Gewandung der Nes-Rûnnen

In der Pracht des Meeres

by Nightone
Fertanseide, Borte aus Seelilienflachs und etwas sehr fein gewebtes Tuch, vielleicht sogar Nixengaze. Alles natürlich eingefärbt in den Farben des Meeres: blau, türkis und grün.
Dazu je nach Rang Silber, Gold, Platin oder noch wertvollere Metalle für die Fassungen und Diademe und natürlich Saphir, Emerald, Türkis und andere Edelsteine um das Bild abzurunden.
  Ach die Bestellungen der Priester machen einen einfachen Händler wie mich immer wieder glücklich!
— Markus van Binnen (Gyldenrijker Händler)
 

Das Ordensgewand

Die Gewandung des Nes-Rûnnen Ordens besteht aus aus mehreren Einzelkomponenten die gemeinsam in perfekter Order angelegt werden müssen:
Dem Untergewand, den Nefâl, der Utême und dem Nespâra. In bestimmten Fällen kommen noch die Nîttiri-ie, das Gewênha oder eine Gewêttara und die Illânie hinzu.
 

Die Bestandteile

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Nefâl by Nightone

Als erstes ist da das Untergewand welches aus Türkis eingefärbten, sehr fein gewebten Leinentuch besteht.
Es wird um den Körper, über die Brust gespannt und bis unter die Hüften gewickelt. Gehalten wird es durch eine ausgefallene Knotentechnik im Rücken.   Darüber tragen die Priesterinnen den Nefâl, einen unterhalb der Brust ansetzenden Wickelrock welcher unterhalb der Hüften offen bleibt und in eine lange Schleppe nach hinten übergeht. je Nach Rang besteht dieser aus bläulich gefärbten Tuch, schimmernder Fertanseide oder der fast durchsichtigen Nixengaze.     Über diesen kommt als nächstes die Utême ein in "Y" Form geschnittenes Oberteil. Dessen zwei Arme über die Schultern an der Brust nach unten verlaufen und dessen einzelner Arm das Rückenteil bildet.
Die Utême besteht aus feinem aber widerstandsfähigen Leinen.
Die Färbung reicht, je nach Rang des Trägers, von Dunkelblau bis Helltürkis reicht. nur die obersten des Ordens tragen hier Fertanseide. In jedem Fall wird der Saum, ebenso wie jedwede weitere Verzierung mit Seelilienflachs gestaltet.

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Utême Front by Nightone

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Utême Rücken by Nightone


 
Als letztes kommt der Nespârá, ein Gürtel breiter Stoffgürtel aus Leinen welcher in der Front von einer Schnalle aus Silber, Gold oder Platin gehalten und mit Perlen verziert wird. Er Hält die restlichen Bestandteile zusammen.
In der Schnalle ist ein Edel oder Halbedelstein eingebettet, welcher den Priestern und Priesterinnen als Fokus dient. Auch hier sind der Wert des Metalls als auch der des Steines vom Rang des Ordensmitgliedes abhängig.
Die höheren Ränge des Ordens tragen dann noch die
Nîttiri-ie. Armbinden aus schimmernder Fertanseide, die jeweils mit einer Edelmetallkette umschlungen sind in welcher wiederum kleine Edelsteine oder Perlen eingelassen sind.
  Die Nîttiri-ie werden direkt über den Handgelenken angebracht.
Einige Ordensmitglieder tragen dazu die Illânie, Sandallen die mit einem Quer und einem Längsriemen zwischen den ersten Zehen gehalten wird und an der Kreuzstelle mit einem Edelstein oder Perle versehen ist.   Allerdings wandeln die meisten Anhänger des Ordens zu meist Barfuß durch die Hallen der Tempel der Meeresgöttin.
 

