Remove these ads. Join the Worldbuilders Guild

EBK - Ermittlungsbüro der Koalition

Das EBK (Ermittlungsbüro der Koalition, eng. CBI - Coalition Bureau of Investigation) ist die polizeiliche Koordinierungs- und Strafverfolgungsbehörde der CoDeC. Das EBK wurde 2344 gegründet und unterhält eigene Einsatzkräfte. Im Verhältnis zum Missionsumfang ist das EBK unterbesetzt. Bei Grossfahndungen ist es auf lokale Polizeibehörden angewiesen. Dennoch gilt das EBK, dank seiner erfahrenen und hoch motivierten Mitarbeiter, als äussert effektiv und effizient. Es geniesst bei der grossen Mehrheit der CoDeC Bürgern einen ausgezeichneten Ruf.

Siegel und Abzeichen des EBK zeigt die Göttin der Gerechtigkeit mit dem lateinischen Motto „pro incorruptam justitia“ (dt. für die unbestechliche Gerechtigkeit“).
EBK Emblem
by silentearsofhope
   

Mission

Die vom CoDeC Parlament festgelegten Missionsziele des EBK seit 2344:

I. Schutz der von den Kolonialregierungen garantierten Bürger- und Menschenrechte.
II. Durchsetzung des, von den Kolonialregierungen ratifizierten, harmonisierten CoDeC Kriminalstrafrechts.
III. Bekämpfung gewalttätiger Kriminalität, interstellarer Kriminalität und organisierter Kriminalität.
IV. Bekämpfung von Cyberkriminalität und Wirtschaftskriminalität.
V. Bekämpfung öffentlicher Korruption auf allen staatlichen Stufen.
VI. Bekämpfung von Spionage und Sabotage.
VII. Unterstützung und Koordination der Kolonialbehörden auf allen staatlichen Stufen im Rahmen der Missionsziele.
   

Institutionelle Struktur

Der CoDeC Rat (Exekutive) wählt in Beratung mit dem CoDeC Justizdepartement (Exekutive) die EBK Führungsspitze. Das CoDeC Parlament (Legislative) bestimmt den EBK Auftrag und gibt Finanzmittel frei. Sämtliche EBK Aktivitäten sind gegenüber dem Obersten Gerichtshof der CoDeC (Judikative) als Aufsichtsbehörde rechenschaftspflichtig.

Es wird ein ¾ Mehrheit im Rat, Parlament und Obersten Gerichtshof benötigt um die EBK Division „Verfassungsschutz“ aufzulösen oder um eine Annullation/Änderung von Mission I und V zu erwirken. Abwesenheit gilt als Stimme für den Status Quo. Sämtliche Abstimmungen hierzu dürfen nicht unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden.
   

Organisationelle Struktur

Geleitet wird das EBK durch den Direktor, welcher durch den Stabschef und Stellv. Direktor unterstützt wird. Einsatzleiter werden vom Direktor nach Bedarf ernannt.

Das EBK besitzt eine Matrixorganisation. Die Division (vertikale Dimension) gliedert sich nach der Spezialisierung auf ein bestimmtes Kriminalfachgebiet. Divisionen sind in weitere Sub-Divisionen eingeteilt. Das EBK deckt Fachtechnisch das gesamte Spektrum der Strafverfolgung ab. Die Abteilung (horizontale Dimension) deckt die unterschiedlichen Rechtssysteme der eigenständigen Kolonialverwaltungen ab. Divisionen und Abteilungen stellen den Betrieb in ihrem Fachgebiet bzw. Rechtsraum sicher, während die Stabsdivisionen den Alltagsbetrieb der Divisionen und Abteilungen sicherstellen. Das EBK zeichnet sich durch eine eher flache Hierarchie aus.

Abteilungen unterhalten Feldbüros mit rotierender Besetzung in den Kolonialverwaltungen ihres Zuständigkeitsbereichs, um den Kontakt zu den lokalen Sicherheits- und Regierungsbehörden pflegen.

Das EBK unterhält in der Division „Verdeckte Ermittlung“ ein extensives Informanten-Netzwerk. Verbindungen zwischen Informanten und lokalen Einheiten wird soweit es geht vermieden, um das Risiko einer Enttarnung zu minimieren.

