscht von einem dreiköpfigen Gespann leben hier die Dunkelelfen und -Zwerge, gemeinsam mit ein paar weiteren Bestien und humanoiden Pflanzenwesen. Neben Nem Daruhm, der Duergarmetropole im Osten des Albt-Raums, steht im Landesinneren noch die Drowstadt Ilmataësi, dessen matriarchale Strukturen durch die Herrschaft einzelner Adelshäuser geprägt sind. Dazwischen sind immer wieder Gruben zu finden, in denen Gefangene unter stetigem Leid dazu gezwungen sind, Harlekrypt anzubauen. Diese seltenen Pflanzen nähren sich von umliegendem Leid und Hoffnungslosigkeit. Ist es einmal ausgewachsen kann dieses Gestrüpp in einem magischen Ritual in einen Wirtskörper integriert werden und diesem starke Macht verleihen - ein Vorgang, der nur den Wichtigsten und Wohlhabendsten aus dem Albt-Raum vorenthalten ist.
Umkämpftes Gebiet
Als das Altvolk zur Zuflucht stieß, hatten auch die finsteren Gestalten des Albt-Raums ein Auge darauf geworfen. Schnell wurden erste Truppen ausgesandt in der Annahme, es würde ein leichtes sein, den Funken Hoffnung, den die Zwerge und Gnome dort geschürt hatten, im Keim zu ersticken. Doch der weite Weg und die kampfbereiten Bewohner*innen wurde den Angreifern schnell zum Verhängnis. Seither versuchen beide Fronten immer wieder, den zwischen ihnen liegenden Raum für sich zu gewinnen, entweder, um dort einen sicheren Ankunftspunkt für Reisende zu schaffen, oder um das Underdark vollends von Neuankömmlingen abzuschneiden. Bisher gibt es keinen klaren Sieger, doch beide arbeiten mit Hochdruck an neuen Waffensystemen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis eine der Seiten einen Durchbruch erlangt und diesen Konflikt für sich entscheidet.
Das Versunkene
Alte Tempel barbarischen Ursprungs lauern tief im Dunklen - vergessen, aber nicht verlassen
Dem Namen entsprechend stellt das Versunkene das dar, was noch von der Zeit der Titanwesen übrig ist. Alte Tempelanlagen, Hinweise auf merkwürdige Rituale, aber auch alte Schätze und Relikte lassen sich hier finden. Und immer wieder auch Lebenszeichen von Wesen, die den Krieg der Unsterblichen wohl überdauert haben. Es gibt kaum zuverlässige Aussagen über das Versunkene, jedoch eines ist sicher: Wenn es Hinweise auf die Titanwesen und eine Zeit vor den Gottheiten gab, dann liegen diese hier.
Das Unerforschte
Seltsame Pilze und Pflanzen finden sich im Unerforschten - Vorboten des Unheils, das dort lauertJenseits der Zivilisationen der Zuflucht und des Albtraums entstand ein weiterer Ort. Illithiden, große, vage humanoide Wesen mit schmalen, länglichen Köpfen und schnabelartigen Mündern schweben hier umher, einer Stimme folgend, die nur sie vernehmen. Sie verfügen über tentakelartige Auswüchse, mit denen sie neugierige Besucher*innen packen, um sich an ihnen zu nähren. Dazu wachsen hier degenerierte Pflanzen, die anstelle von Ästen oder Stielen gummiartige Schläuche haben, deren direkter Kontakt sehr gefährlich für andere Lebewesen sein kann. Auch der Stein selbst nimmt hier gewundene, wellende Formen an und gibt dem Ort eine bedrückende Ähnlichkeit zur Tiefsee. Jegliche Versuche, mehr über das Leben hier herauszufinden, sind bis jetzt gescheitert, und keine Erzählung gleicht der anderen. Dazu lauert im Dunkel noch ein viel größeres Übel, wachsam, beobachtend, lernend.
Lebewesen
Enge Gänge ohne Auswege, riesige Höhlensysteme, kaum Atemluft, und bis auf einige wenige fluoriszierende Pilze und Pflanzen nur Dunkelheit - Das Underdark ist mit Sicherheit kein einladender Ort. Und doch ist es einigen Wesenheiten gelungen, unter diesen lebensfeindlichen Bedingungen zu gedeihen. Auf folgende Begegnungen sollte man vorbereitet sein, will man sich hinab in die Tiefe des Underdark wagen...
Daglin
Daglins sind schreckhaft und ängstlich - machen das aber durch ihre Arglist mehr als wettAls die Gottheiten den Krieg für sich entschieden hatten verkroch sich das Altvolk in allen Winkeln der Welt und entzog sich so dem Zorn der Unsterblichen. Diejenige, die nicht entkamen, wurden einem schrecklichen Schicksal zuteil. Sie wurden verflucht, auf ewig ein missgestaltetes Äußeres zu tragen, das ihre innere Verderbtheit widerspiegeln solle. Aufs höchste bestraft zogen sie sich ins Dunkel der Welt zurück. Doch die Veränderung blieb nicht bloß beim Äußeren, auch innerlich wurden sie immer geplagter von Schreckensvisionen und mit ihrer Bösartigkeit konfrontiert. Was am Ende übrig blieb, ist kaum noch als humanoid zu erkennen. Die Daglin erinnern äußerlich an Goblins, ihre Namensvettern, doch sind sie übersät mit Symbolen auf ihrer Haut, die sie als Verräter an den Gottheiten brandmarken. Ihr Schicksal ist ein schreckliches, doch sie tun alles, um zu überleben, daher sollte jegliches Mitleid in Momenten der direkten Konfrontation für später aufgehoben werden.
Erdlinge
So tief im Underdark weiß man nie, welche Höhlenwand sich gleich bewegen wird...
Die Erdlinge sind ein Mythos - Gestalten, die direkt aus dem Stein heraustreten, hohe Säulen, die sich als schmächtige, meterhohe Steinwesen entpuppen, Steinhaufen, die sich zusammensetzen und an anderer Stelle wieder in Stücke zerfallen, all das klingt mehr nach Halluzinationen, die nach einem langen Aufenthalt unter der Erde entstehen. Doch wer sich den sonstigen Wundern des Underdark bewusst ist, der weiß besser als einen Mythos nur als Hirngespinst abzutun. Tief im Dunklen, bei den Tempeln des Versunkenen scheint das Underdark selbst in Bewegung zu sein...
Kuo-Toa
Illithiden
Fomorianer (Riesenähnliche)
Gebirgszwerge
Svirfneblin (Tiefengnome)
Duergar (Dunkelzwerge)
Drow (Dunkelelfen)
Altvolk
Maps
-
Karte vom Underdark
Diese Karte zeichnet den kartographierten Teil des Underdarks - inklusive der Reiche des Altvolks, der drei Schrecken sowie den unbekannten Gebieten.
Art
Underground / Subterranean
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