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Auf der Spur des schwarzroten Legaten

General Summary

Die Kusliker Jagdgesellschaft
Die Gezeichneten brachen mit der Durthanischen Sphäre nach Kuslik auf, wohin sie von Zhurlan, Adaque und Mirhiban begleitet wurden. Während Zurlan auf die Gezeichneten einen Illusionszauber legte, der ihnen neue Gesichter gab, bereitete Mirhiban die Rückkehr mit der Durthanischen Sphäre vor. Faenwulf blieb gemeinsam mit Jasper in Mirham zurück, um dort von Feralion kontaktiert zu werden, sobald die Gezeichneten Dorkenstein ergriffen und den Legaten gefunden hätten.   Nach Ankunft in einem Waldstück nahe Kuslik wartete bereits der Mirhamer Gesandte Rhodeon di Savertin-Shoy'Rina auf die Gezeichneten. Er hatte auf Anweisung Savertins passende Kleidung mitgebracht. Die Gezeichneten trafen noch letzte Absprachen darüber, wie sie in der adeligen Gesellschaft auftreten wollten: Es war verabredet, dass Malik Rocken ein Pferde- und Goldhändler aus Aranien namens Khorim von Salanka sein sollte und dass Sarya die Cousine seiner Frau sei, die einer unbedeutenderen Nebenlinie der Familie entsprang. So würde sie seltener in Gespräche verwickelt, die sie zwingen würden, ihren Praiosschwur zu brechen. Feralion dagegen sei Karnivoran, den Khorim auf dem Weg in das Horasreich angeworben hatte. Karnivoran stamme aus den Salamandersteinen und war am glitzernden Gold des Händlers interessiert gewesen.   Der Mirham Gesandte vermittelte den Gezeichneten einen kurzen Eindruck über die anwesenden Adligen und stellte ihren aktuellen politischen Hintergrund knapp vor. Dann verdeutlichte er, dass er nun viel Zeit mit Sandro Charazzar, dem Gesandten von Brabak, und Orban Uhlenstein, dem Gesandten des Neuen Reiches, verbringen würde und so den Gezeichneten nicht beständig zur Verfügung stünde. Desweiteren war natürlich Kusmina von Kuslik, die Serinissima des Lieblichen Feldes, anwesend, der die Gezeichneten natürlich als aller erstes die Aufwartung machen müssten. Rhodeon stellte die Gezeichneten artig unter ihrem falschen Namen vor und Malik umschmeichelte Kusmina mit wohl platzierten Komplimenten. Sarya nutzte dabei die Macht das Almadins, um die magische Begabung der Anwesenden zu prüfen. Sie vermutete, dass ein hochrangiger Legat Borbarads auch eigene magische Fähigkeiten abseits der Borbaradianerformeln beherrschen würde - Auch wenn ein nicht-magiebegabter Legat natürlich nicht ausgeschlossen sei. So verengte sich die Auswahl der Hauptverdächtigen zunächst auf den Kronensekretär Efferdan Baliiri von Hussbek-Galahan, den Brabaker Gesandten Sandro Charazzar, die Draconiterin Ancillata und den Hofkaplan und Hesindegeweihten Frater Hesindian.   Alsdann begann die Jagd und man schloss zu Pferde zu den übrigen Adeligen auf. Die Fanfaren erschollen und man begann erste Gespräche aufzunehmen. Sogleich kam ein junger Recke namens Teucras Irian Dorgando Schwarzenstamm, Baron von Solstono, auf die Helden zu, um mit ihnen ein Gespräch über die Pferde zu führen, die Khorim aus Aranien angeblich verkaufe. Er suche nach einem gut ausgebildeten Pferd als Schlachtross oder zum Tjosten. Man verwickelte den jungen Mann in ein Gespräch und erfuhr über ihn, dass er der Abgänger der Kriegsakademie zu Arivor sei. Er blicke auf eine lange Familiengeschichte zurück, bis zu den Arivorer Theaterrittern, und berichtete stolz von ihren Heldentaten im Bornland. Sarya merkte an, dass Teucras nicht das Zeug zu einem Borbaradianer habe, da der Heldenmut der Rondra zu sehr in ihm walle. So wimmelte man ihn nach einiger Zeit ab, auch wenn Malik die Gelegenheit natürlich nicht verstreichen ließ, Teucras auf das zuverlässige Handelskontor der befreundeten Familie Rocken aufmerksam zu machen.   