Kapitän Yandeler Mirgon

Pirat wiederwillen

Käpt'n Yandeler Mirgon (a.k.a. Käpt'n Blaurock)

Jo ho ho und ne Buddel voll Rum!
Doch war der Dunstling nicht dumm,
gab sie an die Wachen herum!
daaaa fielen sieeee betrunken um!
— Auszug aus dem Seemannschantie "Der Kleine Käpt‘n Blaurock"

Allgemeines

Kapitän Yandeler Mirgon war einer der berühmtesten Halblinge die je die Ozeane und Meere rund um Aravellien bereist haben.   Seine tollkühne Verwegenheit, sein unbeschreiblicher Mut und seine Verachtung für Gefahr sind legendär und suchen selbst unter den Abenteuerlustigen Dunstlingen nach ihrem Gleichen!
  Es gibt kaum ein Kind entlang der Küsten des Kontinents, das nicht mit den Abenteuern dieses Freibeuters aufgewachsen ist. Selbst die wilden Nordmannen auf der Teerskischen Insel waren von diesem Kerl beeindruckt, der gerade mal so breit wie ihre eigenen Oberschenkel gebaut war.

Jugendjahre

Geboren wurde Yandeler im Königreich Moardaan, in einem der unzähligen Fischerdörfer entlang der Küste des Sirum-Meeres. Einige Historiker vermuten das es das Dorf Saardom gewesen sein müsste.   Als ältester Sohn, mit sechs jüngeren Geschwistern umgeben, sah es sein Vater als Pflicht an das der Junge, die Kunst des Fischens und Segelns erlernte. Es schien als habe Nespô-tía den Dunstling besonders bevorzugt und ihm reiche Segnungen zuteilwerden lassen, weshalb er zur Volljährigkeit den Segensschwur auf die Meeresgöttin ablegte.
  Er konnte die Launen des Meeres vorhersagen wie kein anderer, wusste immer wo die besten Fischschwärme sein würden und hatte immer Wind in den Segeln, selbst wenn andere schon am Rudern waren.   Es schien als werde er ein gutes bodenstämmiges Leben voller Fisch haben und diese Aussicht langweilte ihn schon sehr bald.
  Wie viele junge Männer Moardaans entschloss er sich zur Marine zu gehen, als sich das Königreich dazu entschied diese im Jahr 2368 n.d.K. aufzurüsten um den nördlichen Nachbarn Paroli im Kampf um das Sirium-Meer zu bieten.
  Dies sollte die folgenschwerste Entscheidung seines Lebens werden.

Eckdaten

Voller Name
Yandeler Mirgon
Alias
Käpt'n Blaurock
Spezies
Halblinge
Ethnie
Dunstlinge
Geboren
15.06.2345 n.d.K.
Staatangehörigkeit
Moardaan
Status
Verschollen seit 2400 n.d.K. / Für Tot erklärt
Geschlecht
Männlich
Augen
Aquamarin
Haare
Zottelig, Braungrau
Hautfarbe
Dunkel
Größe
1,13m
Gewicht
50 Kg
Sprachfertigkeiten
Moardaaig, Valeran,

Marine, Krieg und Schiffbruch

Klein wie er als Halbling nun mal war, wurde der Junge Yandeler als Ausguck dem bulligen Kampfschiff der "Tingale" zugeteilt. Anfangs wurde er kaum beachtet, weder von den Offizieren noch von der, überwiegend menschlichen, Mannschaft. Er musste sich den Respekt hart erkämpfen, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes.
  Er ließ keine Keilerei aus, war immer der erste der sich ins Gefecht stürzte und der Letzte, den man fortzerrte. Langsam merkte die Crew der „Tingale“, dass der kleine Wahnsinnige sich mit seinen Wettervorhersagen nie irrte und er ein untrügliches Gespür für Kurs, Strömung und Himmelsrichtungen hatte.   An Bord der "Tingale" erlebte Yandeler zwei Seeschlachten. Die erste war ein kleines Scharmützel mit einer feindlichen Galeere, welche aufgerieben wurde. Die Zweite war zugleich die letzte Schlacht der moardaanischen Marine im "Kleinen Sirum-Meer-Krieg".
  Der gesamte Flottenverband geriet in einen Hinterhalt, welchen die Flotte Tureliums gelegt hatte und wurde vernichtet.


