Travia

Das höchste Haus der Göttin steht in Rommilys; dort residiert das hohe Paar im Friedenskaiser-Yulag-Tempel. Das Amt der Hochgeweihten hat seit nunmehr sieben Generationen ein Mitglied der Familie Rabenmund inne.
Der Kontakt zu den weiter entfernten Tempeln ist lose. Zwar pilgern viele Travia-Geweihte und auch etliche Laien wenigstens einmal im Leben nach Rommilys; von Thorwal oder Riva aus ist das jedoch ein weiter Weg, und kaum eine Geweihte würde ihre Gemeinde monatelang im Stich lassen. Das Hohe Paar schickt nur in den dringendsten Fällen selbst Boten aus und lässt den einzelnen Tempeln ansonsten freie Hand – ganz so wie Eltern ihre erwachsenen Kinder nur beraten. In abgeschiedenen Gebieten haben die Geweihten daher zuweilen eigenwillige Lehren entwickelt, denen nichtsdestotrotz die Gläubigen fromm und treu folgen.

Viele Novizen sind selbst Kinder von Travia-Geweihten, so dass sich die Priesterwürde in der Familie vererbt. Andere sind als Waisenkinder in einem von der Kirche geführten Heim oder im Tempel aufgewachsen. Doch auch Handwerker geben ihre Zweit- und Drittgeborenen gerne in diese beim städtischen Bürgertum beliebte Kirche. In Darpatien, dem Zentrum des Kultes, ist es selbst unter Adligen nicht unüblich, ein nachgeborenes Kind in die Obhut der Kirche zu Geben, was andernorts eher selten ist. Andere zeigen ihre Verbundenheit zur Kirche der Gütigen, indem sie um Aufnahme im Gänseritterorden ersuchen.

Akoluthen finden sich zum Beispiel unter Ordensleuten und Leitern von Waisenhäusern (sofern sie nicht ohnehin geweiht sind), aber auch Herbergswirte, die an gefährlichen Reisewegen die Stellung halten, und manche städtische Bäckerin, die das altbackene Brot an die Armen verschenkt, gehören zu den Travia-Akoluthen.
Die einfachen Priester der Travia kümmern sich in den Tempeln, in Armenküchen und Flüchtlingslagern um Zufluchtsuchende, Hungrige und Heimatlose. Sie betreuen Gläubige, die den Eheschwur ablegen, ihre Kinder segnen oder ein neues Haus einweihen lassen wollen; sie leisten Seelsorge selbst bei den Geringsten der Geringen und solchen, die vom Pfad der Rechtschaffenheit abgekommen sind, und Beraten diejenigen, in deren Heim kein Friede herrscht. Erzpriester hat die Travia-Kirche nur sehr wenige. Anwärter auf diese Ehre müssen dem Heiligen Paar selbst vorgeschlagen werden. Sind sie würdig, findet die Ehrung am Tag der Treue zu Rommilys statt. Tempelvorsteher sind häufig verheiratet, gerade in abgelegenen Gegenden oder in Thorwal wird darauf allerdings weniger großer Wert gelegt, hier gilt die Gemeinde als Familie.
Nicht selten leitet ein Ehepaar (beide Geweihte) gemeinsam einen Tempel. Das Hohe Paar leitet die Kirche gemeinsam, wobei der oder dem jeweils Dienstälteren ein Hauch mehr Gewicht zukommt. Die Erhabenen dieser Kirche bleiben nicht unverheiratet, sondern wählen nach Rücksprache mit der Göttin alsbald einen neuen Ehepartner, sobald der oder die vorher Angetraute gestorben ist.

Weihegrade

Funktion Titel Tracht / Abzeichen
  • Novize Gänslein hellgelbe Robe mit orangefarbenem Kragen
  • Akoluth ‘Travienlieb’ bronzene Gänsespange
  • Priester Bruder / Schwester gelborangene Robe mit silberner Gänsespange
  • Erzpriester Hohe/r Bruder / Schwester wie Priester, mit goldener Gänsespange
  • Prätor Mutter / Vater wie Priester, mit doppelter goldener Gänsespange
  • Patriarch Hohe/r Mutter / Vater Robe aus Goldbrokat, golden-rotgoldene Tiara mit eingewobenen Gänsen.
 

