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Frostritter

Written by unicum

Aus einem Traktat der Thursen: In den Tiefen des Eises, wo es selbst uns zu kalt ist, existiert ein Volk, welches sich sehr von vielen anderen Völkern der Welt unterscheidet.   Die anderen Bewohner nennen sie die Frostritter. Hauptsächlich deswegen, weil sie völlig aus belebtem Eis bestehen, sich im Kampf außerordentlich ehrenhaft benehmen und ansonsten wie Humanoide in Vollrüstung ausschauen. Abseits vom Aussehen gibt es aber kaum etwas, das man noch mit anderen Lebewesen vergleichen könnte. Sie führen keinen Schutz gegen die Kälte mit sich, ebenso keine Lebensmittel oder gar irgendwelchen Tand, höchstens Beute, welche sie gerade gemacht haben, wenn sie auf dem Weg zurück sind ... wo immer sie auch herkommen.   Am nächsten kommen ihnen also die ganzen Eiselementare. Doch auch hier ist wenig Information über die Eisritter zu bekommen, welche stets für sich bleiben und kaum ihr Territorium verlassen. Dieses bewachen sie aber sehr energisch. Eine Kommunikation mit anderen Wesen ist bislang unbekannt.   Trotz des Aussehens eines Gerüsteten tragen die Eisritter keine Rüstung im eigentlichen Sinne, es ist eher deren eigentliche Körperoberfläche welche wie eine Rüstung aussieht. Eisig kalt ist ihre Berührung und sie hat den ähnlichen Effekt wie die Berührung eines Geistes, entzieht sie doch die Lebensenergie eines lebendigen Wesens.   Um einen Frostritter zu besiegen muss man ihn in einzelne Teile zerhacken. Es scheint als würde aus jedem abgehackten Teil wieder ein neuer Frostritter entstehen können. Die Thursen haben nur eine Sache um einen Frostritter endgültig zu besiegen: Die Teile einsammeln und in einem großen Kessel über dem Feuer aufkochen. Erst dann ist die Regeneration unterbunden.     Aus der Handschrift eines Sklaven:   Vor vier Tagen ist die Karawane meines Herrn auf dem Eisfenn angegriffen worden. Die Angreifer waren berittene Ritter aus Eis. Es waren insgesamt 8, welche sich uns in den Weg gestellt hatten. Ihre Lanzen sahen aus wie aus Eis und auch ihre Pferde waren aus Eis, im Licht der Sonne blitzten und blinkte alles an ihnen. Ich war zu weit weg um Gesichter zu sehen doch denke ich, dass sie auch blankpolierte Helme hatten, an welchen nichts zu sehen war.   Mein Herr, ein mächtiger Feuerbeschwörer und Krieger wurde nervös, es war das erste und einzige Mal das ich ihn so erlebt hatte. Er ergriff sein Zweihandschwert und trat alleine vor unseren Tross. Ein einzelner Ritter verließ die Schaar und senkte seine Lanze wie zum Gruß. Mein Herr fackelte nicht lange und ein Feuerregen ging auf alle Reiter nieder. Schnell ritten die verbliebenen sieben weg und der eine ritt auf meinen Herrn zu. Ich konnte nicht genau sehen was wirklich geschah denn mein gewaltiger Herr versperrte meinen Blick darauf und die anderen Thursen hatten sich hinter ihm aufgestellt. Doch nach dem Wehklagen von ihnen war mein Herr wohl gefallen. Wütend stürmten sie auf seinen Gegner zu und schlugen mehrfach auf ihn ein. Mein Herr kniete zusammengesackt im Eis. Die verbleienden Sieben stellten sich im Kreis um die Thursen auf, welche immer wieder auf den am Boden liegenden Einschlugen. Sie regten sich nicht weiter und ließen die Chance verziehen den Thursen in den Rücken zu fallen und ihren Kameraden zu retten.   Mittlerweile war unser Herr zur Seite gefallen und ich sah die Lanze aus Eis aus seiner Brust ragen. Ich hatte nie gedacht das ein einzelner Treffer eines menschengroßen Gegners ihn zu Fall bringen könnte.   Die anderen Thursen stürmten nun auf die Ritter aus Eis. Ich kannte den ein oder anderen Thursen und ich muss sagen, dass ich verblüfft war wie schnell die Ritter ihnen den Garaus machten.   Doch es war damit nicht vorbei. Als unsere Herren alle gefallen waren, wendeten sie sich uns zu. Wir wendeten uns aber ab und suchten das Heil in der Flucht. Verfolgt wurden wir nicht dabei. Als ich mich umsah bemerkte ich noch wie die acht, ja es waren wieder acht, die Thursen untersuchten.   Stunden später drauf trauten wir uns wieder zurück. Die Thursen waren alle tot und steifgefroren wie zu erwarten war. Unsere Zugtiere waren noch da, nur sehr hungrig. Die Angreifer hatten den Thursen ihren Schmuck genommen - nicht alles und nicht jeden Schmuck, doch die silberne Krone meines Herrn mit dem Diamanten war verschwunden. Die Ketten mit den Drachenkrallen auf welche er so stolz war hing aber immer noch um seinen Hals. Ebenso eine klobige Kette aus einfachen Goldnuggets bei seinem ältesten Sohn.   Als wir die Leichen durchsucht hatten, erschienen die Ritter wieder und wir beschlossen nur das nötigste zu nehmen und zu verschwinden. Sie schienen uns nichts weiter zu wollen als wir nur mit den Zugtieren und der Ware der Thursen von dannen zogen.

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Cover image: Eisritter by Midgaertner

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