Die Koan Legende

Vor Tausend Jahren War die Welt vereint unter dem größten aller Herrscher. Das war Koan, der Meister, der Heilsbringer, Allgefürchtete, Eroberer. Endlos wie seine Heldentaten sind seine Schandtaten. Endlos wie die Menschen die ihn liebten, sind jene die ihn hassen. Als kleiner Junge, so erzählt man sich, war Koan schon so groß wie ein ausgewachsener Krak, jene Untiere die im Wald leben und sich nur vom Blut anderer Krak ernähren. Mit 12 war Koan zum Meister der Magie aufgestiegen, gleichzeitig hatte er den stärksten aller Ritter des großen Landes Muarin besiegt. Die Legende spricht von einem kurzen Kampf, Koan habe seinen Gegner gepackt und ihn über sich zerrissen wie eine Blume. Das Blut soll an ihm heruntergelaufen sein. Andere sprechen davon er habe seinen Gegner einfach an einem Stück heruntergeschlungen.
Als Koan 14 wurde, hatte er das Reich der Muarin schon in seinen Besitz genommen. Mit 15 begann er seinen Eroberungsfeldzug. Keiner konnte ihm widerstehen. Selbst das mächtige Heer der Geistmenschen, ein Heer das über 100. Tausend Mann stark gewesen sein soll, war der Macht Koans nicht gewachsen. Fast im Alleingang soll er die Hälfte der Männer getötet haben.
In den weiteren Jahren fiel ein Land um das andere unter seine Herrschaft. Doch er verlangte niemals einen Treueschwur. Er verlangte keine Steuern, er verlangte nichts von den Ländern die er unterworfen hatte. Doch alle gaben ihm trotzdem. Keiner wagte es sich ihm zu widersetzen.
Und als das letzte Land gefallen war, stand Koan am Rand der Welt. Und dort sah er hinunter, er breitete seine Arme aus und schrie:
„Ich bin Koan, mein Herr. Ich habe die Kraft, die Stärke und den Willen mein Leben als freier Mensch zu leben. Ich bin ein Mensch, Götter kämpft mit mir,“ doch die Götter fürchteten sich. Nur einer wagte es hinabzusteigen aus ihrem Thron am Himmel. Er ging zu Koan und verneigte sich.
„Ich bin ein Gott, Koan. Lehre mich deine Worte.“
Aber Koan lachte nur. Mit seinen blossen Fäusten packte er den Gott und schmiess ihn vom Rand der Welt.
„Erzittert Götter, wir die Menschen werden euch nicht mehr huldigen. Wir sind mehr Wert als euresgleichen,“ so waren die Worte des Koan als er die Götter unter die Menschen stellte.
Doch es gab einen Gott, der diese Worte nicht hörte. Ein Gott der nicht hören konnte. Es war der Gott der die Menschen am meisten mochte, Nua, der Gott des Todes. Nua war die älteste aller Götter und sie führte ein großes Buch mit sich. In diesem Buch standen die Namen aller Wesen. Und wen ihre Zeit gekommen ist, so streicht Nua ihre Namen aus dem Buch und führt sie in das nächste Leben.
Und so verging die Zeit. Koan baute Städte, er gründete Reiche, er zeugte Kinder und baute Getreide an. Er tat alles was ein Mensch in seinem Leben tun kann. Doch auch seine Zeit war irgendwann gekommen. Nua strich ihn aus dem Buch und Koan wurde krank. Doch es wäre nicht Koan gewesen, wen er nicht alles versucht hätte sich dagegen zu wehren.
Er kehrte abermals an den Rand der Welt zurück und dort stand er und rief:
„Götter kommt zu mir, ich euer Herr befehle es euch.“ Doch die Götter blieben im Himmel in Sicherheit. Sie lachten Koan von oben aus, sie bespuckten ihn und warfen mit Steinen nach ihm.
Es war der Zeitpunkt als Koan all seine Macht zusammen nahm und sie auf die Götter losliess, als Nua hinter ihn trat und ihn in sein neues Leben führte. Koans Leib verwandelte sich in Stein und seine Macht fuhr in den Himmel und vernichtete die Götter. Nur Nua überlebte.
Und so war aus dem großen Koan eine Statue geworden, die dort am Ende der Welt steht und alle Gläubigen dazu anruft zu ihr zu gehen und unserem großen Erlöser zu danken.“

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