Tempel und Tempelasyl

Obgleich Travias Tempel regen Zulauf haben, sind sie oft klein und unscheinbar, denn die Barmherzigkeit lässt nicht viel Geld für gläserne Fenster und goldene Statuen übrig. Größte Zierde eines TraviaTempels ist es denn auch, wenn Furcht und Not aus den Augen der Bedrängten und Hungernden einem zufriedenen Leuchten weichen. Ein Tempel wird von einem ‘Vater’ (oder einer ‘Mutter’) als ‘Familienoberhaupt’ geleitet und beherbergt meist auch Ehepartner und Kinder dieses Oberhauptes; Ausnahmen gibt es vor allem in kleineren Ortschaften, wenn zum Beispiel die einzige Geweihte des örtlichen Tempelchens mit dem Vogt oder Dorfschulzen verheiratet ist. Außerdem gehört zu jedem Tempel eine Schar heiliger Gänse.
Die großen Tempel in den Städten, in denen sich Schlafsäle und Arbeitsräume um die große Halle mit dem Herdfeuer gruppieren, werden von mehreren Geweihten betreut, die dem Tempelvorsteher zur Hand gehen. Sie beherbergen und verköstigen, soweit die Mittel es zulassen, jeden, der der Hilfe bedarf und bereit ist, bei den täglichen Andachten mitzusingen und nach Kräften bei der Hausarbeit zu Helfen.
Travia-Tempel bieten nicht nur Reisenden und Heimatlosen Obdach, sie gewähren auch jedem Verfolgten Zuflucht, und das unbegrenzt, so lange er außerhalb des Tempels in Gefahr ist. Dabei ist es ganz gleich, weswegen (mit der Ausnahme des Paktierertums oder der Verehrung des Dreizehnten) und von wem er verfolgt wird. Manch ein Tempel beherbergt einen gesuchten Verbrecher als Dauergast, und manch ein solcher Asylant verließ den Tempel nach Jahren geläutert im orangefarbenen Gewand. In den wenigen Fällen, in denen Verfolger die Heiligkeit eines Travia-Tempels nicht wahrten, haben sie meist den Zorn der Göttin zu spüren bekommen.
 

Der Dienst an Travia

Travia zu folgen, heißt, ihre Gebote zu leben und anderen beizustehen, auf dem Pfad der Göttin zu wandeln. Hilfsbereitschaft, Gastfreundschaft, Wohltätigkeit und Tugendhaftigkeit sind dabei die wichtigsten Pfeiler, auf die sich ein traviagefälliges Leben stützt. Die Anhänger Travias schätzen die Gemeinschaft, dennoch finden die Meisten der Göttin wohlgefälligen Taten nicht in den Mauern eines Tempels statt.
Tatkräftige Hilfe bringt den Gläubigen seiner Göttin nicht minder nahe als das gemeinsame Gebet im Tempel. Die Gebete im Tempel folgen selten einer festgelegten Form und sind – wie auch viele Zeremonien – regional höchst unterschiedlich, denn eingeübte Riten können ehrliche Worte des Dankes, des Vertrauens und der Liebe nicht ersetzen. Wann immer man ein Lagerfeuer in der Wildnis entzündet oder mit einem Gefährten das Brot teilt, wann immer man die Herzenswärme seiner Sippe oder die Fürsorge seines Ehepartners verspürt, ist Travia zugegen.
 

