Hazara Aussenseiter

Allgemein

Benannt nach der Festung Hazara, an den südlichen Ausläufern des Pavonis Mons gelegen, handelt es sich bei dieser losen Gruppierung um eine ungleiche Mischung aus all jenen, die ihren Platz auf dem Mars nie richtig gefunden haben. Entwurzelt und jeden Zugehörigkeitsgefühls beraubt, fristet dieser lose Verband von Einzelgängern ein quasi eremitisches Leben in den nördlichen Ausläufern der Mars Quarantänezone. Dreh und Angelpunkt ihrer Unternehmungen in der tödlichen TITAN verseuchten Wüste, ist die Festung Hazara. Der Name steht in einem Zusammenhang mit einer längst vergessenen Erdenkultur, die sich "Kurden" nannten, und die Ruinen des Bollwerks sind seit dem Fall und der Entstehung der QZ nicht mehr wehrfähig.   Der Grund dafür dass die Station mit der brüchigen, nur dürftig ausgebesserten Mauer und der fehlenden Kuppel, welche die Bewohner den Witterungen schutzlos ausliefert, noch bewohnt wird, sind vor allem ihre inneren Werte: Bereits kurz nach dem Fall haben Schmuggler des "B" die weit verzweigten Tunnel und Bunkeranlagen der Festung zu Lagerungszwecken genutzt. Und die strategisch günstige Positionierung, mit dem Rücken gegen das Hazara Mesa, bieten jenen, die hier ihr Lager aufschlagen zusätzliche Sicherheit während ihrer Rast. Im letzten Jahrzehnt hat die Festung mehrfach den Besitzer gewechselt. Nachdem das zerschlagene Erdmilitär die Station verlies kamen die Schmugglern und nach ihnen die Yazidi Nomaden die ihrerseits vor kurzem spurlos in der QZ verschwanden und den Platz schliesslich den jetzigen Bewohner:innen überliessen.   Für Jeden, der eine Wahl hat sind zerstörte Festungen in der TITAN-Quarantänezone, in denen Gruppierungen spurlos verschwinden, kein Ort um ein Leben aufzubauen und doch ist es genau hier, wo Gestalten wie die Hazara Aussenseiter Gedeihen. Die Nähe zur Schneise, die das Exurgente Virus vor Jahren hinterlassen hat, birgt bis zum heutigen Tage in gleichem Masse Wunderwerke fremdartiger Technik wie tausende grausame Methoden Leben und Ego zu lassen.

Naming Traditions

Familiennamen

Auftreten

Typischen Vertretern der Hazara Aussenseiter ist vor allem ihr Hang zum Exzentrismus sowie die allgemeine Nonkonformität in Sprache und Gestik gemein. Zusammengewürfelt aus vielen Verschiedenen Gruppierungen des "B", diversen Kriminellen und Geächteten der Triaden, den 9-Lives und dem Nachtkartell, Verlierern des Hyperkapitalismus und allen, die sonst noch einen Grund haben sich von anderen Personen fern zu halten, ist das positivste Sammelwort um sie zu beschreiben wohl am ehesten: "Merkwürdig".   Die Hazara Aussenseiter sehen sich selbst nicht als Community, da der Aussenposten gern und häufig von allen frequentiert wird, die sich nicht tiefer in die QZ hineinwagen und hoffen zumindest ein paar Klicks auf ihrem Weg zu reicheren Siedlungen als Pavonis zu sparen. Trotzdem gibt es einige, die die Festung regelmässig nach oder vor ihren Expeditionen in den Süden frequentieren. Sie erkennt man meist an ihrer ausgewählten Distanz und Reserviertheit in ihrer Kommunikation. Über alle Massen höflich und vorsichtig, wirkt ihr Auftreten manchmal so sehr, dass nicht einmal klar ist, ob es nicht auch sarkastisch gemeint sein könnte.  