EBK Ermittler gehören weder einer Division noch einer Abteilung an. Sie werden gemäss Expertenwissen kategorisiert und vom Direktor, Divisions- und/oder Abteilungsleiter nach aktuellem Bedarf zu Teams zusammengestellt. Der Nachteil dieser losen Organisation ist, dass EBK Ermittler hoch mobil und teamfähig sein müssen in einem fluktuierenden sozialen Umfeld. Im Gegenzug geniessen Ermittler eine grosse Selbständigkeit und geringere Bürokratie. Die Kohäsion wird durch ein unerschütterliches Gemeinschaftsgefühl aus der Zeit der „grossen Säuberung“ sichergestellt. Die EBK Führung ist sich bewusst, dass dies langfristig ein Problem darstellen wird. Im Moment überwiegen die Vorteile, da sie eine anpassungsfähige Antwort auf die sich permanent ändernde Bedrohungslage ermöglicht. Das unter Finanz- und Mitarbeitermangel leidende EBK kann sein limitiertes Fachpersonal dort eingesetzt, wo sie den grössten Nutzen erbringen. Da Ermittler nicht lokal verankert sind, wird Korruption erschwert und verdeckte Ermittlung erleichtert.
EBK Org

   

Geheimhaltung

Vom EBK als vertraulich oder geheim klassifizierte Informationen müssen nach 50 Jahren automatisch Offengelegt werden.

Richter des Obersten CoDeC Gerichtshofs haben permanenten und uneingeschränkten Zugang. Vor der Inauguration wird das neue Mitglied des Obersten CoDeC Gerichtshofs durch die „Interne Ermittlung“ überprüft und bei Bedarf während der Amtszeit durch das EBK mit einer Kommission des Parlaments als Aufsichtsbehörde. Bei Ermittlungen kann das EBK mit Erlaubnis der Kommission und der nicht betroffenen Richter bis Untersuchungsabschluss den Inhalt aber nicht die Existenz der Untersuchung dem betroffenen Mitglied des Obersten Gerichtshof vorenthalten.

Das EBK kann eine zeitlich beschränkte Fristverlängerung oder zeitlich beschränkte partielle Offenlegung über ein absolutes Mehr am Obersten Gerichtshof erwirken. Vorausgesetzt das EBK kann glaubhaft belegen, dass eine Offenlegung laufende Ermittlungen oder die öffentliche Sicherheit gefährdet. Die Öffentlichkeit muss über jedes Gesuch, nicht jedoch über dessen Inhalt, im Vorfeld informiert werden.

Die Öffentlichkeit kann eine frühzeitige volle oder partielle Offenlegung durch ein absolutes Mehr am Obersten Gerichtshof erwirken. Vorausgesetzt es kann glaubhaft belegen, dass das öffentliche Interesse schwerer wiegt als der Nutzen der Geheimhaltung. Diese komparative Erwägung dürfen die obersten Richter unter Ausschluss der Öffentlichkeit vornehmen. Die Entscheidungsverkündung findet jedoch öffentlich statt.
   

Wahrnehmung, Konflikte & Kritik

Das EBK hat einen ausgezeichneten Ruf. Unbestechlichkeit, Pflichtbewusstsein und Opferbereitschaft sind Tugenden der EBK Ermittler, welche niemand in Frage stellt. Die grosse Mehrheit der CoDeC Bevölkerung und Kolonialregierungen schätzt den Einsatz bzw. die Unterstützung durch das EBK. EBK Einsätze sind effektiv und effizient.

Personalmangel

Die EBK-Präsenz, wenn auch hoch wirksam, wird aufgrund der chronischen Unterbesetzung häufig nur als eine temporäre Erscheinung wahrgenommen. EBK Ermittler rennen quasi von Brandherd zu Brandherd. In Kolonialregierungen mit einem anfälligen Rechtssystem, muss man immer fürchten, dass der nächste Brand ausbricht nachdem die EBK Ermittler weiterziehen. Eine Situation welche die EBK Führung in der CoDeC Regierung schon mehrfach moniert hat. Investigativer Journalismus hat zu Tage gefördert, dass ein schwaches EBK ein gewolltes Konstrukt ist. Sie war eine nicht-verhandelbare Voraussetzung für den CoDeC-Beitritt jener Kolonialregierungen, die um ihre Eigenständigkeit fürchten.