Alveraniare, Heilige und ihre Reliquien

Sankt Badilak von Mendena: Der Begründer des nach ihm benannten Ordens wird angerufen, um Armut, Laster und Leid zu mildern. Sein Zeichen ist die Gans mit dem Küken unter ihren Fittichen. Amulett und Sandalen des Heiligen wurden lange im Mendenischen Tempel als Reliquien verehrt. Heute liegen die Sandalen im Tempel zu Baliho; das Amulett ist verschollen.

Sankta Dythlind: Die Zunftheilige der Bäcker soll im brennenden Bosparan ums Leben gekommen sein. Segenssprüche mit ihrem Namen schmücken viele Öfen und Kamine, denn Sie gilt auch als Hüterin des Herdfeuers und soll vor Feuersbrünsten Schützen.

Die Himmlische Familie: Dies sind personifizierte Tugenden: Vater und Mutter stehen für Treue und eheliche Liebe, die vier Kinder für Gehorsam, Hilfsbereitschaft, Sesshaftigkeit und die Bereitschaft zu teilen. Großmutter und Großvater verkörpern Gastfreundschaft und den Schutz des Heims. Namen werden den Alveraniaren nicht gegeben, man spricht sie als ‘Himmlische Mutter’ o.ä. an.

Sankta Mascha: In der kaiserlosen Zeit, als das Mittelreich in Kriegen versank, flohen viele Menschen ins Bornland. Die Heilige Mascha soll sich damals um die Verzweifelten verdient gemacht haben, die ausgehungert und in Lumpen über die zugefrorenen Flüsse taumelten. Im bornischen Volksglauben ist sie die Beschützerin der Frierenden und Flüchtlinge, auch der entflohenen Leibeigenen. Anderswo ist sie Kaum bekannt.

Sankt Travinian: Der Schutzheilige Darpatiens soll die Stadt Rommilys während der Magierkriege vor einem Dämon bewahrt und dessen Vernichtung mit seinem Leben bezahlt haben. Ihm zu Ehren wurde der Friedenskaiser-Yulag-Tempel gebaut. Er gilt als Gründer des Klosters Wolfskopf in den Trollzacken. Der heilige Travinian wird zum Schutz vor dämonischen Entitäten angerufen. Sein Zeichen ist die Gans mit zornig vorgerecktem Kopf und gespreizten Flügeln. Ihm ist der Orden des Heiligen Travinian, auch Gänseritterorden genannt, geweiht.

Heilige Talismane und Artefakte

  Das goldene Ei: Das Gänse-Ei aus purem Gold liegt in Travingen. Es erschien 1004 BF, nach Fertigstellung des Tempels in der grünen Ebene, um den herum später Travingen entstand. Angeblich wurde es Mutter Herdgard von Travia selbst übergeben. Eine Priesterin, die das Ei bei sich trägt, wird von Fremden und selbst Feinden den Geboten der Gastfreundschaft entsprechend aufgenommen und behandelt, solange sie sich auch selbst daran hält. (Das bedeutet nicht automatisch herzliche Freundlichkeit, sondern pure Pflichterfüllung.) Die Wirkung erstreckt sich auch auf eventuelle Gefährten der Geweihten. Noch immer muss man nach Travingen reisen, um die Liturgie zur Invokation dieses Goldenen Eis zu erlernen.

Der heilige Kessel: Die große Schale mit Gravuren der Heiligen Familie mit Wildgänsen liegt in Rommilys. Sie wurde angeblich von Travia selbst dem ersten Hohen Paar überreicht, als es eine Hungers Not zu bekämpfen gab. Aus dem Kessel können die Priester eine große Menge an Nahrung hervorbringen, um Arme und Hungerleidende zu speisen. Die Liturgie, um den Kessel zu rufen, ist praktisch in jedem Travia-Tempel bekannt.

