Graraglogggall

Loyal gegenüber dem Volk der Orks, zieht von Stadt zu Stadt, Fähigkeit: Musik (schlecht) , Hat Bardin gehört → Will schöne Dinge (Gesang) in der Welt verbreiten um Fröhlichkeit unter die Menschen zu bringen, Besitzt: Federhut von Barde

Mental characteristics

Persönliche Geschichte

Ein lauter Schlag weckt mich aus meinem Schlaf. Ich höre tumultartigen Lärm von draußen. Der Arm meiner Mutter umschließt mich, hält mich beschützend fest. Sie scheint noch nicht wach geworden zu sein. Ich stoße ihren Arm zur Seite und rappel mich langsam auf. Wie üblich habe ich in meiner Kleidung, einem einfachen Lendenschurz, geschlafen. Das Zelt in dem wir wohnen ist klein, gerade groß genug um darin zu schlafen und unsere Sachen unterzubringen.
  Von draußen höre ich die schweren Schritte eines Orkes auf unsere Behausung zukommen. Neben mir erwacht meine Mutter. Sie rappelt sich sofort auf und packt mich, als sie den Lärm vernimmt. Ihre Arme schließen sich wieder um mich, beschützend. Die Schritte bleiben vor unserem Zelt stehen und einen Augenblick später wird das Fell vor dem Eingang grob zur Seite gerissen.
  „Mitkommen,“ bellt uns Graur an. Er ist einer der Stärksten im Dorf, in seiner Hand trägt er einen groben Hammer. Seine Haut ist von Narben überzogen. Seinen Namen hat er von den großen Hauern, die er mit Stolz in seinem Mund trägt.
  „Was,“ stammelt meine Mutter. „Nein, lass uns in Ruhe.“ Graur kommt auf uns zu und packt Mutter am Arm. Er zieht sie einfach aus dem Zelt und stößt sie vor sich her. Sie hat mich halb ziehend, halb tragend in ihren Armen. Draußen ist viel Tumult. Wir werden, wie einige andere der Außenseiter des Dorfes, zum Zelt der Anführerin geführt.
  Vor dem Zelt steht Oraksi, was ungefähr die Hasserfüllte, bedeutet. In ihrer Hand ist die gewaltige Axt, mit der sie schon einige Gegner und auch Jagdbeute getötet hat. Blut tropft von der Axt. Oraksi ist größer und kräftiger als alle anderen Orks des Clans. Ihre Arme sind lang. Ihre linke Hand besteht nur noch aus drei Fingern. Eine Wunde, die sie von ihrer Mutter hat, von einem Versuch, diese zu entthronen. Zumindest hat mir das Meine Mutter so erzählt. Sie schien damals erleichtert darüber gewesen zu sein.
  „Bringt mir die Jungen,“ die Stimme von Oraksi ist tief, bedrohlich. Sie übertönt alle anderen Geräusche. Ich sehe wie ein anderer Junge nach vorne gezerrt wird und vor Oraksi geschmiessen wird. Es ist mein einziger Freund. Als Alleinkind ist es mir nicht erlaubt gewesen, mit den anderen Orks des Dorfes zu spielen.
  „Den anderen auch.“ Oraksis blutende Axt zeigt auf mich.
  Ein Ork kommt auf meine Mutter und mich zu. „Nein,“ höre ich meine Mutter flüstern. Dann lauter: „Nicht meinen Jungen.“ Der Ork ignoriert das Flehen meiner Mutter und packt mich mit einer Hand, die so groß ist wie mein Kopf. Ich spüre die Angst meiner Mutter. Trotz steigt in mir auf. Blitzschnell drehe ich meinen Kopf und beiße dem Ork in den Finger. Ich spüre Blut zwischen meinen Zähnen.
Ein tiefes Knurren und ein kräftiger Schlag auf meinen Hinterkopf ist die Reaktion des Orkes. Der Schlag schleudert mich einige Meter nach vorne. Ich lande neben meinem Freund im Sand und rappel mich mühsam auf.
  „Ab heute werde ich die Traditionen der Orks wieder aufleben lassen in unserem Clan,“ ruft Oraksi werden sie ihre Axt nach oben hebt. „Meine Mutter,“ sie zeigt mit ihrer Axt ins Zelt. Ich sehe dort schemenhaft eine die Leiche der alten Anführerin liegen. „hat unsere Traditionen verraten und diese Abscheulichkeiten unter uns Leben lassen. Ab dem heutigen Tag werden sie wieder verbannt und ihre Mütter sollen als Ausgestoßene unter uns leben.“ Sie führt ihre Axt zwischen meinen Freund und mich. „Kämpft, der Überlebende wird verbannt.“ Sie hebt ihre Axt empor.