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Nespârá by Nightone

Nîttiri-ie.JPG

Nîttiri-ie by Nightone

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Illânie by Nightone


 

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Gewênha by Nightone

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Gewêttara by Nightone

Als Kopfschmuck dienen das Gewênha oder eine Gewêttara.
  Die Gewênha ist eine weite Kapuzenhaube aus dem selben Stoff wie die Utême an kann über Walbeinknöpfe mit dem Nackenbereich der Utême verbunden werden. Anwärter, Akolythen und Ordenskrieger haben die Gewênha dauerhaft zu tragen. Höhere Priesterinnen dürfen sie auch zurückschlagen und die Oberpriester der Tempel lassen sie in den meisten Fällen ganz weg.
    Die Gewêttara ist ein aus Silber- oder Goldfaden gewebtes Stirnband welches in der Stirnseite wiederum mit einem passenden Edelstein ausgestattet ist. Nur Priester höheren Ranges dürfen und müssen dieses tragen.
Manche Priesterin greift als zusätzlichen Schmuck noch auf ein mit Perlen oder Korallen verziertes Kropfband und Perlenohrringe zurück.   Typische Muster die für die Verzierung der Roben genutzt werden sind der Wellenanker oder der Händleranker, die heiligen Symbole der Nespô-tía. Daneben gelten allgemein Wellen und Fischmotive als beliebt und schicklich   Nur die Nespêr-tari, die Ordensführerin trägt alle Teile der Gewandung ausschließlich aus Nixengaze   Die gesamte Gewandung wiegt im Durchschnitt 2-3 Kg. Anfangs liegt dies an den schwereren Stoffen. in der späteren Laufbahn rührt das Gewicht eher vom Metall des Schmucks her.  

 

Die Träger

Die Mitglieder des Nes-rûnnen Ordens, verehren Nespô-tía und wollen dies auch durch ihre Kleidung zum Ausdruck bringen.
  Da sich fast alle wichtigen Tempel der Göttin der Meere, des Handels und des Ausgleichs auf Gewässern befinden ist die Kleidung so konzipiert das Arme und Beine stets frei bleiben und das Schwimmen ermöglicht, wobei vor allem die Fertanseide einen Auftriebseffekt erzeugt welcher wiederum den Schmuck ausgleicht.
  Die Farbvarianten als Wiederspiegelung der Farben des Meeres dienen ebenso der Verehrung Nespotias, wie auch als Wiedererkennungsmerkmal im Volke.
Ebenso dürfen niedere Ränge die Gewênha nicht abnehmen um nicht auf sich zu lenken während sie alles zu Ehren der Göttin verüben sollen.   Interessanterweise argumentieren höhere Ränge: Der Grund dafür dass sie die Haube ablegen dürfen sei, dass sie erkannt haben Nichts im Vergleich zur hohen Herrin sein. Weshalb ihr Gesicht auch gezeigt keine Aufmerksamkeit erregen kann.
(Kritiker vermuten hier drin aber eine faule Ausrede, da vor allem Nes-Rûnnen Priesterinnen als sehr eitel gelten sobald sie sich das Recht erworben haben die Haube zu entfernen.)
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Nes-Rûnnen Novizenrobe by Nightone
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Nes-Rûnnen Priesterinnenrobe by Nightone

 

Kleiderordnung

Während die Anwärter und Akolythen sich noch in schlichte Stoffe ohne Schmuck kleiden, steigen mit den Ordensrängen Verzierungen und Wert der Materialien und des Schmucks.
So lässt sich sehr schnell erkennen wer über wem innerhalb der Tempelhierarchie steht.
  Ein Verstoß gegen die Kleiderordnung wird mit Rutenschlägen auf den nackten Rücken geahndet.
Es werden fünf Schläge für jeden nach oben angemaßten Rang verteilt.
Sowie fünf für jedes Fehlende oder falsch angebrachte Kleidungsstück, mit Ausnahme der Illânie, denn diese gelten als Optional.   Ein Anlegen von Teilen der Wellen-Wachen Rüstung ohne Zugehörigkeit zu dieser Kaste wird unter dessen mit zehn Hieben je Kleidungsstück bestraft. Womit ein Maximum von 80 Hieben zusammenkommen kann. Sollte in solch einem Fall die Verurteilung lauten, alle Schläge an einem Stück zu erleiden, so ist dies in fast allen Fällen mit einem Todesurteil gleichzusetzen.   In den letzten Jahrtausenden gab es nur wenig Änderungen am Grundprinzip der Gewandung, die Tradition erlaubt nur kleine Änderungen in der Wahl der Verzierungen.
 