Sponsoring

Wegen des Kolonialkrieges leidet das EBK unter Budgetmangel. Finanzierungslücken werden durch Sponsoring via zentraler Stiftung überbrückt. Aufgrund der (historisch bedingten) hohen Aversion der Ermittler vor fremden Einflüssen wird die EBK-Unabhängigkeit durch spendende Drittparteien nicht kompromittiert. Die Stiftung publiziert transparent die Herkunft der Gelder. Anonyme oder Spenden bedenklicher Herkunft werden zurückgewiesen. Dieses Finanzierungskonstrukt wird von Bürgerrechtsorganisationen und Juristen scharf kritisiert. Das EBK Personal ist in dieser Hinsicht gleicher Meinung, dass es sich hierbei nur um eine temporäre Lösung handeln darf, welche in der kommenden Dekade unbedingt adressiert werden muss.

Fundamentalismus

Die Prinzipien der Demokratie, Rechtstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Bürgerrechte und Menschenrechte werden von EBK Mitarbeitern mit beinahe religiösem Fanatismus gelebt und verteidigt. Einerseits schätzt man die Prinzipientreue des EBK, andererseits stösst diese strikte „by the books“ Haltung teilweise auf Unverständnis.

Gruppierungen instrumentalisieren dieses Unverständnis bei Einsätze mit hoher medialer Publizität für eigene politische Zwecke. Sich wiedersprechende Forderungen, das EBK solle mal 5 gerade sein lassen oder das EBK soll gefälligst die Samthandschuhe ausziehen, gehören in den Medien zur Tagesordnung. Je nachdem woher gerade der Wind bläst.

Kulturelle Konflikte

Die dominierende EBK-Kultur steht im starken Kontrast zu Gesellschaften, welche „Vorfälle“ bevorzugt totschweigen oder ausserhalb des geltenden Rechts „lösen“. Um diesem entgegenzuwirken versucht die EBK Führung lokale Abteilungen mit kulturellen Mediatoren zu besetzen (mit mässigem Erfolg).

Das EBK hat beim Obersten Gericht Beschwerde eingereicht gegen Kolonialverwaltungen, welche eine de jure oder de facto juristische-separierte Klassengesellschaft vorweisen aufgrund direkter oder indirekter Segregation via Reichtum oder anderen sozialen Merkmalen. Die Kooperation mit Behörden solcher Systeme gestaltet sich schwierig. EBK Ermittler respektieren und befolgen ausnahmslos das lokale Recht. Einige Ermittler geraten jedoch regelmässig in Konflikt mit lokalen Traditionen und sozialen Normen, wenn sie unmissverständlich und vokal ihre Meinung zum Besten geben. Das EBK muss sich immer wieder mit Vorwürfen kultureller Engstirnigkeit und Arroganz auseinandersetzen.

Machtpolitik

Wirtschaftliche und politische Interessengruppierungen, welche sich grösseren Einfluss auf Kosten von Rechtsstaat und Demokratie wünschen, betrachten das EBK mit Argwohn. Das EBK beheimatet eine grosse Anzahl fähiger Personen, welche sich schon einmal mit Vehemenz gegen eine Instrumentalisierung der Strafverfolgungsbehörde zur Wehr gesetzt hat. Wegen deren Erfahrung mit der „grossen Säuberung“ sind die Ermittler der gegenwärtigen Generation viel aufmerksamer und empfindlicher.

CSec-Konflikt

CSec (Colonial Security) ist der CoDeC Geheimdienst und das Quasi-Äquivalent zum IMPSI. CSec und EBK verabscheuen beide das IMPSI und das Imperium. EBK und CSec postulieren sich beide als die wahren Verteidiger von Gerechtigkeit und Demokratie. Es ist allerdings ein offenes Geheimnis der CSec, was sie auch ganz bewusst pflegt, dass sie dem Grundsatz folgt: „Der Zweck heiligt die Mittel“. Mit illegalen Aktionen, Folter und Mordanschlägen steht das CSec somit im krassen Gegensatz zur EBK. Das EBK betrachtet das CSec mit Grauen als eine Rotte staatlich instrumentalisierter Krimineller. Das CSec wiederum bezeichnet das EBK abschätzig als Idealisten Zirkus von Pass-auf-Bärchen. Unbestätigten Gerüchten zufolge sollen einige ehemalige IPKO-CA Mitarbeiter sich dem CSec statt dem EBK angeschlossen haben.

