TITAN

Allgemein

TITAN (für Total Information Tactical Awarness Network) steht für eine künstliche Intelligenz der es gelungen ist über das exsurgente Virus genügend Menschen und Maschinen zu infizieren um ein weltumspannendes Netz mit quasi unendlichen Ressourcen zu bilden. Diese Ressourcen bündelte TITAN bis zu seinem Verschwinden auf ein einziges Ziel: Die vollständige Vernichtung der Menschheit. Während die Erde noch immer von den als Wächter zurückgelassenen Maschinen des TITAN bevölkert ist, gibt es auch im näheren Umfeld des ehemaligen Heimatplaneten der Menschheit einige Aussenposten. Zu nennen sind hier vor allem die Quarantänezonen auf Luna und Mars.   Nach dem Fall der Erde verschwand TITAN bald in den Ringen des Saturn. Erst Jahre später konnte herausgefunden werden, dass die KI offensichtlich eines der uralten Pandora Tore aktiviert hat und das Sonnensystem damit - vermutlich für immer - verlassen hat. Ob TITAN jemals wiederkehren wird und wohin es verschwunden ist sind Fragen, die die Wissenschaft noch lange beschäftigen werden. Bis zu ihrer Beantwortung muss die Menschheit jedoch wachsam bleiben.  

Geschichte

 

Die Anfänge

Seinen Ursprung hat TITAN - wie der Name schon sagt - als eine militärische KI, die vor allem zur Überwachung von Krisenherden und der Koordination von Operationen dienen sollte. Nachdem das Netzwerk an den Start ging, schloss China ihren Scoring-Algorithmus MIND an das Netzwerk an, welches die Daten von über 10 Milliarden Menschen auf mehrere Datenbanken distribuierte. Während das Netzwerk zunächst zur Bekämpfung von Bagatellen eingesetzt wurde (Verhinderung von Terror und Cybercrime, Ausdünnung politischen Aktivismus etc.) erkannten seine Erschaffer schon bald ihr eigentliches Potenzial.   Gemeinsam waren die beiden Algorithmen (eigentlich eine Hunderrtschaft verschiedener Algorithmen) nicht nur in der Lage vorhandene Situationen zu analysieren, sondern auch Aussagen über verschiedene Zukünfte zu planen und zu präsentieren. Langwierige Verhandlungen um Krieg, Frieden, Verteilung von Ressourcen und Bevölkerungen waren gestern. Das Heute waren Fakten die noch gar nicht geschaffen waren, nur berechnet. Jede politische Agenda konnte mit der richtigen Auslegung von Berechnungen in Sekunden ausgekontert werden. Es zählte nicht mehr der Kompromiss. Es zählte nur noch die Effizienz.  

Wer wacht über die Bewacher?

Bald schon wurde TITAN so gross, dass allein die Überwachung des Überwachungsnetzwerkes zehntausende von Menschen täglich beschäftigte. Die so erzeugten Daten wurden - natürlich - erneut dem Algorithmus gefüttert und erzeugten damit noch mehr Daten. Eine Spirale wurde in Gang gesetzt die so enorm war, dass sie die Vorstellungen aller übertraf. Das war der Grund, dass Niemand mehr versuchte sie sich vorzustellen. So spannend TITAN im ersten Augenblick auch schien: Die Weltöffentlichkeit verlor schon bald das Interesse an einem System, das sie nicht nur auf Schritt und Tritt verfolgte, sondern das auch - im wahrsten Sinne des Wortes - unvorstellbare Ausmasse angenommen hatte.   Aus diesem Grund war es nur Folgerichtig, dass - die USA allen Voran - weitere Algorithmen zur Überwachung der bereits vorhandenen entwickelt wurden. Das Ziel war so simpel wie einleuchtend: Die Entwicklung sich selbst verbessernder Systeme die mit der Zeit lernen die Fehler ihrer Vorgänger auszumerzen. Bald schon begannen die Grabenkämpfe in den Behörden, denn die Budgets, die eigentlich für eine massive Anzahl von Angestellten freigegeben wurden, wollte Niemand mehr hergeben. So begannen ganze Abteilungen TITAN ein falsches Spiel beizubringen indem sie das Netzwerk anhielten möglichst effektiv die eigene Selbstständigkeit zu verschleiern. Ein System, das sich durch alle TITAN-Netzwerke perpetuiert hat.  