Auf einer Planke treibend verbrachte der junge Dunstling drei Tage auf dem Wasser, ehe die Wellen ihn an den Strand einer ihm unbekannten Insel warfen. Zu seinem eigenen Erstaunen fand er hier ein altes verlassenes Bootshaus. In diesem waren getrocknete Lebensmittelvorräte, Trinkwasser, und einiges an, für ihn, nützlicher Ausrüstung untergebracht. So wie eine Karte, die ihn zu einer Grotte führte in welcher er wiederum sein erstes eigenes Schiff, die "Meeressaphir I", finden sollte.   Überzeugt davon dass ihn die Meeresgöttin nicht nur gerettet sondern auch reich beschenkt hatte, setzte er Segel um nach Hause zu gelangen.
  Er stellte jedoch alsbald fest das ihm dieser Weg verwehrt blieb.
  Noch immer tobte der Seekrieg und keine der verbliebenen Seiten hätte ihn als Freund bezeichnet.

Ausrüstung

  • Das Schiff "Die Meeressaphir" (I - VI)
  • Einen Rapier der für ihn fast ein Zweihandschwert war
  • Einen Ring mit einem Windthaumarit
  • Einen Ring mit einem Wasserthaumarit
  • Dreispitz
  • Blauer Rock

Der Pirat und Freiheitskämpfer?

Als bald seine Vorräte zu Neige gingen entschloss er sich einen fahrenden Händler anzusteuern. Der Zufall wollte es das dieser nicht nur Waren und Lebensmittel sondern auch Sklaven aus dem Süden Aravelliens geladen hatten.
  Als er an Bord des Seelenfängers ging um seinen Einkauf zu tätigen schritt er über das Gitter zum unteren Deck und stolperte dabei unglücklich. In seinem Versuch sich zu fangen griff er nach dem Bootsmann des fremden Schiffes, welcher ihn begrüßt hatte. Anstatt des Armes des Mannes erwischte er allerdings den Leinengürtel, welcher nicht nur die Hose, sondern auch den Schlüssel zu den Ketten der Gefangenen hielt. Mit einem heftigen Ruck zerriss der alte Gürtel und gab die Blöße des Mannes und den Schlüsselbund frei.
  Die Schlüssel rutschten unbemerkt durch das Gitter in den Laderaum und noch während der Bootsmann tobte und die Mannschaft sich lachend amüsierte, befreiten sich die Sklaven.
Gerade als der Bootsmann den Halbling packte wurde die Luke vom Unterdeck aufgestoßen und die Meuterei begann.
Am Ende Stand Yandeler Mirgon umringt von befreiten Sklaven auf dem blutigen Deck des Schiffes und übergab sich.
  Die Männer, überzeugt davon, dass der Halbling absichtlich gestolpert sei, um ihnen den Schlüssel zukommen zu lassen, feierten ihn als Helden. Sie ließen ihn Hochleben und schworen ihm als Kapitän die Treue.
  Alles brauchbare wurde vom Sklavenschiff auf die "Meeressaphir" verladen und der blutige Kahn angesteckt.
  Unter der Beute befand sich auch ein blauer Offiziersrock, welchen Yanderle sich abänderte und so in seine neue Garderobe verwandelte, zusammen mit einem feschen Dreispitz mit blauer Banderole brachte ihm dieser Aufzug seinen Spitznamen "Käpt'n Blaurock" ein.
In den folgenden Jahren versuchte der Dunstling mehrfach seine Heimat anzusteuern, doch jedes Mal schien es als wolle Nespô-tía ihren Champion nicht vom Meer lassen.   Als er sein drittes Schiff nahe der Küste Moardaans verloren hatte, sah er es ein und blieb auf dem Meer, steuerte nur fremde Häfen an und versuchte sich als Händler, doch irgendwie geschah es immer das am Ende einer "Transaktion" die Fracht seiner "Handelspartner" in seinen Frachträumen landete und seine Mannschaft das Blut von den Klingen wischte oder zwischen Wrackteilen nach weiterem Beutegut fischte.
  Vermutlich hing diese Entwicklung sehr mit der Einstellung seiner Mannschaft selbst zusammen, doch bald schon sollte jeder Seemann die blaue Flagge mit dem Dreispitz fürchten.