Bis zu einem gewissen Grad sind sich beide Organisationen der Notwendigkeit der anderen bewusst. Das EBK wäre dem IMPSI nicht gewachsen und könnte die CoDeC Streitkräfte nicht mit den notwendigen militärischen Diensten versorgen. Das CSec wiederum scheint das EBK als moralischen Kompass für die Nachkriegszeit, den man im Moment natürlich geflissentlich ignorieren kann, zu akzeptieren. (…oder zumindest hat es den Anschein. Wer weiss schon was im CSec vorgeht.)

Das EBK ist eines der wenigen Institutionen, welche der CSec bei Verstössen gegen Verfassung und Recht auf Augenhöhe begegnet. Allerdings wird das CSec massiv besser finanziert. Das EBK hat vergleichsweise wenig finanzielle und juristische Mittel gegen das CSec, solange deren Verbrechen vom CoDeC Rat und Parlament gutgeheissen wird. Das EBK-Missionsziel VI (Spionage- und Sabotageabwehr) überschneidet sich mit der Kompetenz der CSec. Böse Zungen behaupten sie wurde vom CoDeC Parlament ganz bewusst eingeführt, um das CSec und die EBK gegeneinander auszuspielen. Das Ziel der CoDeC Regierung sei es die Argusaugen einer unzweifelhaft vertrauenswürdigen Institution auf das CSec anzusetzen. Zugleich soll diese Organisation an der kurzen Leine gehalten werden, indem man ihr nicht die notwendigen Mittel gibt, um die CSec bei der Bekämpfung des Imperiums effektiv zu behindern. Das EBK hinkt der CSec hinterher, humpelt aber tapfer weiter.

IMPSI-Konflikt

Historisch entstammen EBK und IMPSI aus derselben Organisation. Während das EBK seiner Rolle als Strafverfolgungsbehörde treu bleibt, hat sich das IMPSI zu einer umfangreichen Geheimdienstorganisation gewandelt. Das EBK und IMPSI verbindet ein wechselseitiger Hass. Sämtliche EBK-Mitarbeiter betrachten das IMPSI als mitunter verantwortlich für die grosse Säuberung und den Zusammenbruchs des Rechtstaates. Die IMPSI-Mitarbeiter wiederum bezichtigen das EBK der Illoyalität und Mittäterschaft in der als terroristisch klassifizierten Organisation CoDeC.
   

Geschichte

Um die Zusammenarbeit nationaler Polizeibehörden zu stärken, wird 1923 der Verein IKPO (Internationale Kriminalpolizeiliche Organisation aka Interpol) gegründet. 2111 wird der Koordinationsauftrag von internationale auf interstellare Kriminalitätsbekämpfung ausgeweitet. Die Polizeibehörden interstellarer Kolonien werden, sofern keiner nationalen Behörde unterstellt, als gleichwertige Vereinsmitglieder aufgenommen. 2121 werden sämtliche Koloniale-Polizeibehörden unter der neu gegründete Colonial Authority zusammengefasst.

2281 wird Interpol aufgrund des Nationenschwundes aufgelöst und ihr Personal in die Colonial Authority einverleibt. Das IPKO war ursprünglich ein reines Kooperationsorgan. Mit dem Wandel zur IPKO-CA (Interstellare Kriminalpolizeiliche Organisation der Colonial Authority) wird es zur koordinierenden Exekutivgewalt mit eigenen Einsatzkräften und fördert so die Konsolidierung der Staatsgewalt unter der Colonial Authority.

Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Bürger- und Menschenrechte erodieren sukzessiv. Politische Verfolgung auf wackeliger Rechtslage verstärkt sich. Unabhängige Ermittlungen werden von der Generaldirektorin beeinflusst oder gestoppt. Verfolgung krimineller Aktivitäten wird vermehrt dem sozialen Rang oder der Loyalität des Verdächtigen untergeordnet. Ab 2312 versucht die Führung der Colonial Authority die IKPO-CA verdeckt und schleichend in eine geheime Staatspolizei zur Bürgerüberwachung umzuwandeln. 2327 wird die Ideologische Ausbildung zum Pflichtprogram für neue Rekruten. Über das politische Schüren von Ängsten wird der massive Ausbau der Division „Terrorbekämpfung“ und „Innere Angelegenheiten“ legitimiert und mit mehrheitlich loyalen Ermittlern besetzt.