 

Pilgerfahrt

Die Pilgerfahrt zum Friedenskaiser-Yulag-Tempel gehört zu den festen Bestandteilen in der Verehrung der Heiligen Mutter, und viele begeben sich zumindest einmal in ihrem Leben auf den Weg, sich ihrer Göttin in Demut zu nähern. Die orangefarbene Pilgerbinde, Wanderstab mit Gänsefeder und die Bettelschale sind Zeichen des frommen Pilgers. Die Gebote der Göttin besagen, dass man in Demut und Armut auf ihren Pfaden wandeln solle, um Vergebung und ihre Nähe zu finden. Durch die dunklen Zeiten hat das Bedürfnis der Gläubigen, Nähe und Trost ihrer Göttin zu suchen, zugenommen, obwohl doch das Reisen beschwerlicher und gefährlicher geworden ist und das Pilgergewand längst nicht mehr vor Überfällen zuverlässig schützt. Der Orden der Badilakaner und der Dreischwesternorden haben es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, für sichere Herbergen entlang der wichtigsten Pilgerrouten zu sorgen. Allerdings wird es noch lange dauern, bis dieses hehre Ziel erreicht ist. Bisweilen werden größere Pilgerzüge von Gänserittern begleitet.
 

Die Geweihten der Travia

Die in gelborangefarbene Roben gekleideten Geweihten der Göttin des Herdfeuers verlassen ihre Tempel nur, wenn es sein muss. Sie betteln um Geld für die Armen und Siedlungsland für Flüchtlinge. Sie vermitteln Heimatlose und Waisenkinder in Stellungen als Knechte, Mägde und Dienstboten oder besuchen Dörfer, um den Ehebund zu Segnen oder Kinder in die göttliche Gemeinschaft der Familie aufzunehmen. Sie betreuen Schreine an den Reisewegen und sorgen dafür, dass Herbergen, Hospize und Spitäler, die dem Reisenden Zuflucht und Hilfe bieten, den Segen der Göttin erhalten. Was sie besitzen, das teilen sie freigebig mit jedem, der dessen bedarf. Ihr warmherziges Verhalten wird jeden Gefährten erfreuen.
Sollte jedoch jemand versuchen, die Gutmütigkeit der Geweihten auszunutzen und die Gesetze der Gastfreundschaft zu brechen, oder gar das Herdfeuer dadurch entweihen, dass er ein Verbrechen in seiner Nähe begeht, so kann die Geweihte den geballten Zorn Travis auf das Haupt des Übeltäters herabrufen – und bei allen Zwölfen, sie eird es tun!
 

Ausbildung und Weihe

Das Noviziat beginnt bereits früh, insbesondere Waisenkinder, die dem Tempel anvertraut wurden, saugen Travias Lehren sozusagen mit ihrem Milchbrei auf. Auch sonst ist es üblich, wenn ein Kindb ereits im Alter von 6 Jahren in die Obhut der Geweihten gegeben wird. Die Kinder wachsen in der Gemeinschaft des Tempels wie in einer Familie auf, mit den Tempelvorstehern als Eltern, den anderen Novizen als Geschwistern und den Hilfswilligen, Akoluthen und einfachen Geweihten als Onkeln und Tanten. Eine Tempelschule gibt es nur in wenigen, städtischen Tempeln, die größte davon befindet sich im Tempel von Rommilys, wo es zudem nicht unüblich ist, dass die Novizen gemeinsam mit Schülern der Peraine unterwiesen werden, da die Heilkunst für die Armenpflege eine wichtige Tugend ist.
In anderen Tempeln nehmen die Novizen am alltäglichen Leben der Geweihten teil, um so das nötige zu erlernen. Man achtet zwar strikt darauf, dass sich die Novizen tugendhaft verhalten, setzt aber vor allem auf die Einsicht der Zöglinge und greift nur bei renitenten Fällen zu strengeren Strafen. Die meisten Geweihten bemühen sich darum, ihre Schüler für wenigstens ein Jahr in den Rommilyser Haupttempel zu senden, damit sie dort auch mit den spirituellen Geheimnissen des Glaubens vertraut gemacht werden. In den letzten Jahren ihrer Unterweisung, wenn die Novizen als gereift genug gelten, vertraut man ihnen eigenständige Aufgaben wie die Betreuung einer Armenküche oder einer Pilgerherberge an, damit sie sich bewähren können. Die Weihe zur Travia-Geweihten ist ein freudiges Fest, das mit der gesamten Gemeinde begangen wird und in einem geselligen Festmahl ausklingt.  

