Mesophoge

Mesophoge sind eine Schwarmspezies, die in den tiefen Dschungeln leben. Die Tiere können grob in eine Königin, auch Wandernest genannt, und Arbeiter unterteilt werden.   Eine Theorie besagt, dass die Wandernester und die Arbeiter ursprünglich zwei separate Spezies waren, die sich im Laufe der Zeit zu symbiotischen Wesen entwickelt haben.  

Anatomie und Morphologie

 
Königin - Wandernest
Das Wandernest ist eine eher unspezifisch geformte Masse, die sich zwischen zwei morphologischen Zuständen wechseln kann. Der Wechselprozess ist jedoch energetisch aufwendig, weshalb er nur selten oder nur, wenn notwendig stattfindet.   In der stationären Form ist das Wandernest immobil und sitzt am Boden oder in einer Wurzelhöhle eines Trevon-Bantam. Das Mesophoge konsumiert Nahrung mit seinen Mägen, die es von den Arbeitern gefüllt bekommt. Die Mägen sind mit Hautlappen abgedeckt, die sich öffnen, wenn ein Arbeiter mit einem Beutetier einen entsprechenden Duftstoff absondert.   Das Wandernest wandelt die Nahrung in ein Gelee um, das die Arbeiter und die Jungen verdauen können. Die Verdauungsorgane des Wandernests sind stark und können quasi jedwede organische Materie umwandeln. Nichtverdaubare Substanzen scheidet das Wandernest aus. Die Arbeiter nutzen diese Abscheidung, um das Nest in eine Art Höhle einzubauen, die es schützt oder versteckt.   Das Wandernest besteht zu einem großen Teil aus unspezifischem Zellgewebe, dass einerseits seine Energiereserve darstellt und andererseits für die Umwandlung in seine andere morphologische Form bereit hält. Es ist außerdem das einzige weibliche Wesen seines Schwarms. Es bringt alle Arbeiter zur Welt und nährt sie mit seinem Gelee. Wandernester können einen durchmesser von bis zu 3m erreichen.  
Wissenschaftliche Bezeichnung:
Genetische Abstammung:unbekannt
Lebenserwartung:Arbeiter: 3 Jahre
Wandernest: unbekannt
Durchschnittliche Größe:Arbeiter: 2,3 m - 2,8 m
Wandernest: 3m
Durchschnittliches Gewicht:Arbeiter: ca. 150 kg
Wandernest: 8t
Vorkommen:
  • Trevon
  • tiefer Dschungel
  • in der Nähe von Gewässern
In der Wanderform schrumpft das Wandernest auf einen Bruchteil seines Gewichts. Aus dem unspezifischen Zellgewebe formen sich harpunenartige Geschosse, mit dem sich das Nest fortbewegen kann. Dazu schießt es die Harpunen in das Blätterdach des tiefen Dschungels und hangelt sich an dünnen, aber sehr robusten Fäden bis zu seinem nächsten dauerhaften Aufenthaltsort. Während dieses Prozesses wird das Wandernest von seinen Arbeitern beschützt.  
Arbeiter
Die Arbeiter haben einen schlanken Rumpf mit einem Kopf am Ende und zwei ledrigen Flügeln. Am Boden bewegen sie sich schlängelnd fort. Die Flügel legen sie dazu eng an den Körper an. Wenn sie größere Distanzen überbrücken müssen, beispielsweise bei der Jagd oder bei der Verteidigung des Wandernests fliegen sie.   Die Flügel sind mit sehr scharfen Krallen besetzt. Am Kopf haben sie große Ohren und ein scharfes und hartes Schneideorgan, dass sie über eine komplexe Struktur zum Schwingen bringen können. Im Verteidigungsfall können sie das Schneideorgan so stark vibrieren lassen, dass es heiß wird und selbst Metall wie Butter schneiden kann.   Die Nahrungsaufnahme erfolgt bei Arbeiter-Mesophogen über eine kleine zahnlose Maulöffnung unterhalb des Schneideorgans.   Im Gegensatz zu den nackten Wandernestern sind die Körper der Arbeiter mit einem feinen Fell überzogen. Das Fell dient dem Schutz vor der Umgebung und der Reinheit. Ist es zu verschmutzt, um es zu reinigen, stoßen die Arbeiter ihr Fell teilweise ab. Zwar sind die Arbeiter sehr reinlich und pflegen sich regelmäßig. Dennoch werden immer wieder Exemplare angetroffen, deren Fell eher einem Flickenteppich gleicht.   Ausgewachsene Arbeiter sind über 2m groß.  