Verschwinden aus der Geschichte

Fast dreißig Jahre lang machte "Käpt'n Blaurock" die Meere und Küsten rund um Aravellien und Peri-Peral unsicher und sammelte eine beachtliche Menge an Wertgegenständen in dieser Zeit. Sein letztes Abenteuer sollte er dann aber ohne Mannschaft und Schiff erleben.
  Er saß auf dem Spier, der "Meeressaphir" (er hatte im Übrigen jedes seiner insgesamt sechs Schiffe auf diesen Namen getauft) als eine Herde Wale an Steuer- und Backbord des Schiffes auftauchte.
Ein Wal Kalb rammte dabei die Jagdgaleone des Piraten, wodurch dieser über Bord ging.
Die Mannschaft konnte nur staunend zusehen wie ihr Kapitän, plötzlich auf dem Rücken eines Wales saß und sich immer weiter in Richtung Westen entfernte.   Laut den Aussagen der Mannschaft habe ihn die Meeresgöttin nun eine besondere Ehre zuteilwerden lassen, in dem sie ihn zu einer sagenhaften Insel tragen lassen hat.
Wo er ihre Liebe auf ewig erwidern könnte.

Vermächtnis

Die Abenteuer des Käpt'n Yandeler Mirgon finden sich heute in vielen Geschichtsbüchern wieder und im Königreich Moardaan gibt es sogar einen Festtag der ihm zu Ehren abgehalten wird, auch wenn er das Land nie wieder betreten hat nachdem er der Marine beigetreten ist.   Für die Moardaaner gilt er als Rachengei welcher die Feinde ihres Königreiches für Schmähungen während des "Kleinen-Sirum-Meer-Krieges" strafte und noch heute im Auftrag der Hohen Göttin über die Küsten des Landes wacht.
Auch wenn der einzige Grund, warum er nie ein moardaanisches Schiff überfallen hat vermutlich der ist, dass es nach dem Krieg keine lohnenden Schiffe in Moardaan mehr gab, die Sieger hatten sich die Handelswege gesichert.   In anderen Ländern gilt er als verwegener Freibeuter, Abenteurer und vor allem die Art seines Verschwindens im Jahre 2400 n.d.K. vergrößerte den Mythos ins Unermessliche.
Es kursieren unzählige Geschichten, wo er bzw. seine Crew die Beute aus all den Jahren versteckt haben soll.
Dass die "Meeressaphir" am Pier gesunken sei mit dem das die Mannschaft das nächste Mal Land anlief und welche Abenteuer er vor als auch nach dem Walritt erlebt haben mag, selbst wir Historiker haben heute, nach über 3000 Jahren, keine Möglichkeit mehr Wahrheit und Fiktion vollständig voneinander zu trennen.
— Lord Ickeborg, turelischer Historiker


Cover image: by Levi Guzman
Character Portrait image: Cpt. Yandeler Mirgon by Nightone

Kommentare

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19 Feb, 2021 00:48

I can't tell whether he's the luckiest or unluckiest pirate to have ever lived.

19 Feb, 2021 08:22

Both at the same time!   I guess he just had to take as it comes his way. ;)


Hey there, why not take a look at my entry for the Bard challange?