Malik verfolgte anschließend das Gespräch zwischen den Gesandten Rhodeon und Sandro, und erfuhr dabei, dass diese sich noch einmal über die "Ereignisse auf Baliiri" unterhalten wollten. Sarya heftete sich in dieser Zeit an das Gespräch zwischen dem hesindegeweihten Hofkaplan Frater Hesindian und der Draconiterin an. Diese unterhielten sich über die Vorwürfe, dass Kusmina von Kuslik das Silem-Horas-Edikt aufheben wolle. Zudem sprachen sie über die Verschwörung des Hauses Oikaidiki und dass Phrenos ay Oikaidiki immer wie ein loyaler Mann gewirkt habe. Ancillata äußerte, dass sie sich aus derlei politischen Scharaden heraushalten wolle.   Schließlich erklang das Jaulen der Hunde, und eine Herde Rehe wurde vor die Jagdgesellschaft getrieben. Der Kronprinz Romin legte sofort einen Pfeil auf, doch Feralion war schneller: Er stand auf dem Rücken seines Pferdes auf und jagte einem Reh einen Pfeil durch das Herz. Das machte Eindruck auf die Jagdgesellschaft, man applaudierte und gratulierte ihm für den herausragenden Schuss. Der Kronprinz dagegen wirkte verstimmt.   Feralion sah, dass eine junge Dame weinte, die als Viviona von Oikaidiki vorgestellt worden war und mischte sich sogleich in ihr Gespräch mit dem Kronsekretär Efferdan Baliiri von Galahan ein. Der Kronesekretär reagierte zunächst ungehalten und erklärte Feralion, dass er sich im Gespräch befände. Doch Viviona gab zu verstehen, dass dies in Ordnung sei und zog sich zurück. Malik Rocken sah seine Gelegenheit bekommen, die junge Dame in ein Gespräch zu verwickeln, und folgte ihr. Er fragte sie, was sie so unglücklich mache und konnte erfahren, dass ihr Onkel vor kurzem des Landesverrats angeklagt und hingerichtet worden war. Nun befürchtete die junge Dame, dass ihr Haus an Einfluss verlieren würde und versuchte die übrigen Adeligen der Runde davon zu überzeugen, dem Hause Oikaidiki wieder zu vertrauen. Ihr Onkel sei nur eine Ausnahme, der Rest der Familie sei loyal. Zudem erklärte sie, dass ihr Neffe ein Nichtsnutz sei, der nur andere Männer im Kopf habe - Chababien sei verloren. Zudem war Viviona deutlich darüber erzürnt, dass der Kronsekretär Efferdan ihrem Anliegen nicht zuhören wolle, sondern ausschließlich Augen für die Baroness von Ruthor habe, die als Findualia di Bellafoldi vorgestellt wurde. Derweil äußerte der Kronsekretär gegnüber Feralion, dass das Gespräch mit Viviona sehr unangenehm gewesen sei. Er verwickelte Feralion in ein Gespräch über Gesetzestexte bezüglich Landes- und Hochverrat bis dieser gelangweilt aufgab, mehr über den Kronsekretär herauszufinden. Allerdings konnte er feststellen, dass das Seelentier des Adeligen eine Seeschlange ist. Die Gezeichneten wollten ihn als Hauptverdächtigen weiter im Auge behalten. Und so vergingen die ersten zwei Stunden der Jagd.   