Dieser Wandel ist vor allem in Abteilungen mit Nähe zur Terra-Zentralgewalt spürbar. Eine umfangreiche Transformation des IPKO-CA scheitert jedoch mehrheitlich am passiven Widerstand der Mitarbeiter und in den Abteilungen jener demokratischen Kolonialverwaltungen mit funktionierender Gewaltenteilung und umfassenden verfassungsverankerten Bürger- und Menschenrechten. Ermittlungen repressiver oder politischer Natur werden umgangen und unterminiert. Die ideologischen Differenzen werden IPKO-CA intern zur Zerreissprobe.

Unter der Aufsicht der Generaldirektorin führt die IPKO-CA Division „Innere Angelegenheit“ mit loyalen Polizeikräften im Sept 2333 eine umfangreiche Antikorruptions-Operation durch. IPKO-CA Ermittler werden in Massenverhaftungen mit gefälschten Verrats- oder Korruptionsanschuldigungen aus dem Verkehr gezogen oder suspendiert. De facto Verfolgungsgrund ist ideologische Inkompatibilität oder fehlende uneingeschränkte Loyalität gegenüber der Generaldirektorin. Gefährdete Ermittler flüchten in entferntere Kolonien. Ermittler, die ihre ehemaligen Kollegen nicht zur Strecke bringen wollen, geraten selbst ins Visier, was eine Kettenreaktion an Insubordination auslöst. Die Leibgarde der Generaldirektorin wird eingeschaltet. Das harsche Vorgehen der Garde eskaliert und führt zu Massendesertation im IPKO-CA. Da sich mehrheitlich ältere und erfahrene Ermittler dem Exodus anschliessen, kollabiert die Schlagkraft der Strafverfolgung. Die Kriminalität springt in den loyalen Systemen sprunghaft an. Gleichzeitig wird die Übernahme des Staatsapparats durch loyale Beamte erleichtert, da Verfassungsschutz und Korruptionsverfolgung effektiv ausgehebelt sind. EBK Ermittler erinnern sich heute bitter an die „grosse Säuberung“, welche auch „roter Herbst“ genannt wird.

Von langer Hand geplant (2334) füllt die Kaiserin - ehemals Generaldirektorin - die ausgedünnten Reihen des IPKO-CA mit frischen und vor allem loyalen Rekruten auf. Bereits bei der Ausrufung des Imperiums besitzt das IPKO-CA die grösste Truppenstärke seit ihrer Gründung, da Fähigkeit nicht mehr das ausschlaggebende Kriterium ist. 2336 wird das IPKO-CA zum Imperialen-Sicherheitsdienst (IMPSI) umgewandelt und dient als interstellarer Überwachungs- und Repressionsapparat.

Die flüchtigen IPKO Ermittler verstecken sich oder schliessen sich den Aufständischen an. Bis zur Gründung des CoDeC sind geschätzte 23% der IPKO-CA Mitarbeiter in imperialer Haft oder der Exekution zum Opfer gefallen. Weitere 16% sterben in Gefechten der frühen Unabhängigkeitsbewegungen. 2344 strömen die Überlebenden Ermittler zum CoDeC, wo sie aufgrund ihres Erfahrungsschatzes nahezu ausnahmslos zum Aufbau des EBK eingesetzt werden. Etwas 38% der ehemaligen IPKO-CA Mitarbeiter gehören dem heutigen EBK an. 17% sind als Loyalisten im Imperium verblieben und belegen dort IMPSI Führungspositionen. Der Verbleib der übrigen 6% ist unbekannt.

Rotes Laub fällt ohne Ende,
Totes Laub schwellt in Brände,
Baum der Gerechtigkeit verwittere leise,
Tyrannia zieht um die Kinder Justitias seine Kreise.

Roter Herbst: Verfasst von IPKO-CA Ermittlerin Anna Karenina (✶2309 - ✝2333) am Vorabend ihrer Hinrichtung zu Heiligabend.


Remove these ads. Join the Worldbuilders Guild

Comments

Please Login in order to comment!