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Rüstung der Wellen-Wachen by Nightone

Ordenskrieger Variante

Neben den minimal unterschiedlichen Verzierungen und unterschiedlichen Stoffarten gilt nur die Kleidung der Wellen-Wachen als Variation der Nes-Rûnnen Gewandung.
  Die Gewênha ist hier mit einem sehr feinem Kettenhaubengeflecht aus Seestahl durchsetzt um Schutz zu bieten. Auch ist die Kapuze bei weitem nicht so weit ausladenden wie bei den Novizen und Akolythen. damit die sicht im Falle eines Kampfes nicht eingeschränkt ist.   Unter der Utême tagen die Wellen-Wachen einen leichten Brustpanzer aus Leder das ausschließlich von Wasserlebewesen gewonnen wird.
Die Nîttiri-ie werden durch in Metaleingefasste Hartkorralenarmschienen ersetzt und die Illânie um Beinschienen aus Seestahl und mehrere Riemen erweitert.   Dazu kommen der traditionelle Dreizack und ein hoher meist mit Perlen verzierter Schild.  
 
Traditionen sind aus einem guten Grund zu Traditionen geworden!
— Yvonne Wellensänger, Schneiderin aus Turelîs
 
 

Besondere Materiallien

Neben Tuch, Edelsteinen und Perlen gibt es mehrere seltenere Materialien die vom Orden für die Kleidung angefordert werden.  
Fertanseide wird aus den Netzen der Fertanwasserspinne gewoben. Diese Hundsgroße Wasserjagdspinne nutzt ihre Seide normalerweise um dich spezielle Lufttaschen zu erzeugen um auch in tiefen Unterwasserhöhlen auf die Jagd gehen zu können. sie kommt in ruhigen großen Gewässern wie dem Reißzahnsee in Arravellien vor.
Es gibt noch eine Unterart die im tropischen Peri-Peral zu finden ist und sich auf die seichten Meeresgewässer zwischen den Inseln spezialisiert hat.
  Die Fertanseide schimmert immerzu in einem Türkis-bläulichen Ton und wirkt immer so als sei der Stoff feucht, obwohl er perfekt jedwedes Wasser abperlen lässt. außerdem erzeugt der Stoff einen starken Auftrieb wenn er unter Wasser gehalten wird.
Der Nachteil des Stoffes ist das sollte er einmal dreckig werden der Stoff nicht mehr herkömmlich zu reinigen ist, da Wasser wie erwähnt abperlt. Da hilft dann nur noch Magie.
Seelilienflachs hingegen wird aus den Großseelilien gewonnen und meist zu Schnüren verarbeitet. Der entstehende Faden ist sehr stabil, von grünlicher Farbe und wirkt meist ziemlich steif. Er ist beliebt um schwere Leinen und Netze zusammen zu halten.   Nixengaze welche nur den Obersten Priestern und Priesterinnen vorbehalten ist, wird von den Völkern des Meeres erworben. Die Machart ist ein wohlgehütetes Geheimnis, doch verwenden Nixen, Meereiden und anderes Unterwasservolk diesen wasserbeständigen Stoff in vielen schimmernden Farben für ihre fast durchsichtige Kleidung.
Hartkorallen Sind eine in Riffen vorkommende Korallenart die vor allem von Meeresbewohnern zum Bau von Rüstungen, Waffen, Möbeln und Gebäuden verwendet wird. Sie behindert nicht beim Schwimmen und lässt sich mit Eichenholz vergleichen wenn es um Stärke und Verarbeitung geht.   Seestahl ist eine besondere Stahllegierung um dessen Herstellung nur wenige Eingeweihte Wissen. der stahl nimmt eine grünlichblaue Färbung an und ist leichter als Standardstahl, weshalb er von seefahrenden Nationen bevorzugt wird. Zwar verliert die Legierung an Widerstandsfähigkeit ist dafür aber sicher vor Rost und lässt sich leichter von Wassermagiern verzaubern.
 