Tracht

Es gibt nur wenige Unterschiede in der Tracht der Geweihten. Eine einfach geschnittene, lange Robe aus Leinen oder Wolle in leuchtendem Orange (für Novizen und Akoluthen in hellem Gelb), mit einem geflochtenen Gürtel gebunden, das Haupt von einer Haube, eng anliegenden Kappe oder einem Tuch züchtig bedeckt, genügt. Den Geweihten als Zeichen ihres Standes, gleich ob Laienschwester oder Vorsteher eines Tempels. Lediglich an der Gänsefibel, die das Gewand schmückt, kann man den Stand erkennen: je nachdem ob sie aus Bronze (Akoluthen), Silber (Priester) oder Gold (Erzpriester) ist Und eine Gans oder ein Paar (ab Praetor) zeigt. Auch das Schuhwerk ist einfach, aber robust: meist knöchelhohe, geschnürte Stiefel oder Holzpantinen. Auf Reisen trägt man einen leuchtend orangefarbenen Mantel, der von einer Fibel in Form eines Gänsepaars gehalten wird. Selbst das heilige Paar übt sich in traviagefälliger Bescheidenheit und kleidet sich nicht aufwendiger, auch wenn ihre Roben aus feinem Goldbrokat und mit Seidenfäden bestickt sind und sie als Zeichen Ihrer Würde eine rot-goldene Tiara tragen. Für Götterdienste und heilige Zeremonien streifen sie sich einen mit den Symbolen der Gans und des Herdfeuers bestickten Überwurf über. Häufig sieht man insbesondere die Geweihten auf dem Land mit bis Zu den Knien geschürzter Robe, damit sie ihrem Tagwerk nachgehen können.  

Gebote, Verbote, Ideale

Bescheidenheit, Friedfertigkeit, Gastfreundschaft, Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft, Sittsamkeit und Treue sollen die Geweihten üben, wobei treue Zuverlässigkeit einschließt. Bindend sind die Gebote und Verbote der Travia-Kirche, zu deren Einhaltung auch Andere angeleitet werden sollen. Gastfreundschaft: Niemand darf einem anderen ohne zwingenden Grund Aufnahme und Bewirtung verwehren. Gast und Gastgeber Dürfen einander nicht schaden. Sie sollen einander achten, schützen und nach Kräften unterstützen wie liebe Verwandte. Das Gastrecht soll nicht unnötig in Anspruch genommen werden, der Gast dem Gastgeber nicht unzumutbar lange zur Last fallen. Herdfrieden: Im Umkreis von 12 Schritt um den häuslichen Herd oder auch ein Lagerfeuer in der Wildnis dürfen keine Kampfhandlungen stattfinden. Einem Menschen das Heim zu rauben (z.B. durch Brandstiftung), gilt als schlimmer Frevel. Mäßigung und Wahrung von Sitte und Anstand: Alles, was das friedliche Zusammenleben stört, soll man unterlassen. Das betrifft allgemein Treue- und Vertrauensbrüche, Unzuverlässigkeit und Unehrlichkeit, aber auch ‘Aufforderung zum Ehebruch’ durch aufreizendes Verhalten oder Kleidung. Auch Prasserei und Prunksucht werden nicht gerne gesehen, schürt die Zurschaustellung von Reichtum und Überfluss doch Neid und Unzufriedenheit und damit Unfrieden. Daraus resultieren in manchen Städten Kleider- und Festordnungen, die es den Bürgern untersagen, sich für ihren Stand unangemessen prunkvoll zu kleiden oder allzu ausschweifend zu feiern. Treue: In jeder Lebenslage ist das Band, das Familien und Freunde Zusammenhält, aus Treue und Verlässlichkeit gewoben. Einen Freundschaftsschwur oder den Eheschwur zu brechen ist nichts anderes, als die Göttin selbst zu hintergehen.
 

