The Velvet Touch

Was ist der "Velvet Touch"


Der Velvet Touch ist eine besondere Form der (Edel-)Prostitution.
In seinem Zentrum stehen seine Dienstleister, die namensgebenden Velvets, denen man nachsagt einzigartige Erfahrungen bieten zu können. Als Companion, als Objekt der Begierde oder als Leinwand für weniger laut gesagte Fantasien.
Das ist genau genommen nicht korrekt, auch wenn Dir die Anpreiser der Triaden jeder Zeit etwas anderes erzählen würden. Es gibt vergleichbare Dienste, auch und gerade für die weniger laut gesagten Fantasien.
Was aber stimmt - und was quasi niemandem so gesagt wird - ist, dass der Velvet Touch einen Vorteil hat der ihn von seinesgleichen abhebt:
Er ist sehr profitabel, kennt verhältnismäßig wenig Verschleiß und bewegt sich in einem größtenteils legalen Rahmen. Das alles wird geschafft durch die rigorose & sehr spezifische Auswahl seiner Bediensteten: *den Velvets*.
Was es braucht eine Velvet zu werden, ist nicht mehr und nicht weniger, als eine bestimmte Art der Psyche, eine bestimmte Art von Ego um die verlangte Arbeit verrichten zu können, ohne sich in Psychosen oder gar selbst zu verlieren.
Wer das mitbringt, wessen Ego elastisch ist, psychochirurgische Anpassungen ebenso leicht wegsteckt, wie es durchaus nicht einfache Erfahrungen gut verarbeitet, kann, gute Ausbildung und Versorgung vorausgesetzt, länger, lukrativer und alles in allem kosteneffizienter arbeiten.
Und das ist wohl das wahre Geheimnis einer guten Velvet, egal was ihr wiederfährt - nur ganz selten muss sie ersetzt werden.

Naming Traditions

Familiennamen


Die Ursprünge des "Velvet Touch"


Der Velvet Touch entstand nicht aus Vision, sondern aus Kalkül & der Erkenntnis, dass es Egos gibt, die mit Trauma und ganz generell Erlebtem anders umgehen als der Rest.
Diese Egos sind nicht hart bis sie brechen, vielmehr sind sie elastisch, verformen sich, lassen sich formen und beeinflussen, und das alles *ohne* sich zu verlieren, ohne am Ende formlos, disfunktional und nutzlos zurückzubleiben und teuer ersetzt werden zu müssen.
Als den Tiraden der Shui Fong die ersten dieser Egos über den Weg liefen (und sie sind durchaus selten), dauerte es nicht lange bis sie daraus ein Geschäftsmodell machten. Und wie so oft, dachten sie zuerst an das älteste Gewerbe der Welt.
Das Ziel war klar: Besagtes Gewerbe, auf die Höhe der Zeit bringen, es lukrativer machen und ihm auch in seinen abartigeren Facetten einen legalen Rahmen geben.
Doch die richtigen Egos zu formen war nur der eine Teil.
Die dabei herauskommenden Egos, die jungen Velvets blieben hochindividuell, mit Eigenheiten und Persönlichkeiten, alle vereint durch ihre Gabe sich trotzdem den Wünschen ihrer Kundschaft unterzuordnen, zu jemand anderem werden zu können, manchmal bis in den Tod hinein - jedoch ohne Wochen des Verdienstausfalls danach oder gar einen Totalausfall. Sie sollten fast perfekte, robuste Werkzeuge sein.
Diese Werkzeuge jedoch waren natürlich nicht dazu gemacht sich um mehr als um sich selbst & ihre Kundschaft zu kümmern. Das sollten sie auch gar nicht. Die Goldene Gans soll Eier legen, keine Termine organisieren und Zeit vertun.
Und so wurde der zweite Teil des Systems ins Leben gerufen, die Porcelains - benannt nach ihren Porzelanenen Gesichts-Platten - ihren Velvets Mentorinnen, Vormund und Kummerkasten, eine Schulter zum anlehnen und eine Hand an der Leine. Hochausgebildete Personen, die meisten Doktorinnen der Psychochirurgie oder ähnliches, mit einem ganzen Stab aus Bediensteten der ihnen dabei helfen sollte den Laden am laufen und die Rep am steigen zu halten.
 