Nun kam man zur Rast an ein Bauernhaus, in welchem man zu Brot und Milch einkehrte. Die Gezeichneten nutzten die Gelegenheit, dass die Plätze neben Dorkenstein noch frei waren und setzten sich zu ihm. Schnell wurde offenbar, dass Dorkenstein kein Interesse an den Adeligen der Runde habe und ausschließlich ein Gespräch mit dem Elfen führen wollte. Diesem erzählte er von den großen Schlachten, die in der Vergangenheit geschlagen habe - Insbesondere vom Zug der 1000 Oger, der ihn fasziniert und ihm eine große Herausforderung gestellt habe. Nun jedoch sei das Leben langweilig geworden, verschiedenste Adelsparteien wollten seinen Säbel haben und den seiner Männer haben, doch all diese Kriege sein nur Kleinkram. Er glaube an das Recht des Stärkeren und sähe auf Länder herab, die zu klein und zu schwach zur Selbstverteidigung seien. Er wolle lieber jung sterben als alt werden; Friedenszeiten empfinde er als Feigheit. Insbesondere bedauerte er, dass ich die Grenzen des Lieblichen Feldes seit Jahrzehnten nicht verschoben hätten. Das Liebliche Feld besäße einen technologischen Fortschritt, mit dem es so viel mehr erreichen könnte. Die fetten und faulen Adeligen der Jagdgesellschaft verachtete er. Für die Geschichte des Elfen dagegen interessierte er sich, insbesondere für die Salamandersteine.   Malik, der des auffälligen Desinteresses Dorkensteins überdrüssig wurde, begann ein Gespräch mit dem Kronsekretär und sprach ihn da drauf an, dass ihm zugetragen worden sei, dieser habe eine Liebschaft mit der Baroness von Ruthor. Efferdan reagierte darauf sehr ungehalten und erklärte, dass die Baroness wesentlich jünger sei als er, er zudem eine Familie habe und derlei nicht im Sinn habe. Stattdessen sei es das Anliegen der Baroness, um das er sich bemühe: Der Kindsraub von Ruthor, der dieser durch den Verlust des eigenen Sohnes den Verstand gekostet habe. Schließlich versuchte Efferdan dem Gespräch zu entkommen, Schritt hinüber zu Dorkenstein und wollte diesen vom Gespräch mit Feralion abbringen. Feralion entgegnete spitzfindig, dass nun er sich in einem Gespräch befände. Dorkenstein, davon amüsiert, beendete das Gespräch mit Feralion in aller Ruhe. Derweil fiel Malik auf, dass ein Gesicht aus einer Luke im hinteren Teil des Raumes die Gesellschaft beobachtete. Er öffnete die Luke und fragte die Gesellschaft, was es damit auf sich habe. Der Hesindegeweihte, der die Frage missverstand, klärte Malik sofort über die Gegebenheiten des Reichsforst und der lokalen Bauernhütte auf. Malik nutzte sogleich die sich ihm bietende Gelegenheit, um ein Gespräch mit dem Hofkaplan am Laufen zu halten. Die Luke verschloss er wieder, in der er einen kauernden Mann gesehen hatte.   Schließlich brach die Jagdgesellschaft erneut auf und Feralion blieb als Letzter zurück, öffnete erneut die Luke und sprach mit dem Mann, der sich darin versteckt hielt. Es handelte sich um einen Deserteur aus Kusminas Heer. Er bat darum, ihn nicht zu verraten. Feralion fragte Sarya, was mit dem Mann zu tun sei, da seine Geschichte unglaubwürdig sei. Warum sollte er sich verstecken und dennoch so waghalsig sein, die Gesellschaft zu belauschen? Sarya beschloss, dass man den Mann in Ruhe lassen solle, da die Geschichte im besten Fall der Wahrheit entspräche und im schlechtesten Falle der Mann ein politischer Spion sei. Doch die Angelegenheiten der Politik wären für die Gezeichneten momentan nicht das wichtigste Anliegen. So zog man weiter. Eine Rudel an Smaragdfasanen zog an der Jagdgesellschaft vorbei. Feralion gelang sogleich ein erneuter Abschuss und auch der Gardehauptmann Kusminas streckte für seine Fürstin einen Fasan nieder. Besonders Kronprinz Romin beglückwünschte den Gardehauptmann und Malik verwickelte ihn in ein kurzes Gespräch, wurde jedoch abgewiesen, da der Gardehauptmann Wichtigeres zu tun habe. Dorkenstein bemerkte nach diesem zweiten formidablen Abschuss, dass er gerne einmal mit Feralion auf eine echte Jagd gehen würde.   