Leben und Fortpflanzung

  Es ist nicht bekannt, wie oft ein Wandernest den morphologischen Wandel durchlaufen kann oder ob es überhaupt altert. Da es unentwegt unspezifische Zellen produziert, die es zur Wandlung benötigt, könnte es theoretische ewig leben.   Treffen zwei Wandernester aufeinander, tauschen sie untereinander einige Arbeiter aus. Die Arbeiter des jeweils anderen Wandernests übertragen ihre Samenzellen auf das Wandernest und befruchten es. Die so befruchteten Eizellen werden in einem speziellen Vorratsorgan aufbewahrt und verbleiben dort dormant.   Wandernester können bis zu zehn Arbeiter gleichzeitig ausbrüten. Der Prozess läuft dabei intern ab, wodurch nach einer Zeit von ca. sechs Wochen bis zu zehn junge Arbeiter geboren werden. Das Wandernest hat regelmäßig alle paar Tage einen Eisprung, sodass es mit bis zu 60 Arbeitern gleichzeitig aber in unterschiedlichen Stadien schwanger ist. Wandernester sind daher quasi regelrechte Gebärmaschinen. Ob Wandernester andere Wandernester zur Welt bringen können, ist nicht bekannt.   Die frisch geborenen Arbeiter leben in der Nähe des Wandernests und werden regelmäßig von den älteren Mesophogen gepflegt. Das Wandernest spukt in regelmäßigen Abständen Gelee aus, von dem sich nicht nur die Arbeiter, sondern auch die Jungtiere ernähren.   Nach der Geburt können die Arbeiter noch nicht gleich fliegen. Es dauert ca. 4 Wochen, bis sie das Alter erreicht haben und das Wandernest selbst verlassen. Bis dahin entwickeln sie auch die Fähigkeit, sich in der Umgebung zu orientieren.   Arbeiter werden bis zu drei Jahre alt. Ohne ein Wandernest verkürzt sich diese Zeit jedoch auf wenige Wochen oder Monate. Wie alt Wandernester werden können, ist nicht bekannt.  

Lebensraum

  Mesophoge leben in den tiefen Dschungeln auf Trevon. Die Wandernester bevorzugen eine feuchte, fast schon schwüle Umgebung, weshalb sie in der Nähe von Binnengewässern wie Seen oder Flüssen zu finden sind. Unterwasser können Wandernester jedoch nicht überleben.   Da die Wandernester an sich schutzlos sind, platzieren sie sich bevorzugt in Wurzelhöhlen der Trevon-Bantam. Die Höhlen kleiden die Arbeiter mit nicht verdauten Substanzen aus, die die Wandernester vorher verdichten.  

Wahrnehmung

  Alle Mesophoge sind völlig blind. Sie reagieren daher nicht auf Lichtreize.   Wandernester haben einen außerordentlich guten Geruchssinn und können jeden Arbeiter anhand seines Geruchs erkennen. Auch die Arbeiter haben einen gut ausgebildeten Geruchssinn, wenngleich dieser nicht ganz so fein entwickelt ist wie der der Wandernester. Es wird davon ausgegangen, dass die Arbeiter allgemein über Gerüche mit den Wandernestern kommunizieren.   In der mobilen Form bilden Wandernester zwei Arten feiner Membrane aus. Mit der ersten Art können sie feine Schwingungen erzeugen, die sich für Menschen wie ein tiefes Summen anhören. Mit der zweiten Art Membran können sie das Echo dieser erzeugten Schwingung empfangen und sich so orientieren.   Die Arbeiter orientieren sich mit ihren großen Ohren ebenfalls über ein Echolotverfahren. Sie erzeugen die dafür nötigen Ultraschallwellen mit ihrem Schneideorgan. Um mit den Wandernestern zu kommunizieren, haben die Arbeiter in der Nähe ihrer Mundöffnung ein Drüsenorgan, mit dem sie Pheromone und Duftstoffe absondern können, auf die die Wandernester reagieren können.  

Ernährung

  Die Arbeiter und die Jungtiere ernähren sich von dem Gelee, dass die Wandernester erzeugen. Die Arbeiter müssen dazu die Wandernester jedoch mit Beutetieren und pflanzlicher Nahrung füttern.   Das Wandernest sondert dauerhaft einen starken süßlichen Duft ab, der andere Tiere anlockt. Die Arbeiter greifen diese Tiere an und erlegen sie mithilfe ihres Schneidorgans. Je nach Größe der Beute greifen die Arbeiter gemeinschaftlich oder alleine an.
 

Kampfwerte eines Arbeiters

2d4+5 Arbeiter
Human Scale
Hits SP ATK EVADE DMG
20 3 2d6+10 2d6+7 1d6+3
Mekton Scale
Kills SP ATK EVADE DMG
1 0 2d6+15 2d6+12 1

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