Aufreten


Der Velvet Touch hat kein besonderes Auftreten, oder zumindest keines das sie in irgendeiner Weise von anderer Edelprostitution unterscheiden würde. Das ist gewollt. Hinter biederer Fassade verbirgt sich das ganze Können seiner Angestellten. Man fällt nicht auf, außer beim Preis & beim Erlebnis.
Die Velvets hingegen sind so unterschiedlich wie ihre Egos selbst - bei denen man individuellen Ausdruck und Kreativität schätzt, ja sogar fördert. Es geht eben nicht darum ein Ego kleinzuhalten, niederzudrücken und kaputt zu machen sondern vielmehr darum ihm zu helfen zu mehr zu werden als es möglich scheint. Auch Egos können Kunstwerke sein. Und Kunst bringt Rep.
Der Individualismus trit zurück, wenn Velvets ihrer Arbeit nachgehen - doch auch dort gibt es kein uniformes Auftreten, vielmehr werden sie schlicht zu allem was von ihnen gefordert wird, erfüllen Dir deine geheimen Träume & Wünsche - so nieder und vulgär sie am Ende auch sein mögen. Und sie können es jedes Mal wieder aufs Neue tun, ganz so, als wenn es das erste Mal wäre.
 

Ränge


Der Velvet Touch kennt drei formale Ränge. Die Velvets, die Porcelains und die Iron Hands. Zusammen bilden sie ein Dreieck, das so funktioniert wie es ist: sanfte Berührung, ruhige Autorität und stille Gewalt.
  Velvets sind das offensichtliche Gesicht des Velvet Touchs. Ohne sie gäbe es ihn nicht und so treten sie auch auf. Sie sollen bezaubern, die Fantasie entfachen. Sie wollen begehrt werden, ohne, dass sie dafür Allüren bräuchten.
  Porcelains sind die Verwalter des Velvet Touchs. Sie Zuhälterinnen zu nennen greift zu kurz, ist ihre Rolle doch alles, was die Velvets brauchen, dass die Maschine eine gut geölte bleibt.
  Iron Hands sieht man selten. Selbst Velvets wissen nicht immer, dass es sie gibt. Sie sind wenige und treten selten in Erscheinung. Aber wenn doch, dann um zu bestrafen. Sie sind der lange Arm der Triade, der direkte Draht, und ihr in Erscheinung treten ist niemals gut. Der Grund dafür ist einfach. Auf Grund der besonderen Beziehung die Porcelains und Velvets haben, eignen sich erstere nicht immer als Bestrafer für letztere. Damit das System sich aber nicht verselbstständigt gibt es die Iron Hands, die in letzter Instanz darauf achten, dass jeder seinen Job macht - und eingreifen wenn nicht.
 

Besonderheiten, Riten und Details


  Der Velvet Touch gehört zu einer großen Triade und hat als solcher eine vielzahl von altertümlichen Traditionen, die sich aus der Triadenmythologie speisen, häufig lokal und nach Kontext angepasst. Jedoch gibt es auch ein paar Eigenheiten, die für den Velvet Touch spezifisch sind.

  Velvets
Das Wahre Gesicht Jede Velvet besitzt ein „wahres Gesicht“ – nicht im biologischen, sondern im rituellen Sinn. Es ist die Maske unter der Maske, die sie nur jenen zeigt, denen sie vertraut. Dieser Akt gilt als höchstes Zeichen von Bindung oder Vertrauen. Selbst Porcelains haben nicht automatisch Zugang dazu. Wer das wahre Gesicht einer Velvet sieht, dem vertraut sie, der trägt Verantwortung – und teilt unter Umständen auch ihre Schuld.
Tätowierte Geschichte Jeder Morph, den eine Velvet bewohnt, trägt ihre Geschichte als codierte Nanotätowierungen unter der Haut – unsichtbar für das Auge, lesbar nur mit bestimmten Filtern oder durch andere Velvets. Die Tattoos sind Teil der Ausbildung, Erinnerung und Selbstbestimmung: ein lebender Datensatz aus Erlebnissen, Verlusten, Triumphen. Für manche sind sie Beweis der eigenen Existenz – für andere eine Fessel, die sich nie ganz abstreifen lässt.
  Porcelains
Die Ruhestätte Eine verzierte, oft kunstvoll gravierte Speicherbox, häufig aus altem Holz, in der die Stacks jener Velvets ruhen, die aktuell keinen Körper besitzen dürfen oder können. Eingeboxt werden bedeutet nicht zwangsläufig Bestrafung – es kann auch Schutz oder Vorsichtsmaßnahme sein. Doch in vielen Fällen ist es eine Zwangspause. Die Entscheidung, wer in die Box kommt und auch wann die Person zurückkehren darf, liegt allein bei den Porcelains. "Sich zur Ruhe legen" ist zu einem geflügelten Ausdruck für den Verlust von Zeit, Kontrolle und Selbst geworden.
  Iron Hands
Es sind keine Rituale oder Bräuche der sogenannten Iron Hands bekannt. Vielmehr scheint es, als würden die Hintermänner keinen Wert auf diesen Firlefanz legen.
 

Pings

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