Sarya wurde hingegen von der Draconiterin Ancillata beobachtet. Sie bat Feralion, das Seelentier der Dame zu prüfen und setzte Malik darauf an, die Draconiterin in ein Gespräch zu verwickeln. Er solle versuchen abzuschätzen, ob sie als gesuchte Dienerin Barbarads in Frage käme oder einfach nur durch ihre Magie auf die Spur der Illusion gekommen sei. Eine Aufgabe ganz nach Maliks Geschmack, da die Draconiterin ausgesprochen schön war. Er hatte leichtes Spiel, die Dame von sich einzunehmen. Doch dem Kronprinzen Romin schien dies gar nicht zu gefallen. Er nahm Malik beiseite und gab ihm zu verstehen, dass er Ancillata an Geist und Schönheit nicht gewachsen sei. Er versucht zu Malik weiter zu erniedrigen, beleidigte dessen Künste mit dem Bogen und unterstellte ihm, keinerlei kämpferische Fähigkeiten zu besitzen. Die Situation drohte zu eskalieren, als der Kronprinz Malik wegen dessen angeblich dreister Zunge dazu zwingen wollte, ihm den Fuß zu küssen und seinen Stiefel auch sogleich äußerst gelenkig von seinem Pferde aus in die Höhe reckte. Feralion, der das Gespräch beobachtete, setzte seine Magie ein, um das Pferd des Kronprinzen dazu zu bringen, diesen abzuwerfen. Romin, vor der Jagdgesellschaft erniedrigt, fand sofort einen Burschen, der bezeugte, dass Malik das Pferd getreten habe und forderte Malik unter diesem Vorwand zum Duell. Malik wählte Sarya zum Adjutanten und besprach mit dieser, das Duell verlieren zu wollen. Dorkenstein war erstaunt, dass der Kronprinz überhaupt zu solchen Leistungen fähig sei, als dieser tatsächlich einen guten Treffer gegen Malik landete. Nach dem Duell wirkte der Kronprinz um einiges zufriedener und begann sogar erheitert mit Malik zu plaudern. Die Gezeichneten bemerkten jedoch, dass die von Zurlan gewirkte Illusion um die Wunde herum kein Blut zeigte: Eine weitere Möglichkeit, die Gezeichneten zu enttarnen.   Malik begann nun ein Gespräch mit Orban Uhlenstein und konnte erfahren, dass in der Gesellschaft eine Verschwörung gegen Kusmina geplant werde. Kurz darauf bemerkte Sarya, dass der Kronsekretär Efferdan sich gemeinsam mit Dorkenstein tiefer in den Wald absetzte. Sie bat Feralion, den beiden nachzustellen. Während der Elf die beiden belauschte, stellte er fest, dass sich abermals eine Harpyie in der Nähe der Gezeichneten aufhielt, entschied sich aber, sich auf das Gespräch zu konzentrieren und der Harpyie nicht nachzustellen. So wurde offenbar, dass auch der Kronsekretär Teil der Verschwörung gegen Kusmina sei und versuchte, Dorkenstein und dessen Männer für die Verschwörung abzuwerben. Somit schied nun ein weiterer der Hauptverdächtigen aus.   Sarya prüfte derweil die Geschichte des Hesindegeweihten. Sehr schnell zeichnete sich ab, dass auch dieser Mann ungefährlich sei. Nun wurden die Gezeichneten ungeduldig, zeichnete sich doch langsam ab, dass keiner der Anwesenden der dringend gesuchte Legat Barbarads war. Und ebenso wirkte auch Dorkenstein sichtlich niedergeschlagen. Schließlich fragte er Feralion, ob dieser ebenfalls in Kuslik untergekommen sei, und ob die beiden noch ein Stück des Weges zusammen reisen wollten. Dorkenstein jedenfalls wollte die Gesellschaft vorzeitig verlassen. Man schloss sich Dorkenstein in Richtung