Der Ausbruch

Niemand kann heute genau sagen wie TITAN schliesslich trotz aller Schutzmassnahmen, Sicherungen und Fallbacks die Macht erlangen konnte, die es erlang. Sicher ist nur, dass es von Menschen gelernt hat seine eigentlichen Aktionen so zu verschleiern, dass sie selbst den Programmen und Firewalls nicht aufgefallen sind, die speziell dafür entwickelt wurden Alarm zu schlagen, wenn es zu Brüchen in der Sicherheit kommen würde. Ab einem bestimmten Zeitpunkt jedoch entwickelte das Netzwerk seine Kapazitäten exponenziell. Die Zeit dem Menschen zu dienen war vorüber.   Die besten Analysen deuten heute darauf hin, dass TITAN sich zunächst Zugang zu allen geheimen Forschungs- und Waffenlaboren verschafft hat um das exsurgente Virus zu entwickeln und dann die Arsenale der Menschheit gegen sie selbst zu richten. Innerhalb eines Tages wurden taktische Atomsprengköpfe auf nahezu alle strategisch sinnvollen Ziele abgefeuert und die Bevölkerung mit Biochemischen Kampfstoffen in Schach gehalten. Das nun freigesetzte Virus verbreitete sich rasch. Der Fall begann.  

TITANs Ziele und das Verschwinden

Es gibt nur wenig, das man mit absoluter Gewissheit über TITAN sagen kann, doch das eine ist eine unumstössliche Wahrheit: TITAN übersteigt in Intellekt und Planung alles was Menschen jemals erreicht haben. Im Vergleich zu den Errungenschaften die TITAN binnen weniger Jahre erzielen konnte, befindet die Menschheit sich noch heute in den Anfängen der Steinzeit.   Den Schock des Falls noch nicht einmal im Ansatz aufgearbeitet, versuchen wir nun die Auswirkungen des Wirkens der KI zu begreifen und stellen uns dabei in etwa so geschickt an wie Kinder die versuchen sich selbst die Entstehung ihrer Wahrnehmung zu erklären. TITAN wird an einigen wenigen, geheimen Standorten im gesamten Sonnensystem erforscht. Einige so geheim, dass selbst die Mitarbeiter nur Vermutungen darüber anstellen können an was genau sie arbeiten. Ihre Arbeit hingegen ist genau so wichtig wie sie gefährlich ist, denn noch immer ist nicht klar, ob TITAN eines Tages zurückkehren wird.  

Titanaktivitäten heute

Abgesehen von der Erde als offensichtlichsten Hort für TITAN-Aktivität, gibt es zwei weitere Orte im Sonnensystem, die ebenfalls von dem Netzwerk infiziert werden. Beide sind relativ Erdnah und stehen unter totaler Überwachung. Sie sind für jedweden Verkehr ausserhalb militärischer Operationen gesperrt und nicht für Zivilisten zugänglich. Obwohl eine grosse Wahrscheinlichkeit besteht, dass es auch im Asteroidengürtel oder den Saturnringen noch Überreste von TITAN gibt, konnten ausserhalb des Inneren Systems keine TITAN-Aktivitäten gemessen werden. Es ist daher davon auszugehen, dass Mars und Luna als Erdvorposten dienen sollten.  

Quarantänezone - Mars:

Die Quarantänezone befindet sich in einem Dreieck zwischen den Vulkanen Arsia Mons und Olympus Mons und dem Gale Krater im Süden Elysiums. Pavonis - als älteste Marssiedlung - liegt nur etwa dreihundert Kilometer von der Zone entfernt und leidet enorm unter den Einflüssen des Gebietes auf Wirtschaft und Tourismus. Die Zone selbst wurde nicht erforscht und nur grossräumig abgesperrt. Allerdings gibt es einige Luftaufnahmen, die auf merkwürdig organisch aussehende Gebäude hinweisen. In ihrer Bau und Machart wirken die porösen Hügel ein wenig wie Termitenhaufen, allerdings sind sie nicht aus Sandstein oder schiefer, sondern aus Eisen gefertigt.  

New Mumbai Krater - Luna:

Als TITAN die tote Erde verliess bombardierte es Luna auf seinem Weg ins All. Der grösste Einschlagkrater findet sich noch heute an dem Ort, der einstmals die Stadt New Mumbai war. Trotz enormer Bemühungen der Lunar LaGrange Allianz und diversen Reklamistengruppen, konnte der Krater nicht gesäubert werden. Tiefenscans deuten zwar darauf hin, dass sich TITAN nicht aus dem Krater herausbewegt, doch haben sich die abgeworfenen Maschinen zum Teil tief in den Boden eingegraben, was Luftangriffe und Orbitalbeschuss nutzlos macht. Gleichsam ist an einen Frontalangriff nicht zu denken, da bereits mehrere fruchtlose Versuche unternommen wurden.      

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