Kommemorationen-Ring (Kinara) (Verflucht)

Die Schreie nehmen an Lautstärke zu, nachdem du den Ring angelegt hast. Schatten werden länger und überwuchern die beleuchteten Flächen deines Quartiers. Die Rufe ersterben.
Über dir werden nach und nach funkelnd leuchtende Punkte sichtbar. Der Sternenhimmel. Dunkle Wolken ziehen im Adagio eines Totenliedes am Firmament ihre Pfade bis hinein in die Dunkelheit des Horizontes.
Zu deinen Füßen liegt eine verschneite Landschaft mit seichten Hügeln, welche nur das Licht der Sterne sehen.
In dieser tiefsten Mitternacht werden wieder die Laute des Grams hörbar. Dann wird ihr Ursprung sichtbar: Hinter einer der Anhöhen zeigt sich eine Gestalt: eine Menschenfrau. Lange Nägel sind durch ihren Leib getrieben worden um sie an eine Art Holzkreuz gefangen zu halten. Acht Nägel, an denen Blut herabtropft und sich mit dem glitzernden Schnee vermischt. Das Gesicht der Frau ist durchtränkt von ihren Tränen, die sich in einem fort aus ihren geröteten Augen ergießen.
„Du musst die Nägel herausziehen,“ teilt dir unerwartet eine Stimme direkt neben dir mit. Ohne es vorher bemerkt zu haben, steht an deiner Seite ein etwa acht Jahre altes Mädchen. „Du bist nicht Hidron! Wer bist du?“.


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