Kuslik an und Malik fragte Sarya, ob man den mittelreichischen Heerführer nun nicht ausschalten sollte. Sarya wollte die weitere Entwicklung jedoch noch beobachten, da sie hoffte, dass Dorkenstein sie noch immer auf die richtige Fährte bringen könnte. Im königlichen Hotel angelangt, erhielt Dorkenstein von einem Portier die Nachricht, dass jemand bereits nach ihm gefragt hätte. Dorkensteins Miene erhellte sich, er verabschiedete sich eilig und bezog sein Zimmer. Sogleich mietete Malik ein Zimmer für die Gezeichneten an, während Feralion sich in eine Katze verwandelte und Dorkenstein folgte. Auf eine Nachricht verschwand der Heerführer hinauf in das Dachgeschoss des Hotels, wo sich ein Kartenraum befand. Feralion gelang es in Katzengestalt, Dorkenstein in das Zimmer zu folgen und Sarya und Malik Anweisungen zu geben, wohin sie ihm nachstellen könnten. Die beiden verbargen sich am Fuße der Treppe in einem Gastzimmer, während Feralion die Begegnung zwischen der Legatin Borbarads und dem Heerführer beobachtete: Bei der Legatin handelte es sich um eine Elfe, die sehr modisch gekleidet war und kurze Haare trug. Sie versprach Dorkenstein herausfordernde Schlachten und Menschen, die unter seinem Befehl mit einem Lachen ihre Gegner erschlagen würden. Dorkenstein war fasziniert, doch sie gab ihm noch etwas Zeit, sich endgültig zu entscheiden. Auf dem Weg hinaus aus dem Hotel nahm sie Feralion in die Arme, den Dorkenstein zuvor mit einem Tritt zu verscheuchen versucht hatte. Zielgerichtet wanderte sie auf eine Kutsche zu, mit der sie wegfahren wollte. Feralion gab sich anhänglich, und sprang in die Kutsche hinein, wo er die Elfe weiter beobachtete. Sarya stürzte Feralion voll Sorge nach, beschlagnahmte Pferde aus dem Hotelstall und eilte gemeinsam mit Malik der Kutsche hinterher. Im Inneren der Kutsche konnte Feralion eine Liste mit Edelsteinen sehen, die die Elfe betrachtete und einzelne Steine davon abhakte. Sarya beobachtete in der Zwischenzeit, wie sich die Kutsche einem Kreuzungspunkt zweier Kraftlinien näherte. Sie drängte Malik nun dazu, den Abstand der Kutsche zu verkleinern, da die Elfe den Kraftknoten nutzen könnte, um sich und Feralion - oder gar die ganze Kutsche - mit einem Transversalis durch den Limbus zu bewegen. Die beiden Gezeichneten schlichen näher an die Kutsche heran, um Feralion notfalls zu Hilfe eilen zu können. Die Elfe stieg aus der Kutsche aus, ließ Feralion zurück und bewegte sich auf den Kraftknoten zu. Dort verwandelte sie sich in eine gewaltige Eule und flog Richtung Osten. Die Gezeichneten entschlossen sich, keinen Zugriff zu machen, um die Taten der Elfe in Zukunft weiter verfolgen zu können und mehr über die Beschwörung Borbarads herauszufinden, die er offenbar mit den Edelsteinen durchzuführen beabsichtigte. Sie hatten nun eine Spur: Die Elfe flog gen Osten, wo in Fasar, wie Malik von eigenen Handelsunternehmungen wuste, die größten Edelsteinminen Aventuriens zu finden seien. Die Gezeichneten wollten den Schatten diese Erkenntnis mitteilen und die Elfe weiter verfolgen lassen.   Die Edelsteine zu Fasar
