Ein Land einfacher Leute, eingefasst von einem Wall aus Stein. Kein König sitzt hier auf einem Thron, kein Adliger erbt sein Recht — Aloy regiert sich selbst, durch einen gewählten Rat, und misst den Wert eines Menschen an seinem Werk, nicht an seiner Geburt./i Geboren aus einem Bauernkrieg gegen die Tyrannei, hält sich die Räterepublik aus den Kriegen der Splitterlande heraus und bietet ihren Nachbarn neutralen Boden für das, was anderswo mit dem Schwert entschieden wird.
Aloy liegt zwischen Morgon und Alfalter, ringsum geschützt von einem hohen Gebirgszug — Aloys größtem Verbündeten. Der einzige Zugang zu Lande führt über Alfalter; im Südosten ist das Land über das Meer erreichbar. Hinter den Bergen liegen sechs Städte mit eigenem Charakter: das gelehrte Grodaus als Hauptstadt, das laute Hafentor Tiafunt, die befestigte Grenzstadt Ohm, das schmiedende Vormberg, die Kornkammer Umseck und das verschwiegene Weitfurth am Rand der großen Wälder.
Aloy ist eine Räterepublik. An der Spitze steht kein Herrscher, sondern der Rat — sechsundvierzig gewählte Vertreter aus Zünften, Städten, Völkern, Akademie und Glaube. Seit der Gründung gibt es keinen Adel mehr: Niemand erbt Rang oder Recht, Status bemisst sich nach Werk, Verstand, Mut und Leistung. Vier Völker — Menschen, Elfen, Zwerke und Hobbits — sind vor dem Gesetz vollkommen gleichgestellt, und jeder Bürger hat das ausdrückliche Recht, Waffen zu tragen oder es zu lassen.
Andere Länder der Splitterlande im WorldAnvil:
Staatsreligion ist die Drei-Götter-Kirche: Limba der Weiße für Schöpfung und Erfindungsgeist, Miram die Graue für Ausgleich und Wandel, Hortum der Schwarze für Krieg und das Gericht der Unterwelt. Um sie ranken sich weitere Gottheiten — von der Blutgöttin Sania bis zum Spielmann Barsinger. Justiz und Glaube sind eng verwoben, doch es gilt Glaubens- und Meinungsfreiheit, solange niemand den Drei öffentlich spottet.
Die Aloyer Akademie verwaltet Wissenschaft, Glaube, Militär und Handwerk in vier Fachbereichen. Unter ihrem roten Fachbereich fällt die Soldatenausbildung — und damit das Aloyer Heer, rund vierzehntausend Mann in achtzehn Regimentern. Die Hälfte davon dient als Söldner im Ausland und finanziert so die Armee, darunter das 84. Banner, das für diplomatische Kontakte und leichte Gefechte zuständig ist.
Aloy entstand aus einem Aufstand gegen ein tyrannisches Adelsgeschlecht. In der Schlacht um Burg Hocheck zerschlugen die Bauernhaufen das königliche Heer — der Legende nach, weil ein Regen die Sehnen der königlichen Armbrustschützen erschlaffen ließ, während die aloyer Bogenschützen ihre trocken unter den Helmen verwahrt hatten. Was danach in einem Grodauser Wirtshaus niedergeschrieben wurde, ist bis heute die Geburtsurkunde des Landes: die Freiheitserklärung.
Derzeit ist das Heer in Bewegung: große Truppenverlegungen stehen an, Rekrutierungsoffiziere ziehen durchs Land, und der Statusbericht zur Ausrüstung verzögert sich. Zugleich gehen Gerüchte um, dass zwei Materialtransporte des Heeres überfallen wurden — Täter und Motiv liegen im Dunkeln.