Kosten und Herstellung

Durch die seltenen Materialien und besonderen Verarbeitungen steigen die Preise für die unterschiedlichen Gewänder schnell in enorme Höhen. Bereits das Gewand eines Anwärters erreicht schnell 50 Silberstücke. Die Gründe hierfür sind die benötigten Färbemittel und das nur speziell vom Orden lizenzierte Schneider die einzelnen Stücke herstellen dürfen.   Die Kosten für das erste Gewand werden von der familie des Anwärters selber getragen so das, zwei Monatsgehälter für die meisten einfachen bauern auf dem Spiel stehen. Der gedanke dahinter ist das nur ein ernsthafter Anwärter sein Hab und Gut veräußerst um sich die Robe leisten zu können um den Orden dann ohne große Bindung an sein altes Leben beitreten zu können.   Viele Schneider bemühen sich darum die Erlaubnis zu bekommen die Roben herstellen zu dürfen. Nicht nur aufgrund des guten Gewinns und recht regelmäßigen Einkommens, viele reizt es einfach mit den seltenen Materialien zu arbeiten.
Um dieses Ziel zu erreich spenden Handwerker gerne größere Summen und vergewissern sich bei möglichst vielen öffentlichen Gottesdiensten anwesend zu sein und dabei gesehen zu werden.
 
Basispreis der Gewandung nach Ordensrang
Nespêr-tari
100.000+ Silberstücke
Hohe/r Priester/in der Wellen
10.000 Silberstücke
Priester/innen
500 Silberstücke
Akolythen
100 Silberstücke
Novizen / Anwärter
50 Silberstücke
Wellen-Wachen
2.000 Silberstücke
Der Handwerker soll ohne jeden Fehl und Tadel gegenüber der hohen Herrin sein.
Gläubig dank Segensschwur,
und unverschuldet gegenüber anderen Göttern!
So die Kleidung der Priester nimmer befleckt sein werde durch die Hand dessen der Sie fertigt!
— Auszug aus den "Göttlichen Regularien der Nes-Rûnnen"

Kommentare

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19 May, 2021 15:24

Guter Artikel! Gute Verwendung von Heroforge-Figuren die eine gute Vorstellung geben, wie das Outfit aussieht. Interessant sind auch die verwendeten Materialien, insbesondere das Fertanseid. Das Nixengaze fasziniert mich auch, verwendet es echte Nixen oder ahmt es einfach die Schuppen nach?

Feel free to check out my costume entry. :)
20 May, 2021 10:20

Danke! Die Nixengaze wird von Nixen in einem geheimen Verfahren hergestellt. Das Schiller des Stoffes erinnert dabei alerdings tatsächlich stark an das Schimmern der Nixenschuppen in einer lichtdurchfluteten Lagune ^^

Hey there, why not take a look at my entry for the The Costume Challenge?
Eternal Sage AmélieIS
Amélie I. S. Debruyne
20 May, 2021 10:25

Toller Artikel! Ich liebe es, wie alle Elemente des Kostüms ein Rückruf an das Meer sind, besonders mit den Design-Farben und Materialien. All diese neuen Materialien sind auch sehr interessant :D

21 May, 2021 06:40

Danke vielmals.
es freut mich das meine Intention so gut rüber gekommen ist.
Ich hoffe ich finde die Zeit den Materialien ihre eigenen Kurzartikel zu widmen, da ich diese gerne immer wiederverwende. ^^

Hey there, why not take a look at my entry for the The Costume Challenge?
30 May, 2021 17:35

Sehr schöner Artikel! Sie haben eine gute Balance zwischen der Beschreibung der Kleidung und der Nes-Laufreihenfolge gefunden. Dies war ein guter Test für meine Deutsche Sprache kenntnisse. Die Beschreibung aller Details mit Bilder und den Materialien ist gut gemacht.

Maybe have a look at my Costume Challenge article; A ball gown fit for a pirate captain. Thank you. :)
31 May, 2021 08:57

Vielen Dank!
Es freut mich sehr, dass mein Artikel Ihnen gefallen hat.

Hey there, why not take a look at my entry for the The Costume Challenge?
3 Jun, 2021 04:38

I really enjoyed your article. Having the different quotes brings the article to life.

3 Jun, 2021 15:51

Thanks a lot!
I really enjoy using such quotes to add this little touch of different feeling to my articles.
Happy to read that it works ^^

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