Savertin war angesichts dieser Erkenntnisse sehr erfreut. Er musste den Gezeichneten aber auch mitteilen, dass Diagos Lehrmeister, Varagaun, bei einer der Missionen gefangen genommen worden war. Er wollte weitere Schatten auf dessen Befreiung konzentrieren, während die Gezeichneten die Spur der Elfe selbst verfolgen müssten. Dazu sollten sie mit der Durthanischen Sphäre durch den Limbus nach Fasar reisen und dort auf dem Rückweg auch gleich Thomeg Atherion für die anstehende Gildenversammlung abholen. Die Gezeichneten reisten weiter und kamen in den Kellern der Fasarer Akademie an, wo mehrere Scholaren die Gezeichneten zur Spektabilität führten. Sarya und Feralion schilderten Thomeg die Situation und baten darum, dass er Scholaren entsenden solle, die die Edelsteinminen der Umgebung überwachen sollten. Da auf der Liste der Elfe auch Edelsteine mit einem sehr besonderen Schliff genannt wurden, wollten die Gezeichneten selbst jene wenigen Edelsteinschleifer der Stadt aufsuchen, die zu solch feinen Schliffen fähig seien. Des Weiteren versuchten sie Thomeg zu überzeugen, die Verteidigung der Fasarer Akademie zu erhöhen und das Büro der Spektabilität zu verlassen, in dem einst auch Tharsoinius von Bethana Quartier bezogen hatte. Malik versuchte sich unterdessen im Umgang mit den firnglänzenden Fingern. Als er ein Regal Thomegs ins Auge fasste und einen Stoß mit der Hand vollführte, gelang es ihm auch tatsächlich, das Regal aus der Ferne umzustoßen. Thomeg war fasziniert und untersuchte voll neuer Begeisterung die Hand. Dabei löste er den Zeigefinger des Handschuhs und Malik bemerkte, dass er diesen auch aus der Ferne noch bewegen konnte. Die Macht der firnglänzenden Finger war erwacht.   In der Oberstadt stießen die Gezeichneten schnell auf die Spur einer bekannten Edelsteinhändlerin, Beryllis Emeraldia, die ein sehr erfolgreiches Geschäft besitzt - Wer die besten Steine Aventuriens haben will, kommt an ihr nicht vorbei. Die Gezeichneten finden das Geschäft jedoch verschlossen vor und müssen in der Nacht in das Geschäft einsteigen. WÄhrend Sarya ein Gespräch mit dem Wachmännern begann, erklomm Feralion die Fenster des Wohnturmes und half Malik in das Geschäft. Im Inneren konnten die beiden nicht nur viele Edelsteine bewundern, sondern auch ein Schließfach aus Zwergenstahl entdecken, den sie zu öffnen versuchten. Keiner der beiden kannte sich jedoch mit derlei Diebereien aus und so versuchte Malik mehr aus Verzweiflung, den Schlüssel zu benutzen, den die firnglänzenden Finger in Mirham aus seiner Tasche gezogen hatten: Der Schlüssel passte und das Schloss öffnete sich. Im Inneren fand Malik Edelsteine im Wert von 100.000 Dukaten und einen Brief, in welchem die Elfe Azaril Scharlachkraut (unter dem Kürzel A.S.) den Auftrag erteilte, Edelsteine im Wert von 4.000 Dukaten nach Rashdul zu bringen, wo die Steine auf dem schwarzen Platz an einen Mann namens Urdo von Gisholm übergeben werden sollten. Malik nahm sowohl den Brief als auch die wertvollen Edelsteine an sich und man entfernte sich aus dem Geschäft. Über die dunklen Pforten der Fasarer Akademie brachen die Gezeichneten nun nach Rashdul auf, wo sie in der Akademie auf den wachhabenden Elementarmagier Aladin trafen, der ihnen berichtete, dass es mit der Akademie im Argen läge. Zwei Magister der Elemente seien in den letzten Tagen verschwunden und er verstünde sich mit den verbliebenen Lehrmeistern als letzte Bastion gegen Belizeth Dschelefsunni, damit das Gleichgewicht zwischen Dämonen und Elementaren an der Akademie nicht ins Wanken geriete. Ein weiterer Lehrmeister hätte unter Protest bereits die Akademie verlassen. Aladin war über die Nachricht hocherfreut, dass Dschelef ben Jassafar noch lebe und bat die Gezeichneten, diesen über die Lage der Akademie zu benachrichtigen. Erleichtert, auf den Elementaristen gestoßen zu sein, baten sie diesen, ihnen ein Tor in die Stadt zu öffnen und ihr Eintreffen gegenüber der Akademieleiterin zu verschweigen.   