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PERSÖHNLICHES COMPUTERLOGBUCH - DIE ORCHIDEEN BLÜHEN IMMER SYNCHRON...

by Firnen Devoni Dulas

Ich vermute mal, dass eine Zusammenfassung der Ereignisse nicht nur für eventuelle Zuschauer, sondern auch für mich selbst wohl von Nutzen wäre. Und sei es auch nur um mich daran zu erinnern nicht mehr in dunkle Gänge zu spazieren, aus denen die Angst anderer Intelligenter Wesen geradezu in Wellen hervorbricht.
Während wir noch mit nervigen Computerviren und Testflügen beschäftigt waren, ist Lieutenant Onovren uns bereits vor ausgeflogen um unsere Beziehungen zu den Avu aufzubessern. Ich kann zwar nicht wirklich beurteilen, wie gut Ono das gelungen ist, aber er hat es definitiv geschafft sich bis zu unserer Ankunft vollständig im Sand zu begraben. Buchstäblich. [kurzes lachen] Wir mussten kurz nach unserem Eintreffen nämlich feststellen, dass das Außenteam, welchem er sich zur Erforschung von Vetus VI angeschlossen hatte, bei der Landung durch die sandige Oberfläche des Planeten gedrungen war und sich nun unter Schichten Kelbonit haltigem Sandes befand. Wir konnten ihn mithilfe einiger Körperlicher Anstrengungen und eines Seiles auch nach kurzem wieder an Board holen, aber das restliche Avu-Außenteam hatte sich mittlerweile auf den Weg. So stellte es sich heraus, dass sich unter der Sandoberfläche ein Observatorium einer vergangen Zivilisation befand. Selbst ohne verlorenes Avu-Außenteam definitiv einer Untersuchung Wert. Es wollte sich mir nach Ono's Beschreibung des verängstigten Gefühlszustandes der Avu nur niemand mehr anschließen. Ich muss zugeben, dass sie Recht hatten - etwas weiter im inneren schreckte ein vorsichtiger Steinwurf meiner Seits etwas sehr großes Hirschkäfer artiges auf. Nachdem sich weglaufen als erfolglos herausstellte, war ich sehr erfreut festzustellen, dass es meinen Kollegen mit etwas Aufwand gelang das Lebewesen zu töten... Es wollte mich schließlich fressen! ... Zumindest wirkte es nicht so als wäre es auf eine Schmuse-Session mit dem Denobulaner von Nebenan aus.
 
Natürlich hat sich Commander Grohnroz eine der Duranium umantelten Scheren als Trophäe mitgenommen - und meine Ingenieure damit beauftragt ihm daraus eine Waffe zu basteln. Wer hätte denn das erwartet... Jedenfalls dachte ich mir, da er mir wohl das Leben gerettet hat, sei es meine Pflicht dies selbst zu erledigen, auch wenn meine Pflanzen nach Aufmerksamkeit verlangten. Da die Schere bereits aus massivem Duranium besteht war nicht mehr viel zu tun, nur eine Handhalterung musste eingebaut werden, sowie ein Mechanismus um die Klammern am Ende zu öffnen und zu schließen. Weil ich sowieso schon dabei war Kabelzuverlegen, habe ich auch gleich noch ein paar kleinere Lampen in die Schere eingebaut, sodass man es so richtig schön gruselig leuchten lassen kann wenn man möchte. Oder alternativ eine Schwache Taschenlampe hat. Es fehlte nur noch der Name. Der stellte sich als ein wirkliches Problem heraus, weshalb ich nach einer Stunde überlegen schließlich in mein Quartier zurückkehrte.
 
Dort stellte sich heraus, dass meine blauen und lilanen Phalaenopsis Orchideen beschlossen habe alle gleichzeitig eine neue Blüte zu öffnen. Wie diese Pflanzen da so standen musste ich unwillkürlich an das Buch von der Erde aus dem meine Mutter meinen Namen geklaut hatte denken - "Du Niernen", "Die Orchidee" war schließlich eine unzerstörbäre Waffe ähnlich wie die Schere für die ich gerade nach einem Namen suchte. Und so taufte ich sie auf den Namen "Du Niernen", denn schließlich blühen die Orchideen immer synchron.