Zitate

»Wo Travias Liebe herrscht, da können auch Praios’ Gesetze Einzug halten und die Gaben der anderen Götter.«
»... sicher wie in Travias Schoß.«
»Der Mildtätige wird Milde finden, so wie der Gnädige das letzte Urteil nicht fürchten muss. «
 

Orden des Heiligen Badilak

Der größte bestehende Orden der Travia-Kirche ist der Orden des Heiligen Badilak. Seit seiner Gründung und bis in die jüngste Vergangenheit hat der Badilakaner-Orden (Größe: sehr groß; Wappen: Symbolik der Travia-Kirche) viele kleinere Orden unter seinem Banner vereinigt, so zuletzt den Bettelorden der Travianer zu Rommilys. Die Badilakaner betreiben eine Vielzahl von Armenhäusern und Suppenküchen, in denen stets Brot, Bett und Fürbitte gewährt Werden. Das kostet Geld. Also ziehen viele Ordensmitglieder durch die Lande und bitten bei Adligen, reichen Bürgern und überhaupt allen, die etwas haben, um milde Gaben – und wenn es auch nur ein altes Hemd oder ein Korb Rüben sei. Für sich selbst beanspruchen die Ordensleute so gut wie nichts – sie legen ein strenges Armutsgelübde ab. Leitende Funktionen im Orden sind zumeist von Travia-Geweihten besetzt. Es spricht aber auch nichts dagegen, dass idealistische Geweihte einige Jahre lang als einfache Bettelschwestern oder -brüder durch die Lande ziehen, bevor sie die Ehe eingehen und in einem Tempel sesshaft werden.  

Tugenden und Ideale

Mildtätigkeit: Man soll den nicht gering achten, der weniger hat, auch er ist ein Kind der Göttin und wohnt in ihrem Herzen. Armut: Mach dich mit den Ärmsten der Armen gemein, um ihnen zu versichern, dass die Göttin bei ihnen ist. Erhebe dich nicht durch Besitz über sie. Schutz und Speisung der Armen: Gib denen, die noch weniger haben, und du wirst die Nähe der Göttin spüren.

Demut: Scheue nicht, dich vor denen, die haben, zu erniedrigen, um für die, die nichts haben, Almosen zu erflehen. Die Liebe der Göttin wird deine Vergeltung sein. Kampf gegen Verschwendung, Eitelkeit und Prasssucht: Ermahne die, die hoffärtig sind und blind, ihre Verfehlungen nicht zu sehen.
 

Heilige Tage

  Travia 1. Tag der Heimkehr
Der Tag der Heimkehr ist ein Feiertag der Travia, der vor allem bei den Norbarden, in Thorwal und im Bornland gefeiert wird. Dabei ist es üblich, dass Bekannte besucht und Obdachlose und Alleinstehende beherbergt werden.

Herbst-Tagundnachtgleiche

Travia 1.-3. Fest der eingebrachten Früchte[br] Das Fest der eingebrachten Früchte ist in zwölfgöttergläubigen Landen ein hoher Travia-Feiertag. An ihm findet die Segnung der Getreidespeicher, Begehung der Felder und die rituelle Fütterung von Gänsen und Enten statt. Aus dem Verhalten der Tiere wird dann versucht die Zukunft zu deuten. Das Fest der eingebrachten Früchte wird vom 1.-3. Travia gefeiert.

Travia 12. Tag der Treue Travia
Der Tag der Treue ist ein allgemein verbreiteter Feiertag am 12. Travia, beliebt zum Abschluss vom Traviabund. In Thorwal wird der Tag mit Festen und Markttagen begangen und ist Anlass um Schwüre abzulegen oder zu erneuern.“
Göttliche Klassifizierung
Gottheit

Kommentare

Please Login in order to comment!