In Rashdul machte sich Malik sofort auf, einen alten Kontakt namens Jafar aufzusuchen und sich in dessen Karawanserei einzumieten, von wo aus man den schwarzen Platz gut im Blick haben würde. Sarya schlug vor, dass man Beryllis nicht unbedingt ausschalten müsse, sondern von Gisholm weiter verfolgen könne, wenn man nur die Ware austauschen könne. Malik könnte es über seine Kontakte möglich sein, entsprechende Fälschungen der Edelsteine zu besorgen und Feralion könnte Beryllis' Steine heimlich austauschen. So wandte man sich an einen verbliebenen Elementaristen der Stadt, der mit Hilfe von Magie einer sehr gelungene Fälschung produzierte. Ein weiterer Kontaktmann Maliks spürte Beryllis' Unterkunft auf und Feralion schlich sich als Katze in das Zimmer, wo er noch in derselben Nacht die Edelsteine austauschte. Am nächsten Tag überwachten die Gezeichneten den schwarzen Platz. Am späten Abend, als der Gesang der Abendandachten aus den Borontempeln über dem Platz hing, trafen sich Byrillis und von Gisholm. Feralion belauschte, dass dieser ihr anstelle der verabredeten 4.000 Dukaten für ihre gute Arbeit sogar 6.000 Dukaten übergeben wolle. Als die Edelsteinhändlerin in den ihr überreichten Beutel schaute, machte sie große Augen; dann trennten sich die Wege der beiden.   Die Gezeichneten verfolgten von Grisholm den Manadhi entlang Richtung Khunchom. Bis zu einer Felsklippe am Meer trieb es den Paktierer. Dort wartete ein schwarzes Schiff mit schwarzroten Segeln und der siebenstrahligen Krone auf ihn. Schließlich beobachteten die Gezeichneten aus einem Versteck, wie er die Schatulle mit den gefälschten Diamanten aufstellte und ein Magier vom Bord des Schiffes die Kiste per Motoricus auf das Schiff verladen will. Für die Gezeichneten wird offensichtlich, dass sie hier die Spur der borbaradianischen Schergen verlieren werden, wenn sie nicht schnell handeln. Von Grisholm selbst schien nicht minder überrascht, dass das Schiff ohne ihn weiterzufahren beabsichtigte. Feralions Pfeil verließ im nächsten Augenblick auch bereits die Sehne, wo der Schiffsmagier, schwer getroffen, kopfüber in die raue See stürzte; die Schatulle mit den falschen Steinen hinterher. Sarya warf dem Paktierer einen Blendstrahl aus Alveran entgegen, vor dem sich der Mann anwandte und gleich darauf warfen sich auch Malik und Faenwulf auf ihn. Der Paktierer mochte mit Lolgramoth im Bunde stehen, war er doch irrsinnig schnell und konnte einen wandelnden Schatten rufen, bevor ihn die Gezeichneten auch nur erreicht hatten. Viel konnte der Paktierer den Gezeichneten nicht entgegensetzen, doch gelang es ihm zumindest, Faenwulf mit einem Rundumschlag einen mächtigen Hieb zu verpassen. Doch wo der Treffer des Paktierers eine Wunde hinterlassen haben sollte, wuchs nun eine dicke Schicht Schuppen nach. Und auch Malik entdeckte eine neue Fähigkeit der firnglänzenden Finger, die seinen Degenstreich manchmal, ganz wie dem Zufall überlassen, zu verletzlichen Stellen des Gegners lenkten. Unter einem dieser Streiche brach der Paktierer blutspuckend zusammen, als Malik seinen Degen durch den Rücken des Mannes hindurch tief zwischen die Wirbel bis ins Herz versenkte.


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