Sprachen & Kommunikation

Wie in vielen Regionen des Sonnensystems haben Musen unter den Mitgliedern dieser losen Gemeinschaft hochkonjuktur, dies jedoch vor allem als Übersetzungshilfen. Mandarin in seinen hunderten Dialekten, wird häufig als Handelssprache verwendet, doch auch Farsi, Türkisch und gebrochenes Englisch ist hier nicht ungewöhnlich. Einige sind sogar so abgebrüht (oder abgestumpft) dass sie weder ihren starken indischen Akzent verbergen, noch davon Absehen offen Hindi - die Sprache des Erd-Kolonialismus - zu sprechen.  

Eigenheiten

Bei längerem Aufenthalt werden Hazara oft unruhig: Verhandlungen um Güter, Funde und Preise liegen ihnen im Blut, doch alle Kommunikation darüber hinaus ist ihre Sache nicht. Sie geben nur selten etwas über sich selbst preis, sind häufig Einzelgänger und fast nie sieht man zwei oder drei von ihnen, die eine Gemeinschaft bilden, die mehr als einen zweitägigen Aufenthalt überdauert. Auf längeren Reisen in der Gruppe beobachtet man Hazara Aussenseiter gern allein, weit ab von Allen, wo sie als Späher:innen oder für Botengänge eingesetzt werden. Sie schätzen ihre Unabhängigkeit, doch scheint dies eher praktische, als fundamentalistische Gründe zu haben.   Sind Hazara erst einmal aufgetaut merkt man schnell, dass sich unter Paranoia und Ticks noch immer ganz normale Vertreter der transhumanen Rasse befinden. Sie schwafeln, lachen und geben sich gern dem Glücksspiel hin und auch sexueller Kontakt ist ihnen alles andere als Fremd. Bei alle dem wirken sie schlicht wie Personen, die keine Rücksicht auf Konventionen oder das Gruppenwohl nehmen müssen, was sie nicht selten schnell wieder in die Position der Aussenseiter drängt, aus der sie ursprünglich kamen.  

Souk al Ajayib

"Der Basar der Wunder" ist in wirklichkeit ein Trödel für allerhand halbfunktionsfähigen Pseudo-High-Tech. Zwar stammen viele der Angebote direkt oder indirekt aus der Quarantänezone, doch werden hier zum einen immer wieder Überreste von verschollenen Karawanen oder ordinären, zerstörten Flugdrohnen geborgen und zum anderen ist der Sinn und Zweck der vermeindlichen TITAN-Artefakte, die hier ausliegen nur unzureichend dokumentiert und erforscht. Trotzdem ist der Souk unter Kenner:innen bekannt und einer der besten Orte in hunderten von Meilen Umgebung, wenn man nach exotischen Platinen, Legierungen oder Zufallfunden ausschau halten will. Der Gros des Marktes is an der Oberfläche befindlich, doch nutzen einige der Händler:innen auch die weit verzweigten Bunkeranlagen um ihre wertvolleren Waren zu lagern. Diese werden jedoch nicht einfach jeder Person präsentiert, da es viel zu oft vorgekommen ist, dass Direct Action auf diese Weise in ein Schmugglernest gestochen hat.

The Splendid Oasis

Orte an denen sich Transhumane versammeln, die eigentlich am liebsten in Ruhe gelassen werden und allein bleiben wollen, schreien nach Bars und Etablissements in denen man einen Schlaf- oder Ladeplatz für die Nacht und ein Schliessfach für etwaige Wertgegenstände ergattern kann. "Das Kabinett" ist genau so ein Ort. Es wird automatisiert von Musen des Fa Jing Hypercorps betrieben und wurde etwa ein halbes Jahr nach auftauchen der ersten Basarhändler etabliert. Der ehemalige Kasernenkomplex wurde zu Schlafsälen umfunktioniert und fünf der letzten, intakten Gebäude dienen der Unterbringung von Einzel- und Doppelzimmerbezügen. Wirklich lukrativ ist der Ort nur aufgrund seiner Alternativlosigkeit, doch Fa Jing ist erprobt mit der Inbetriebnahme abgelegener Agrarstationen und hat die Ökonomisierung dieser allein stehenden Lokationen schon vor Jahren optimiert.

Pings

(+) Anarchismus
(+) "B"-Vibes
(+) Extropier

Dings

(-) Abhängigkeit
(-) Gesetzestreue
(-) Tharsisliga
*Was sind Pings & Dings?

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