  Ich schaue einen Moment verwirrt auf meinen Leidensgenossen. Dann zu Oraksi.
  „Nein,“ rufe ich ihr zu. „Ich will nicht kämpfen.“ Ich will ihn nicht töten. Er ist doch mein Freund.
  Oraksi schaut mich von oben herab an. In ihren Augen sehe ich nichts als Gleichgültigkeit.
  „Kämpft,“ bellt sie noch einmal, während sie einen Schritt zurück macht. Die Orks bilden einen Kreis um uns, ich sehe wie einer der Orks meine Mutter zurückhält.
  „Mein Junge, töte ihn und lebe,“ es ist die Stimme der Mutter meines Freundes. Ich sehe wie sich die Miene meine Freundes versteinert. Seine Fäuste ballen sich und her springt auf mich zu. Ich weiche seinem Angriff aus. „Warum?“, halt es in meinem Kopf während ich einem weiteren Angriff ausweiche. Ein Schlag trifft mich im Gesicht. Ich spüre die Wut der Orks in mir hochkochen und beginne mich zu wehren. Irgendwie schaffe ich es auf meinem Freund zu landen. Ich versuche ihn zu beruhigen. „Wir sind doch Freunde,“ flüstere ich ihm zu. Doch mein Freund scheint nicht zu reagieren. Er windet sich unter mir und wirft mich von sich. Aus den Augenwinkeln sehe ich, wie er schneller als ich auf den Beinen ist. Seine Faust landet in meiner Magengrube. Schmerz durchfährt meinen Körper, mein Blut beginnt zu kochen und mein Instinkt übernimmt mein Handeln. Ich bekomme nichts mehr mit. Es gibt nur noch einen Gegner und meinen Willen zu Überleben. Nach einigen Sekunden wilder Schläge und Treffer sitze ich wieder auf meinem Freund. Mein Faust landet in seinem Gesicht und ein Zahn bricht unter der Gewalt des Einschlages. Meine Wut lässt langsam nach. Mein Freund liegt unter mir. Sein Gesicht ist von Blut überströmt.
  „Töte ihn,“ höre ich Oraksi bellen. Ich schüttele den Kopf während Oraksi näher kommt.
  „Töte ihn,“ die Stimme von Oraksi ist neben mir und knurrt bedrohlich.
  „Nein,“ meine Stimme ist leise. Die Axt von Oraksi fährt vor mir zu Boden. Ich schrecke zurück. Der Kopf meines Freundes fällt zur Seite, als sein Hals durchtrennt wird. Ich beginne zu Schluchzen, der Schmerz der sich in mir ausbreitet, ist schlimmer als die Schläge.
  „Der Schwächling wird verbannt,“ höre ich Oraksi sagen. Einen Moment später spüre ich Hände um mich die mich an die Brust meiner Mutter ziehen. Wie in Trance werde ich von ihr zu unserem Zelt getragen. Ich höre wie sie Schluchzt und mir Dinge ins Ohr flüstert. Ich verstehe sie nicht. Sie drückt mir einen Rucksack in die Hand, an den ich mich klammere. Unsanft werde ich auf ein Tendrombohitra gehieft und wir reiten einige Zeit durch die Hitze der Ara-ara Samun. Dann werde ich zu Boden geschmießen.
  Es ist dunkel um mich herum, während ich durch das dürre Gras laufe. Ich suche mir einen Schlafplatz, als ich plötzlich in der Ferne ein Feuer angehen sehe. Ich drücke meinen Rucksack an mich und laufe langsam in die Richtung des Feuers. Als ich näher komme, sehe ich zwei Orks am Feuer sitzen. Den Tränen nahe gehe ich zum Feuer und setze mich dazu.
  Die Orks schauen mich etwas verblüfft an.
  „Wer bist du den,“ in der tiefen Stimme des Orkes schwingt etwas warmes mit. Ich schluchze als die Trauer mich überkommt. „Ein Außgestoßener,“ knurrt der andere Ork, seine Stimme wirkt abweisend und fängt sich dadurch einen bösen Blick seines Freundes ein.
  Der andere Ork kniet sich neben mich, seine Augen schimmern Gelb im Licht des Feuers. Er legt seine kräftigen Arme um mich und drückt mich an sich.
  „Dann wirst du wohl ab jetzt bei uns bleiben.“

Year of Birth
1016 n. K. 38 Years old

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